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Historical Lords & Ladies Band 89 (eBook)

eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
400 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-1121-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Historical Lords & Ladies Band 89 - Amanda McCabe, Bronwyn Scott
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LIEBESLEKTIONEN FÜR DEN EARL von AMANDA MCCABE
Entsetzt starrt der Earl of Ramsay auf den schicksalhaften Brief: Seine Gattin fordert die Scheidung? Das Herz des sonst so unbeschwerten Lebemannes droht zu zerbrechen, denn er weiß, dass er allein die Schuld daran trägt. Doch noch ist es nicht vorbei! Wild entschlossen macht der Earl sich auf, um seine eigene Ehefrau zurückzuerobern ...
PIKANTE GEHEIMNISSE EINES GENTLEMANS von BRONWYN SCOTT
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<p>Amanda McCabe schrieb ihren ersten romantischen Roman - ein gewaltiges Epos, in den Hauptrollen ihre Freunde - im Alter von sechzehn Jahren heimlich in den Mathematikstunden. Seitdem hatte sie mit Algebra nicht mehr viel am Hut, aber ihre Werke waren nominiert für zahlreiche Auszeichnungen unter anderem den RITA Award. Mit einer Menagerie von zwei Katzen, einem Mops und einem dickköpfigen Zwergpudel, lebt sie in Oklahoma. Sie nimmt Tanzunterricht, sammelt kitschige Reiseandenken und schaut sich gerne Kochsendungen an, obwohl sie gar nicht selber kocht.</p>

PROLOG

London 1810

Londons Traumpaar …

Jane Fitzwalter Countess of Ramsay hätte fast laut aufgelacht, als sie die Überschrift in der Zeitung entdeckte. Die schwarzen, leicht verschmierten Druckbuchstaben in der Klatschspalte der „Gazette“ wirkten so solide und unerschütterlich. Zudem waren viele Leute der Ansicht, dass eine solche Behauptung, wenn sie denn schwarz auf weiß gedruckt in der Zeitung stand, auch der Wahrheit entsprechen müsse.

Vor einer ganzen Weile hatte sie sogar selbst einmal geglaubt, dass sie eine traumhafte Ehe führte, zumindest eine kurze Zeit lang. Inzwischen aber hatten die Worte einen hohlen, bitteren Beiklang bekommen und schienen sie und all ihre dummen Träume zu verspotten.

Die schönen Ramsays – so jung, so reich, so elegant. Sie besaßen ein prächtiges Stadthaus in London, in dem sie großartige Bälle gaben. Die feine Gesellschaft riss sich förmlich darum, von ihnen eingeladen zu werden. Außerdem zählten sie ein großartiges Landhaus zu ihrem Besitz, in dem sie vornehme Jagdgesellschaften abhielten. Bis zum Morgengrauen wurde gefeiert und gelacht. Lady Ramsays Hüte und Roben, die in einem eigenen großen Zimmer untergebracht waren, wurden von den modebewussten Damen des ton eifrig kopiert.

Alle Welt kannte die romantische Geschichte, die zu ihrer Ehe geführt hatte. Der junge Lord Ramsay hatte die noch jüngere Miss Jane Bancroft bei ihrem Debüt durch all das Gedränge und die wehenden Kopfschmuckfedern der Damen erblickt und sich zielstrebig seinen Weg durch die gaffende Menge gebahnt, um sich ihr vorstellen zu lassen. Im Laufe der darauffolgenden Tage hatten sie bei zwei privaten Bällen und einmal bei Almack’s miteinander getanzt. Und wiederum nur einige Tage später hatte Lord Ramsay sie zu einer Ausfahrt im Hyde Park eingeladen und um ihre Hand angehalten. Janes Tante, die auch ihr Vormund war, hatte Bedenken geäußert. Sie hatte eine Ehe aufgrund der kurzen Bekanntschaft für überstürzt und sie beide zu für jung dafür gehalten. Doch als das Paar damit drohte, durchzubrennen, gab sie ihre Einwilligung, und nur kurze Zeit später erlebte die feine Gesellschaft eine der wohl prächtigsten, glamourösesten Hochzeiten, die London je gesehen hatte.

Prächtig. Glamourös. Elegant. Alle beneideten die schönen Ramsays um ihr Leben.

Lady Ramsay jedoch, nun nicht mehr ganz so jung und naiv, hätte all diese Pracht nur zu gerne aufgegeben und all ihren Reichtum geopfert, um jenen sonnigen Tag im Hyde Park noch einmal zu erleben. Wehmütig erinnerte sie sich daran, wie sie Schulter an Schulter in der Kutsche gesessen und gelacht hatten, wie Hayden heimlich, verborgen durch ihren Sonnenschirm, ihre Hand gehalten hatte. An diesem Tag hatte sie geglaubt, dass ihnen eine verheißungsvolle, rosige Zukunft bevorstehe. Der Tag war ihr wie ein Versprechen erschienen, dass alles, wovon sie geträumt hatte, in Erfüllung gehen würde – die große Liebe, ein richtiges Zuhause und ein unbeschwertes Leben an der Seite eines Menschen, der sie brauchte und liebte.

Wenn sie nur noch einmal von vorn anfangen könnten; Jane würde alles anders machen. Leider war das jedoch unmöglich. Die Welt drehte sich unaufhörlich weiter, und nichts würde sich jemals ändern. Alles würde so bleiben wie bisher, weil sie nun einmal die Ramsays waren und ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen mussten. Sie mussten das Leben führen, das ihnen aufgrund ihres Standes bestimmt war.

Aber Jane war dieses Leben gründlich leid. Sie hatte angenommen, dass Haydens Titel die Garantie für eine sorglose, unbeschwerte Zukunft sein würde, die ihr in ihrer Familie bisher nicht vergönnt gewesen war. Eine dumme Vorstellung, denn sie hatte dabei völlig vergessen, dass ein Titel auch Verpflichtungen mit sich brachte, die es zu erfüllen galt, dass ein Titel falsche Freunde anzog und für lieblose Ehen sorgte.

Jane ließ die Zeitung auf den Fußboden fallen und sank zurück in die Kissen. Vermutlich war es schon weit nach Mitternacht. Vor einer geraumen Weile hatte ihre Zofe die Vorhänge schließen wollen, aber Jane hatte sie davon abgehalten. Sie mochte den Anblick des nächtlichen Himmels vor dem Fenster; er hatte eine tröstliche Wirkung auf sie, wie eine samtschwarze, weiche Decke, die sie einhüllte. Der Mond, eine silberne Sichel am Horizont, schien ihr zuzuzwinkern.

In der Stadt, fern von Janes Schlafgemach, wurde auf zahlreichen Bällen gewiss immer noch getanzt, getrunken und gelacht. Vor gar nicht langer Zeit hatte sie selbst an derlei Veranstaltungen teilgenommen, hatte sich darum bemüht, ihren Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Nun machte allein der Gedanke an derlei Vergnügungen sie krank.

Sie drehte sich auf die Seite und richtete den Blick auf das prasselnde Feuer im Kamin. Dabei fiel ihr die Flasche Laudanum auf dem Nachttisch ins Auge, die der Arzt ihr gegeben hatte. Mit einer Dosis der Medizin könnte sie alle Erinnerungen auslöschen und im Schlaf Vergessen finden, doch das wollte sie nicht. Sie musste nachdenken, sich der Wahrheit stellen, gleich, wie schmerzhaft sie auch sein mochte.

Sie legte die Hand auf den Bauch, der unter dem Leinennachthemd wieder ganz flach geworden war. Die kleine Wölbung, die gewachsen war und sie so glücklich gemacht hatte, gab es nicht mehr. Seit Tagen schon nicht mehr, als wäre sie nie da gewesen. Unter quälenden Krämpfen hatte sie ihr Kind verloren – und Hayden war wieder einmal nicht an ihrer Seite gewesen. Als sie die Fehlgeburt erlitt, die dritte inzwischen, hatte er sich in irgendeinem Spielsalon vergnügt und natürlich betrunken. Er betrank sich immer. Und ihr war nichts geblieben als eine hohle schmerzliche Leere. Sie hatte ihre Pflicht nicht erfüllt. Wieder einmal hatte sie versagt.

So konnte und wollte sie nicht länger weitermachen. Allmählich zerbrach sie unter dem Druck der Lüge, die sie lebten. Sie hatte geglaubt, mit Hayden eine neue Familie zu bekommen, doch in ihrer Ehe fühlte sie sich einsamer als jemals zuvor.

Unvermittelt vernahm sie ein Krachen und gleich darauf lautes Fluchen. Donnernd wie ein Schuss hallte das Geräusch durch das stille Haus. Schon vor Stunden waren die Dienstboten zu Bett gegangen, und Jane hatte nicht vor Morgengrauen mit Haydens Rückkehr gerechnet.

Offenbar war er dieses Mal früher nach Hause gekommen. Jane stand auf und wickelte sich ein Tuch um die Schultern. Dann verließ sie ihr Zimmer und ging langsam zur Treppe, um in die Halle hinunterzuspähen.

Hayden saß, die Beine weit von sich gestreckt, auf der untersten Treppenstufe. Der Schein der Lampe auf dem Konsoltisch, die der Butler für ihn hatte brennen lassen, flackerte über sein Gesicht. Offensichtlich hatte er den Schirmständer umgerissen, denn die Schirme und Spazierstöcke lagen über den schwarz-weißen Marmorfliesen verstreut.

Mit seltsam traurigem Ausdruck im attraktiven Gesicht betrachtete er das Durcheinander. Das Spiel aus Schatten und Licht ließ seine klassischen Züge geheimnisvoll und verwegen erscheinen, und einen Moment lang erinnerte er sie tatsächlich wieder an den Mann, den sie einst voller Hoffnung geheiratet hatte. War er dieses Leben vielleicht ebenso leid wie sie? Gab es womöglich doch noch eine Chance für sie, einen Neuanfang? Trotz ihrer Resignation und wider jede Vernunft keimte ein Funken Hoffnung in ihr auf.

Sie schickte sich an, die Treppe hinunterzugehen. Das Knarren der Stufen ließ Hayden aufschauen. Einen Wimpernschlag lang spiegelte sich ein ernster, nachdenklicher Ausdruck in seiner Miene, dann malte sich ein Lachen in sein Gesicht und beendete diesen kurzen Moment der Grübelei und Nüchternheit.

Er strich sich eine schwarze Locke aus der Stirn und streckte die Hand aus. Der Siegelring an seinem Finger funkelte im Lichtschein, und Jane entdeckte einen Cognacfleck auf seinem Ärmel. „Jane! Meine wunderschöne Gemahlin hat auf mich gewartet – wie erstaunlich.“

Langsam ging Jane die Treppe hinunter. Der süßlich herbe Geruch des Cognacs umhüllte ihn wie eine Wolke. „Ich konnte nicht schlafen“, sagte sie. Schon seit Tagen fand sie keinen Schlaf mehr.

„Du hättest mich zum Dinner bei den Westins begleiten sollen“, meinte er. „Der Abend war recht vergnüglich.“

Jane fuhr ihm zärtlich durch das Haar. Seine himmelblauen Augen glänzten, als sie ihm über die Wange streichelte. Der Bartschatten, der sich darauf abzeichnete, fühlte sich rau und kratzig unter ihren Fingern an.

Wie attraktiv er doch war, ihr Gatte. Allein bei seinem Anblick schmerzte ihr Herz vor Sehnsucht. „Das sehe ich“, sagte sie.

„Alle haben nach dir gefragt“, fuhr er fort und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die Hand. „Unsere Freunde haben dich vermisst.“

„Freunde?“, murmelte sie zweifelnd. Die Westins waren für sie kaum mehr als flüchtige Bekannte, ebenso wie die anderen Gäste. Und umgekehrt war es genauso; sie alle kannten Jane im Grunde genommen nicht. Sie nahm nicht gern an gesellschaftlichen Anlässen teil, weil sie sich unter den vielen Menschen immer unwohl und unsicher fühlte. Ebenfalls eine Sache, bei der sie als Countess versagt hatte. „Mir ist noch nicht nach Gesellschaft zumute.“

„Nun, ich hoffe, das wird sich bald ändern. Die Saison hat gerade erst begonnen, und wir haben recht viele Einladungen erhalten, die wir wahrnehmen müssen.“ Er hauchte ihr einen weiteren Kuss auf die Hand, aber Jane hatte das Gefühl, dass er durch sie hindurchblickte. „Es ist mir verhasst, dich krank zu sehen, Liebling.“

Erneut stieg Hoffnung in ihr auf, und sie ergriff seine Hände....

Erscheint lt. Verlag 7.1.2022
Reihe/Serie Historical Lords & Ladies
Historical Lords & Ladies
Historical Lords & Ladies
Übersetzer Eleni Nikolina
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Historische Romane
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Adel • Aristokratie • Autor • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • Chance • Cora • cora bücher • cora historical • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • Earl • eBook • ebook liebesroman • Ehe • Ehefrau • entfachte • Erfolgsautor • Erlösung • Escort • Fiktion • Frauenroman • Freundin • für • GEHEIME • Gentleman • Geschichte • Geschichten • Historical Lords & Ladies • Historische • Historische Liebesromane • historisch roman • Leidenschaft • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Mama • Muttertag • Neu • Regency • Roman • Romane • Romantische Bücher • Romanze • Sammelband • sinnliche • Skandal • Top • Top-Titel • verbotene • Verführung • viktorianisch • Zweite
ISBN-10 3-7515-1121-0 / 3751511210
ISBN-13 978-3-7515-1121-6 / 9783751511216
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