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Das Schicksal von Araquest (eBook)

Dichter Nebel
eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
264 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7562-7745-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Schicksal von Araquest -  Cedrik Ferner
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Aus Preston ist ein Schüler der Nomendi geworden. Zusammen mit seinem Lehrmeister Amil, seinem besten Freund Trantin und weiteren Gefährten begibt er sich auf eine Reise, um sein Schicksal zu erfüllen. Gleichzeitig schickt der dunkle Herrscher seinen Diener Garthoas aus, um ein fast vergessenes Artefakt zu finden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Das Schicksal von Araquest - Dichter Nebel ist der zweite Teil der Araquest Reihe und setzt die Geschichte aus aus Band I - Dunkle Schatten fort.

Ich wurde 1990 im Ruhrgebiet geboren und verschlang schon als kleines Kind meine ersten Bücher, wie andere ihre Süßigkeiten. Schnell entdeckte ich meine Vorliebe für Fantasiewelten und begann erste kleine Geschichten zu schreiben. Angefangen in der Grundschule mit kleinen Texten, versuchte ich mit meinen Händen das auf Papier zu bringen, was viele haben, wenn sie ein Buch lesen: Kopfkino. Das Gefühl, Bilder zu sehen, die aus der eigenen Einbildung entstammen ist gerade beim Lesen ein großer Genuss. Vielen Menschen fällt es gar nicht auf, dass sie, wenn sie in einem Buch lesen, die Geschichte in ihrem Kopf zum Leben erwecken. Schwieriger jedoch ist es, gesehene Bilder auf Papier zu bringen, ihnen mit Feder und Tinte Leben einzuhauchen. Oft genug stand ich vor dieser Herausforderung und viel zu oft habe ich sie nicht meistern können. Mit der Erstveröffentlichung meines ersten Romans "Dunkle Schatten" im November 2014, erfüllte ich mir einen großen Traum. Endlich war es mir gelungen, jene Geschichte auf Papier zu bringen, die mich im Geiste oft heimsuchte. Mittlerweile konnte ich den zweiten Band "Dichter Nebel" erfolgreich abschließen und arbeite bereits daran, die Geschichte zum Ende zu bringen.

Prolog

Der Reiter bewegte sich gemächlich den schmalen Kiesweg entlang, an dessen Seiten sich hohes Gras in einer sanften Brise wiegte. Schweiß lief ihm über das Gesicht und tränkte seine Kleidung. Die Sonne stand hoch am Himmel und schickte ihre erbarmungslosen Strahlen auf die Erde hinab, deren Wärme durch das dicke Leder drang, das er am Leibe trug. Sein Schild war mit einem langen Gurt an der Seite seines Tieres befestigt. Es war ein abgenutzter alter Schild aus Eichenholz mit dem Bild einer Sichel auf grünem Grund. Sein Schwert hing locker am Gürtel.

Das Pferd zeigte ebenfalls Anzeichen der Erschöpfung, die nicht nur von der Hitze kam. Schon seit Stunden hatte es ihn nach Westen getragen – vorbei an vereinsamten Gehöften und grünen Feldern, an verlassenen Häusern und alten, einsamen Bäumen, die sich teils wie Wächter in der flachen Landschaft erhoben.

Er suchte nach auffälligen Veränderungen in der Region, einem Zeichen, das ihm etwas sagen würde. Doch er fand nur Leere und Einsamkeit.

Brandir strich mit der Handfläche über den Hals des Pferdes, spürte den feuchten Schweiß auf dem Fell und entschied, dass es an der Zeit war, eine Pause einzulegen.

Am nächstgelegenen, verlassenen Gehöft machte er Halt und stieg aus dem Sattel. Das Haus musste schon seit Langem leer stehen, denn man sah bereits Anzeichen von Verfall. Einzelne Dachschindeln lagen verstreut, und hohes Gras überwucherte die Wege zum Eingang und den nahen Fenstern. Die Besitzer waren fort, geflohen vor einer Gefahr, die er selbst kaum einschätzen konnte. Er führte das Pferd in den Schatten der kühlen Steinmauer und klopfte ihm auf die Flanke. Als es anfing, in vollen Zügen das saftige Gras aus dem Boden zu reißen, lehnte er sich gegen die Wand des Bauernhauses und schaute nach Süden.

Seine Haare waren nass vom Schweiß und hingen ihm ins Gesicht. Er strich sich einige der dunklen Strähnen aus der Stirn. Die warme Luft und das Zirpen der Heuschrecken im hohen Grün machten ihn schläfrig. Weit im Süden flimmerte die Luft, und es war, als könne nichts die Stille stören, doch er wusste, dass dies ein trügerischer Eindruck war. Erst gestern hatte er zwei Orks erschlagen müssen, die sich bei einem anderen verlassenen Gehöft aufhielten. Kein Grund, Alarm zu schlagen, doch hatten Orks so nah der Grenze zwischen Foston und Tralessa nichts Gutes zu bedeuten.

Brandir seufzte schwer und fuhr sich erneut über die feuchte Stirn. Er durfte nicht müde werden, sich nicht von der Erschöpfung übermannen lassen. Trotzdem erlaubte er es sich, die Augen zu schließen. Nicht, weil er hätte schlafen wollen, sondern um einen Moment auszuruhen und die Stille in sich aufzunehmen. Die Ruhe zu genießen.

Seine Gedanken schweiften ab. Fast vier Jahre war es her, dass er an der Schlacht um Tralessa vor der Königsstadt Tesnan teilgenommen hatte – zusammen mit den kaiserlichen Truppen. An einem Kampf nicht nur gegen Orks, sondern auch gegen jene Wesen, deren Existenz in Araquest lange vergessen gewesen war. Dunkelelfen waren erneut in die Welt getreten und hatten ihre schwarze Magie gewirkt, um die Königsstadt zu zerstören und das Königreich Tralessa der Dunkelheit preiszugeben. Doch sie hatten es nicht geschafft.

Mit der Hilfe der Zwerge aus der Stadt Dahn war die Bedrohung abgewendet worden, und Tesnan und seine Bewohner hatten gerettet werden können. So sah es jedenfalls damals aus. Leider war dies ein trügerischer Sieg gewesen, wie Brandir nun wusste.

Nicht nur, dass in der Schlacht vor den Toren der Stadt der Kaiser sein Leben gelassen hatte, nein, es hatte auch nicht lange gedauert, bis die Bewohner von Tesnan eines langsamen Todes starben. Sie wurden von einer Krankheit heimgesucht, deren Ursache nie eindeutig geklärt werden konnte. Monatelang hatte der Kampf um Tesnan und ganz Tralessa angedauert, und einige von den Bewohnern waren zurückgekommen, jedoch mehr tot als lebendig.

Als schließlich König Balduan selbst dem Tod zum Opfer gefallen war, waren auch die letzten Bewohner nach Norden in das benachbarte Bauernreich Foston geflüchtet. Dort hätten sie sicherlich keinen Schutz gefunden, wären nicht die Elfen aus Glorina gewesen. Die alten Einwohner der Elfenstadt im Königreich Fedalia hatten einen mächtigen Bann über das Reich Foston gelegt, den kein Dunkelelf jemals durchbrechen würde, so lautete das Versprechen.

Die Nomendi hatten ebenfalls alles getan, um das Volk im Norden zu schützen, und dafür gesorgt, dass die geflüchteten Bewohner der südlichen Regionen dort sichere Unterkünfte bekamen. Von vielen waren sie längst vergessen oder als Märchen abgetan worden, doch kamen sie aus Lothinar herbei, um dem Volk von Foston beizustehen. Überall wurden die Grenzen der Reiche gegen Süden hin geschützt – durch Magie und von freiwilligen Soldaten.

In Windeseile wurden an der Grenze Palisaden und kleine Wachtürme errichtet. Selbst Bauern bewaffneten sich und überwachten fortan die Grenzregion. Denn obwohl der Bann gegen das Eindringen eines jeden Dunkelelfen schützen sollte, kam es dennoch vor, dass sich einzelne Orks über die Grenze wagten. Mit den Jahren kam das jedoch immer seltener vor, sodass viele sich in Foston in Sicherheit wähnten. Nur entlang der Grenze gab es keinen Bauernhof und kein weiteres Gebäude mehr, das noch bewohnt oder bewirtschaftet wurde. In Sichtweite Tralessas wollte niemand leben, denn dort regierten nur noch Tod und Verderbnis.

Auch in Aridúr und entlang der alten Grünlandstraße wurden Patrouillen zum Schutz der Bewohner eingesetzt und Orks zurückgedrängt.

So vergingen die Tage in trügerischer Ruhe, bis sich irgendwann doch wieder vermehrt Orks nahe der Grenze in Foston zeigten und dort Palisaden zerstörten. Sie wurden rasch niedergemacht und die Patrouillen verstärkt. Doch war dies ein erstes Zeichen dafür, dass sich im Süden erneut etwas tat. Die Dunkelelfen waren nicht vollständig besiegt worden, und ihre Macht war keineswegs gebrochen.

Geschichten über wandelnde Tote wurden weit über die Grenzen getragen, und auch Brandir selbst hatte sie gesehen – seelenlose Körper, die sich noch im Tod bewegten und den Befehlen jener Kreaturen folgten, die weit im Süden im Verborgenen lebten. Weder Schwert noch Pfeil konnte diesen Wesen etwas anhaben. In die ewige Ruhe begaben sich ihre Körper nur, wenn sie vom Feuer zerstört oder ihnen der Kopf abgeschlagen wurde. Es war ein Kampf gegen den Tod selbst, den Brandir nie wieder führen wollte. Jedoch konnte keiner wissen, wozu die Dunkelelfen fähig waren, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis nicht nur Orks die Grenze und somit den magischen Bann überschritten.

Die Dämmerung war bereits angebrochen, als Brandir erwachte und sich aufsetzte. Seine Glieder fühlten sich kalt und steif an. Er fluchte leise. Wie lange musste er hier gelegen haben! Längst hätte er zu seinen Männern stoßen müssen.

Mit einem leisen Stöhnen reckte er sich, rieb sich die Augen und blickte sich misstrauisch um. Die Landschaft war immer noch dieselbe wie vor wenigen Stunden. Da waren das alte Haus, das hohe Gras … In einer verwinkelten Ecke stand sein Pferd und schaute ihn mit wachen Augen an. Die Ohren des Tieres waren kerzengerade in die Höhe gestreckt.

Dann fiel Brandir auf, was hier nicht stimmte. Es war still. Zu still. Eine unwirkliche, bedrohliche Stille lastete über allem, als hielte die Welt den Atem an. Mit einer schnellen Bewegung erhob er sich und ging zu seinem Pferd hinüber. Er musste aufbrechen – sofort. Er schwang sich in den Sattel und spornte das Pferd an, das wieherte, ehe es gehorchte und dem Pfad in westlicher Richtung folgte.

Unterwegs schaute Brandir wieder und wieder nach Süden. Das Flimmern war gänzlich verschwunden. Einzig die nahende Dunkelheit nahm von der Landschaft Besitz, als wollte sie sie für immer verschlucken. Nicht mehr lange, und er würde auf seine Männer stoßen. Sie mussten schon seit einigen Stunden in der Nähe des Wachturms 13 auf ihn warten. Wahrscheinlich fürchteten sie bereits, dass ihm etwas zugestoßen war. Er ärgerte sich selbst über seinen stundenlangen Ritt. Er hätte nicht allein losreiten dürfen – nicht hier, so nah an der Südgrenze. Natürlich war er ein passabler Schwertkämpfer, aber was brachten einem die besten Fähigkeiten, wenn der Gegner einen überraschte? Er schwor sich, dass dies sein letzter Ritt allein so nah der Grenze wäre. Das nächste Mal würde er einen oder besser zwei seiner Männer auf Patrouille mitnehmen. Er dachte dabei an Richolt oder Garulin. Beide waren ausgezeichnete Kämpfer, aber leider auch genauso gute Trinker, sodass man die beiden nur selten nüchtern antraf.

Er hörte es, bevor er es sah. Etwas surrte an seinem rechten Ohr vorbei. Brandir fuhr mit dem Oberkörper herum, als sein Pferd wieherte und Anstalten machte, seitlich wegzubrechen. Ein Pfeilschaft ragte aus der linken Flanke des Tieres hervor. Fluchend duckte er sich über den Hals des Pferdes und spornte es an, schneller zu laufen. Das Tier stieß...

Erscheint lt. Verlag 29.3.2022
Reihe/Serie Das Schicksal von Araquest
Das Schicksal von Araquest
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Abenteuer in fantastischer Welt • Abenteuerliche Reise Fantasy • Bestimmung • Dark Fantasy Bücher Erwachsene • Dark Fantasy mit Heldenreise • Dark Fantasy mit Liebesanteil • Dark Romantasy • deutsche Fantasy • Deutsche Fantasy Spannung • Dunkelelfen • Dunkle Fantasy-Bücher • Dunkle Fantasy für Erwachsene • Dunkle Fantasy Magie • Dunkle Magie • Elfen • Elfenromane Fantasy • epische Fantasy • Epische Fantasy mit romantischer Spannung • epische Fantasy-Saga • epische Fantasy Schlachten • Epische Romantasy • Epische Romantasy für Erwachsene • Fantastische Welten • Fantasy • Fantasy Bücher Orks • Fantasy Elfen Bücher • Fantasy-Epen Geheimnisse secrets • Fantasy-Liebesromane Deutsch • Fantasy Liebesromane Magie • Fantasy-Literatur zu Emotionen & Gefühl • Fantasy Persönliche Entwicklung • Fantasy Reihe • Fantasy Romane Freundschaft • Fantasy-Romane gefährliche Reise • Fantasy-Romanze All Age Fantasy • Fantasy Serie • Fantasy Slow-Burn-Romance • Fantasy starke Helden • Fremde Welten • Freundschaft • Gefahren und Abenteuer • Helden Fantasy Kampf • Heldentum • High Fantasy mit Elfen • High Fantasy mit Magie • Kämpfen • Kopfkino • lesesucht • Macht und Blut • Magie • Magische Fähigkeiten Buch • magische Gegenstände • Magischer Abenteuerroman mit Elfen • Magischer Fantasy-Abenteuerroman • Magischer Quest • Quest • Reise • Roman fantastische Heldenreise • Romantasy Bücher • Romantische Fantasy • Romantische Fantasy Roman • Schicksal • Schwert & Magie Fantasy • Slow Burn • Slow Burn Fantasyreihe • Spannung • Suche Fantasyroman mit Prophezeiung • Unheimliche Romane Dunkle Mächte
ISBN-10 3-7562-7745-3 / 3756277453
ISBN-13 978-3-7562-7745-2 / 9783756277452
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