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Cheetah Manor - Das Geheimnis des Panthers (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019
via tolino media (Verlag)
978-3-7394-5636-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Cheetah Manor - Das Geheimnis des Panthers - Melissa David
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''Du kannst sie nicht wie einen Vogel in einen goldenen Käfig stecken. Sie ist ein Raubtier, sie muss frei sein und die Chance haben, sich auszuprobieren.'

Rayna, die Jüngste der Morgan-Geschwister, ist froh, den heimtückischen Angriff auf Cheetah Manor überlebt zu haben. Dennoch gelingt es ihr nicht ganz, in den Alltag zurückzufinden. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihr ältester Bruder sie heimlich überwacht, flieht sie vor ihm. Um zu verhindern, dass ihre Familie sie zurückholt, schließt sie sich Ethan Washington, Anwalt und bester Freund ihres großen Bruders, heimlich an und folgt ihm ins Ausland. Dabei ahnt sie nicht, dass auch Ethan seine Geheimnisse hat und er gerade dabei ist, den Mörder ihres jüngsten Bruders zu jagen.
Die Fortsetzung der packenden Gestaltwandlergeschichte voller Magie und Geheimnisse.

Jedes Buch ist in sich abgeschlossen.

Die abgeschlossene Reihe im Überblick
Cheetah Manor - Das Erbe (Band 1)
Cheetah Manor - Das Geheimnis des Panthers (Band 2)
Cheetah Manor - Der Schwur der Indianerin (Band 3)


Ich schreibe Bücher, die dein Herz berühren und dich in fantastische Welten abtauchen lassen.<br> Melissa David wurde 1984 in einem historischen Städtchen in Bayern geboren. Lange bevor sie schrieb, hatte sie den Kopf schon voller Geschichten. Seit 2015 ist sie als Selfpublisherin unterwegs.<br> Der enge Kontakt zu ihren Lesern ist ihr eine Herzensangelegenheit, die sie über Facebook, ihren Blog und den zweiwöchentlichen Newsletter pflegt. <br>

Kapitel 3



Da es vor dem Club immer so voll war, hatte Rayna den Taxifahrer gebeten, sie etwas früher aussteigen zu lassen. So musste sie zwei Straßen laufen, nur um dann zu erkennen, dass die Schlange vor dem Nachtclub noch länger war als erwartet. Doch das Taxi war bereits weitergefahren. Rayna stellte sich an und wartete. Immer mehr Menschen standen hinter ihr. Am Eingang schien es kaum voranzugehen.

„So etwas Blödes“, regte sich ein dünnes Mädchen lautstark auf, das ein paar Meter hinter ihr stand. „Ist der Club wegen Überfüllung geschlossen?“

Ihre Begleiter versuchten sie zu beruhigen. Schließlich marschierte die Gruppe davon.

Rayna sah sich unsicher um. Immer wieder verließen entnervte Wartende die Schlange. Rayna rutschte zwar weiter nach vorne, war aber noch immer weit vom Eingang entfernt.

Langsam stiegen Zweifel in ihr auf. Wie dumm war sie eigentlich? Das Geld, das von der Taxifahrt übrig geblieben war, reichte gerade noch für den Eintritt in den Club, jedoch nicht mehr für die Rückfahrt mit dem Taxi. Weder Busse noch Straßenbahnen fuhren um diese Uhrzeit. Rayna hatte absolut keine Lust, durch das nächtliche New Orleans zu laufen. Also verharrte sie weiter in der Schlange und hoffte darauf, dass es endlich weiterging. Gelangweilt blickte sie sich um. Die meisten waren zu zweit oder in größeren Gruppen hier und unterhielten sich. Rayna verschränkte schützend die Arme vor der Brust und trat von einem auf den anderen Fuß. Sie fühlte sich unwohl hier, so ganz allein. Niemand, den sie kannte, niemand, mit dem sie sich unterhalten konnte, um wenigstens die Zeit zu vertreiben.

„Hi“, sprach sie plötzlich jemand von hinten an.

Rayna drehte sich erschrocken um. Hinter ihr stand eine Frau, ein wenig älter als sie selbst. Lange dunkle Haare fielen ihr über die Schultern. Sie überragte Rayna um einen ganzen Kopf. Die dicken dunkelrot geschminkten Lippen zogen Raynas ganze Aufmerksamkeit auf sich.

„Sorry. Ich wollte dich nicht erschrecken. Ich bin Beatrice.“ Der dunkelrote Mund verzog sich zu einem Lächeln. „Bist du allein hier?“

Raynas Blick huschte nach rechts und links. Niemand schien sie zu beobachten. Langsam nickte sie.

„Echt schade, dass der Club schon voll ist. Aber die Nacht ist noch jung. Hast du Lust, mit ein paar Mädchen auf eine richtig coole Party zu gehen?“

Vorsichtig blickte sich Rayna um. Wer war die Frau? Was wollte sie von ihr?

„Nicht so ein lahmer Schuppen wie hier. Eine anständige Party mit erwachsenen Männern, die richtig Kohle haben.“

Rayna zögerte. Aber schließlich war sie hergekommen, um Spaß zu haben, zu feiern, zu trinken und um Männer kennenzulernen. Richtige Männer, keine Milchgesichter. Je länger sie über das Angebot nachdachte, umso verlockender erschien es ihr. Aber konnte sie der Frau trauen?

„Was kostet der Spaß?“, erkundigte sich Rayna, konnte ihr Interesse nicht ganz verbergen.

Beatrice lächelte. „Hast du schon etwas von der Starlight-Agentur gehört?“

Rayna nickte. Alice hatte ihr davon erzählt. Dort konnte man hübsche Mädchen für Partys oder Empfänge buchen. Rayna hatte nur nicht gedacht, dass die Agentur die Mädchen vor den Clubs einsammelte.

Beatrice reichte ihr eine Visitenkarte. „Ich bringe dich kostenlos auf eine Party. Die Getränke dort sind teuer, aber wenn du den Männern ein paar Freiheiten zugestehst, werden sie gerne bereit sein, dich einzuladen.“

Freiheiten? War es nicht genau das, was sie wollte? Fremden Männern ein paar Freiheiten zugestehen? Endlich etwas wagen? Nun, sie war nicht die Geübteste darin, aber es sollte doch nicht so schwer sein, angetrunkene Männer um den Finger zu wickeln. Sicher fand sie dort einen netten Kerl, mit dem sie sich amüsieren konnte.

Rayna ließ den Blick abwechselnd zwischen Beatrice und dem Club hin und her schweifen. Die Chancen, dass sich die Türen öffneten und die Türsteher sie einließen, standen gleich null. Der nächste Club war mindestens eine halbe Meile entfernt. Beatrice sah vertrauenserweckend aus, die Visitenkarte wirkte echt und von der Starlight-Agentur hatte sie nur Gutes gehört.

„Na, was ist? Die Mädels dort drüben kommen auch mit.“ Beatrice deutete mit einem Kopfnicken zur Seite. Dort standen drei junge Frauen etwas abseits und unterhielten sich aufgeregt.

Jetzt musste sich Rayna entscheiden. War sie bereit, ein Risiko einzugehen?

Sie lächelte Beatrice an. „Danke für die Einladung. Ich freue mich auf die Party.“

Die erwiderte das Lächeln. „Wunderbar. Dann los!“

Rayna trat aus der Schlange und folgte Beatrice, die sie zu den anderen führte.

„Ist es weit?“, fragte sie skeptisch und befürchtete, dass sie einen längeren Fußmarsch in den High Heels nicht überstehen würde.

Beatrice drehte sich im Laufen zu ihr um. „Nicht wirklich, aber wir werden abgeholt.“

Rayna blieb keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, denn sie erreichten die anderen Mädchen.

„Meine Damen“, verkündete Beatrice strahlend. „Darf ich euch miteinander bekannt machen.“ Sie deutete auf das Mädchen neben sich.

„Thordis?“

Verneinend schüttelte die Blonde mit den kinnlangen Haaren den Kopf. „Tamara.“

„Tamara“, wiederholte Beatrice und lächelte die Blonde entschuldigend an. „Carolin“, fuhr sie fort und deutete auf eine hübsche Afroamerikanerin. „Mia.“ Die langbeinige Brünette nickte.

„Und wie heißt du?“

„Rayna.“

„Wunderbar, dann kennen wir uns jetzt.“ Beatrice klatschte in die Hände. „Lasst uns fahren!“

Rayna wollte sich gerade nach einem Taxi umsehen, zumindest hatte sie damit gerechnet, dass sie so von hier fortkommen würden, als eine schwarze Stretchlimousine neben ihnen hielt. Beatrice öffnete die Tür und winkte die Mädchen zu sich. Mit großen Augen drängten sie näher. Carolin machte den Anfang, dann folgten Mia, Tamara und schließlich Rayna. Beatrice war die Letzte und zog die Tür hinter sich zu. 

Rayna und die anderen staunten nicht schlecht. Sie saßen auf einer langgezogenen Lederbank, die mehr einer gemütlichen Couch glich. Ihnen gegenüber befand sich eine Minibar.

„Bevor es richtig losgeht, benötige ich noch eine Unterschrift von euch.“ Sie reichte jeder von ihnen ein paar Papiere. Das Licht in der Limousine ließ zu wünschen übrig. Das Logo der Agentur war gut lesbar, aber bei dem klein geschriebenen Text verschwammen die Buchstaben vor Raynas Augen.

„Bitte tragt euren Namen ein und unterschreibt. Es geht nur darum, dass die Agentur für nichts, was ihr auf der Party tut, verantwortlich gemacht werden kann.“

Carolin griff als Erste nach dem Kugelschreiber, trug ihren Namen ein, setzte ihre Unterschrift darunter und reichte die Papiere strahlend an Beatrice zurück. Mia und Tamara folgten Carolins Beispiel. Rayna versuchte zwar ein paar Zeilen zu lesen, gab aber schließlich auf. Nach ihrem Ermessen ging es wirklich nur um eine Absicherung der Agentur. Sie füllte das Formular aus und gab es zurück.

Die Mädchen plauderten entspannt und Rayna ließ sich davon anstecken.

Beatrice räumte die Papiere fort und öffnete die Minibar, um eine Flasche Champagner und Gläser zum Anstoßen zu holen.

Die Vorfreude auf die Party wuchs.

„Auf einen wunderbaren Abend.“

Sie prosteten sich zu, und Rayna nahm einen großen Schluck. Alles fühlte sich wie in einem Traum an. Zu schön, um wahr zu sein. Es war die beste Entscheidung des Abends, mit Beatrice mitzugehen. Rayna fühlte sich rundum wohl. Der Champagner schmeckte gut, war nicht zu herb und prickelte angenehm in der Kehle.

„Wo geht es denn hin?“, fragte Tamara neugierig.

„Auf eine Yacht“, erklärte Beatrice geheimnisvoll.

„Eine Yacht?“, quietschte Carolin vergnügt und hielt sich an Mia fest. Die beiden sahen sich an und brachen in lautes Gekicher aus.

Die Stimmung war ausgelassen. Nur zwei Gläser Champagner lang dauerte die Fahrt.

Dann hielt die Limousine an. Beatrice öffnete die Tür und kletterte als Erste ins Freie. Rayna folgte ihr. Eine kühle Brise schlug ihr entgegen und ließ sie einen Moment frösteln. Sie musste sich am Wagen festhalten, denn die Umgebung schwankte ein wenig. Vor sich sah Rayna das Meer. Nicht weit von ihnen lagen die ersten kleineren Boote, weiter hinten die Yachten.

In Raynas Bauch kribbelte es vor Vorfreude. Carolin hakte sich wie selbstverständlich bei ihr ein. Rayna war es ganz recht. Ihr war ein wenig schummrig. Die zwei Gläser Champagner in so kurzer Zeit waren wohl etwas viel gewesen. Dazu noch die High Heels. Da war es besser, sich an einer Freundin festhalten zu können.

„Auf, auf, meine Damen. Dort müssen wir hin“, spornte Beatrice die Mädchen an und scheuchte sie den Pier entlang.

Lachend und kichernd folgten sie Beatrice. Je weiter sie liefen, umso größer wurden die Schiffe.

„Dort ist die Aurelia“, erklärte Beatrice und deutete auf eine gigantisch hohe Yacht.

„Wow“, staunte Tamara. „Wie geil ist das denn?“

Rayna konnte Tamaras Begeisterung nur teilen. Sie war noch nie auf einem so großen Schiff gewesen. Als sie näher kamen, sah Rayna zwei schwarze Kerle, breit wie Schränke, auf der Gangway stehen. Beatrice hielt noch einmal an und drehte sich zu den Mädchen um. „Nur damit das klar ist. Ich bringe euch hinein. Dann seid ihr auf euch allein gestellt. Ihr seid alle alt genug und braucht keinen Babysitter mehr, oder?“

Rayna lachte mit den anderen zusammen. Wenn es nach ihr ging, konnte die Party beginnen. Sie hatte Lust zu feiern, zu tanzen und das ganze Chaos in ihrem Leben...

Erscheint lt. Verlag 14.6.2019
Reihe/Serie Cheetah Manor
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Baumwolle • Cheetah • Fantasy • Freund • Gepard • Gestaltwandler • Liebe • Liebesroman • Louisianne • Magie • Panther • Plantage • Romance • Urban Fantasy
ISBN-10 3-7394-5636-1 / 3739456361
ISBN-13 978-3-7394-5636-2 / 9783739456362
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