Brennendes Treibeis
PalmArtPress (Verlag)
978-3-96258-118-3 (ISBN)
Frank Hahn, geboren in Hamburg, lebt heute in Berlin, wo er als Gestalttherapeut tätig ist. Als freier Publizist und Autor hat er eine Reihe von Essays veröffentlicht. Sein Interesse gilt seit Jahren dem Sprachdenken und der dialogischen Philosophie, worüber er zwei Bücher verfasst hat: Der Sprache vertrauen – der Totalität entsagen, Annäherungen an das Sprachdenken Franz Rosenzweigs (2013) sowie Sprache als Gleichnis – zwei Studien zu Franz Rosenzweig (2020). Hahn schreibt ferner regelmäßig Rezensionen zu literarischen Werken für das Online Magazin tell. Außerdem ist er der Vorsitzende des Kulturvereins Spree-Athen e.V., der seit nunmehr 15 Jahren regelmäßig zu Vorträgen und Gesprächsrunden einlädt, welche die Grenzgebiete zwischen Philosophie, Literatur, Religion und Psychologie berühren. Brennendes Treibeis ist Hahns Debütroman.
‚Brennendes Treibeis‘ ist ein gelungenes Bild: Das Feuer der Leidenschaft schlägt um in die Kälte der Machtfantasien. Antifaschismus schlägt um in Faschismus. Aber das ist schon viel zu plakativ gesagt: Frank Hahns Stärke ist die genaue, präzise Beobachtung feinster – und grässlichster – menschlicher Regungen. Das Urteil muss man sich als Leser selber bilden. Ich kenne in der neueren deutschen Literatur kaum etwas, das mich mit solcher Wucht ‚erwischt‘ hat.
– Stefan Blankertz, Wortmetz
Wasser, zu Eis erstarrt, und Feuer: brennende Elbe, gelb leuchtende Eisformationen, die sich träge auf der Stelle wälzen, beinah stehend wie der Nebel über dem Wasser, in dessen Schleier der Frost winzige Nadeln bildet, die unsichtbare Löcher in den dunstigen Eisvorhang stechen. Fabian stand wie gebannt am Ufer des Stroms, wo sich das wärmende Gefühl in ihm ausbreitete, dass es nur so scheint, als ob im Winter alles erstarrt und die Wirklichkeit pausiert. Diese überwältigende, einhüllende Stille von Nebel, Frost und Eis wird zur großen Unterbrechung, in der Nebel, Eis und die Dunkelheit der Dämmerung ganz zart aufplatzen und ein weißes Licht durchscheinen lassen – von weit her und zugleich von ganz nah. … Die Luft des Winters leuchtet matt in unzähligen Grautönen, wie ein Glas Milch mit je wechselnden Beimischungen von Asche. Sie riecht und schmeckt von Moment zu Moment und von Straße zu Straße anders, abhängig von Schneedecke, Temperatur und Heiztechnik: wir schnüffeln marzipanigen Ruß, mit Eiswasser gereinigte Wände, reinsten Atem direkt aus dem All, Fischhaut ohne Fischgeruch und Vieles mehr.
| Erscheinungsdatum | 10.10.2022 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 140 x 210 mm |
| Themenwelt | Literatur ► Klassiker / Moderne Klassiker |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Hamburg • Jugendsünde • Machtfantasie • Männlichkeit • Nachkriegszeit • Nachwendezeit • Polen • Totalitäre Ideologie • Warschau • Weltrettung |
| ISBN-10 | 3-96258-118-9 / 3962581189 |
| ISBN-13 | 978-3-96258-118-3 / 9783962581183 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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