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Geschichten aus Nian

Selinqua Baruka

(Autor)

Buch | Softcover
296 Seiten
2021 | 1. Verlagsauflage
Hunter Verlag
978-3-947086-66-5 (ISBN)
CHF 19,90 inkl. MwSt
„Geschichten aus Nian: eine Fantasy-Märchen-Serie zum Lesen und Vorlesen. Bewahre den Mut und vertraue!“
Gibt es wirklich noch etwas, das mächtiger ist als ein Keysor? Welch Wahnsinn muss am Werke sein, um diese Frage nicht nur zu stellen, sondern auch zu beantworten? Weitere Nianianer finden in sich den Funken der Einheit mit sich selbst und allem, aus allen Teilen des Landes werden die Begabten von ihrer inneren Stimme gerufen und versammeln sich - oder ist dies in Wirklichkeit doch der Plan des listigen und verschlagenen Alleinherrschers des Landes Nian? Kann die Versammlung aller Klans verhindern, dass eine uralte Magie die Ordnung des Landes zerstört - oder ist das Treffen auf dem Thingsplatz etwa erst die Ursache dafür?

Der Autor, Paul M. Belt, wurde 1967 in Braunschweig geboren und ist Informatiker, Musiker (Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Handpan) und Familienvater. Seine privaten Interessen sind u.a. Quanten- und Astrophysik, Makroökonomie, Philosophie, Reiki, Rock- und Reggae-Musik, Musicals, Fotografie, und Cineastik. Er schreibt seit seinem 17. Lebensjahr Texte für eigene Lieder, seit 2004 auch kurze Geschichten und Gedichte auf Deutsch und erfindet schon sein gesamtes erwachsenes Leben lang Spiele, Märchen und Geschichten meist für Kinder aus seinem sozialen Umfeld. Die „Geschichten aus Nian“ sind seine ersten Veröffentlichungen.

[…] Nach dem Überqueren weiterer Wurzeln und dem Überklettern alten Bruchholzes traf Ron auf Sus, die sich ein wenig zurückfallen lassen hatte. „Es ist wirklich schön hier, aber auch ein wenig unheimlich, nicht wahr?“, sagte er gedankenverloren zu der jüngeren Bruka, die ihre glatten schwarzen Haare seit dem Betreten des Baumwaldes zusammengebunden hatte. „Unheimlich ist das falsche Wort“, erwiderte sie leise. Ron runzelte die Stirn. Er kannte sie zwar längst nicht so gut wie beispielsweise Ama, aber doch lange genug, um den beunruhigten Unterton in ihrer Stimme wahrzunehmen. „Sag, was meinst du damit?“, wollte er wissen. „Unruhe. Dies ist das, was hier herrscht“, antwortete Sus. „Der Fluss des Lichts zwischen den Bäumen ist anders als in den Baumwäldern, die ich bisher auf unserer Wanderung gesehen habe. Manchmal stoppt er unvermittelt, um dann ruckartig wieder einzusetzen.“ Sie wandte sich ihm zu, sah ihm ins Gesicht und ergänzte dann: „Diese Bäume sind in Aufruhr.“ Nun stutzte der Wächter und blieb mit einem Ausdruck von Beklommenheit im Gesicht stehen. „Und dann gehen wir einfach so unter ihnen hindurch? Weiß Ama davon?“ Sus nickte. „Sie hat vorhin versucht, eine der Buchen danach zu fragen. Jedoch hat sie keine Antwort erhalten.“ Ron begann erneut damit, einen Fuß vor den anderen zu setzen. „Wirklich nicht? Das hat es doch noch nie gegeben, oder? Haben die Federer vielleicht etwas herausfinden können?“ „Jana meinte, Lutz habe vorhin mit einigen Kräutern zu flüstern versucht. Je weiter wir in den Baumwald hineinkommen, desto weniger scheinen die kleinen Pflanzen dazu bereit zu sein, mit den Federern zu reden. Lutz sagte daraufhin wohl, es sei, als ob sie sich vor etwas fürchten würden.“ Eine Pause entstand. Bevor Ron aber weitersprechen konnte, rief Sus ein wenig lachend: „Pass auf, Wächter, sonst läufst du gegen den Sommersteinpilz!“ […] Die verstärkten Worte waren in der Weite der Kuppel noch nicht verhallt, als die beiden Gleiter und die vier Wandlerinnen verblüfft die Augen aufrissen. Brenner! Das war wirklich eine Überraschung! Niemals zuvor hatten sie ein Mitglied dieses rätselhaften Klans gesehen, immer nur davon gehört, zu was sie fähig sein sollten. Dies also waren die Menschen, die dem Keysor die furchtbaren Vernichtungswaffen zur Verfügung gestellt hatten, mit denen er dann das Land in Flammen hatte aufgehen lassen … Wut und Schmerz wallten in Dila auf, doch dies war nicht der richtige Zeitpunkt dafür, solche Gefühle herauszulassen. Wie gebannt starrte sie gemeinsam mit ihren Begleitern auf das Geschehen dort nahe dem hohen Felsen in der Mitte des Blätterdoms. Auch Lia hatte Mühe, sich zu beherrschen. Die gesamte Katastrophe auf der Mederebene ging in nicht unerheblichem Maße auf das Konto dieser Männer dort! Was hatten sie hier zu suchen? Menschen, die Gewalt und Zerstörung förderten, hatten doch wohl auf einem solchen Treffen nichts verloren! Glücklicherweise war ihr bewusst, welch unangenehme Folgen unkontrollierter Zorn haben konnte, also hielt sie sich zurück. Nur ihre fest aufeinandergepressten Lippen zeugten von ihrer Wut. Schließlich siegte aber ihre natürliche Offenheit über den Groll, so dass es ihr gelang, klar zu denken und zu sprechen. So waren Solt und die Wandlerinnen gleichermaßen aufmerksam, als ihre helle Stimme erklang: „Habt ihr das gesehen? Sagt mal, wie kann es denn sein, dass der Erste Lindenreiter seinen Bogen gegen die Brenner erhebt, wenn diese seinem Klan doch angeblich so sehr geholfen haben? Eigentlich kann das doch nur heißen, das er nicht wusste, dass sie kommen, oder? Ist er denn nicht der Vorsitzende des Things? Wie ist das möglich?“ […]

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie NIAN-ZYKLUS ; 6
Verlagsort Kiel
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 450 g
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Historische Romane
Schlagworte 10. Vorlesen • 1. Märchen • 2. kleine Helden • 3. sprechende Bäume • 4. Reiterklans • 5. Riesen • 6. spirituell • 7. romantisch • 8. kindgerecht • 9. Geschichten für die ganze Familie
ISBN-10 3-947086-66-0 / 3947086660
ISBN-13 978-3-947086-66-5 / 9783947086665
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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