Idiotenland (eBook)
224 Seiten
Yes-Verlag
978-3-96905-034-7 (ISBN)
Peter Grünlich ist gelernter Journalist (u.a. für 'Spiegel', 'Zeit', 'SZ'). Seine Bücher haben sich über 600.000 Mal verkauft und standen 240 Wochen lang auf der 'Spiegel'-Bestseller-Liste. Für dieses Buch hat er sich auf die Suche nach dem Blöden und Bösen gemacht. Er musste nicht lange fahnden.
Peter Grünlich ist gelernter Journalist (u.a. für "Spiegel", "Zeit", "SZ"). Seine Bücher haben sich über 600.000 Mal verkauft und standen 240 Wochen lang auf der "Spiegel"-Bestseller-Liste. Für dieses Buch hat er sich auf die Suche nach dem Blöden und Bösen gemacht. Er musste nicht lange fahnden.
Das hölzerne Grauen – Suche nach einer deutschen Übersetzung
Der Wunsch nach anglizistischer Bereicherung könnte auch damit zusammenhängen, dass die deutsche Sprache oft so hölzern und unschön klingt.
Die Gesellschaft für die deutsche Sprache hat ein deutsches Wort für »Handy« gesucht. Hier die noch schlimmeren deutschen Vorschläge, die allesamt verworfen wurden:
- Anrufli
- Calli
- Digifon
- Nervi
- Ohrly
- Porteko (portable Telekommunikationseinheit)
- Porty
- Protzfon
- Yuppielutscher
Phrasen statt denken
Von Generation zu Generation sagen Eltern dieselben einfallslosen Sprüche. Hier die Klassiker der Ermahnungen, mit denen im Elternhaus regiert wird.
Abends kommst du nicht ins Bett und morgens nicht raus.
Als ich in deinem Alter war …
Bevor die Hausaufgaben nicht gemacht sind, gehst du nicht aus dem Haus.
Dafür bist du noch zu klein.
Da waren die Augen wieder größer als der Mund.
Da werden wir noch ganz andere Seiten aufziehen.
Dann weht aber ein anderer Wind.
Das hat ein Nachspiel.
Das Haus verliert nichts.
Das heißt »Wie bitte?«.
Das Maß ist voll.
Das sieht hier ja aus wie bei den Hottentotten (oder wie bei Hempels unterm Sofa).
Dass du dich nicht schämst!
Deine Ohren sind so dreckig, da kann man ja Radieschen drin säen.
Der Klügere gibt nach.
Draußen scheint die Sonne und du sitzt vor dem Fernseher / am Computer.
Du bekommst noch viereckige Augen vom vielen Aufden-Bildschirm-Schauen.
Du bist aber nicht »die anderen«!
Du bringst mich noch zur Weißglut!
Du denkst wohl, du bist hier im Hotel?
Du hast doch schon deinen Vater gefragt und der hat »Nein« gesagt …
Du lernst nicht für mich / für die Schule, sondern fürs Leben.
Du stinkst ja vor Faulheit.
Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen.
Finger aus’m Mund!
Frag Papa, ich sag auf jeden Fall Nein.
Fräulein, mit dir hab ich noch ein Hühnchen zu rupfen!
Gegessen wird, was auf den Tisch kommt.
Gleich fällt der Watschnbaum um!
… gleich gibt’s Popoklatsche mit Anlauf.
Hier sieht’s aus, als hätte ’ne Bombe eingeschlagen!
Ich bin doch nicht deine Putzfrau.
Ich hätte mich nie getraut, so mit meiner Mutter zu reden.
Ich hoffe, du bekommst später mal einen Sohn / eine Tochter, die genauso wird wie du.
Ich komme in einer Viertelstunde wieder und dann ist das Zimmer pi-cco-bel-lo!
Ich musste mir damals das Zimmer mit meinem Bruder teilen.
Ich sag’s dir noch einmal im Guten.
Ich will jetzt nichts mehr hören!
Ich zähl jetzt bis drei, dann …(drohend) eeeeeeiinnnnss … (noch drohender) zweeeeeeeiiii …
Ihr habt ja keine schlechten Zeiten mitgemacht.
Ihr wisst ja gar nicht, wie gut ihr es habt.
Immer nur haben, haben, haben!
Iss, damit du groß und stark wirst.
Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.
Jetzt denk doch mal mit.
Jetzt spuck mal nicht so große Töne.
Jetzt wirds mir langsam zu bunt.
Keine Widerrede!
Kind, wir meinen es doch nur gut mit dir …
Kippel nicht so mit dem Stuhl rum!
Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort.
Lange schau ich mir das nicht mehr an.
Lass doch mal frische Luft rein!
Lies mal ein Buch!
Mach mal die Augen zu, dann siehst du, was deins ist!
Mach nicht so einen krummen Rücken!
Mein lieber Freund und Kupferstecher …
Mit dem Essen spielt man nicht.
Mit nackten Fingern zeigt man nicht auf angezogene Menschen.
Mit vollem Mund spricht man nicht.
Na also, geht doch …
Nach dem Klo und vor dem Essen Händewaschen nicht vergessen.
Nachtisch gibts erst, wenn du aufgegessen hast.
Ne Ansichtskarte hättest du ja wenigstens mal schreiben können.
Nicht, solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst.
Nimm den Löffel zum Mund und nicht den Mund zum Löffel.
Nimm dir mal ein Beispiel an …
Nimmst du wohl die Füße vom Tisch!
Rufst du an, wenn du da bist?
Schling nicht so.
Schon wieder barfuß, wundere dich nicht, wenn du nachher erkältet bist.
Setz dich gescheit hin.
Sitz ruhig beim Essen.
So gehst du mir nicht aus dem Haus.
So haben wir nicht gewettet, Freundchen.
… sonst bringen wir euch ins Kinderheim und holen uns neue Kinder.
(Mutter zum Vater:) Sprich mal ein Machtwort!
Und ab die Post!
… und in Indien (wahlweise Afrika) verhungern die Kinder.
Vergiss deinen Turnbeutel nicht.
Was bis 12 Uhr nicht aufgeräumt ist, verschenk ich ans Rote Kreuz.
Was sollen denn die Nachbarn denken?
Wenn dein Kopf nicht angewachsen wäre, hättest du ihn längst verloren.
Wenn du das noch mal machst, kommst du ins Internat.
Wenn du etwas möchtest, dann sag das Zauberwort.
Wenn du nicht aufisst, scheint morgen die Sonne nicht.
Wenn du nicht brav bist, nehme ich dich nicht mehr mit.
Wenn ich aufstehen muss, knallt es!
Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.
Wer nicht hören will, muss fühlen.
Wie oft soll ich das noch sagen?
Wir sind jeden Sonntag mit den Eltern in die Kirche gegangen, da gab es kein »Ich hab keine Lust«.
Woanders müssen die Kinder viel mehr im Haushalt helfen.
Zähne putzen, ausziehen, ab ins Bett!
Zieh die Hose hoch!
Zieh saubere Unterwäsche an, denn du könntest einen Unfall haben, und was würden dann die Ärzte denken.
Muttis kluge Ratschläge
Dazu kommen natürlich die Ratschläge, die unsere Mütter in zehnter Generation geerbt und vermutlich nie hinterfragt haben, denn so manches ist blanker Unsinn.
Auf Obst trinkt man kein Wasser.
Bonbons darfst du nicht beißen, sonst ruinierst du dir die Zähne.
Bei einem Gewitter: Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen.
Heb das nicht auf, da hat ein Hund drangepinkelt.
Hüte dich vor Hornissen - drei Stiche können tödlich sein!
Hunde, die bellen, beißen nicht.
Iss kein warmes Brot, sonst bekommst du Bauchweh.
Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann.
Kartoffeln machen nicht dick.
Knabber nicht an den Fingernägeln, die wachsen dann nie mehr nach.
Knacke nicht mit den Gelenken, sonst werden sie steif.
Lies nicht im Dunkeln, sonst verdirbst du dir die Augen.
Man braucht täglich wenigstens eine warme Mahlzeit.
Pilze/Spinat darf man nicht aufwärmen.
Schiele nicht absichtlich, sonst bleibt dir das.
Schluck den Kaugummi nicht runter, der verklebt den Magen.
Tiefgefrorenes darf man nach dem Auftauen auf keinen Fall wieder einfrieren.
Wenn man seine Zigarette an einer Kerze anzündet, stirbt ein Seemann.
Zieh deine Nase nicht hoch, das verklebt das Gehirn.
Zieh nicht immer solche Grimassen, sonst bleibt das Gesicht so.
Zu viele Eier sind ungesund.
Nicht auszurotten – typische Fragen von Müttern
Hast du dir das auch gut überlegt?
Ist das zu viel verlangt?
Mit wem triffst du dich denn jetzt schon wieder?
Schämst du dich denn gar nicht?
Soll ich Papa holen?
Und was ist der Dank?
Warum nicht gleich? Muss man mit euch immer erst schimpfen?
Was bildest du dir eigentlich ein?
Wenn der X aus dem Fenster springt, tust du es dann auch?
Wer hat dir denn diesen Floh ins Ohr gesetzt?
Wer fährt? Trinkt der auch nicht?
Wie lange dürfen die anderen denn?
Wo willst du denn um diese Zeit noch hin?
Deppendeutsch
Hier sind sie: die dummen Wortspiele, Phrasen und Sprüche, die keiner mehr ertragen kann, aber die dennoch nie aussterben werden:
Alles cool in Istanbul?
Alles fesch in Marrakesch?
Alles fit im Schritt?
Alles glatt in Islamabad?
Alles klar in Nicaragua?
Alles klärchen!
Alles Roger (Whittaker)?
Andersrum wird 'n Schuh draus.
(In Social Media) Anzeige ist raus.
Arsch mit Ohren
Au reservoir (statt: Au revoir)!
Bis baldrian!
Bis Danzig!
Bon giorno, John Porno!
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Dagegen bin ich algerisch.
Das geht auf keine Kuhhaut.
Das hältste im Kopf nicht aus!
Das ist abgefahren!
Das ist das Einzigste …
Das kann doch nicht Warstein!
Das kannste knicken.
Das kannste mit mir nicht machen.
Das Leben ist kein Ponyhof!
Gefickt eingeschädelt.
Geht das zusammen oder getrennt?
Geht nicht, gibt’s nicht!
Geht nichts drüber.
Gute Frage, nächste Frage.
Hätte, hätte, Fahrradkette
Hallöchen Popöchen!
Hammerhart!
Hau rein!
Holla, die Waldfee!
Ich geh noch mal für kleine Königstiger.
Ich lach mich weg!
Ich sach ma …
Immer locker durch die Hose atmen. Is halt so.
Ist gebongt.
Ja gut, ich würd sagen … so ist das Leben!
Jeder, wie er’s braucht.
Jetzt ist Ende Gelände.
Kein Thema!
Kommt nicht in die Tüte.
Leg dich wieder hin (am Ende eines...
| Erscheint lt. Verlag | 18.4.2021 |
|---|---|
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Comic / Humor / Manga ► Humor / Satire |
| Schlagworte | aktuell • albernes Buch • Analyse Deutschland • Argumente • Bestseller aktuell • Blöd • brisant • buch deutschland • buch lustig • Buch Spaß • Buch Unterhaltung • Corona • Covid • covidioten • Debatte • Demokratie • Deutsch • Deutschland • Deutschland Deppenland • Deutschland verdummt • Dichter und Denker • Diskussion • Enthüllung • Ereignisse • Facebook • Gegenwart • Geschenk • Geschenk Spaß Buch • Gesellschaft • Gesellschaftskritik • Hildmann • Humor • Idioten • Innere Sicherheit • Kritik • Kritisch • Links • Literatur • lustig • lustiges Buch • lustiges Geschenk • Mann • Männer • Naidoo • Neuerscheinung • Niedergang • Niveau • Parodie • peinlich • Peter Grünlich • Politik • Politiker • politisch • Prominente • Querdenker • rechts • Sachbuch • Soziale Medien • Spass • Staat • Twitter • unnützes Wissen • Untergang • Unterhaltung • Verschwörung • Verschwörungstheoretiker • Verschwörungstheorien • Wendler • Wissen Deutschland • Witze • witzig • youtube |
| ISBN-10 | 3-96905-034-0 / 3969050340 |
| ISBN-13 | 978-3-96905-034-7 / 9783969050347 |
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