Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Arrogant Devil (eBook)

Jack

(Autor)

eBook Download: EPUB
2022 | 2. Auflage
423 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-211-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Arrogant Devil - R.S. Grey
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Arroganz und Leidenschaft.

Auf der Suche nach einem Neuanfang landete ich auf der Blue Stone Ranch und begegnete dem arrogantesten Kerl aller Zeiten. Jack sieht unfassbar gut aus und weiß das auch. In mir sieht er nur die verwöhnte Frau, die immer alles bekam, was sie wollte. Doch ich werde ihm beweisen, dass ich hart arbeiten kann und nicht, wie er denkt, in kurzer Zeit wieder verschwunden sein werde. Eigentlich sollte sein Verhalten ein absolutes No-Go für mich sein, aber in seiner Nähe wird mir immer glühend heiß und das liegt nicht nur an der texanischen Sonne. Vielleicht kann ich ja diesen teuflischen Kerl doch noch von mir überzeugen ...



R. S. Grey ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Mit ihren erfolgreichen Romanen steht sie regelmäßig auf der USA Today Bestsellerliste. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden in Texas. 

Kapitel 1


Meredith

Gestern Nacht habe ich meinen Mann verlassen. Das Partizip Perfekt klingt so schön – verlassen. Er ist noch in Kalifornien, während ich in einer Tankstelle in irgendeinem Kaff in Texas stehe. Ich habe weder Geld noch ein Auto. Alles, was ich hatte, war ein protziges, mit Diamanten besetztes Tennisarmband, das ich versetzt habe, um mir ein Flugticket nach San Antonio zu kaufen. Zum Glück konnte ich mir dank des Armbands auch noch das Taxi leisten, das gerade draußen an der Zapfsäule auftankt. Aber jetzt ist mein Geld alle, und mir knurrt der Magen.

Ich nehme die Regale mit ihrem Aufgebot an zuckrigem Junkfood in Augenschein. Alles coole Sachen: ein halbes Dutzend Packungen mit weißbestäubten Donuts, die mehr Sauerei machen als Glitzerbomben, und Stapel aus traurigen, in sich zusammengefallenen Honey Buns. Genau das würden sich Aliens ausdenken, wenn sie mit der Reproduktion menschlicher Nahrung beauftragt würden. Trotzdem läuft mir allein schon bei dem Anblick das Wasser im Mund zusammen. Am liebsten würde ich eine Tüte Doritos aufreißen und die Chips direkt in meinen Mund rieseln lassen. Ich will in jeder Hand eins der uralten, vertrockneten Hotdogs halten, die dazu ausersehen sind, sich bis in alle Ewigkeit auf fettigen Rollen zu drehen – so hungrig bin ich.

Mein Weggang war nicht sehr gut geplant. Eigentlich gar nicht. Gestern Nacht lag ich hellwach auf meiner Seite des Bettes, während Andrew in seiner üblichen Zuversicht, dass die Sonne am Morgen wie immer wieder aufgehen würde, neben mir laut schnarchte. Eine Stunde zuvor war er zwar mit makellos weißem Kragen, aber mit Lippenstift auf der Wange spät von einem Arbeitsessen nach Hause gekommen.

Ich hatte eine Million Gründe, ihn zu verlassen – genug, um damit alle Snackregale in dieser Tankstelle zu füllen; genug, dass sich ein Eheberater davon eine Riesenanzahlung auf ein Ferienhaus hätte leisten können –, aber gestern Abend hat mir nur einer gereicht. Ich bin gegangen, und das ist alles, was zählt. Zwischen mir und Andrew liegt ein halber Kontinent, und das Einzige, worum ich mich jetzt sorgen muss, ist, einen Fuß vor den anderen zu setzen … Darum und um die Tatsache, dass ich keine Unterkunft, kein Geld, keine Arbeit und nichts zu futtern habe. Außerdem gehen mir rapide die veräußerlichen Accessoires aus, aber verlieren wir uns nicht in Details.

Ich nehme eine Dose Erdnüsse ins Visier. Noch gestern hätte ich meine schwarze AMEX-Kreditkarte auf den Kassentresen klatschen, mit einer Armbewegung das gesamte Regal leerfegen und Lebensmittel in meinen Einkaufskorb plumpsen lassen können wie eine Kandidatin der Gameshow Supermarket Sweep. Doch jetzt kann ich mir nicht mal mehr Erdnüsse leisten; Andrew hat sofort, als er feststellte, dass ich weg war, meine Karten sperren lassen.

Ich lächele bei dem Gedanken, wie stinksauer er gewesen sein musste, als ihm die Wahrheit dämmerte. Er hätte es mir nie zugetraut. Das war ein fester Bestandteil seines Sermons: Wer bezahlt die Rechnungen? Wer kauft dir deine Kleider? Ohne mich bist du nichts, Meredith – wertlos.

Was das Finanzielle betraf, hatte er recht. Momentan besteht mein Eigenkapital aus ein paar Dollar und ein paar Gequetschten. Doch was den Rest betraf, irrte er. Ich hatte ihn tatsächlich verlassen, und dazu noch mitten in der Nacht, mit nichts als meinen Klamotten am Leib. Ich trage das Outfit, das ich mir für einen Wohltätigkeitslunch bereitgelegt hatte – eine Veranstaltung, die genau in diesem Moment ohne mich stattfindet. Das Ensemble besteht aus einer weißen Rüschenbluse, einem Hermes-Gürtel und einer Designer-Jeans.

An meiner überstürzten Flucht war mein schnell versiegender Mut schuld. Ich wusste, wenn ich mich hinsetzte und alles sorgfältig plante, würde ich die Nerven verlieren. Mir durfte keine Zeit für einen Rückzieher bleiben, für irgendwelche Zweifel. Doch jetzt wird mir klar, dass ich etwas pragmatischer hätte sein sollen. Ich hätte mir zumindest Fluchtproviant einpacken sollen, Wasser und vielleicht Sneakers.

Ehrlich gesagt, hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich ausgerechnet hier landen würde. Doch von allen möglichen Zufluchtsorten erschien mir Texas wegen meiner Schwester am logischsten. Eigentlich ist sie nur meine Halbschwester. Ich muss an das gestrige Telefonat mit ihr denken, als ich am Flughafen war und versuchte, einen späten Nachtflug zu bekommen. Ich musste etwa ein Dutzend Mal ihre Nummer wählen, bis sie endlich ranging.

»Meredith?«, fragte sie, offenbar geschockt, meinen Namen auf ihrem Handybildschirm aufleuchten zu sehen. Wir stehen uns nicht gerade nahe. Wahrscheinlich hat sie mich unter Diese Halbschwester, die ich kaum kenne, Meredith in ihrem Telefon gespeichert. Um fair zu sein, bei mir steht sie unter Halb-Helen.

»Helen! Hi!«

Sie antwortete nicht gleich. An ihrem Ende rauschte es laut.

»Bist du dran? Kannst du mich hören?« In der Hoffnung, dass die Verbindung bald besser würde, hielt ich mir das freie Ohr mit dem Finger zu.

»Gerade so!«, schrie sie. »Was ist los? Ich hab an die fünfzig entgangene Anrufe von dir.«

Ich wurde blass. »Ja, tja, das ist eine lange Geschichte, aber ich bin auf dem Weg nach Texas.«

»Nach Texas?«

Sie klang geschockt, was nur recht und billig ist. Sie lebt schon sechs Jahre im Lone-Star-Staat, und ich habe sie nie besucht.

Ich kam gleich zur Sache, da Zeit auch so ein Luxus war, den ich aufgegeben hatte.

»Ja, und ich muss dich um einen Gefallen bitten … sogar um einen ziemlich großen.«

»Sprich lauter, Meredith, ich höre dich kaum. Ich soll dir einen Gefallen tun?«

»Ja, tja, der wäre …« Ich sprach lauter: »Ich habe mich gefragt, ob ich eine Weile bei dir wohnen könnte?«

»Was?«

»Ich bin schon auf dem Weg zu dir.«

Ein unbeschwertes Singsang-Lachen an meinem Ende linderte ihren Schock nicht.

»Machst du Witze? Brent, warte kurz, es ist Meredith.«

Ich hörte, wie eine Tür geschlossen wurde, und dann ließ sie die Bombe platzen.

»Tja, ich hoffe, du bist noch nicht losgefahren. Ich bin in Paris.«

»Du bist in Paris? In Paris Paris?«

Fürs Protokoll, meine Schwester ist keine Jetsetterin. Ich hoffte, sie meinte Paris, Texas und nicht die Stadt im Land der Croissants am anderen Ende der Welt.

»Ja, Paris Paris. Brent und ich sind in den nächsten drei Monaten auf Reisen, während unser Haus renoviert wird.«

»Du machst Witze.«

In dem Moment wäre ich fast zusammengebrochen. Mir schnürte sich die Kehle zu. Meine Tränenkanäle waren geladen und entsichert. Die Leute warfen mir misstrauische Blicke zu und fragten sich bestimmt, ob die TSA-Beamten einen Fehler gemacht hatten, als sie mich durch die Sicherheitskontrolle ließen.

Das Boarding für meine Maschine hatte schon begonnen, während meine Schwester fortfuhr: »Wir wollten schon länger die Küche und die Bäder renovieren …«

Was zum Henker hat das mit Paris zu tun?

»… deshalb dachten wir, wieso machen wir nicht eine große Reise, während unser Haus unbewohnbar ist?«

Unbewohnbar. Vermutlich gibt es mehr als nur eine Methode, ein Zuhause zu zerstören, ein ganzes Leben.

»Warum hast du mir das nicht gesagt?«

»Warte kurz, ich hab’s der Bank gesagt, den Bauunternehmern, der Bauaufsichtsbehörde – ach, so ein Mist! Jetzt, wo du es erwähnst, ich hab ja tatsächlich vergessen, es der Halbschwester zu sagen, mit der ich seit wann genau nicht mehr gesprochen habe? Seit Weihnachten?«

Ihr Ton ließ durchblicken, dass das meine Schuld war, und das war es auch – zum Teil.

»Tut mir leid, ich war verschollen.«

»Schon gut. Hör zu, können wir nicht versuchen, etwas für die Feiertage zu planen, wie wir es schon immer vorhatten? Diesmal machen wir es. Ich richte für dich und Andrew das Gästezimmer her …«

Ich rieb mir die Augen in der Hoffnung, die Tränen dorthin zurückdrängen zu können, wo sie hingehörten. Helen wusste so vieles von mir nicht.

»Nein, Helen. Das ist eine lange Geschichte, aber ich muss jetzt kommen. Kann ich im Haus wohnen, während ihr weg seid?«

»Dort sieht es aus wie nach einem Bombenangriff. Ein paar Außenwände fehlen. Deshalb sind wir ja geflüchtet.«

»Klar.« Natürlich. Das hatte sie mir ja gerade gesagt. »Wie sieht’s mit Arbeit aus? Weißt du von irgendwelchen freien Stellen? Ich könnte meinen Lebenslauf aktualisieren … Ich glaube, ich hab ihn noch irgendwo auf meinem alten Uni-E-Mail-Account.«

An dem Punkt schmiss sich Helen vor Lachen weg. Dann erzählte sie Brent von meinem Anliegen, und ihr gemeinsames schallendes Gelächter traf mich ins Herz wie Schläge auf einen Sandsack.

Wu-ha-ha, dein Leben geht direkt vor unseren Augen den Bach runter. Hör auf – ich lach mich tot!

»Ist das ein Schabernack? Wenn ja, ist es ein sehr kostspieliger Übersee-Telefonstreich. Hat Andrew dich dazu angestiftet?«

»Letzter Aufruf für die Passagiere des Fluges 365 nach San Antonio. Letzter Aufruf zum Einstieg am Abfluggate 12.«

Sie musste die Durchsage gehört haben, denn plötzlich sprach sie mit viel ernsterer Stimme weiter. »O Gott, du bist wahrhaftig am Flughafen, stimmt’s?«

Ich raste...

Erscheint lt. Verlag 6.9.2022
Reihe/Serie Handsome Heroes
Handsome Heroes
Handsome Heroes
Übersetzer Antje Althans
Sprache deutsch
Original-Titel Arrogant Devil
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte All in • Alte Liebe • April Dawson • Bianca Iosivoni • billionaire • Billionär • Book Boyfriend • Brittainy C. Cherry • Cheeky Room Mate • Cowboy • Cowboy Ranch • E L James • Emma Chase • Emma Scott • enemies to lovers • Familiensaga • Fifty Shades of Grey • forced proximity • From Enemies to Lovers • Grumpy meets Sunshine • happily ever after • Happy End • Helena Hunting • hot single dad • Jennifer Snow • Katy Evans • KEEP • Kuss • Kylie Scott • Lauren Layne • Liebe • Lisa Renee Jones • L.J. Shen • Louise Bay • Lyx • Meghan March • Mona Kasten • Olivia Miles • Olvia Anderson • Piper Rayne • Ranch • Romance • Sarina Bowen • scandal • Sex • Sex and the City • Still Broken • Vi Keeland • Washington • Weingut • Winter Renshaw • Workplace Romance
ISBN-10 3-96797-211-9 / 3967972119
ISBN-13 978-3-96797-211-5 / 9783967972115
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von Wolf Haas

eBook Download (2025)
Carl Hanser (Verlag)
CHF 18,55