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Nimm mich mit, Schmetterling -  Winkinkala Yukan

Nimm mich mit, Schmetterling (eBook)

eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
364 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7562-6251-9 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
3,49 inkl. MwSt
(CHF 3,40)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Tashina lebte in einem kleinen Dorf. Dort war der gute Schein, nicht immer das gute Sein. Sie wurde in einen Kult geboren. (Satanismus) Extreme Gewalt, Missbrauch und Misshandlungen waren an der Tagesordnung und in den Nächten. Sexuelle, rituelle Gewalt und Mind-Control wurden so praktiziert, dass ihre Seele gesplittet ist und programmiert wurde. Doch sie überlebte die Kindheit. Die Kultfamilie, in dem auch ihre engsten Familienmitglieder beteiligt waren, ließ sie allerdings nicht aus ihren Krallen. Erst als Erwachsene konnte sie mit ihren Kindern fliehen. Doch die Satanisten, ließen sie nicht los und ein neuer Kampf um ihre Freiheit begann.

Lange, das heißt, viele Jahre, habe ich darüber nachgedacht, mein Leben in einem Buch zu schreiben, indem alles Platz hat, was in den Jahren zusammengekommen ist. Ich bin der Meinung, jeder Schmerz und jede Angst und jede Ausweglosigkeit, sollte irgendwann mal ans Licht kommen. Auch die Stärke, die in diesem Schmerz ist, das alles zu überleben …

DENN ICH BIN EINE ÜBERLEBENDE


Mein Leben war lange geprägt von Todesangst, Schmerz und Leid. Heute bin ich geschieden und lebe allein in einer kleinen, aber wunderschönen Wohnung. Es ist ein Heim für das Herz und innere Sicherheit. Die Stadt, in der ich wohne, ist überschaubar groß und wunderbar für mich. Oft bin ich viele Stunden in der Natur, die für mich heilend ist. Das Erleben der Natur, war schon immer wichtig und hilfreich für mich. Die Indianer waren und sind für mich immer wundersame Herz Menschen. Ich hatte oft Visionen von ihnen. Des Öfteren besuche ich sie in den USA in der Indianer Reservation. Ich konnte schon viele Freundschaften mit den Indianern knüpfen und sehr viel lernen über ihre Auffassung zur Natur und zum Leben überhaupt. Ich liebe diese Menschen sehr. Wenn ich dort ankomme, ist es wie nach Hause kommen. Es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich mit ansehen muss, wie diese Menschen in ihrem Land behandelt werden. Trotzdem haben sie ein Motto: „Ja, wir können! Uns gibt es immer noch. Gib niemals auf.“ Das wäre auch ein gutes Motto für uns und ein Appell an alle Täter, das wir da sind und es auch bleiben.

Ich wünsche meinen Herzmenschen viel Kraft und immer öfter Freude im Herzen.

Mit einer ganz besonderen Freundin, eine Navajo Indianerin, schreibe ich fast jeden Tag Mails. Sie hat mir schon sehr geholfen.

Ich habe zwei wunderbare starke Kinder, die heute ihr Leben meistern. Zwei Kinder sind leider sehr grausam gestorben, wo ich aufgewachsen bin. Ich schäme mich dafür, was die Gewalt aus mir gemacht hat und das ich verstecken muss, wer ich bin.

Ich schäme mich für die Gewalt, die mein ganzes Leben lang geprägt hat. Ich schäme mich dafür, das Menschen, in meiner Familie die größten grausamsten Täter waren. Und ich schäme mich dafür, kein normales Leben gehabt zu haben. Ich bin unendlich traurig darüber, von Geburt an, nie Liebe erlebt zu haben und lange, lange nicht gewusst habe, wie sich sanfte Hände anfühlen. Ich bin traurig, dass ich damals keine Hoffnung mehr hatte. Ich bin tieftraurig über meine Kinder, die als Neugeborene umgebracht wurden.

Und sehr traurig darüber, dass zwei meiner Kinder gezwungen wurden im Kult mitzumachen.

DIE SCHULD IST EINE UNENDLICHE WIEDERHOLUNG.


Schuld, von Tashina

Gemalt von Elsa und Primärmutter

Großer Seth komme, gebe mir die Kraft dein Diener zu sein. Denn ich komme von dir und will zu dir. Erwecke die Finsternis zu deinem Licht. Gebe mir den Schmerz, als Zeichen in deiner Nähe zu sein. Meine Seele ist deine Seele. Mein Wille ist dein Wille und die Kraft und die Macht in Ewigkeit ... Amen.– Satan Gebet –

Leju hatsche wo ki-elo

Mit der heiligen Pfeife komme ich zur Mitte der Erde, um zu beten. Ich bitte darum, das alle Lebewesen auf der Erde gesegnet werden, das sie gedeihen und gut leben können. – Lakota Gebet –

Ich bin geboren und aufgewachsen in einem Kult (Satanismus)

Dort musste ich 35 Jahre meines Lebens verbringen, bis zur Flucht.

Das Leid, durch Schmerzen der Folterungen und grausame Misshandlungen, sowie Missbrauch und Vergewaltigungen, war riesengroß. Auch durch die schlimmen Rituale und Mind-Control, wurde meine Seele gesplittet. Ich habe mehrere Personen in mir. Was ich aber erst viel später erfahren habe. Mein Name ist Tashina Wolf, ich änderte meinen Namen vor einigen Jahren.

Mein biologisches Alter ist mittlerweile über 60. Doch es fällt vielen von uns schwer, das zu akzeptieren, weil fast alle Personen, die ich in mir trage, viel jünger sind. Auch ich habe Schwierigkeiten damit, weil man mich mit 24 Jahren gestoppt hat.

Den Körper spüren, so wie er gerade im Sein ist. Das ist für uns eine Aufgabe, die wir alle zusammen leben müssen.

…Anna in Tashina

Ich wohnte mit meiner Familie, darunter auch ein älterer Bruder, in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. Das Dorf zählte damals 250 Seelen. Wir hatten ein eigenes Haus und Stallungen für einige Tiere. Einen großen Garten und ein kleines Stück Ackerland. Wenn ein fremder Mensch dort vorbeikam, ist demjenigen sicher nicht eingefallen, dass in diesem Haus und dem Dorf furchtbares passierte. Das Haus lag sehr idyllisch mit Rosen im Vorgarten. Alles sah so harmlos und so normal aus. Doch es war anders.

Der Schein ist nicht immer das Sein. Wir Menschen müssen lernen, uns eine Chance zu geben, hinzuschauen.

… Elsa in Tashina

Meine Eltern waren, genau wie meine Großmutter Mütterlicherseits, in diesem Kult involviert. Der Ehemann meiner Großmutter hat sich nach dem Krieg erhängt. Also habe ich den Großvater nie kennengelernt. Meine Großmutter war die Ranghöhere (Priesterin), meine Mutter war die große Fürstin und mein Vater war der Ranghöhere der Jünger.

Auch viele in meinem Umfeld, waren dort in diesem Kult. Oft dachte ich, dass das ganze Dorf dazu gehört hat. Also Alle. Doch ein Therapeut sagte, ich sollte nicht Alle sagen, denn nicht Alle waren dabei. Aber wenn sie geschwiegen haben und einiges wussten von dem, was passiert ist oder mit der Hand vor den Mund gemunkelt haben, dass da etwas passiert, gehören sie dann nicht auch dazu? Wurde ihnen vielleicht gedroht, dass ihrer Familie, falls sie etwas erzählen, etwas Schlimmes angetan wird.

Schweigen darüber, wenn Gewalt da ist, bedeutet immer noch mehr Gewalt.

… Cloud in Tashina

Ich weiß, wozu die Kultfamilie fähig ist. Doch ich weiß, das auch einige Leute von den Nachbardörfern dabei waren. Und es kamen oft Kult Mitglieder von anderen Stellen, so von Bayern, Österreich, Niedersachsen und der Schweiz. Damals als Kind, war ich inmitten dieser bösen Menschen, so kam es, dass ich dachte, es existiert nichts anderes. Alle Menschen leben so, weil ich nichts anderes kennen lernen durfte als Schmerz und Angst. Nebenbei musste ich noch harte Arbeit tun und wurde immer unter Kontrolle gehalten. Dazu nachts furchtbar grauenvolle Rituale und immer wieder Todesangst. Ich wurde geboren, um genau das zu erfahren, was man mir angetan hat. Ich wurde dafür ausgewählt. Nämlich, Schmerzen von Geburt an kennenzulernen.

Das klare Wissen darüber, das man nur lebt, um zu leiden, bringt das Herz zur Hoffnungslosigkeit, denn es hat kein Ende und so sieht man es auch.

… Knut in Tashina.

Mein Bruder wurde dagegen, ohne schmerzhafte Ängste und Folterungen erzogen. Aber er wurde so erzogen, dass er mir gegenüber immer sehr respektlos war. Das heißt genau, er konnte mit mir machen, was er wollte. Anschreien, schlagen, einsperren, drohen ... Als er dann älter wurde, folterte er mich oft und irgendwann vergewaltigte er mich. So und nicht anders kannte ich meinem Bruder. Und ich weiß, dass er auch abgerichtet wurde, anderen Wesen großes Leid anzutun oder sie gar zu töten. Oft habe ich in seine Augen geschaut und die Verbundenheit gesucht, die ich bei ihm finden wollte, denn er war doch mein Bruder. Da musste doch was sein, was er auch in mir finden möchte? Doch diese Verbundenheit war nicht in seinen Augen, sondern schrecklicher Hass und Wut auf mich. Und eine ganze Menge höllische Gewalt. Denn immer, wenn er bemerkte, dass ich ihn anschaute, bekam ich einen fürchterlichen Fausthieb zu spüren. Was hat man ihm denn nur über mich erzählt, dass er so voller Hass war?

Der Hass kam von kontinuierlicher Manipulation, dem auch der Bruder ständig ausgesetzt war.

… Silvy in Tashina

Und zur Wehr setzen durfte ich mich nie, keinem gegenüber, das hätte eine fürchterliche Strafe nachgezogen. Das Wort, sich wehren, kannte ich zu dieser Zeit überhaupt nicht. Der Weg in der Kultfamilie, die mein Bruder ging, war ein anderer. Er sollte das Erbe unseres Vaters antreten und dafür wurde er ausgebildet.

Aber Gewalt kannte ich sowieso und ich wusste damals auch nicht, dass es die Liebe gibt, die Geborgenheit. Sanfte Hände, freundliche Worte, keine Angst und Schmerz zu haben. Ich durchlief täglich Todesangst und ich habe gekämpft und wieder gekämpft – um zu überleben.

Immer wehgetan zu werden. Der Körper ist gar nicht so groß und stark, das abzuhalten und der Geist, nun der teilte sich. Und das Leid für den Körper, war noch brutaler.

… Großer Adam in Tashina

Meine anderen Großeltern väterlicherseits, wohnten etwas von uns entfernt. Sie haben überhaupt nicht geahnt, was bei uns los war. Zumindest hoffte ich, dass sie nichts wussten. Es würde mir in der Seele weh tun, wenn sie nur getan hätten, als wüssten sie nichts von der schrecklichen Gewalt....

Erscheint lt. Verlag 20.5.2022
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
ISBN-10 3-7562-6251-0 / 3756262510
ISBN-13 978-3-7562-6251-9 / 9783756262519
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