Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Unser Sommerblau für immer (eBook)

****

(Autor)

eBook Download: EPUB
2021 | 1. Auflage
320 Seiten
Harpercollins (Verlag)
978-3-7499-5068-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Unser Sommerblau für immer - Sabrina Sonntag
Systemvoraussetzungen
8,99 inkl. MwSt
(CHF 8,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Schimmernde Wellen, sommerblauer Himmel und die ganz große Liebe
Als Sophie der weiße Sand durch die Hände rieselt, erinnert sie sich allzu gut daran, wie Matthias und sie sich auf Spiekeroog kennengelernt haben. Jede Woche hatte er ihr einen besonderen Stein mit einer Botschaft darauf hinterlassen, in ihrem Fahrradkorb, auf ihrem Briefkasten oder sogar auf dem Stromkasten neben dem Bäcker. Alles schien perfekt, sie wollten heiraten - bis sie das Foto von Matthias mit einer anderen sah. Aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen, Sophie wird einfach von vorn beginnen und dieses Mal das wahre Inselglück erleben. Oder?



<p>Sabrina Sonntag ist Mitte zwanzig und hat in Regensburg und Durham, Großbritannien, Literaturwissenschaft studiert. Sie leitet Coachings, arbeitet ehrenamtlich mit Kindern und führt den Haushalt eines katholischen Priesters. Wenn sie nicht gerade schreibt, übt sie Krav Maga oder krault ihrem Lieblingsschäferhund die Ohren.</p>

PROLOG


Es mag seltsam klingen, aber es begann alles damit, dass einer meiner Ballerinas quer über den Strand flog. Es war ein lauer Sommerabend an der Nordsee, die allmählich untergehende Sonne schimmerte auf den Wellen, und die Wolken hoch oben am Himmel leuchteten verheißungsvoll. Ein paar Kinder spielten ausgelassen in der Nähe.

»Ich bin das Tor, okay?«, rief es aus ihrer Richtung. »Felix kann mit mir Tor spielen. Und Maja schießt.«

»Aber ich mag kein Tor sein«, quengelte ein dünnes Stimmchen.

»Wie geht Schießen?«, rief ein anderes Kind. »Kann ich … Lass mich … Zeig mal!«

Ich musste lächeln. Für Kinder hatte ich ein besonders großes Herz. Wenn sie mit ihren kurzen Beinchen durch den Sand stapften oder ihre Fingerchen staunend nach einer Muschel ausstreckten, dann hätte ich ihnen stundenlang zusehen mögen. Doch für heute Abend hatte ich bereits aufregende Pläne. Verstohlen warf ich einen Blick auf die Uhr, doch die Zeiger schienen sich nur mühsam von der Stelle zu bewegen. Ein paar Minuten noch!

»Das Tor ist viel zu klein! Geh einen Schritt nach links … Das andere links …«

»Ich zeig dir, wie Schießen geht. Guck … du musst nur … Hoppla …«

Das Geräusch, als der Kinderschuh auf den Ball traf, hörte ich sogar vierzig Meter entfernt. Gebracht hatte es trotzdem nicht viel, wenn ich den Ball so ansah, der ganz gemächlich über den weichen Sand kullerte und vor meinen Füßen liegen blieb.

»Das ist Abseits!«

»Abseits von was?«

»Lass mich mal … Manno, Felix … He, wo ist der Ball?«

Ich hob ihn auf. Leuchtend rot war er, ein wenig feuchter Sand klebte an seiner Oberseite. Mit einem Lächeln hielt ich ihn in die Höhe, doch lange konnte ich mich nicht zusammenreißen. Wie ein Profi warf ich den Ball in die Luft, hart kam er auf meinem Fußrücken auf, dann schoss er wie der Blitz gen Himmel. Blöderweise nicht nur der Ball.

»Wohooooooo!«, jubelten die Kinder.

»Shit!«

Das hämische Kreischen der Lachmöwe, deren Silhouette durch das Abendrot schwebte, schien mein Missgeschick zu kommentieren. Beruhigend war vor allem eines: Egal, wie hoch man Dinge in den Himmel schoss, runter kamen sie immer. Und mein linker Schuh würde da keine Ausnahme machen.

»Toooooor!«, schrie jemand, doch ich war schon längst nicht mehr bei der Sache.

Priorität hatte gerade mein Ballerina-Schuh, doch alles, was ich von hier aus noch erkennen konnte, war eine Menge Wasser, das in die Luft spritzte, als er mit einem lauten Platsch aufkam.

»Ui«, machte ich erschrocken. Natürlich ahnte ich noch gar nicht, dass in diesem Augenblick mein großes Glück begann. Und zwar genau damit, dass ich jetzt, nach einem langen Arbeitstag in der Klinik, mit nur einem Schuh im seichten Wasser stand, meine linke Hand im Matsch wühlte und in meiner Handtasche etwas wartete, das für mich bald die Welt bedeuten sollte.

Glitzernd und eindrucksvoll rollten die Wellen heran, als ich den Schuh schließlich mit einem Schmatzen aus dem nassen Sand löste und unbeholfen den Dreck herunterklopfte. Barfuß war sowieso die bessere Lösung. Auch zur Abendstunde war es auf Spiekeroog noch warm genug, und ich liebte das Gefühl meiner nackten Füße auf dem sonnenwarmen Sand.

Nachdenklich kramte ich den Stein aus meiner Tasche. Erst vor knapp einer Woche hatte ich meine Arbeitsstelle auf dieser zauberhaften ostfriesischen Insel angetreten. Und schon seit meinem zweiten Arbeitstag fand ich immer wieder bunt bemalte Steine mit romantischen Botschaften darauf. Jeder von ihnen mit solcher Hingabe gestaltet, dass ich nun beschlossen hatte, dem Zauber des Inselsommers zu vertrauen.

Vor ein paar Tagen hatte ich den ersten Stein gefunden, in meinem Fahrradkorb. Es war ein mit Sonnenblumen verzierter Granit gewesen, darauf die Botschaft: Ich liebe dein Lachen. Ein zweiter, bemalt mit einer goldenen Krone, hatte bald darauf in meinem Briefkasten auf mich gewartet: Bleib, wie du bist, denn so bist du perfekt. Auch auf dem Stromkasten neben der Bäckerei hatte mir der unbekannte Steinkünstler eine Botschaft hinterlassen. Zwischen den Hälsen zweier knutschender Giraffen war zu lesen: Du hast die süßesten Grübchen der Welt!

Gestern hatte ich dann in meinem Lieblingscafé einen weiteren auf meinem angestammten Platz vorgefunden. Ebendieser Stein lag nun in meiner Hand. Geschwungene Buchstaben zierten die glatte Oberfläche: »Samstag, 19:30 Uhr, Weststrand. Ich freue mich auf dich …« Die schwarz skizzierte Zeichnung eines kleinen Männchens mit Knubbelnase kniete neben der Botschaft und hielt mir strahlend eine Rose entgegen.

»Sophie!«, hörte ich mit einem Mal jemanden rufen.

Ich hielt mir die Hand vor die Augen, um sie gegen das Licht der Abendsonne zu schützen. In der Ferne winkte jemand. Er war groß und hatte eine sportliche Silhouette.

»Hi!«, rief ich laut, um das Rauschen des Meeres zu übertönen, und ließ den Stein in meine Umhängetasche fallen.

Er war barfuß, genau wie ich. Die einsetzende Flut umspülte seine Füße, und der Wind, der vom offenen Meer her wehte, zerzauste sein dunkles Haar. Er trug ein weißes Hemd und beige kurze Hosen. An seinen Wangen ließen sich leichte Bartstoppeln erahnen, und seine dunklen Augen strahlten, als er näher kam.

Dann stand er plötzlich vor mir. »Schön, dass du da bist, Sophie.«

Verlegen versteckte ich meine schlammbenetzten Schuhe hinter dem Rücken und schenkte ihm ein breites Lächeln. Sicher war ich nicht, woher ich ihn kannte. Aber er sah gut aus. Verdammt gut sogar. Wenn ich nicht irrte, war er einer der Krankenpfleger in der Klinik. »Maaa…?« Fragend sah ich ihn an.

»…tthias.« Er grinste.

Ich musste lachen. »Richtig, Matthias.« Dafür, dass ich erst so kurz in der Kurklinik arbeitete und fast zwanzig Kollegen hatte, war ich mit den ersten zwei Buchstaben seines Namens gar nicht mal so schlecht.

»Endlich können wir uns näher kennenlernen.« Lächelnd streckte er mir seine Hand entgegen.

»Ähm«, machte ich errötend und strich mir den nassen Sand von den Fingern. Nur meine dezent in Apricot lackierten Nägel zeugten davon, dass ich ursprünglich gewaschen und sauber zu diesem Date hatte erscheinen wollen.

»Das sieht nach Spaß aus«, meinte Matthias lachend und drückte meine Hand trotzdem. »Wer auf Spiekeroog sauber bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen.«

»Bei Bällen und Kindern kann ich mich nicht zügeln.« Ich lächelte schief.

Matthias wies mit dem Kopf zu den Kindern hinüber, die wieder johlend spielten. Ein kleiner, vergnügt quietschender Junge stolperte nun unbeholfen auf uns zu. »Dann sollten wir dich ganz schnell aus der Reichweite der Bälle bringen, damit du nicht in Versuchung kommst.«

Seine Augen blitzten, als er mir seine Armbeuge anbot. »Darf ich bitten?«

Ich hakte mich unter und ließ mich von ihm über den Strand führen. Dass ich dabei meine Schlammreste auf seinem Hemd verteilte, schien Matthias nicht zu stören. Warm und weich spürte ich den Sand unter meinen Füßen, die feinen Haare auf Matthias’ Arm kitzelten auf meiner Haut. Unglaublich, dass ich mich schon jetzt in seiner Nähe so gut fühlte. Wir kannten uns schließlich kaum, und auch wenn er mich mit seinen kleinen Kunstwerken schon sehr berührt hatte, wollte ich ihn doch erst einmal richtig kennenlernen.

»Wie gefällt dir dein neuer Arbeitsplatz?«, fragte er.

»Ich habe das Meer direkt vor der Tür – und einen Kollegen, der mir Steine in den Weg legt –, was will man mehr?« Als ich ihm zuzwinkerte, lachte Matthias.

Mein Herz machte einen großen Hüpfer, wenngleich ich mich fragte, ob dieser Flirt von Dauer sein würde. Ich hatte schon das eine oder andere Strohfeuer erlebt.

Auf das Jahr Schwangerschaftsvertretung in der Nordsee-Niederlassung der Medicus-Klinik hatte ich mich unendlich gefreut. Sosehr ich den Bayerischen Wald als meine Heimat liebte, so willkommen war mir doch eine kleine Auszeit in der Nordseeluft. Aber sobald meine Kollegin aus dem Mutterschutz zurückkehrte, würde das Schwestern- und Pfleger-Team auf Spiekeroog wieder komplett sein. Dann hieße es für mich: Abschied nehmen. War es da klug, sich gerade jetzt auf eine beginnende Romanze einzulassen?

Ich schüttelte den Kopf und ermahnte mich, wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Ich wollte im Moment leben, und das in vollen Zügen.

Tief atmete ich die Seeluft ein und ließ mich von Matthias ein Stück weiter den Strand entlangführen.

»Mach es dir bequem.« Lächelnd wies er auf eine rote Picknickdecke. Zwei bestickte Kissen schienen bereits auf uns zu warten, Kerzen steckten im Sand, und auf einem kleinen, karierten Tüchlein standen eine Flasche Wein und ein wenig Gebäck bereit. Matthias zündete die Kerzen an.

»Du bist verrückt«, sagte ich und strahlte ihn an.

»Kann schon sein.« Er strich sich über seinen Dreitagebart und zwinkerte. »Aber es fühlt sich verdammt gut an.«

Süß war er auf alle Fälle. Er hatte sich so viel Mühe gegeben, und das, obwohl er mich noch nicht einmal kannte. Oder sollte ich vorsichtshalber sagen: weil er mich noch nicht richtig kannte?

»Woher hast du gewusst, dass ich kommen würde?«, fragte ich.

Seine dunklen Augen schienen direkt in mein Herz zu blicken. »Ich habe es gehofft.«

In meinem Bauch schien eine ganze Horde Schmetterlinge wach...

Erscheint lt. Verlag 25.5.2021
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte am • Autor • Belletristik • beste • Bestseller • Buch • Bücher • bücher für frauen • Bücher Liebesromane • Bücher romane • Buchladen • Deutsch • Deutsche • Dünenliebe • Ehefrau • Eifersucht • Erfolgsautor • Frauen • Frauenliteratur • Frauenroman • Freundin • für • Gegenwartsliteratur • Gemütlich • Geschichte • Geschichten • herzerwärmend • Herzog • Herzschmerz • hochzeitsromanze • im • immer • Immer wieder im Sommer • Inselleben • Inseln • Inselromanze • inselweg • Katharina • Katharina Herzog • Kleinstadtromanze • Küstenromane • küstenromantik • Küstenromanze • Leuchtturmliebe • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • liebesroman buch • liebesroman bücher • Liebesromane • Mädchen • Mama • Marie • Marie Merburg • Meer • Mein • Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg • merburg • Mutter • Muttertag • Ostseeträume • Roman • roman bücher • Romance • Romane • Romane für Frauen • Roman Frauen • Roman Meer • Romantik • romantisch • Romantische • Romantische Bücher • Schicksal • SIE • Sommer • Sommerflimmern • Sommerküsse • Sommerliebe • Sommerroman • Sommerromanze • Spiegel • Spiekeroog • Steine • Strand • Strandkorbliebe • Strandlektüre • Strandromanze • Top • Top-Titel • Urlaubslektüre • Urlaubsroman • Urlaubsromane • Urlaubsromane für Frauen • WIEDER • wunderbarer • Zeitgenössische • zweite-chance-liebesroman
ISBN-10 3-7499-5068-7 / 3749950687
ISBN-13 978-3-7499-5068-3 / 9783749950683
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von Wolf Haas

eBook Download (2025)
Carl Hanser (Verlag)
CHF 18,55

von Takis Würger

eBook Download (2025)
Diogenes Verlag AG
CHF 22,45