Heißes Pflaster: Frankfurt
Harald Bubans Jugend Buchwelten Verlag
978-3-945740-55-2 (ISBN)
Eigentlich wollte TIVARO die ersten drei Wochen der Sommerferien mit seinem besten Freund OTTO in einem Taunus-Camp verbringen. Zu dieser Zeit haben Tivaro und Otto zusammen mit ihren Freunden NICO und JOJO gerade ein Detektivteam gegründet. Ihr gemeinsames Hauptquartier ist ein mächtiges, gut verborgenes Baumhaus in Tivaros neuem Garten im Frankfurter Umland. Doch die Ferien haben kaum begonnen, als die Jungen von o-vier, wie sie sich nun nennen, auch schon in ihren ersten Fall geraten: Aus einer hessischen Strafanstalt sind einige Tage zuvor zwei Häftlinge entflohen, die sich nun offenbar im Taunus aufhalten sollen. Und ganz in der Nähe des Detektiv-Hauptquartiers wurde dieser Tage auch eine Filiale der Frankfurter Bank überfallen. Die Räuber entkamen dabei mit einem Taxi.
Für die Detektive von o-vier ist dieser Fall besonders interessant, denn hier winkt eine hohe Belohnung. Als Tivaro kurz darauf Augenzeuge eines weiteren Banküberfalls im Nachbarort Bad Homburg wird, gerät er plötzlich selbst ins Visier der Räuber, denn Tivaro erkennt einen der beiden Täter wieder. Tivaro ist nun in höchster Gefahr, und der Fall bekommt eine neue Richtung: Aus den gesuchten Räubern sind jetzt Jäger geworden, die hinter Tivaro her sind und sich bereits in der Nachbarschaft nach dessen Aufenthaltsort erkundigen. Währendessen finden die Jungen von o-vier heraus, dass Bankräuber und Ausbrecher identisch sind. Außerdem schafft es Nico, seinem Vater, der bei der Polizei ist, die Namen der entflohenen Häftlinge zu entlocken: POLOCHSKI und SCHABE.
Wenig später tauchen die beiden Männer tatsächlich auf. Polochski bricht in den Garten ein und randaliert, als er Tivaro nicht findet. Die Jungen von o-vier halten sich währenddessen im Baumhaus versteckt und beobachten heimlich die Szene. Zum Glück bleiben sie dabei unbemerkt. Doch tags darauf wird Otto entführt. Die Detektive entdecken einen Erpresserbrief, in dem Tivaro aufgefordert wird, eine alte baufällige Villa in Bad Homburg aufzusuchen. Dort wird Otto in einem Kellerraum festgehalten.
Tivaro bietet den anderen drei o-vier-Mitgliedern an, aus dem Fall auszusteigen. Doch die Freunde befürchten das Schlimmste für Tivaro und Otto und entscheiden sich, gemeinsam mit Tivaro in den Taunus zu fahren, um Otto zu befreien. Nico ist technisch sehr versiert und stellt dem Team sein Notebook zur Verfügung. Gemeinsam mit Tivaros Smartphone gelingt eine Mobilfunk-Ortung von Ottos Handy, das sich inzwischen in den Händen der Verbrecher befindet.
Die Jungen erreichen die verfallene Villa und können Otto schon bald befreien, als Polochski und Schabe gerade zu einer Tankstelle unterwegs sind. Ottos Handy haben sie immer noch bei sich. Kurz darauf stellen die Detektive von o-vier über 100.000 Euro der Beute aus den beiden Banküberfällen sicher. Nico schaltet nun über seinen Vater die Frankfurter Polizei ein, während Jojos Vater, ein Taxifahrer, Kontakt zu den Bad Homburger Kollegen herstellt. Nach einem haarsträubenden Showdown werden am Ende beide Räuber gefasst, und das Detektivteam von o-vier erhält die begehrte hohe Belohnung.
Inhaltsangabe »Vier Schlüssel zum König« von Merlin T. Salzburg
Eigentlich wollen Tivaro und Otto den Rest ihrer Ferien ruhig ausklingen lassen. Doch Tivaros Opa wird überraschend mit einem Oberschenkelhalsbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Bei einem Besuch bei seinem Großvater begegnet Tivaro dem wütenden Professor Rupert Raff, einem Erzrivalen von Tivaros Opa Reinhard. Der Großvater weiht Tivaro auf dem Krankenbett in ein altes Geheimnis ein: es geht um einen millionenschweren Nazi-Goldschatz, der irgendwo im Taunus versteckt sein soll. Er gibt Tivaro den Auftrag, vier Silberschlüssel und ein altes Schachspiel aus seiner Wohnung zu holen.
Als Tivaro am darauf folgenden Tag mit seiner Mutter Elise in die Wohnung von Opa Reinhard kommt, werden sie Zeugen eines Einbruchs. Der Eindringling flüchtet und verschwindet mit einem Motorrad. Kurz darauf stirbt der Großvater. Auf der Beerdigung erscheint auch Rupert Raff und zeigt großes Interesse an Opa Reinhards Schachspiel. Tivaro entdeckt daraufhin die Hälfte einer siebzig Jahre alten Schatzkarte in der Königsfigur des Schachspiels. Er berichtet den anderen Detektiven Otto, Nico und Jojo von den Ereignissen und sie beschließen, den Nazi-Goldschatz zu suchen.
Es stellt sich heraus, dass auch Rupert Raff einen Teil der Schatzkarte besitzt. Bei einem Einbruch in der Villa des Professors können die Detektive die andere Schatzkartenhälfte fotografieren. Außerdem erfahren sie, dass Atze Holowitz, ein Motorradfahrer und Neffe des Professors mit Grabungsarbeiten im Taunus beschäftigt ist. Schnell finden die Detektive heraus, wo die Grabungen stattfinden. Auf einer Ebay-Auktion ersteigern sich die Jungen von o-vier verschiedene Ausrüstungsgegenstände – zum Ärger von Holger, einem Freund von Ottos Mutter Brigitte, der die Freunde der Detektivgang o-vier schon länger um ihren Erfolg beneidet. Als die Ausrüstung eintrifft, verabreden sich die jungen Detektive im Taunus und entdecken bald daraufhin einen Bautrupp, der mit Sprengungen in einem alten Stollensystem beschäftigt ist.
Vom Forstamt herbeigerufene Polizeikräfte nehmen an der Grabungsstelle alle Arbeiter wegen des Verdachts auf illegale Schwarzarbeit vorläufig fest. Atze Holowitz, der Chef des Grabungs-Teams, flüchtet ungesehen durch einen der Stolleneingänge. Die Detektive können die Beamten einer zurückgelassenen Polizeistreife dazu überreden, die Verfolgung aufzunehmen. Dabei kommt es zu einem Schusswechsel zwischen Holowitz und einem der Polizisten. Als die Jungen von o-vier wenig später in ein großes unterirdisches Gewölbe vordringen, laufen sie Atze Holowitz direkt in die Arme. Dieser entpuppt sich als schießwütiger Neo-Nazi und Waffen-Narr, der nun die jungen Detektive dazu zwingen will, die in Felsen eingelassenen Schatzkammern zu sprengen. Doch de Jungen wissen, dass sich hinter den Kammern vereinzelt Sprengfallen verbergen. Sie können den Gangster jedoch schnell überwinden und später der Polzei übergeben. Tatsächlich finden die Detektive mittels der vier silbernen Schlüssel einige Kisten mit geraubtem Nazi-Gold und werden dafür von der Stadt fürstlich belohnt.
Inhaltsangabe »Erst Zopf, dann Kopf« von Merlin T. Salzburg
An Sabrinas Geburtstag kehrt Tivaros Vater, Roland Kirchner, von einem Auslandseinsatz in Norwegen zurück und wird am Frankfurter Flughafen überfallen und ausgeraubt. Ein geplanter Polizeieinsatz misslingt Zwei farbige Gangster in Arbeiterkleidung haben Roland einen Rucksack abgenommen und flüchten mit zwei Kilogramm Kokain. Ein abgekartetes Spiel! Ein wichtiger Zeuge scheint Lars Petersen zu sein, Rolands Arbeitskollege, der ihn auf seiner Heimreise begleitete. Roland wird leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht und schon am nächsten Tag wieder entlassen.
Tivaro berichtet den anderen drei Detektiven von o-vier, Otto, Nico und Jojo, von den Vorgängen am Flughafen und verabredet sich mit ihnen in ihrem Hauptquartier, einem Baumhaus in Tivaros Garten. Nico plant bei den Ermittlungen von o-vier zunächst einen Alleingang, und die Gang steht vor einer Zerreißprobe. Es entsteht ein Machtkampf zwischen Nico und Tivaro. Auch Nico weiß durch seinen Vater, Oberkommissar Nowak, von den Drogenlieferungen am Frankfurter Airport. Er trifft sich auf eigene Faust mit zwei Nachbarjungen, Tom und Max, von der Kiffer-Szene. Als er von Max einen Tipp für eine neu angekommene Kokain-Lieferung erhält, lässt er sich kurzerhand eine Handynummer für künftige Kontakte geben.
Die Geburtstags-Feier im Garten wird wegen des Zwischenfalls mit Tivaros Vater auf den kommenden Samstag verschoben. Für den Abend ist auch ein Public-Viewing geplant. Gezeigt wird das Fußball-WM-Spiel Deutschland – NiederIande. Holger, ein Freund von Ottos Mutter Brigitte, will auch das abendliche Grillfest ausrichten. Die meisten der Gäste feiern amüsiert, doch die Party endet in einem einzigen Desaster, nachdem Holger einen Gas-Grill fast explodieren lässt und den Beamer während der Public-Viewing-Übertragung komplett zerstört.
Nach der misslungenen Party beschließen Tivaro, Otto und Sabrina, nachts noch ein paar Filme bei Tivaro zu sehen und das Fußballspiel auf der Game-Console nachzuspielen, als plötzlich zwei vermummte Eindringlinge durch das Erdgeschoss-fenster einsteigen und Sabrina entführen. Der herbeigerufene Polizist, Oberkom-missar Nowak, hat eine Vermutung: Er glaubt, hinter der Entführung stecke der ehemalige Bankräuber Albert Polochski, der nach einem erneuten Ausbruch ganz tief in die Frankfurter Drogenszene abgetaucht sei. Er weiß, dass Roland als Drogenkurier benutzt wurde, und dass Polochski das verschwundene Kokain bei Tivaros Familie vermutet. Tatsächlich aber hat einer der Gangster vom Flughafen das Kokain einfach für sich behalten.
Am nächsten Tag beschließen die vier Detektive, getrennte Wege zu gehen. Die Rivalitäten zwischen Tivaro und Nico sind schnell beigelegt, und die Jungen einigen sich auf Arbeitsteilung: Nico und Jojo sollen weiter im Drogenmilleu ermitteln, während Tivaro und sein bester Freund Otto sich bei Lars Petersen, dem Arbeiskollegen von Raland Kirchner, noch einmal genauer umhören wollen, weil er ihnen irgendwie verdächtig vorkommt. Lars Petersen ist für eine Zeitlang im Steigenberger Hotel Bad Homburg abgestiegen.
Nico und Jojo besuchen in der Zwischenzeit einen nahen Bolzplatz, der auch als häufiger Umschlagsort für Drogen genutzt wird, und verabreden über Mo, einem Ostafrikaner von der Szene, einen Hundert-Gramm-Kokain-Deal für den Nachmittag am Nieder-Eschbacher Teich. Unterdessen haben Tivaro und Otto nach einer ordentlichen Schlemmerei im Steigenberger Restaurant ihre geplante Begegnung mit Lars Petersen, der sich plötzlich als Ermittler von Europol entpuppt.
Als Lars Petersen von der Entführung erfährt, ist er hoch alarmiert und nimmt sogleich telefonischen Kontakt zum Millieu auf. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei den Entführern um Polochski selbst und einen der Bonameser Gras-Dealer handelt. Nico informiert seinen Vater, den Oberkommissar, von dem verabredeten Deal am Nachmittag. Der ist von der Detektivarbeit der Jungen von o-vier alles andere als begeistert und bereitet einen Großeinsatz vor. In der Zwischenzeit besorgen Nico und Jojo Geld von der Bank und laufen unversehens Sabrina in die Arme, die nach Lars Petersens Aktion überraschend freigelassen wurde.
Die vier Detektive treffen sich zur verabredeten Zeit in ihrer Pizzeria. Als Albert Polochski zwischenzeitig von dem Betrug durch seine eigenen Leute erfährt, will er dem Deal am Teich zuvorkommen und den Nordafrikaner Lamin erschießen, weil er ihm das Kokain gestohlen hat. Doch dank der Hilfe der Detektive von o-vier sind die Einsatzkräfte der Polizei schnell vor Ort und können die Gangster festnehmen.
Wieder einmal haben die jungen Detektive bewiesen, dass sie auch in schweren Zeiten zusammenhalten und eine nützliche Hilfe bei der Polizeiarbeit sind. Leseproben
Leseprobe 1 (Banküberfall)
Als Tivaro am Dienstag Morgen aufwachte, guckte er zuerst auf den
Display seines Weckers. Oh nein! Er hatte verschlafen! Hektisch sprang
er aus dem Bett. Er wollte sich doch mit Otto wieder in der U-Bahn nach
Gonzenheim treffen. Tivaro rannte die Treppe zum Wohnzimmer
hinunter. »Mom, ich habe verschlafen. Warum hast du mich nicht
nochmal geweckt?« Keine Antwort. Er ging in die Küche, doch da war
niemand. Da fiel ihm ein, dass Elise heute früh Besorgungen machen
wollte.
Tivaro verließ das Haus durch die Garage seiner Eltern, nachdem er
dort einen Steinmeißel und einen kleinen dicken Eisenfäustel nahm und
in seinem Rucksack verstaut hatte. Dieses Werkzeug hatte sein Vater
einmal besorgt, als er eine Steinplatte für die Terrasse bearbeiten
musste. Schnurstracks verließ er dann das Haus und rannte zur
Bonameser U-Bahnhaltestelle.
In Gonzenheim wartete natürlich kein Bus mehr auf ihn, der ihn zum
Camp gefahren hätte. Tivaro wusste aber, dass es etwa zwei Kilometer
entfernt in Bad Homburg noch einen großen Busbahnhof gab, von dem
aus auch verschiedene Linien in den Taunus fuhren. Die Busfahrt
dorthin musste er aber wohl erst einmal von seinem Taschengeld
bezahlen.
Auf dem Weg zum Bahnhof kam Tivaro an einer Sparkasse vorbei.
Plötzlich wurde eine Glastür des Bankgebäudes aufgestoßen, und zwei
Männer liefen nach links über die Straße. Beide trugen schwarze
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Strumpfmasken. Einer der Männer steckte gerade eine Pistole in seine
Jacke, der andere hielt einen Plastikbeutel in der Hand. Tivaro blieb wie
angewurzelt stehen.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand ein Taxi mit
laufendem Motor. Der Mann mit der Waffe lief auf den Wagen zu und
zog sich hektisch die Strumpfmaske vom Kopf. Außer der Maske hielt er
auch noch so etwas wie eine Perücke in seiner Hand. Tivaro hatte gleich
erkannt, dass der Mann eine Glatze hatte. Er stieg auf der Beifahrerseite
ein und schlug die Tür hinter sich zu. Der andere machte sich
inzwischen am Kofferraum des Taxis zu schaffen. Als er eben den
Kofferraumdeckel öffnen wollte, ging die Beifahrertür wieder auf und
der Mann mit der Glatze rief nach draußen: »Mach hin, Albert! Und zieh
endlich die scheiß Maske ab!«
Der andere Mann gehorchte und zog sich ebenfalls die Strumpfmaske
vom Kopf. Dann stieg er mit der Tüte auf der Fahrerseite des Taxis ein
und zog die Tür zu. Tivaro war keine zehn Schritte vom Ort des
Geschehens entfernt und stand einfach nur erschrocken da. Sonst war
keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Es bestand kein Zweifel:
Tivaro war soeben Zeuge eines Banküberfalls geworden! Sofort fiel ihm
auch der Steckbrief wieder ein. Ein Taxi als Fluchtwagen! Ich muss mir
das Kennzeichen merken, ging es Tivaro durch den Kopf.
Er bemühte sich, das Nummernschild zu erkennen, doch er war zu
weit von dem Wagen entfernt. Dann sah er, wie der Mann am Steuer
sich einen dunklen Hut aufsetzte. Ein unangenehmes Gefühl beschlich
ihn, und geistesgegenwärtig wollte er sich hinter einem Gebüsch
verstecken. Doch da wandte der Mann plötzlich den Kopf in Tivaros
Richtung und starrte ihm direkt in die Augen. Als sich ihre Blicke
begegneten, lief es Tivaro eiskalt den Rücken hinunter. Das war der
Mann, den er und Otto gestern Morgen zusammen mit den zwei
Blondinen in der U-Bahn gesehen hatten!
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Dann heulte der Motor des Taxis auf, und mit quietschenden Reifen
brauste der Fluchtwagen an Tivaro vorbei und war sogleich auf und
davon. Tivaros Beine zitterten etwas, und tausend Gedanken schossen
ihm durch den Kopf. Hat er mich auch erkannt? fragte er sich. Und
wenn, war das dann gefährlich? Oder war es nicht eher nützlich, dass er
ihn erkannte und auch jederzeit wiedererkennen würde? Er schulterte
nachdenklich seinen Rucksack und machte sich langsam weiter auf dem
Weg zum Busbahnhof. Wow! Wenn ich das Otto erzähle, dachte er
aufgeregt. Seine Schritte wurden schneller.
Leseprobe 2 (Der Einbruch)
»Guten Morgen«, gähnte Tivaro. Im Küchenradio liefen die Nachrichten:
»Kassel: Wie die hessische Gesundheitsbehörde mitteilte, hat die
Schweinegrippe nun auch den Norden Hessens erreicht. Im Raum Fulda
wurden zwei Kindergärten geschlossen. Bisher ist von über tausend infizierten
Fällen die Rede. Frankfurt: Bei der für kommenden Sonntag anstehenden
Oberbürgermeisterwahl in Franfurt am Main bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-
Rennen zwischen den beiden Kandidaten Peter Pahn und Markus Main an.«
Tivaro schaltete das Gerät aus. Gleich nach dem Frühstück ging es los.
»Zum Glück muss ich heute nicht in irgendein Camp, sonst hätte ich
wieder nicht mitkommen können«, sagte Tivaro unterwegs auf dem Weg
zu Opas Haus.
»Was ist denn so wichtig an Opas Schlüsseln, dass du alles um dich
herum vergisst? Das macht mich langsam echt neugierig«, sagte Elise.
»Aber gut, dass wir noch einmal hinfahren. Ich werde ihm einen
Morgenmantel mitbringen.«
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»Wozu denn einen Morgenmantel? Opa kommt doch gar nicht aus dem
Bett.«
»Egal« sagte Elise kurz. Sie waren angekommen.
Opas Haus hatte eine untere und eine obere Wohnung. Die obere
bewohnte früher seine Frau, Oma Elke, die leider schon viel zu früh
verstorben war. Tivaro hatte sie nie kennengelernt.
Das Haus besaß ein Vorgärtchen, das mit einer Hecke zum
Straßenrand hin abschloss. Daneben verlief ein Bürgersteig entlang der
anderen kleineren Häuser in der Nachbarschaft.
Als Tivaro ausstieg, bemerkte er hinter Opas Haus sofort die knallrote
Ducati Multistrada. Sie hatte schwarze Ledersitze und stand einfach auf
dem Bürgersteig neben der Hecke hinter dem Haus. Besonders auffällig
aber war das Nummernschild mit Taunuskennzeichen und OO7, das
natürlich an James Bond denken ließ. Wer sich so ein Nummernschild
zulegt, muss doch ein wahrer Depp sein!, dachte Tivaro.
Tivaro kannte sich mit Motorrädern ganz gut aus. Sein Vater war
selbst Biker und hatte eine geländefähige Ducati in der Garage stehen,
mit der sie im Frühling oder im Sommer hin und wieder eine Spritztour
durch die Landschaft machten. Tivaro fand das Kennzeichen protzig und
irgendwie affig. Dennoch gefiel ihm das schnittige Motorrad sehr.
»Wir müssen Licht machen«, sagte Elise. »Im Haus ist alles dunkel. Ich
habe gestern Morgen die Rollläden im Erdgeschoss heruntergelassen.«
Vier Stufen eines Treppchens führten zur Haustür. Elise suchte in ihrer
Handtasche nach dem Hausschlüssel und wollte gerade aufschließen, als
die schwere Tür fast widerstandslos mit einem leisen Quietschen zurück
glitt. Sie war nur angelehnt. Beide standen wie erstarrt da.
»Ich habe gestern ganz sicher abgeschlossen«, sagte Elise hastig.
»Schhhhh!«, machte Tivaro leise und hielt seinen Zeigefinger an die
Lippen. Er trat vor und zog die Haustür am Rahmen noch ein Stück
weiter auf. Die Diele lag im Dunkeln, doch vorne links drang Licht aus
einem der Zimmer. Tivaro huschte ins Innere. Hinter sich hörte er noch,
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wie seine Mutter hektisch raunte: »Mensch, wenn da einer ist. Geh da
nicht rein!«
Ja, wenn da einer ist, dann ist da einer, ging es Tivaro durch den Kopf.
Mit einem Mal durchströmte ihn das Adrenalin und er fühlte, wie er
innerlich in Wallung geriet und sein Herz lauter pochte. Und dabei
fühlte sich Tivaro plötzlich ziemlich stark. Er blieb stehen und überlegte
kurz: auf einen Nahkampf wollte er es nicht ankommen lassen. Aber er
wollte den Dieb auf frischer Tat ertappen und ihn möglichst im Haus
einschließen, bis die Polizei kam.
Aus dem beleuchteten Zimmer meinte Tivaro plötzlich Schritte zu
vernehmen. Er lauschte. Und dann atmete er tief durch und rief laut und
entschlossen in den Flur: »Kommen Sie sofort raus hier. Sie sind
festgenommen.« Fast gleichzeitig schrie seine Mutter Elise draußen vor
der Haustür: »Hilfe!!! Einbrecher!«
Tivaros Herzklopfen wurde stärker. Plötzlich wurde es im
angrenzenden Zimmer laut. Sie hörten ein schleifendes und knatterndes
Rutschen, dass kurz darauf ruckartig endete.
»Er hat den Rollladen hochgezogen«, entfuhr es Tivaro
geistesgegenwärtig. »Der haut uns ab«, rief er und sprintete in Richtung
Zimmer.
»Tivaro, bleib zurück. Ich rufe die Polizei«, rief ihm Elise hinterher.
»Hilfe!!! Polizei!«
Tivaro blickte in den Raum und sah zunächst ein ziemliches
Durcheinander. Überall waren Schubladen aus ihren Kästen gerissen
worden und lagen auf den Fußboden herum. Die Türen der Schränke
standen weit offen, und quer über den Boden verstreut lagen Papier und
andere Gegenstände. Tivaro registrierte all dies in weniger als einer
Sekunde, denn sofort war sein Blick auf das offene Fenster gerichtet, in
dem ein Mann auf dem Sims kniete und gerade Anstalten machte, aus
dem Fenster ins Freie zu springen. Der Mann trug einen roten Sturzhelm
und unter seinem Lederanzug konnte man noch eine rotschwarze
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Kapuzenjacke erkennen. Die Hände des Ganoven umklammerten eben
noch den Fensterrahmen, als Tivaro mit einem Hechtsprung auf ihn
zustürzte und das Fenster blitzschnell zuwarf.
»Aaargghh!!! Meine Fingernägel!«, schrie der flüchtende Einbrecher. Er
war unsanft gelandet und rappelte sich nun wieder auf. Er schüttelte
seine linke Hand und blies ihr kühle Luft zu. Dann drehte er seinen
behelmten Kopf und blickte kurz nach oben zu Tivaro, der hinter dem
geschlossenen Fenster stand. »Scheiße, mein Handschuh«, fluchte er. Er
wollte erst durch das angrenzende Gebüsch nach draußen gelangen,
wurde aber unsanft von langen Dornen zurückgehalten. Daher setzte er
seine Flucht fort, indem er mit einem Satz über einen Drahtzaun sprang
und dann vor Tivaros Augen im Nachbargarten verschwand.
Ein jammervolles Jaulen ertönte plötzlich, gefolgt von einem
kläglichen Winseln.
»Du elende Töle. Was liegst du auch so dämlich im Weg«, fluchte der
Einbrecher, den Tivaro hinter dem Zaun nur undeutlich erkannte. Der
Mann wollte gerade seine Flucht fortsetzen, als plötzlich Leben in den
Nachbargarten kam. Mit einem wütenden Knurren stürzte sich das
Muttertier des kleinen Hundes aus dem Hinterhalt auf den verdutzten
Einbrecher, bellte aus tiefster Kehle und verbiss sich in ihm.
»Waaaah!«, schrie der Mann in Ledermontur. »Lass meinen Stiefel los, du
Mistvieh!«
Irgendwie gelang es dem Einbrecher schließlich sich loszureißen, denn
Augenblicke später setzte er seine Flucht wieder fort, indem er einfach
quer durch die Gartenhecke pflügte und der Länge nach auf dem
Gehsteig landete. Fluchend stand er auf und humpelte auf der Rückseite
des Hauses die Straße entlang. Tivaro folgte der Gestalt mit seinen
Blicken, bis sie um die nächste Ecke bog. Er öffnete das Fenster, um
weiter nach draußen sehen zu können. Dabei fiel ein schwarzer
Lederhandschuh nach draußen, der soeben noch zwischen Fenster und
Rahmen geklemmt hatte.
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»Bleiben Sie stehen, Mann!«, rief Tivaro laut nach draußen und »Halt!
Einbrecher!« Tivaro sah nach unten und frohlockte. Der Mann in Leder
hatte seinen Handschuh verloren. Ein herrliches Beweisstück! Und im
Nachbargarten lag wohl irgendwo noch einer seiner Stiefel herum.
Das Humpeln hinter dem Haus verstummte plötzlich, und Tivaro
konnte den Einbrecher nicht mehr sehen. Kurz darauf heulte ein starker
Motor auf, und einen Augenblick später traute Tivaro seinen Augen
nicht. Mit einem Hochstart kam die rote Ducati Multistrada um die Ecke
geschossen und raste noch einige Meter nur auf ihrem Hinterrad die
Straße entlang, vorbei an Tivaro, der mit seinem Mittelfinger aus dem
Fenster winkte und rief: »Du blöder Penner! Ich hab dein Kennzeichen!«
Tivaro atmete tief durch. Er versuchte seine Gedanken zu ordnen:
Einbrecher auf frischer Tat ertappt. Auf der Flucht verliert er Schuhe
und Hacken. Außerdem sind Fluchtfahrzeug und Nummernschild
bekannt. Das waren denkbar gute Voraussetzungen für einen Fall. Mann,
wie blöd muss man sein!
Tivaro machte noch ein paar Handy-Fotos des verwüsteten Raumes
und ging dann gefasst zurück zur Wohnungstür. Scheinbar hatte der
Einbrecher nichts mitgenommen, doch Tivaro war sich sicher, dass der
Eindringling nach dem Schachspiel gesucht hatte.
Leseprobe 3 (Schock in der Nacht)
Als sie bei den Kirchners ankamen, hockte Tivaro sich oben in seinem
Zimmer gleich vor die Playstation. »In zwei Stunden sehen wir uns
wieder«, sagte er noch zu Otto, als er die Treppe hinaufstieg.
Sabrina führte Otto in ihr Zimmer im Erdgeschoss des
Einfamilienhauses. Daneben lag auch das Gästezimmer der Kirchners, in
dem Otto später schlafen sollte.
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Draußen war es dunkel und Sabrina machte Licht. In Sabrinas Zimmer
hatte sich die Tageshitze angestaut und sie öffnete ihr Fenster, das zum
Garten des Hauses zeigte.
»Mach das Licht aus, Sabrina«, sagte Otto und setzte sich auf Sabrinas
Bettkante. Gegenüber stand der Fernseher auf einem Sideboard.
»Nicht so schnell, Otto. Ich will noch nicht schlafen«, lachte Sabrina.
»Ist wegen der Mücken. Wenn das Fenster offen ist, dann kommen
hier tausend Viecher rein. Ich hasse die.« Otto versuchte gar nicht erst,
seine Abscheu vor stechenden, saugenden Insekten zu verbergen.
»Es ist aber so heiß«, stöhnte Sabrina. Dann zog sie ihr
Sommerjäckchen aus. Bis auf ihr Bikini-Oberteil trug sie nur noch einen
Rock.
»Dann mach das Licht aus«, verlangte Otto erneut.
»Willst du mich nicht sehen? Hast du etwa auch Angst vor
Mädchen?«, neckte Sabrina.
»Natürlich nicht«, entgegnete Otto. Dann griff er schnell nach ihrer
Hand und zog sie neben sich auf das Bett. Er legte sanft seinen Arm um
ihre Schulter und küsste sie. »Los, mach jetzt das Licht aus, bevor uns
irgend jemand sieht«, flüsterte sie.
»Okay, wir suchen nur noch schnell unseren Film.« Sabrinas Herz
pochte vorfreudig. Sie holte ein paar Kissen und drappierte sie auf ihrem
Bett zu einer gemütlichen Kuschelecke. Otto hatte zwei Büchsen Cola
geöffnet und beide genossen das kalte Getränk. Dann küssten sie sich
wieder und machten sich anschließend über Sabrinas DVD-Sammlung
her.
Zu Ottos Enttäuschung stammten die meisten Filme noch aus Sabrinas
Kindergartenzeit.
»Arielle, die Meerjungfrau war mal mein Lieblingsfilm«, verkündete
Sabrina.
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»Echt?«, gab Otto etwas desinteressiert zurück. Er zog die einzige
Scheibe, die nicht irgendetwas Rosafarbenes auf ihrem Cover zeigte, aus
dem Kasten. »Silvernight«, las Otto vor.
»Scheiße, den hat Saskia hier mal vergessen«, fiel Sabrina ein.
»Was ist’n das für einer?«, fragte Otto.
»Das ist so ein Vampir-Horrorfilm. Sowas würde ich mir nie alleine
angucken. Außer mit dir«, fügte sie hinzu und sah Otto mit strahlenden
Augen an.
»Besser als nichts«, gab Otto zufrieden zurück. Dann holte er noch die
mitgebrachten Snacks mit ins Bett, und Sabrina löschte das Licht.
Während des Films kuschelten sie miteinander.
Der Film gefiel beiden, und als er zu Ende war, zog sich Sabrina
wieder ihr Jäckchen an. Es war zwei Uhr geworden, und draußen hatte
der Wind etwas aufgefrischt.
»Mama und Papa kommen frühestens um drei. Bis dahin kannst du ja
mit Tivaro zocken«, sagte Sabrina.
Sie einigten sich beim nächsten Film auf Titanic, und Otto verließ
vergnügt Sabrinas Zimmer.
Tivaro erwartete seinen Freund bereits. »Komm, mach’s dir bequem.«
Otto setzte sich neben Tivaro auf einen Drehstuhl und nahm sich
einen der beiden Game-Controller.
»Na, was geht?«, fragte Tivaro.
»Alles easy«, gab Otto lässig zurück.
»Nein, ich meine, was da lief bei euch?«, wollte Tivaro wissen.
Otto grinste etwas verlegen. »Na, was halt so läuft. Komm, lass uns
mal loslegen.«
Sie spielten erst das Spiel Deutschland-Niederlande in der gleichen
Aufstellung wie am Abend und drehten den Ton wegen der guten Musik
auf, um ordentlich Stimmung zu machen.
Plötzlich klingelte das Telefon.
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»Willst du nicht rangehen?«, rief Otto durch den Lärm, nachdem
Tivaro keine Anstalten machte, sich zu bewegen.
»Nee, lass mal. Ist eh nur für meine Eltern«, entgegnete Tivaro und
drückte den Anruf einfach weg.
Tivaro hatte Deutschland übernommen und wollte sich nicht aus dem
Spiel bringen lassen. Er gewann 5:2 gegen Otto durch Elfmeterschießen.
Danach tauschten sie die Rollen, und Tivaro übernahm die Niederlande.
Sie spielten schon die zweite Halbzeit, und Otto ließ gerade Özil zu
Khedira flanken, als plötzlich das Licht aus ging und die Musik
verstummte. Das Stadion verschwand im Dunkel des Monitors, und das
ganze Zimmer war in düstere Nacht getaucht. Die Jungen waren
ziemlich verdutzt, und es dauerte ein paar Sekunden, bis ihre Augen
wieder einigermaßen sehen konnten.
»Was geht denn jetzt ab?«, fragte Otto.
»Keine Ahnung.«, meinte Tivaro etwas ratlos. »Vielleicht ist überall
Stromausfall.«
»Zu laut war’s hier ja wohl nicht«, fand Otto. »Vielleicht ein
Kurzschluss?«
Tivaro beschlich ein Verdacht. »Moment Mal! Der Sicherungskasten!
Der ist unten. Vielleicht hat uns ja Sabrina den Saft abgestellt. Diese
Ziege!«
«Sehen wir nach«, bot Otto an.
Sie erhoben sich von ihren Stühlen und tappten vorsichtig durch das
dunkle Zimmer.
Plötzlich klingelte das Telefon wieder, und die beiden Freunde
erschraken.
»Wir lassen es klingeln«, entschied Tivaro leise.
»Ist gut, aber warum flüsterst du denn?«, gab Otto zurück.
»Keine Ahnung. Aber du flüsterst ja selbst«, stellte Tivaro fest.
Das Telefon klingelte weiter.
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Sie tasteten sich zur Zimmertür vor und traten dann in den kleinen
Korridor hinaus.
»Hast du keine Taschenlampe?«, fragte Otto. »Ich sehe überhaupt
nichts.«
In diesem Augenblick ertönten plötzlich markerschütternde, gellende
Kinderschreie aus dem Erdgeschoss.
»Sabrina!!«, rief ihr Bruder Tivaro entsetzt. Ihm schlug das Herz bis
zum Hals, und seine Beine fingen an zu zittern.
»Komm!», rief er und zerrte an Otto, der genauso geschockt war.
Wieder tönten laute, angstvolle Schreie aus Sabrinas Kinderzimmer.
Ihre Stimme überschlug sich, und sie schrie und quietschte wie am
Spieß.
Die Jungen hasteten stolpernd die Holztreppe nach unten und
stürmten entschlossen auf Sabrinas Zimmer zu. Sabrina hatte aufgehört
zu schreien. Tivaro riss die Tür auf und wollte in das Zimmer
eindringen. Doch von drinnen wurde er vom Lichtkegel einer hellen
Taschenlampe geblendet und scharf ins Visier genommen …
Merlin T. Salzburg ist sechzehn Jahre alt und Schüler der 11. Klasse eines Frankfurter Gymnasiums. Schon als Kind verfasste er erste Fantasie- und Abenteuergeschichten, und mit elf begann er dann Kurzkrimis zu schreiben. Seinen ersten Entwurf zur o-vier-Reihe gab er an das Jugend-Lektorat des Frankfurter Buchwelten-Verlages. Das Erstlingswerk des Jungautors Merlin T. Salzburg »Tivaro in Gefahr« ist ein frischer Detektivroman mit einer gelungenen Mixtur aus Spannung und Witz. Schauplätze sind der ländlich geprägte Frankfurter Norden und die Stadt Bad Homburg vor der Höhe. Ein Jahr später folgte dann der zweite Band: »Vier Schlüssel zum König«, ein aufregender Krimi, der dunkle Bezüge zum Dritten Reich herstellt und einen überraschend realen Nazi-Goldschatz zum Inhalt hat. Der dritte Band der Trilogie »Erst Zopf dann Kopf« folgt im März 2016. Nachdem inzwischen auch Presse und Fernsehen auf den jungen Nachwuchsautor aufmerksam geworden sind, gilt Merlin T. Salzburg derzeit einhellig als Hessens jüngster Krimi-Autor. Merlin T. Salzburgs Berufsziel steht bereits heute schon unverrückbar fest: Er will Autor werden, viele Bücher schreiben, Hörspiele machen und Filme drehen Dazu Merlin T. Salzburg: »Mir fällt immer etwas ein. Es passiert soviel in Frankfurt unter all den Banken und Geschäftshäusern, dass einem der Stoff nie ausgeht. Hier sind zigtausende Menschen ständig unterwegs, und dazwischen tummeln sich die Straßenräuber, Taschendiebe, Drogendealer, Autodiebe und Gangster, Zuhälter und Nutten und so weiter. Die Stadt schläft nie. Und man braucht in Frankfurt als Junge kein Auto. Es gibt ja Bikes und Inliners und tausende Taxis und natürlich auch die U-Bahn. Da passen Jungdetektive wie das Team von o-vier gut rein. Viele Szenen entstehen wie ein Film in meinem Kopf, und ich habe ständig neue Ideen
Inhaltsvereichnis Heißes Pflaster: Frankfurt
Der Steckbrief 9
Schweinkram 19
Zwischen Ästen und Zweigen 31
Das Narbengesicht 41
Im Taunus-Camp 49
o-vier 60
Die Gefahr rückt näher 75
Lagebesprechung 85
Eine böse Überraschung101
Wo ist Otto?106
Es geht rund126
Zimmer B 214139
Der König152
Die vier Schlüssel171
Ein neuer Fall182
Weg vom Bett197
Der Deal208
Drei, zwei, eins … keins!227
Nachts auf Tour237
Schachmatt251
Die Gartenfete270
Happy Birthday285
Abgehoben291
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Merlins kriminalistisches Gespür Zwölfjähriger lässt seine erste Geschichte in Nieder-Eschbach spielen
Frankfurter Neue Presse vom 07.01.2012 / Lokales
Nieder-Eschbach. Im Papageienhochhaus herrscht dicke Luft. Und das nicht nur, weil es in der Wohnung von Tom und Max nach Hausmüll riecht. "Wenn ihr aufs Maul haben wollt, müsst ihr es schon mit unserer ganzen Gang aufnehmen", ereifert sich Otto. Denn Tom und Max haben das Geheimquartier der vierköpfigen Detektivbande leichtfertig an Albert und Kakerlaken Kalle verraten, die gerade aus der Strafanstalt in Butzbach ausgebrochen sind. "Tivaro in Gefahr" heißt Merlin Salzburgs erster Jugendkrimi, in dem der erst zwölfjährige Autor seine vier Helden vom Ben-Gurion-Ring in ein spannendes Abenteuer schickt: Tivaro, Otto, Nico und Jojo haben es nämlich auf die ...
Merlin bringt drittes Buch heraus
Erstellt: 05.04.2016Aktualisiert: 15.11.2018, 06:48 Uhr
Von: Gernot Gottwals
Für die vollendung seiner Sommertriologie hat Krimiautor Merlin T. Salzburg besonders lange gebraucht. Doch nun ist ?Erst Topf, dann Kopf? im Handel erhältlich. © Heike Lyding
Der Krimiautor Merlin T. Salzburg hat seinen dritten Jugendkrimi veröffentlicht. Diesmal hat er sich von einem wirklichen Mord am Ben-Gurion-Ring inspirieren lassen.
Seine Karriere hat Merlin T. Salzburg (17) gut durchgeplant: Nach „Tivaro in Gefahr“, den Hessens jüngster Krimiautor im Alter von nur zwölf Jahren geschrieben hat, und „Drei Schlüssel zum König“ wollte er den dritten Roman „Immer am Ball“ pünktlich zur Fußball-WM 2014 herausbringen – ein Titel, der auch durchaus zu seiner eigenen Zielstrebigkeit passt. Doch dann wird Merlin von der Wirklichkeit überholt. „Ich lief die Einkaufspassage am Bügel hinunter, sah die Absperrungen an der katholischen Kirche und die Männer vom SEK, die unten am Weiher etwas mit einer Plane abdeckten und wegtrugen.“
Das „Etwas“ war ein lebloser Körper, genauer gesagt die Leiche des Rockers Kibrom T. , der am 2. April 2014 von einem Widersacher mit 22 Schüssen regelrecht hingerichtet wurde – genau einen Tag nach Merlins Geburtstag. „Ich stand schon ziemlich unter Schock und hatte auch Angst vor dem Täter, zumal die Leute vom SEK auch im Umfeld unserer Wohnung nach ihm suchten.“ Dass sich der Mörder noch am selben Tag stellen würde, konnte Merlin da noch nicht wissen. „Doch schon damals war mir klar, dass ich das erstmal verarbeiten muss, bevor ich weiterschreiben kann.“
Ein paar Monate später erklärte Merlin bei seiner Lesung in der Stadtteilbücherei Niederrad, dass der Fußballkrimi vorerst nicht erscheinen werde – doch am Ball würde er trotzdem bleiben und sein jugendliches Detektiv-Quartett Tivaro, Otto, Nico und Jojo bald in einem neuen Fall ermitteln lassen. Das tut „O 4“ nun in seinem neuen Roman mit dem etwas makabren Titel „Erst Zopf, dann Kopf“: Eine Anspielung auf den Erpresserbrief, der auf die Entführung von Tivaros jüngerer Schwester Sabrina folgt, und die Vollendung der Sommertrilogie von Merlins drei Jugendkrimis(bei Jugend Buchwelten für 21,90 Euro erhältlich), der bald eine Wintertrilogie folgen soll.
Überfall am Flughafen
Doch bevor es zur Entführung kommt, wird Tivaros Vater Roland Kirchner zunächst nach seiner norwegischen Geschäftsreise am Frankfurter Flughafen überfallen. Die Täter flüchten mit einem Rucksack, in dem sie zwei Kilo Kokain vermuten. „Die Ankunft am Flughafen habe ich aus dem Fußballkrimi übernommen und abgewandelt, die untergeschobenen Drogen sind durch den Mord am Bügel inspiriert“, verrät Merlin. Ebenso wie der Weiher, der vom ursprünglichen Tatort zum Fluchtort beim finalen Showdown mutiert.
Neu in Merlins drittem Krimi sind auch gewisse Reibereien unter den vier Jungdetektiven. „Denn Otto ist in Tivaros jüngere Schwester Sabrina verliebt, während Nico als Sohn eines Polizeikommissars lieber eigene Ermittlungen anstellt“, erklärt Merlin, und dabei an einem Bolzplatz prompt an Tom und Max gerate, die ihn mit etwas „Gras“ als neuen Dealer anfüttern wollen. Was Nico freilich ausnutzt, um seinen drei Kollegen zu imponieren. Wird sich „O 4“ zusammenraufen, um den Fall aufzuklären und Sabrina aus den Händen der Entführer zu befreien?
Alte Bekannte
Sehr verdächtig erscheint dabei ein gewisser Lars Petersen – angeblich ein Arbeitskollege von Roland Kirchner, der jedoch sein sehr merkwürdiges Interesse an Sabrina zeigt. Der Kollege tummelt sich auf Sabrinas Geburtstagsparty, bei der auch ein Fußball-Länderspiel läuft. Dort tauchen auch alte Bekannte auf, die mit ihrer Unbeholfenheit schon in früheren Krimis die Lachmuskeln strapazierten: Zu ihnen gehört Holger, der zum stolzen Marktleiter aufgestiegene Lebensgefährte von Ottos Mutter Brigitte, und Tivaros dicke Englischlehrerin Miss Körner.https://audyem.com/
Eine bedeutende Wendung nimmt der Fall, als Tivaro und Otto Herrn Pedersen im Steigenberger Hotel in Bad Homburg zur Rede stellen. Denn zwischenzeitig hat die Polizei die Spur des Bankräubers Albert Polochski aufgenommen, den „O 4“ bereits im ersten Krimi gestellt hat. Welcher Zusammenhang zwischen den beiden Männern besteht und was am Weiher passiert, wird noch nicht verraten. „Es wird allerdings niemand umgebracht, denn es ist ja ein Jugendkrimi , der sich auch an Zehnjährige richtet“, sichert Merlin zu.
Er schließt auch nicht aus, dass er den angefangenen Fußballkrimi, der sich um illegale Wetten dreht, in seine winterliche Trilogie einbauen wird. Derweil denkt der Zwölftklässler, der langsam auf sein Abitur zusteuert, auch über seine eigene Zukunft nach. „Ich möchte gerne studieren. Vielleicht etwas mit Sprachen, aber auch Jura wäre durchaus möglich.“ Dann würde sich Merlin T. Salzburg auch rechtlich um Kriminalfälle kümmern – doch auch als Autor möchte er gerne weiterarbeiten.
„Erst Zopf, dann Kopf“ ist beim Frankfurter Buchwelten Verlag (Jugend Buchwelten) für 9,80 Euro erhältlich.
| Erscheinungsdatum | 29.03.2022 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Illustrierte Komplettausgabe |
| Verlagsort | Frankfurt am Main |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Tivaro Trilogie |
| Maße | 210 x 148 mm |
| Gewicht | 788 g |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Krimi / Thriller |
| Schlagworte | Airport Fraport • Bad Homburg • Brennpunkt • CAMP • Computer • Detektiv • ebay • Frankfurt • Geburtstag • Geheimgang • Gold • Höhle • Kokain • König • Nazis • Neo-Nazi • Schach • Schatz • Schlüssel • Taunus • Tivaro |
| ISBN-10 | 3-945740-55-X / 394574055X |
| ISBN-13 | 978-3-945740-55-2 / 9783945740552 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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