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Der Stall (eBook)

Ein südamerikanisches Geheimnis
eBook Download: EPUB
2021
336 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7534-1138-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Der Stall - Peter S. Fischer
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Ein Drogen-Quartett tätigt ihre Geschäfte entlang der Grenze der Tschechischen Republik. Warum plötzlich ihr südamerikanischer Boss Miguel eine Hure entführt, kann sein Freund nicht verstehen. Michelle erlebt eine ungewöhnliche, bestialische Gefangenschaft und trotzdem spürt sie, dass sie sich zu Dirk hingezogen fühlt. Miguel beginnt sich zu verändern, es macht ihm Spaß, seine Opfer zu quälen, selbst seine Partner bekommen seinen Wahnsinn zu spüren. Miguel kann sein Verlangen nicht stillen und braucht weitere Frauen. Kriminalkommissar Hubert und Marek stehen vor einem Rätsel.

Lebt mit seiner Frau in Augsburg an der Wertach liebt Tiere besonders Hunde Besitzt selbst einen kleinen, freche Hund Chiko

Kapitel 1


Eine Entführung


Mitten in der Nacht, unweit der tschechischen Grenze, im dunklen Bayerischen Wald, in diesem Gebiet sind normalerweise um diese Zeit kaum Menschen unterwegs, totale Stille, nichts rührt sich, Fuchs und Hase sagen sich gute Nacht. Trotzdem beginnt hier in diesem Augenblick ein grausames Verbrechen.

Die nächtliche Ruhe stört ein Motorgeräusch, lautes Knacken einiger Äste und das mitten in einem dunklen Wald. Helles Licht drängt durch das dichte Geäst. Fröhliches Gelächter dringt leise neben dem Motorengeräusch durch. Aber da ist noch eine andere Stimme, eine Frauenstimme, die sehr jämmerlich klingt und weint. Was spielt sich um diese Zeit in diesem friedlichen Wald ab?

Ein schwerer Pickup arbeitet sich Meter für Meter durch den dichten, dunklen Wald. Mit großer Mühe schiebt sich das große Fahrzeug auf einen unwegsamen Weg durch das dichte Gehölz. Vier weitere Scheinwerfer auf dem Dach befestigt, leuchten die kleine Fahrspur übersichtlich aus, das für ein normales Auto nicht geeignet war. Trotzdem kommt das Fahrzeug nur sehr langsam vorwärts, unzählige tiefe Schlaglöcher und Spurrillen erschweren das vorwärtskommen.

Eine Frau und zwei Männer sitzen im Auto und sie werden kräftig durch geschüttelt, sie können sich kaum auf den Sitzen halten. Schon auf den ersten Blick würde man erkennen, das etwas in diesem Fahrzeuginnern nicht stimmt, die drei Personen gehören nicht zusammen, sie kennen sich nicht. Die Frau gehört nicht mitten in der Nacht in den unheimlichen Wald. Sie dürfte nicht in diesem Auto sitzen!

Plötzlich durchdringt eine laute verzweifelte Stimme, die nächtlich Umgebung: „Lasst mich sofort raus, das war nicht abgemacht, das ihr mich über die Grenze in den Wald bringt, was wollt ihr von mir, verdammt, was soll das?“ Dann ist nur noch das Motorengeräusch des Pickups zu hören.

Plötzlich ist nichts mehr zu hören, selbst der Motor läuft nicht mehr, totale Stille. Keine Bewegung war zu hören, nur der Wind streift durch die Bäume und eine Eule macht sich Unmut über die Störung. Eine bedrückende Stimmung macht sich breit.

Plötzlich ein Geräusch, ein dumpfer Schlag und eine Stimme mit einem südamerikanischen Akzent lästert: „Das hat die blöde Hure davon, wenn sie nicht ihre Klappe hält und wild um sich schlägt.“ Daraufhin schlägt eine andere südländische Stimme vor: „Trink noch einen Schluck und lass die blöde Nutte, ich hätte sie nicht mitgenommen, das ist viel zu gefährlich.“

Beide Türen des Autos öffnen sich und zwei Männer steigen links und rechts aus dem Wageninnern ins Freie, es sind zwei Südamerikaner. Sie stellen sich vor das Auto ins Scheinwerferlicht des Wagens.

Die zwei Männer besitzen eine kräftige, muskulöse Statur, sie sind beide ca. 1,90 m groß, es könnten Brüder sein, sie besitzen beide schulterlange, glatte, pechschwarze Haare. Ihr Kopfschmuck ist ungepflegt und fettig, genauso wie ihre Kleidung, schmutzige Jeans und sie verstecken ihren festen trainierten Brustkorb, in einfache weiße Muskelshirts, die mit vielen Flecken übersät sind.

Es ist Juli und eine schöne warme Sommernacht, deswegen müssen die Männer nicht mehr an sich tragen, somit stecken ihre Füße nur in sehr leichten Turnschuhen. Ihre Gestik bei ihrer Unterhaltung zeigt eindeutig, sie sind sehr von sich überzeugt, ihr verhalten zeigt stolzen Egoismus, zwei echte Machos.

Einer dieser Männer, hält eine Flasche Schnaps in der Hand, er macht die Flasche auf und nimmt einen kräftigen Schluck. Danach reicht er sie seinem Freund, der verärgert nach der Flasche greift, sein Kopf geht nach hinten, setzt die Flasche senkrecht über sich an und lässt die klare Flüssigkeit einige Sekunden lang die Kehle hinunterlaufen, bis er sie absetzt, ungepflegt rülpst und sich den Mund mit der flachen Hand abwischt.

Als er die Schnapsflasche seinem Kumpel überreicht, schaut er ihn dabei immer noch sehr böse an. Der andere lacht und fragt, die Unterhaltung findet nur in einer südamerikanischen Sprache statt: „Was willst du, das ist nur eine tschechische Bordsteinschwalbe, die vermisst doch keiner?“ Der andere schaut ihn immer noch böse an und kontert: „Auch wenn du mein Chef bist und ein Freund, Miguel, was soll das, die Hure wird uns nur Schwierigkeiten machen, später kannst du die junge Frau nicht einfach laufen lassen, selbst die Zuhälter sind für uns die besten Kunden und einer wird sie bestimmt vermissen, dann haben wir ein Problem und kein Kleines.“

Miguel lacht und nimmt einen Schluck, greift zugleich in seine Hosentasche und bringt ein Säckchen Pillen hervor, holt eine heraus und spielt alles herunter: „Reg dich nicht so auf, der Zuhälter besorgt sich eine Neue, der spannt das erst gar nicht, für diese Pissnelke habe ich noch eine Verwendung, nimm eine Pille, dann entspannst du dich ein wenig, das Geschäft ist doch gut gelaufen, was wollen wir mehr.“

Er legt ihm das kleine, farbige Ding in die Hand und befiehlt: „Entspann dich!“ Er holt sich selbst eine kleine farbige Pille hervor und wirft sie in den Mund und schluckt sie hinunter. Sein Freund beobachtet ihn dabei, schüttelt ungläubig den Kopf und schmeißt die Pille lässig in den Mund und schluckt sie, jetzt verwandelt sich sein böses Gesicht in ein Lächeln und er fragt: „Ich bin gespannt was, du mit der Hübschen vorhast.“ Miguel lächelt nur, kein Wort kam mehr über seine Lippen.

Aus dem Wageninnern ist ein Wimmern zu hören, die Augen der beiden, bewegen sich sofort zu der Nutte. Die Frau versucht sich zu bewegen, bei jeder Bewegung kommt ein leises Stöhnen über ihre Lippen. Mit ein paar schnellen Schritten ist Miguel bei ihr, ohne zu zögern hat er die Frau mit einem festen Fausthieb ruhig gestellt und schiebt sie grob auf ihren Platz zurück, das ist in der Mitte der vorderen Sitzbank. Miguel schimpft sofort vor sich hin, muss die Nutte gerade jetzt wach werden, hätte sie noch ein bisschen geschlafen, wären wir bei unserem Unterschlupf angekommen.

Miguel winkt seinem Partner, er will weiterfahren, zügig steigen die Männer ins Auto, die Frau sitzt bewusstlos in der Mitte, sofort lässt der Anführer den Wagen an und setzt den Wagen in Bewegung, langsam kämpft sich das Auto weiter durch den Wald zu ihrem Unterschlupf.

Sein Partner versucht die Unterhaltung wieder anzuregen und redet so dahin: „Als wir gerade eingestiegen sind, ist mir aufgefallen, dass dein billiges Flittchen in Parfüm gebadet hat, das muss ein furchtbarer Nuttendiesel sein, dieser billige, süße Gestank verpestet die ganze gute Luft, mir wird schlecht davon.“ Er wartet ein paar Sekunden, ob sein Freund Miguel etwas dazu sagt und redet weiter: „Macht es dir nichts aus, dass du ihr schönes Gesicht etwas entstellt hast, mich würde das nicht anmachen?“ Miguel schaut seinen Freund nur an und lacht dabei und schnauzt etwas genervt: „Enzo, halt endlich deine dumme Klappe, wir feiern gleich mit unseren Freunden auf unser gutes Geschäft, du wirst es früh genug erfahren, was ich mit dieser Hure vorhabe.“ Enzo schmunzelt wissend vor sich hin.

Die junge Frau sitzt bewusstlos zwischen ihnen und kippt bei jeder Erschütterung des Wagens von einer Seite zur Anderen. Enzo versucht unter der holprigen Fahrt, sie immer wieder gerade hinzusetzen, aber das gelinkt ihm nicht, gleich liegt das junge Ding wieder an seiner Schulter und rutsch den Sitz hinunter. Miguel mault: „Lass das Miststück doch liegen, wir sind doch bald da.“

Die unruhige Fahrt dauert nicht mehr allzu lange, sie können Licht durch die Äste erblicken und der Weg führt direkt auf den hellen Punkt zu. Ein paar Minuten später fährt der Pickup aus dem Wald hinaus, direkt in einen kleinen hellerleuchteten Bauernhof hinein, der in einen baufälligen Zustand ist.

Dieses Anwesen ist nicht groß, ein Wohnhaus, daneben eine Scheune und gegenüber steht ein Stall. Dieses Anwesen schien verlassen gewesen zu sein, es ist in einem miserablen Zustand, jeder der dieses Anwesen beziehen würde, hätte es auf jedem Fall abgerissen und neu aufgebaut, aber, als Unterschlupf für diese vier Verbrecher scheint es ideal zu sein, niemand würde sie hier vermuten.

Sie waren nicht faul und sind handwerklich begabt und haben zusammen alles für ihre Zwecke hergerichtet, selbst für Strom ist gesorgt, sie haben sich dafür ein Aggregat gekauft und können es mit Benzin betreiben, deswegen ist nachts der Hof beleuchtet und alles funktioniert so, wie sie es begehren, auch fließend Wasser.

Miguel fährt sein Gefährt zügig vor das Wohnhaus und bremst ruckartig, dass ihre junge Frau in den Fußraum des Pickups rutscht. Die Männer steigen schnell und gleichzeitig aus ihrem Fahrzeug und schauen sich nervös um, es scheint alles in Ordnung zu sein, die bewusstlose Frau lassen sie im Fahrzeug unbeachtet zurück, Miguel...

Erscheint lt. Verlag 8.2.2021
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte action • Drogen • Horror • Kannibale • Kommisar • Krimi • Mord • Mystery • Psycho • Thriller • Triller • Verbrechen
ISBN-10 3-7534-1138-8 / 3753411388
ISBN-13 978-3-7534-1138-5 / 9783753411385
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