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SKYLAND III (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
230 Seiten
tolino media (Verlag)
978-3-7394-5542-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

SKYLAND III -  Ruth Herbst
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Patrizia erwacht schwer verletzt im Krankenhaus und kann sich anfänglich nicht mehr an das Erlebte erinnern. Doch nach und nach kommen die Erinnerungen zurück. Patrizia wird nun klar, dass die Bösen immer noch ihr Unwesen auf der Erde treiben und sie diesem ein Ende bereiten muss. Doch dazu braucht sie die Hilfe der Skyländer. Doch wo stecken die Skyländer? Und weshalb stellt ihre zuständige Ärztin im Spital ihr so seltsame Fragen? Ehe Patrizia sich versieht steckt sie schon wieder Mitten im Kampf gegen die Bösen.

Ruth Herbst lebt und arbeitet in der Schweiz. SKYLAND III ist der dritte Teil der Skyland Trilogie.

Ruth Herbst lebt und arbeitet in der Schweiz. SKYLAND III ist der dritte Teil der Skyland Trilogie.

Kapitel 1


Langsam schlug ich die Augen auf. Doch ich schloss sie sofort wieder. Die Helligkeit brannte in meinen Augen. Herrje, wie das Licht schmerzte! Als hätte ich nicht sonst schon genug Schmerzen! Wieder öffnete ich sie. Nur einen Spalt breit, um mich ans Licht zu gewöhnen. Ich fühlte mich wie in Watte gepackt. Meine Ohren schienen verstopft, mein Körper taub, gefühlslos. Nur meine Augen nahmen nun alles klar wahr. Ich lag in einem Raum. Ganz alleine. Als ich mich genauer umsah, bemerkte ich, dass es ein Krankenzimmer war. Aber wie war ich hierhergekommen? Ruhig lag ich da und versuchte zu verstehen was geschehen war. Doch mein Hirn war auch in Watte gepackt. Da ging im Moment gar nichts. Also schloss ich wieder die Augen und versuchte mich zu entspannen. Das war natürlich nicht möglich. Wie auch? Da lag ich in einem Krankenzimmer, ganz alleine, und hatte keine Ahnung wie ich hierhergekommen war. Überhaupt, ich hatte ja nicht mal eine Ahnung was geschehen war. Den Schmerzen nach musste es etwas Schlimmeres gewesen sein. Vielleicht ein Autounfall? Ob mein armes Auto nun Schrott war? Das wäre zu traurig. Hoffentlich hatte ich niemanden tot gefahren. Das wäre nämlich noch trauriger. Nein, einen Autounfall hatte ich nicht. Davon war ich fast 100% überzeugt. Was kam dann sonst noch in Frage? Eigentlich gab es eine ganz einfache Lösung um das herauszufinden. Ich griff nach dem Rufknopf für die Krankenschwester. Ich hatte ihn kaum losgelassen, als es schon an der Türe klopfte. ‚Knocking on heaven’s door‘ ging es mir durch den Kopf und ich wollte ‚herein‘ rufen, doch meine Stimme machte keinen Wank. Die war auch in Watte gepackt. ‚Funktioniert bei mir eigentlich überhaupt noch etwas?‘ dachte ich gefrustet. Zum Glück wartete die Person vor der Tür gar nicht auf ein ‚herein‘, sondern kam unaufgefordert rein. Es war eine etwa 40jährige, etwas übergewichtige, sehr sympathisch scheinende Frau. „Frau Waidmeyer, sind Sie wach?“ fragte sie mich überrascht. ‚Nein, ich liege hier nur mit offenen Augen etwas herum und spiele mit dem Rufknopf‘ hätte ich gerne geantwortet. Hätte, wenn meine Stimme funktioniert hätte. Mit schnellen Schritten kam sie auf mich zu. „Ich bin Doktor Mahler“, stellte sie sich vor und strich mit der Hand über meine Stirn, was irgendwie mütterlich rüberkam. „Wie geht es Ihnen? Ihre Eltern werden froh sein, zu sehen dass Sie wieder wach sind. Nun sind Sie endlich über dem Berg.“ Über welchem Berg sollte ich sein? War ich mal hinter dem Berg gewesen? Dann musste es dort ziemlich strub gewesen sein, denn über dem Berg war auch nicht gerade lustig. „Können Sie sprechen?“ bohrte sie weiter, da ich noch keinen Mucks von mir gegeben hatte. Was für eine blöde Frage. Ich hätte sicher schon lange geantwortet, wenn es mir möglich gewesen wäre. Zumindest hätte ich sie gebeten, etwas leiser zu sprechen. Ihre Stimme dröhnte nämlich durch das Zimmer und hämmerte wütend auf meinen Kopf ein. Ich schüttelte den Kopf. Hatte zumindest das Gefühl es zu tun. Ob er mir auch gehorchte, konnte ich nicht sagen. Den Schmerzen nach würde ich sagen ja. Ja tatsächlich, ich hatte den Kopf geschüttelt, denn Frau Doktor Mahler meinte in einer Lautstärke als wäre ich taub und nicht stumm, „das kommt schon wieder. Sie brauchen jetzt einfach viel Zeit. Aber zusammen packen wir das. Und Ihre Freunde werden Ihnen auch helfen. Sie haben tolle Freunde. Jeden Tag waren sie hier. Und Ihre Eltern erst. Wunderbare Menschen.“ Dann schwieg sie wieder und in meinem Kopf hallte immer wieder wie ein Echo der Satz, ‚wunderbare Menschen‘ nach. Nun hatte ich bei ihnen im Büro meine Stelle angetreten und jetzt fiel ich bereits das erste Mal aus. Das würde ja noch lustig werden mit mir. Müde schloss ich die Augen und hoffte, die gute Frau Doktor würde mich wieder verlassen. Da ich sie nichts fragen konnte und sie nicht von sich aus etwas zu meinem Zustand erklärte, brauchte ich sie nicht mehr. Glaubte sie vielleicht, ich wüsste noch was geschehen war? Wieso ich hier lag? Und vor allem, glaubte sie allen Ernstes, nachdem ich seit etwa zehn Minuten wieder bei Bewusstsein war, dass ich wusste welche Blessuren ich hatte? Den Schmerzen nach zu urteilen war mein ganzer Körper eine einzige offene Wunde. Aber das konnte ich mir nicht vorstellen. Also musste es sonst etwas sein. Über all diesen Gedanken musste ich eingeschlafen sein, denn als ich wieder zu mir kam, war es angenehm dunkel im Zimmer. Und niemand der mich mit seinem lauten Sprechorgan volllaberte. Müde lag ich da. Wie lange ich wohl schon hier war? Ich versuchte mich zu räuspern, was gar nicht mal so schlecht klappte. Dann versuchte ich ins leere Zimmer zu sprechen. Das hingegen klappte noch nicht. Also schloss ich wieder die Augen und hoffte auf Schlaf, der mich bald darauf übermannte. Beim nächsten Erwachen war es wieder hell. Jemand war da. Ich spürte es sofort. Einen Moment packte mich eine ungewöhnliche Panik, doch die liess sofort nach als ich die Stimmen meiner Eltern hörte. Langsam öffnete ich die Augen und blickte sie dann an. Gerührt standen sie am Bett. Meine Mutter umarmte mich stürmisch und mein Vater fauchte sie an, „hei, nicht so heftig! Die Verletzungen die sie hat reichen im Moment total!“ Trotzt der Schmerzen die sie mir verursachte, genoss ich es in ihren Armen zu liegen. Am liebsten hätte ich sie gar nicht mehr losgelassen. Doch irgendwann war die Kuschelstunde zu Ende. Sie setzte sich hin, hielt jedoch weiter meine Hand. Mein Vater stand etwas verlegen abseits. Gerne hätte ich ihm gesagt, dass er sich doch auch setzen solle. Doch es ging immer noch nicht. Schweigend sassen sie einfach da. Auch sie erzählten nichts davon was geschehen war und was für Verletzungen ich hatte. Durch lautes Klopfen an der Türe wurden wir aufgeschreckt. Auf das ‚ja?‘ von meinem Vater stürmten meine Freunde herein. Was war das für eine Freude sie zu sehen. Alle waren da. Jens, Markus und Regula, Paula und Andreas. Und alle sprachen durcheinander. Jens: „Patrizia, wie schön dass du wach bist.“ Regula, natürlich, „wir haben uns solche Sorgen gemacht.“ Andreas: „was machst du nur für Sachen.“ Paula, „Mann, war das eine schlimme Zeit. Wir hatten echt Angst um dich.“ Markus, scherzhaft, „mach so was nie mehr, verstanden? Unsere Nerven werden um dich herum ganz schön strapaziert.“ Gerührt hörte ich dem wilden Durcheinander zu. Ich konnte gar nicht glauben, dass sie alle da waren. So viele Freunde! Noch nie in meinem Leben hatte ich so viele Freunde auf einmal gehabt. Wie gerne hätte ich etwas geantwortet. Ihnen gedankt, dass sie gekommen sind. Dass sie für mich da waren. Doch es ging nicht. Alle nahmen mich kurz in den Arm und drückten meine Mutter regelrecht zur Seite, die mir fast etwas Leid tat. Doch als ich den Blick in ihren Augen sah, wusste ich, dass sie sich genauso freute wie ich, dass ich so tolle Freunde hatte. Und dann schwiegen alle verlegen. Sie merkten dass ich nicht antwortete, dass ich ihre Umarmung nicht richtig erwiderte. Das kommt schon wieder, habt nur etwas Geduld, wollte ich ihnen Mut machen. Doch ich schwieg. Taktvoll wie meine Eltern waren, verliessen sie nun das Zimmer und liessen uns alleine. Regula und Paula setzten sich sofort zu mir ans Bett. Die Männer standen herum, genau wie mein Vater zuvor. „Hei Patrizia, kannst du sprechen?“ fragte mich Regula behutsam. Wieder schüttelte ich den Kopf, was nun schon ganz gut klappte. Besorgt schaute sie mich an und sagte, obwohl sie es dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen nicht so meinte, „das kommt bald wieder. Es braucht nur Zeit. Du bist nun mal sehr schwer verletzt worden.“ Was ist denn geschehen? wollte ich endlich wissen, doch fragen konnte ich es nicht. Und erzählen wollte sie es mir auch nicht. Herrje, wie lange musste ich denn noch im Ungewissen bleiben? Alle erzählten irgendetwas Alltägliches, nur nicht das, was ich wirklich wissen wollte. Jens erzählte, dass er zur Zeit sehr wenig zu tun hätte. Der Beginn der Sommerferienzeit merke man halt schon. „Ja bei uns auch“, stimmte ihm Paula zu. „Nur bei uns ist wie immer die Hölle los“, erwiderte Markus lächelnd. „Zum Glück habe ich bald Ferien. Dann können Regula und ich in Italien ein paar Tage so richtig ausspannen.“ „Ja, Ende dieser Wochen verreisen wir. Und jetzt, da du auf dem Weg zur Besserung bist, können wir auch viel ruhiger gehen. Ich weiss nicht, ob ich sonst hätte fahren können“, meinte die gutherzige Regula. „Bei uns ist auch viel los. Du weisst ja, dass die Sicherheitsbranche immer zu tun hat. Je länger je mehr“, gab auch noch Andreas seinen Senf dazu. Ja das wusste ich, immerhin hatte ich mal mit ihm zusammen gearbeitet, bis er mich rausgemobbt hatte. Nicht mit böser Absicht, aber trotzdem. Es tat jetzt noch weh daran zu denken. Natürlich lange noch nicht so sehr, wie ich körperliche Schmerzen hatte. Zum Glück hatten sie nachgelassen, aber ich spürte sie immer noch. Na ja, immerhin spürte ich noch etwas. Von einem zum anderen schauend, hörte ich ihnen aufmerksam zu. Erst jetzt bemerkte ich, wie beruhigend es war, so alltägliche Dinge zu hören. Es lenkte mich gut ab. Doch nach einer Weile wurde ich unglaublich müde und schloss erschöpft die Augen. Als meine Freunde bemerkten, dass ich vor mich hindöste, schlichen sie leise aus dem Zimmer. Als ich wieder erwachte war es wieder dunkel im Zimmer. Nun übte ich zu sprechen. Nach und nach gelang es mir immer besser. Zuerst war es nur ein Krächzen, doch schon bald sprach ich mit mir selber ellenlange Dialoge. Natürlich kam ich mir ein bisschen behämmert vor, wie ich da in diesem dunklen Zimmer mit mir selbst plauderte. „So, jetzt geht es wieder mit dem Sprechen. Das braucht einfach seine Zeit. Es lag gar nicht an den Stimmbändern oder sonst was, ich hatte...

Erscheint lt. Verlag 6.6.2019
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Fantasy • Romance • Romantik • Spannung
ISBN-10 3-7394-5542-X / 373945542X
ISBN-13 978-3-7394-5542-6 / 9783739455426
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