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Cheetah Manor - Das Erbe (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019
via tolino media (Verlag)
978-3-7394-5248-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Cheetah Manor - Das Erbe - Melissa David
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'Jede Frau hat ihren Preis. Ich werde deinen herausfinden und dafür sorgen, dass du Cheetah Manor so schnell wie möglich wieder verlässt.'

Sarahs Leben bricht zusammen, als ihr Bruder Alex und ihr Ehemann Brain Morgan ums Leben kommen. Kurz darauf steht ein Anwalt aus Louisiana vor ihrer Tür, der ihr eine Verzichtserklärung für ihr Erbe unter die Nase hält.
Um ihr Haus in München halten zu können, will Sarah das Erbe antreten und fliegt nach Louisiana. Dort erwartet sie nicht nur eine bezaubernde Baumwollplantage im Südstaatenstil, sondern auch Darren, Brains Bruder, der alles daransetzt, sie wieder loszuwerden.
Als sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt, wird ihr von unerwarteter Seite Hilfe angeboten. Wird Sarah auf das Angebot eingehen oder ist es besser, Cheetah Manor für immer zu verlassen?
Eine packende Gestaltwandlergeschichte vor der Kulisse einer Südstaatenplantage.

Jedes Buch ist in sich abgeschlossen.

Die abgeschlossene Reihe im Überblick
Cheetah Manor - Das Erbe (Band 1)
Cheetah Manor - Das Geheimnis des Panthers (Band 2)
Cheetah Manor - Der Schwur der Indianerin (Band 3)


Ich schreibe Bücher, die dein Herz berühren und dich in fantastische Welten abtauchen lassen.<br> Melissa David wurde 1984 in einem historischen Städtchen in Bayern geboren. Lange bevor sie schrieb, hatte sie den Kopf schon voller Geschichten. Seit 2015 ist sie als Selfpublisherin unterwegs.<br> Der enge Kontakt zu ihren Lesern ist ihr eine Herzensangelegenheit, die sie über Facebook, ihren Blog und den zweiwöchentlichen Newsletter pflegt. <br>

Kapitel 1



Das Wochenende war stressig gewesen. Sarah hatte in der Notaufnahme Dienst und dabei keine ruhige Minute gehabt. Aber das war gut so. Die Arbeit lenkte sie wenigstens ab, und so redete sie sich ein, dass alles wie immer war. Ihr graute davor, in das stille Haus zurückzukehren und zu wissen, dass Alex tot war. Noch immer konnte sie es nicht fassen. Seit sie denken konnte, war er immer da gewesen. Nachdem ihre Mutter gestorben war, hatten sie zumindest einander gehabt. Sie hatten es immer geschafft – irgendwie. Ihr Bruder hatte als Rettungssanitäter gearbeitet und dadurch nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Ausbildung finanziert. Dann trat Brain in Alex’ Leben. Sarah mochte den blonden jungen Arzt auf Anhieb. Er kam genau zur richtigen Zeit, griff ihnen finanziell unter die Arme und bezahlte das dringend benötigte Dach. So war es selbstverständlich, dass Brain zu ihnen zog. Sarah bewohnte zwei Zimmer im oberen Stockwerk, Alex und Brain im Erdgeschoss. Küche, Ess- und Wohnbereich teilten sie sich. Ohnehin hatten sie viel gemeinsam gemacht.

Sarah parkte das Auto und stieg aus. Mechanisch holte sie die Einkäufe aus dem Kofferraum und angelte nach dem Schlüssel. Es war still, als sie das Haus betrat. Und doch wirkte es so, als würden Alex und Brain jeden Moment zurückkehren. Sarah musste sich einfach nur vorstellen, dass sie im Krankenhaus waren oder auf einem ihrer vielen Streifzüge in den Bergen. Eine leise Stimme redete ihr ein, dass sie sich den Trugbildern hingeben konnte, doch sie wusste es besser. Routiniert räumte sie die Einkäufe in den Kühlschrank. Es fühlte sich noch immer unwirklich an zu wissen, dass sie hier nun allein wohnte. In der Ferne ertönte das Martinshorn eines Krankenwagens und ihr gefiel die Vorstellung, dass Alex dort mitfuhr.

Da sie keine Lust hatte zu kochen und es ihr ohnehin an Appetit fehlte, griff sie nach einem Joghurt und setzte sich aufs Sofa. Hier fühlte sie sich Alex näher als oben in ihren Zimmern. Die Leere und Einsamkeit erdrückten sie. Sarah hielt die Stille einfach nicht mehr aus. Kurzerhand schaltete sie den Fernseher ein und zappte sich durch das spätnachmittägliche Programm.

Das Klingeln an der Tür schreckte sie auf. Verwundert schaltete Sarah den Fernseher stumm, um nachzuschauen, wer dort war.

„Ja, bitte?“, meldete sie sich über die Türsprechanlage.

„Mrs. Beck? Mein Name ist Ethan Washington aus Louisiana.“ Der Südstaatenakzent, den sie bei Brain so gemocht hatte, war nicht zu überhören.

War er ein Bekannter von Brain? Ein Freund? Familie? Sarah schluckte. „Brain ist nicht da“, erklärte sie heiser. Sie wusste nicht, wie sie dem Mann sagen sollte, dass Brain nie wieder zurückkommen würde.

„Das weiß ich. Ich bin wegen Ihnen gekommen.“

„Wegen mir?“, fragte sie verwundert.

„Sie sind doch Sarah Beck, die Ehefrau von Brain Morgan?“

Sie seufzte. „Ja“, gab sie schließlich Auskunft. In ihrem Kopf drehte sich alles. Sarah mochte es nicht, wenn man von ihr als Brains Ehefrau sprach. Das war sie schließlich nur auf dem Papier gewesen. Vor drei Jahren, nach Brains Ausbildung zum Facharzt, hätte er wieder zurück in die Staaten gehen müssen. Er wollte das nicht, obwohl Alex sogar mitgegangen wäre. Sarah hätte es nicht ertragen, ihren Bruder zu verlieren, und so kam die Idee auf, dass sie und Brain heirateten. Einen homosexuellen Lebenspartner hätte Brains konservative Familie nicht gutgeheißen, eine angehende Ärztin dagegen schien akzeptabel. Es war keine große Sache gewesen. Sie gingen zum Standesamt, unterschrieben die Urkunde und besuchten anschließend ein nobles Restaurant. Sarah hatte sich entschieden, ihren Namen zu behalten, und so änderte sich nichts – außer dass sie in eine andere Steuerklasse fiel und beim Ausfüllen von Formularen verheiratet angeben musste. Hin und wieder legte Brain ihr einige Papiere zum Unterschreiben vor, was sie, ohne zu lesen, tat. Brain und Alex hatten sich um die finanziellen Belange gekümmert, während sich Sarah voll und ganz auf ihr zweites Staatsexamen konzentriert hatte, das sie dann auch mit Bravour bestanden hatte.

„Mrs. Beck, wäre es vielleicht möglich, dass Sie mich kurz hineinbitten?“, holte sie die Stimme des Fremden zurück in die Gegenwart.

„Natürlich“, murmelte Sarah und drückte den Summer.

Sie war neugierig, wer den Weg aus Louisiana auf sich genommen hatte, um mit ihr zu sprechen. Von Brains Familie hatte sie bisher niemanden kennengelernt. Brain war ohnehin sehr schweigsam gewesen, wenn es um sein Leben in den Staaten ging.

Erstaunt sah sie den Mann an, der nun vor ihr stand. Ethan Washington war Afroamerikaner, die Haut so dunkel wie Schokolade. Seine Augen und die helleren Lippen stachen hervor. Er war groß, überragte sie locker um einen Kopf. Sein Alter konnte sie schwer schätzen, aber viel älter als Ende dreißig konnte er nicht sein. Er trug einen perfekt sitzenden Anzug und kam mit geschmeidigen Schritten auf sie zu.

Sarah musste sich zwingen, nicht zurückzuweichen.

„Ethan Washington, Anwalt der Familie Morgan“, stellte er sich mit einem festen Händedruck vor.

Sarah glaubte für einen Moment, ihr Herz würde stehen bleiben. Warum schickte Brains Familie einen Anwalt? Sie hatte nichts getan und wollte auch nichts von ihnen.

„Bitte folgen Sie mir“, bat sie und drehte sich schnell um, damit er ihre Unsicherheit nicht bemerkte. Sie deutete auf den Esstisch, an dem Brain, Alex und sie so oft zusammen gegessen hatten. „Bitte.“ Sie machte eine einladende Handbewegung Richtung Tisch und eilte dann zum Fernseher hinüber, um diesen auszuschalten. Den angefangenen Joghurt stellte sie auf den Küchentresen.

Mit zwei Gläsern und einer Wasserkaraffe ging sie zum Tisch und setzte sich.

„Möchten Sie etwas trinken?“, fragte sie angespannt. Noch immer konnte sie sich nicht erklären, was dieser Anwalt von ihr wollte. Brain hatte ziemlich viel Geld in die Renovierung dieses Hauses gesteckt. Wollte Brains Familie das Geld zurückfordern?

„Nein, danke“, sagte der Anwalt, holte einige Schriftstücke aus seiner Aktentasche und breitete sie vor sich auf dem Tisch aus.

„Zuerst möchte ich Ihnen mein Beileid aussprechen über den Verlust Ihres Mannes.“

Abwesend nickte Sarah. Sie hatte Brain nicht geliebt, er war ein Freund gewesen und es tat weh, dass er nicht mehr da war. Die Leere, die ihr Bruder in ihrem Herzen hinterlassen hatte, war ein viel tieferer Schmerz.

„Danke“, murmelte sie und hoffte, ihre Unsicherheit kaschieren zu können.

„Darf ich Sie bitten, mir einen Ausweis zu zeigen, damit ich sicher sein kann, dass Sie wirklich Brains Witwe sind?“

Das alles hörte sich so fremd an, so vollkommen absurd.

„Ich bin nicht sicher, ob das nötig ist …“, murmelte Sarah, holte tief Luft und unterbrach sich dann. Was, wenn er wirklich Geld von ihr zurückforderte? Natürlich hatte sie in den letzten zwei Jahren eine kleine Menge an Erspartem zur Seite legen können, aber das würde kaum genügen, um das zu begleichen, was Brain in das Haus gesteckt hatte.

„Ich bestehe darauf, Mrs. Beck.“

Sarah presste die Lippen aufeinander, erhob sich und holte aus ihrem Geldbeutel die Ausweiskarte.

„Ich weiß nicht genau, was Sie von mir wollen. Ich hatte nie Kontakt zu Brains Familie. Wenn Sie möchten, packe ich Ihnen gerne Brains persönliche Sachen zusammen und Sie können sie mitnehmen.“ Es war ein letzter verzweifelter Versuch, den Anwalt möglichst schnell loszuwerden.

Ethan Washington sah sie einen Augenblick verwundert an. Dann verschloss sich seine Miene. „Ich bin ein langjähriger Freund der Familie. Ich habe Brain länger gekannt als Sie.“ Bitterkeit schwang in seiner Stimme mit.

Sarahs Hals zog sich zusammen, als sie an den Moment dachte, als zwei Polizeibeamte vor der Tür gestanden und um Einlass gebeten hatten. Sie wusste sofort, dass etwas geschehen war. Als sie ihr dann von dem Tod ihres Bruders und Brains erzählten, geriet Sarahs Welt vollkommen aus den Fugen. Sie war hart im Nehmen und durch ihre Arbeit in der Notaufnahme viel gewohnt. Doch die Bilder der zerschmetterten Körper der beiden Männer hatten sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt. Unter Tränen hatte sie Alex’ und Brains Identität bestätigt.

„Für die Familie ist es schlimm genug, dass er ums Leben kam. Keiner von ihnen hat Interesse daran, Sie näher kennenzulernen.“

Seine Worte versetzten ihr einen Stich. Auch sie wollte Brains Familie nicht sehen, aber es so ungeschönt gesagt zu bekommen, tat trotzdem weh.

„Wir können das Ganze ziemlich flott hinter uns bringen. Ich brauche nur eine Unterschrift, dass Sie auf das Erbe, das Ihnen als Witwe zusteht, verzichten.“

„Ich will kein Erbe“, stieß sie wütend hervor. Was bildete sich dieser Anwalt eigentlich ein? „Wenn ich Ihnen diesen Wisch unterschreibe, verschwinden Sie und Brains Familie für immer aus meinem Leben?“

„Selbstverständlich.“

Sarah griff nach dem Kugelschreiber, den ihr der Anwalt reichte. Er blätterte eines der Dokumente auf und hielt es ihr hin. Sie setzte den Stift an und zögerte. Was war mit ihrem Elternhaus? Das Einzige, was ihre Mutter ihr hinterlassen hatte?

„Was geschieht mit diesem Haus hier?“, wollte Sarah wissen.

„Wie meinen Sie das?“

„Es gehört seit Jahren meiner Familie. Brain hat die letzten Reparaturen finanziert. Ich möchte es nicht verlieren. Es ist alles, was von meiner Familie geblieben ist.“

„Ich denke, das dürfte kein Problem sein“, erklärte ihr der Anwalt. „Ich kenne natürlich die Rechtslage hier in Deutschland nicht, kann Ihnen aber versichern, dass...

Erscheint lt. Verlag 1.6.2019
Reihe/Serie Cheetah Manor
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Baumwolle • Cheetah • Familie • Fantasy • Gepard • Gestaltwandler • Liebe • Liebesroman • Louisiana • Panther • Plantage • Romance • Urban Fantasy
ISBN-10 3-7394-5248-X / 373945248X
ISBN-13 978-3-7394-5248-7 / 9783739452487
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