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BattleTech - Die Suche nach Jardine (eBook)

Vergessene Welten 1

(Autor)

Mario Weiß (Herausgeber)

eBook Download: EPUB
2022
81 Seiten
Yellow King Productions (Verlag)
978-3-96331-983-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

BattleTech - Die Suche nach Jardine - Herbert A. Beas II
Systemvoraussetzungen
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BEGRABEN UNTER DER ASCHE DES KRIEGES ...

Die unabhängige Erkunderin und Schatzsucherin Dr. Brooklyn Stevens verdankt ihre Karriere dem Auffinden verschwundener Artefakte aus der Historie der Inneren Sphäre, doch in den letzten Tagen des VerCom-Bürgerkrieges bietet ihr das Angebot einer wissenschaftlichen Organisation, welche als Interstellar Expeditions bekannt ist, die Gelegenheit, den Fund ihres Lebens zu machen: Ein vermisster Planet, der in den Wirren der brutalen Nachfolgekriege verlorengegangen ist.

Doch der Planet Jardine starb nicht einfach nur im Weltenbrand - er wurde komplett aus allen Karten gelöscht, und Brookes Auftraggeber möchte den Grund hierfür erfahren.

Sie muss die einzige bekannte Verbindung zu dieser vergessenen Welt aufspüren: Ein gefährliches Raubtier, das auf Jardine beheimatet war und dessen ursprüngliche Entdeckerin unter mysteriösen Umständen zum Schweigen gebracht wurde. Irgendjemand möchte, dass der Planet im Verborgenen bleibt - und ist sich nicht zu schade dafür, sicherzustellen, dass Brookes Bestrebungen, die Wahrheit hinter Jardines Verschwinden zu enthüllen, in einer Tragödie enden.
BEGRABEN UNTER DER ASCHE DES KRIEGES …

Die unabhängige Erkunderin und Schatzsucherin Dr. Brooklyn Stevens verdankt ihre Karriere dem Auffinden verschwundener Artefakte aus der Historie der Inneren Sphäre, doch in den letzten Tagen des VerCom-Bürgerkrieges bietet ihr das Angebot einer wissenschaftlichen Organisation, welche als Interstellar Expeditions bekannt ist, die Gelegenheit, den Fund ihres Lebens zu machen: Ein vermisster Planet, der in den Wirren der brutalen Nachfolgekriege verlorengegangen ist.

Doch der Planet Jardine starb nicht einfach nur im Weltenbrand – er wurde komplett aus allen Karten gelöscht, und Brookes Auftraggeber möchte den Grund hierfür erfahren.

Sie muss die einzige bekannte Verbindung zu dieser vergessenen Welt aufspüren: Ein gefährliches Raubtier, das auf Jardine beheimatet war und dessen ursprüngliche Entdeckerin unter mysteriösen Umständen zum Schweigen gebracht wurde. Irgendjemand möchte, dass der Planet im Verborgenen bleibt – und ist sich nicht zu schade dafür, sicherzustellen, dass Brookes Bestrebungen, die Wahrheit hinter Jardines Verschwinden zu enthüllen, in einer Tragödie enden.

PROLOG

Mein liebster Tyler!

Wir haben es also endlich bis hierher geschafft. Ich bin mir sicher, dass dich die üblichen Nachrichten von unterwegs inzwischen langweilen, weiß aber auch, welch große Sorgen du dir immer während dieser Feldexpeditionen machst. Was kann ich anderes sagen als dir wie üblich zu versichern, dass es mir gut geht, ich dich immer noch liebe, dass ich dich sehr, sehr vermisse, und dass ich hoffe, in ein paar wenigen Monaten wieder zuhause zu sein?

Es ist übrigens eine Schande, dass du nicht mitkommen konntest. Vom Orbit aus wirkt Rocky ziemlich faszinierend. Trouble sagt, dass die Scans, die er bislang durchgeführt hat, besagen, dass der Planet in eine Eiszeit zurückgefallen ist, möglicherweise dank des nuklearen Winters, der von der letzten Schlacht zwischen den Davions und den Steiners da unten ausgelöst wurde. Inzwischen sind die Strahlungswerte natürlich einigermaßen erträglich – sogar ohne Schutz überlebbar.

Aber es kommt noch besser. Wir glauben, dass diese ganzen Umweltschäden im Laufe der Jahre die Meeresströmungen durcheinandergebracht haben. Die Annie M ist jetzt an der Obsidianküste gestrandet. Ich benötigte nicht einmal die komplette Tauchausrüstung für arktische Verhältnisse oder den BohrMech, um an das Ziel herankommen zu können.

Es sieht also ganz so aus, als ob bei diesem Job alles gut läuft (Endlich mal!). Mach dir also keine Sorgen, Süßer.

Ich werde mich dennoch schön warm in den schweren Umweltanzug einpacken, nur für dich.

Und ich werde auf mich aufpassen, wie immer.

In Liebe!

- Brooke

RSS Annie M, Obsidianküste, Rocky

Lyranische Allianz

13. Mai 3067

»Brooke, sieh zu, dass du deinen Hintern in Sicherheit bringst!«

Ein mächtiger Knall, der durch die Isolierung ihres Druckhelms nur wenig gedämpft wurde, unterstrich die Worte, die in Brooke Stevens’ Ohren erklangen. Die Explosion, die der Länge nach durch das uralte Frachtschiff fuhr, verursachte eine kurze Kaskade aus längst abgestorbenen Seepocken, jahrhundertealten Eiszapfen und mineralischen Ablagerungen von der Decke und den Wänden rings um sie herum. Stärker noch als die erste Explosion erschütterte diese hier die verzogenen, abgenutzten Gitterlaufstege dermaßen heftig, dass sie mit ihrer freien Hand nach einem verrosteten Geländer an der Steuerbordwand greifen musste.

Nicht ganz unerwartet brach der Handlauf ab, verweigerte auf diese Weise jegliche – tatsächliche oder erhoffte – Unterstützung und lieferte Brooke einem hoffnungslosen Kampf gegen die Schwerkraft aus. Hilflos rudernd fiel sie nach hinten und spürte einen grellen Schmerz, der ihr linkes Bein entlangfuhr, als es fast ausgekugelt wurde. Die schwere Tragetasche, die sie noch immer mit der rechten Hand umklammert hielt, prallte mit einem gedämpften Scheppern von Metall auf Metall auf den Gitterrost. Instinktiv verstärkte sie ihren Griff um den Haltegurt, hielt ihn eisern fest, selbst als ihre andere Hand sich von dem nutzlosen Fragment des Geländers löste.

Der Schock des Schmerzes entlockte Brookes Lippen ein kurzes Aufjaulen, so dass für einen Moment das polarisierte Visier ihres schweren Helmes beschlug und danach als abgestandener Mief des ominösen Hackfleischs reflektiert wurde, das sie heute Morgen zum Frühstück gehabt hatte. Sie musste wegen des Geruchs genauso husten wie aufgrund der Pein.

»Brooke?« Obwohl aus Gründen der Übertragungsqualität jeglicher Emotionen beraubt, verriet die Stimme von Marissa Boerefijn dennoch ihre Besorgnis.

»Ich hab dich schon gehört, Marie!« erwiderte Brooke heftig und biss sich dann auf die Lippe, als sie ihr linkes Bein wieder unter sich zog.

»Bist du okay?«

»Frag mich doch was noch Blöderes«, zischte sie.

Eine weitere Detonation erschütterte das Wrack des Schiffes und vereiste Bruchstücke regneten auf ihren Anzug herab. Brooke wuchtete sich in eine aufrechte Position, wobei sie durch zusammengebissene Zähne gefilterte Luft in ihre Lungen sog, als ihr Bein dabei schmerzerfüllt protestierte. Direkt vor ihr befand sich, nur vage beleuchtet von den (verbliebenen) Helmleuchten ihres Überlebensanzugs, die Öffnung der Luke, die sich als länglicher Fleck aus purer Schwärze vor dem fleckigen Grau und den mäandernden Schatten des heckwärtigen Schotts abzeichnete. Die schwere Tür, die vor kaum einer halben Stunde aufgeschweißt worden war, lag nun vor dem Zugang auf dem Boden und fungierte als Hindernis zu der dahinterliegenden Kammer. Die Tragetasche noch immer umklammert bewegte sich Brooke weiter, atmete bei jedem anstrengenden, schmerzhaften Schritt gegen das Visier …

Es hätte alles so einfach sein sollen, rief sie sich einmal mehr ins Gedächtnis.

Schließlich hatte die Annie M fast dreihundert Jahre lang auf dem Grund von Rockys Obsidianmeer gelegen, einen Atomkrieg überstanden, war aufgrund von radikalen Änderungen der lokalen Strömung in Richtung der Küste getrieben, war eingefroren worden, als die Eiszeit des Planeten die Temperatur an der Oberfläche auf -20 Grad Celsius und darunter sinken ließ. Ganz sicher hätte man wohl annehmen dürfen, dass die Zeit und die Naturgewalten jegliche Sprengfallen unbrauchbar gemacht hatten, die von den Randweltlern zurückgelassen wurden, als diese ihren geheimen Schatz versenkten, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt bergen zu können.

So jedenfalls hatten Brooke und ihr Team sich das vorgestellt. Sicherlich eine vernünftige Annahme. Bis sie herausfanden, dass die Frachträume bis unter das Dach mit uralter Munition vollgestapelt waren. Chemische Sensoren, die an ihrem Anzug angebracht waren, hatten Daten an Marissa übermittelt, die in der relativen Geborgenheit der McKenna zurückgeblieben war. Die umgebaute Astrolux-Sternenyacht parkte irgendwo knapp jenseits des ehemaligen Strandes der Obsidianküste, der sich in eine Tundra verwandelt hatte, ein paar Kilometer nordwestlich von hier.

Die Daten – und deren blitzschnelle Analyse durch Tibor »Trouble« Mitternacht, an seiner eigenen Station auf der McKenna – förderten rasch das Vorhandensein ausgelaufener chemischer Treibstoffe und Gefechtsköpfe zutage. Nachdem er auf dem Untergrund, wo er sich im Laufe der letzten hundert Jahre oder so angesammelt hatte, nur zur Hälfte gefroren war, erwies sich dieser chemische Cocktail als extrem instabil, ein sprichwörtliches Pulverfass, das nur noch auf einen Funken wartete.

Glücklicherweise wurde der Frachtraum, der Brookes Ziel war, von den Munitionsbunkern durch mehrere rostige Schotts und ein Deck getrennt, das mit abgestorbenen, vereisten Seepocken und anderen seltsamen mineralischen Ablagerungen überzogen war.

Unglücklicherweise lag dieser Frachtraum – mitsamt den schweren Edelstahltresoren darin, die den wahren Schatz bargen, knapp unterhalb des Wasserspiegels, umschlossen von Eis, das erst noch mithilfe einer Handvoll Thermalladungen verflüssigt werden musste.

Im Vergleich zu anderen Aufgaben, die Brooke schon auf sich genommen hatte, war es ein Kinderspiel, in undurchsichtigen Matsch einzutauchen, um mit Hilfe eines handlichen Plasmabrenners korrodierte Tresorverriegelungen aufzuschweißen, genauso wie das blinde Herumtasten, um Gegenstände nur durch Befühlen zu bergen. Allerdings musste es dann irgendwann im Verlauf ihrer Bemühungen zu einem Funkenschlag oder einer Vibration gekommen sein, die sie nicht vorhergesehen hatte. Vielleicht war sogar eine übriggebliebene funktionsfähige und uralte Sprengfalle verantwortlich.

Was auch immer der Auslöser gewesen sein mochte, das Ergebnis hatte aus einer Kettenreaktion bestanden, die in diesem Augenblick nach und nach die explosive Fracht der Annie M entzündete. Sprengkopf für dreihundertjährigen Sprengkopf …

»Brooke!«

Eine donnernde Detonation folgte ihr, als sie sich im Watschelgang durch eine weitere offene Luke duckte und eine schmale Wendeltreppe erreichte, die voller Trümmer und anderem Unrat war. Noch vor einer halben Stunde war sie genau diese Stufen angesichts der konservierten Relikte, bei denen es sich auch um über dreihundert Jahre zuvor noch lebendige, atmende Besatzungsmitglieder gehandelt haben könnte, betont langsam heruntergekommen. Jetzt polterte sie die uralten Eisenstufen mit schmerzerfüllten Beinen hinauf – obendrein behindert durch einige zusätzliche Kilos noch nicht identifizierter Schätze und einen teilweise erstarrten Überlebensanzug, wobei sie Stücke aus Eis, altem Metall und vielleicht sogar Überbleibseln längst dahingeschiedener Körper aufwirbelte.

»Brooke!«, schrie Marissa erneut.

»Ich weiß! Ich weiß

Als die Explosion das unter ihr liegende Deck nahezu aufriss, klammerte sie sich fest an das Treppengeländer, dankte dem Schicksal für diese Unterstützung, und bahnte sich ihren Weg zum oberen Deck, wobei sie einen Blick auf dämmriges Tageslicht irgendwo jenseits der offenen...

Erscheint lt. Verlag 24.3.2022
Reihe/Serie BattleTech
BattleTech
Co-Autor Michael Sellmeier, Christopher Denis, Thomas Doblinger
Mitarbeit Anpassung von: Michael Mingers
Übersetzer Hartwig Nieder-Gassel
Verlagsort Illschwang
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Games Workshop • Mech • MechWarrior • military scifi • Perry Rhodan • SciFi • Star Trek • Star Wars • Warhammer • Warhammer 40k
ISBN-10 3-96331-983-6 / 3963319836
ISBN-13 978-3-96331-983-9 / 9783963319839
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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