Daniel Deronda wird von dem wohlhabenden Gentleman Sir Hugo Mallinger aufgezogen. Eliot stellt Deronda als einen intelligenten, warmherzigen jungen Mann dar, der sich lediglich nicht entscheiden kann, was er mit seinem Leben tun solle. Deronda rettet die junge jüdische Mirah Lapidoth, die sich zu ertränken versucht hatte. Er bringt sie im Haus von Freunden unter, wo sich herausstellt, daß Mirah eine Sängerin ist. Sie hat sich von ihrem Vater abgesetzt und ist nach London gekommen, um ihre Mutter und ihren Bruder wiederzufinden. Ihr Vater hatte sie einstmals ihrer Mutter geraubt und sie gezwungen, sich einer Schauspieltruppe anzuschließen. Zudem hatte er versucht, sie in die Prostitution zu verkaufen. Deronda versucht Mirah zu helfen ihre Mutter und ihren Bruder zu finden, und lernt so die jüdische Gemeinde von London kennen. Er fühlt sich zunehmend zu Mirah hingezogen. Bei gesellschaftlichen Anlässen trifft er mit Gwendolen zusammen. Die finanzielle Situation ihrer Familie ist verzweifelt. Kurzzeitig überlegt sie, ob sie zukünftig als Gouvernante ihren Lebensunterhalt verdienen solle oder ob sie ausreichend Talent habe, in Zukunft als Sängerin ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Schließlich entscheidet sie sich jedoch, Henleigh Grandcourt zu heiraten und so ihre Mutter und ihre Schwestern vor einem Leben in Armut zu schützen. Anders als sie erhofft hat, läßt Grandcourt ihr jedoch wenig Spielraum ihr eigenes Leben zu gestalten. Zunehmend sucht sie Rat bei Daniel Deronda. Deronda hat während seiner Suche nach Mirahs Familie unter anderem den jüdischen Visionär Mordecai kennengelernt, der schwer an Tuberkulose erkrankt ist und der sich als Mirahs Bruder herausstellt. Weil sein Tod absehbar ist, hofft er auch, daß Daniel Deronda ein Vertreter der Juden Londons werden möge. Obwohl Deronda von Mordecai fasziniert ist, zögert er, sich für eine Sache einzusetzen, zu der er keinen persönlichen Bezug hat. Gwendolen leidet derweil an Gewissensbissen, weil sie mit ihrer Heirat zwar ihre Familie finanziell versorgt hat, aber damit gleichzeitig Grandcourts illegitime Kinder ihrer Chance beraubte, eines Tages ihren Vater zu beerben. Grandcourt kommt bei einem Bootsunfall ums Leben, und obwohl Gwendolen einen vergeblichen Versuch gewagt hatte, ihn vor dem Ertrinken zu retten, fühlt sie sich schuldig an seinem Tod. Sie trifft Deronda wieder, für den sie zunehmend tiefere Gefühle hegt.
eigentlich Mary Anne Evans, 1819-1880
1829-1879
William Ladd Taylor (1854-1926) war ein amerikanischer Illustrator. Er studierte Kunst in Boston und New York und in den Jahren 1884-85 in Paris bei Boulanger und Lefebvre. Seine Zeichnungen, von denen viele zuerst in Magazinen erschienen, sind im Wesentlichen erzählerischer Art und zeigen ein scharfes Verständnis für die menschliche Natur, mit sorgfältiger, historischer Genauigkeit. Er veröffentlichte mehrere Bände seiner Arbeiten, die Illustrationen des neunzehnten Jahrhunderts in Neuengland, des Pionierwestens, Longfellow, der Psalmen, alter Lieder, des amerikanischen Lebens, der amerikanischen Literatur und des Alten Testaments enthalten. Seine Arbeiten wurden ab 1895 in der Zeitschrift »The Ladies Home Journal« veröffentlicht.
Charles George Copeland (1858-1945) war ein amerikanischer Buchillustrator, der von etwa 1887 bis etwa 1940 tätig war. Er war Mitglied der Boston Watercolor Society und des Boston Art Club. In jungen Jahren arbeitete Copeland für einen lokalen Maler und fertigte Wand- und Deckenfresken in Thomaston an. Seine Illustrationen erscheinen im Youths Companion, einer beliebten Jugendzeitschrift der damaligen Zeit. Darüber hinaus illustrierte Copeland eine Vielzahl von Bücher.
| Illustrationen |
William Ladd Taylor, Charles George Copeland |
| Übersetzer |
Adolf Strodtmann |
| Verlagsort |
Berlin |
| Sprache |
deutsch |
| Maße |
135 x 215 mm |
| Themenwelt
|
Literatur ► Klassiker / Moderne Klassiker |
| Schlagworte |
Geld und Macht • Gesellschaftsroman • Gesellschaft und Kultur • Gesellschaft und Normen • Jüdisches Kulturleben • Jüdisches Leben • Klassiker der englischen Literatur • Klassiker der Weltliteratur • Liebesbeziehungen • Moral und Beziehung |
| ISBN-10 |
3-96662-168-1 / 3966621681 |
| ISBN-13 |
978-3-96662-168-7 / 9783966621687 |
| Zustand |
Neuware |