Zomihra (eBook)
290 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7541-9373-0 (ISBN)
Die Autoren TinAndi sind zwei Personen, Tochter 'Tin' Jahrgang 91 und Mutter 'Andi' 60. Als Tochter eines Darstellers, strebt Andi zwar die Gesangskarriere an, wird dann aber Bürokauffrau. Tin hingegen versteht es schon im Kindergarten ihrer Zeichnungen wenig Aufmerksamkeit zu schenken, weswegen ihre Bilder immer eindeutig identifiziert werden konnten. Im Teenageralter beginnt sie daher eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin. Ihr Ehrgeiz für das gemeinsame Buch, kam erst danach.
Die Autoren TinAndi sind zwei Personen, Tochter "Tin" Jahrgang 91 und Mutter "Andi" 60. Als Tochter eines Darstellers, strebt Andi zwar die Gesangskarriere an, wird dann aber Bürokauffrau. Tin hingegen versteht es schon im Kindergarten ihrer Zeichnungen wenig Aufmerksamkeit zu schenken, weswegen ihre Bilder immer eindeutig identifiziert werden konnten. Im Teenageralter beginnt sie daher eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin. Ihr Ehrgeiz für das gemeinsame Buch, kam erst danach.
Das Buch:
Tauche ein in ein fantastisches Fantasy Abenteuer und erlebe spannende Momente mit Kilaya und ihren Freunden auf dem Weg in neue Welten. Zomihra ist eine fiktive Welt, mit mystischen Gegenständen und geheimnissvollen Kräften, die es zu erforschen und zu bekämpfen gilt. Erlebe das Abenteuer von einem kleinen Mädchen, welches das Schicksal der ganzen Welt auf den Schultern trägt.
Der Autor:
Viele Erzählungen schaffen es, Menschen zu verbinden, doch diese ist mehr als das. Aus einer fixen Idee (Herr T. aus N. eines Tages zu einer der Autoren: Frau .... „Sie sollten ein Buch schreiben“) wuchs etwas Einzigartiges, ein eigenständiges Werk, das nicht nur andere verzaubern soll, sondern auch die Autoren nach wie vor in seinen Bann zieht, denn die gemeinsame Reise hat erst begonnen.
„Die Autoren?“ Richtig! Dieses Buch entsprang zwei Federn, der von Mutter und Tochter. Aus dem zaghaften Versuch ein Märchen oder eine Kurzgeschichte zu schreiben, entwickelte sich in drei Jahren ein Schlagabtausch aus Kreativität, Offenheit, Ideenreichtum und Zuversicht, den beide nie für möglich gehalten haben und in der Vorstellung endete, auch andere zu begeistern und mitzunehmen auf eine fantastische und einmalige Reise. Wir wollen den Funken, der uns erfasst hat, zu einer Flamme werden lassen und euch mitnehmen, wohin der Weg auch führt.
Als Mutter und Tochter hat uns dieser Weg enger zusammengeschweißt, als wir es je für möglich gehalten haben. Er ist Motivation und Triebfeder und was auch kommt, diese gemeinsame Zeit kann uns niemand nehmen.
Wir laden euch ein, uns zu folgen, und wünschen euch viel Freude an unserem ersten Projekt.
Zomihra
„Granny, Granny, bitte erzähle uns eine Geschichte. Biiiiitttteeee.“ Mit großen Augen lagen Baolu und seine kleine Cousine Esuta auf dem weichen Bett und sahen voller Erwartung in Richtung der alten Dame. Diese hatte nachdenklich aus dem Fenster geschaut und dem ersten Schnee zugesehen, der ohne Eile und still ihren Garten und den nahen Wald in ein weißes Gewand kleidete. Die Stimmen der Kinder rissen sie aus ihren Gedanken.
„Natürlich meine kleinen Lieblinge, was möchtet ihr heute Abend hören?“
Schwerfällig schritt sie zu dem alten, gemütlichen Schaukelstuhl, der neben dem großen Bett stand. Dieser hatte dort seinen festen Platz, um ihren Urenkeln allabendlich eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen. Trotz ihres hohen Alters sprühten ihre Augen voll Lebenslust in dem von Wind und Wetter gegerbten Gesicht und wenn sie eines ihrer aufregenden Märchen erzählte, klang ihre Stimme jung und voller Elan.
„Wir wollen die Legende vom König hören!“, rief Esuta ungeduldig.
„Schon wieder?“, lachte die alte Dame, „ich habe sie so oft erzählt, dass ihr sie auswendig kennt. Wie wäre es ausnahmsweise mit einer anderen Geschichte. Zum Beispiel über den Schnee. Seht hinaus, es angefangen hat zu schneien! Da fallen mir ganz viele dramatische Abenteuergeschichten ein.“
„Nein, Granny. Wir möchten das Märchen vom König hören, das ist sooooo spannend und diesmal passen wir ganz genau auf, denn du hast beim letzten Mal eine Reihe von wichtigen Stellen einfach ausgelassen. Mama sagt, das liegt am Alter, schließlich bist du schon ganz furchtbar alt, mindestens 40 Jahre oder so! Wir helfen dir, wenn du wieder etwas vergisst!“ Esuta zog sich die Bettdecke bis zur Kinnspitze und schaute gespannt auf ihre Urgroßmutter.
„Das ist ja ein tolles Kompliment“, schmunzelte diese. „Wisst ihr was? Wir ändern die Vorgehensweise! Ihr erzählt mir die Geschichte und ich werde versuchen, nicht so schnell einzuschlafen, wie es euch so oft passiert.“ Sie lächelte verschmitzt, sie feiert im nächsten Monat ihren 100. Geburtstag, aber 40 oder 100, für kleine Kinder war das kein Unterschied.
„Nein, nein, du kannst das viel besser. Wir sind auch ganz lieb und unterbrechen dich nicht, versprochen.“ Der sonst so stille Baolu war heute Abend unbekümmert und beinahe ausgelassen. Von Liebe erfüllt richtete sie ihren Blick auf den kleinen schmächtigen Knaben. Er war ein wunderbares Kind und besaß das sonnigste Gemüt, das man sich wünschen konnte. Seine jüngere Cousine war oft frech zu ihm, aber er blieb stets ruhig und gütig und wenn es ihm doch zu viel wurde, setze er sich an den Kamin zu seinen Holzfiguren und schnitzte hingebungsvoll eine Figur für seine umfangreiche Sammlung.
„Wenn das so ist, darf ich natürlich nicht nein sagen.“ Sie beugte sich leicht vor, legte die Hände in den Schoß und begann mit ihrer ruhigen und klangvollen Stimme die Legende von dem Land Zomihra und seinem König Zankotei zu erzählen.
„Vor langer, langer Zeit regierte ein mächtiger König über ein gewaltiges Reich. Er war wagemutig, stark und seine Klugheit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt. Bereits in seiner Jugend fragte ihn sein Volk oft um Rat und es herrschte Wohlstand und Frieden unter der breiten Bevölkerung. Der Name dieses Königs lautete Zankotei und er lebte in einer großen Burg.“ Die alte Dame schaute den Kindern tief in die Augen.
„Ihr wisst, wie groß eine Burg ist, denkt nur an die verlassene Ruine in unserem schönen Wald.“ Die beiden nickten eifrig.
„Auf dieser Burg lebte er gemeinsam mit seiner wunderschönen Ehefrau, die mit Sanftmut und Güte sein überschäumendes Temperament zügelte. Er liebte sie so sehr, dass er einen Ballsaal bauen ließ, in dem sie häufig ausgelassen tanzten. Die herrlichen Feste waren über die Landesgrenzen hinaus berühmt und die befreundeten Fürstenhäuser kamen zu Besuch, um gemeinsam mit dem Königspaar zu feiern.“ Sie hielt inne, um die Dramatik ihre Worte zu unterstreichen.
„Doch eines Tages geschah ein großes Unglück. Die Königin stürzte im Ballsaal so schwer, dass sie sich nicht wieder erholte und, zu diesem Zeitpunkt schwanger, zusammen mit ihrem ungeborenen Kind verstarb. Der König Zankotei war untröstlich und vergrub sich in seinen Gemächern. Nur einem treuen Diener war es in dieser Zeit gestattet, seine Räume zu betreten. Seine Freunde und das Volk waren besorgt, aber es drang nicht eine Nachricht über seinen Gesundheitszustand nach draußen.“
Mit vor Spannung weit aufgerissenen Augen lagen die Kinder still unter der warmen Decke. Die alte Dame lächelte zärtlich. Seltsam, sie hatten das Märchen so oft gehört, doch schienen sie jedes Mal aufs Neue fasziniert.
„Eines Tages öffnete sich die schmale, hinter einem Vorhang verborgene Tür zum Thronsaal und König Zankotei trat herein. Freudig begrüßten ihn seine Bediensteten, doch schnell wandelte sich ihr Überschwang in blankes Entsetzen. Ihr Herrscher war nicht wiederzuerkennen. Sein einst selbstbewusster und aufrechter Gang war nun vor Gram gebeugt und seine Gesichtszüge von Wut und unbändigem Zorn bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Das vormals schwarze Haar und der imposante Bart schneeweiß und in seinen Augen loderte das Feuer des Wahnsinns.“ Er sprach.
„Elende Narren, was steht ihr faul herum und starrt mich an?! Habt ihr gehofft, dass ich tot bin? Ich muss euch enttäuschen. Ich habe die Zeit genutzt und endlich begriffen, dass Güte und Nachsicht trügerische Ratgeber sind!“
Er winkte seinen treuen Kammerdiener zu sich und befahl: „Bringe sofort meine Offiziere zu mir. Ich habe Wichtiges zu besprechen.“
Gehorsam beugte sich der Diener dem Willen seines Königs und eilte hinaus, um den Auftrag auszuführen.
Die alte Dame atmete schwer und ihre Arme wuselten aufgeregt auf und ab. Obwohl die Legende seit Generationen in ihrer Familie erzählt wurde, waren die Figuren vor ihrem inneren Auge lebendig und sie tauchte wie so oft tief in die Ereignisse ein. Mit zittriger Stimme fuhr sie fort.
„So kam es, dass König Zankotei, zerfressen von grenzenlosem Hass, gegen seine Nachbarn in den Krieg zog, um sich deren Reichtümer anzueignen. Tausende unschuldige Menschen verloren in dieser Zeit Land und Leben. Alle Versuche, ihn mit Freundschaft und Diplomatie von seinem Vorhaben abzubringen und das Morden zu beenden, scheiterten kläglich.
Nach jahrelangem Krieg kapitulierten die angrenzenden Länder und König Zankotei ließ seinen Triumph von einem Künstler auf Leinwand bannen.“
„Jahre der Unterdrückung und bitteren Armut folgten auf seine Herrschaft.“ Ihre Augen weiteten sich und in ihnen spiegelte sich das Flackern der Kerze auf dem Tischchen.
„Von der Bewunderung und Liebe zu ihrem Herrscher war nichts übrig und Widerstand formierte sich im Verborgenen. Die Fürstenhäuser bildeten eine Allianz, um den König zu stürzen. Wenige waren überzeugt, dass Frieden ausschließlich mit Diplomatie zu erreichen sei und nach heftig geführten Debatten wählten sie dennoch zwei Vertreter und schickten sie, getragen von hohen Erwartungen, auf den langen Weg der Hoffnung.“
„Hallo, ihr zwei, seid ihr noch wach? Ich brauche etwas Wasser, dann geht es gleich weiter.“ Sie griff nach dem Becher, der auf dem Tisch neben der Kerze stand und trank gierig einige Schlucke, das lange Sprechen strengte sichtlich an.
„Die Unterhändler trafen nach gefährlicher und mühevoller Reise endlich vor dem Schloss ein und baten um eine Audienz, als das Schicksal erbarmungslos zuschlug. Bevor sie mit dem König reden konnten, erschütterte ein gewaltiges Erdbeben das Land. Die auf dem großen Kontinent verstreut liegenden Vulkane brachen in einer Art Kettenreaktion, fast zeitgleich aus. Ein entsetzlicher Sturm aus Asche und Feuer fegte über die Länder und...
| Erscheint lt. Verlag | 12.6.2022 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Märchen / Sagen |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Fantasy • Fiktion • Magie • Mythen |
| ISBN-10 | 3-7541-9373-2 / 3754193732 |
| ISBN-13 | 978-3-7541-9373-0 / 9783754193730 |
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