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Atolan - Schleier der Macht (eBook)

Auftakt der epischen Fantasy-Reihe
eBook Download: EPUB
2020 | 2. Auflage
384 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7519-0902-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Atolan - Schleier der Macht - Andreas Klabunde
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Tauche ein in die epische Saga um den Kontinent Atolan!
In einer Welt voller Intrigen und Magie steht der junge Dergil vor seiner Reifeprüfung. Während der Talestag beginnt und Opfer gefordert werden, muss er bereit sein, bevor das Böse erwacht. Atolan, der Kontinent mit sechs Königreichen, blüht in Wohlstand dank des Handels, fest in der Hand der Handelsgilde. Doch der Frieden ist bedroht, als das Namenlose erwacht und der Kampf ums Überleben beginnt. Begleite Dergil auf seinem besonderen Weg voller Abenteuer, Freundschaft und epischer Kämpfe. Dies ist der Auftakt zu einer Saga, in der Helden nicht geboren, sondern geschmiedet werden. Wird Dergil bestehen - oder wird Atolan im Schatten versinken? "Atolan - Der Schleier der Macht" ist der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Reihe, liebevoll gestaltet und illustriert vom Autor selbst, einem talentierten Kunstmaler. Bisher erschienen: Atolan - Schleier der Macht Atolan - Bündnis der Sieben Atolan - Dunkle Geheimnisse

Andreas Klabunde, geboren 1968 in Stade. Mit 18 zog er nach Heidelberg und lebt seitdem in der Rhein-Neckar-Region. Neben dem Schreiben ist er Maler, Illustrator und Grafiker. Inspiriert vom Studium der vedischen Schriften und dem Praktizieren von Yoga beschäftigt sich der Künstler mit der Magie des Daseins. Erfahrungen als Krankenpfleger in der Psychiatrie lassen den Autor über den Sinn unserer Existenz nachsinnen.

Kapitel 1: Schatten im Nebel

Odon der Alte rief seinen Hund Toba für einen morgendlichen Spaziergang herbei. Die Sonne zeigte bereits seine ersten Strahlen am Horizont.

Im Teekessel des alten Mannes duftete es nach getrockneten Kräutern. Noch einen kräftigen Schluck, dann waren er und sein Hund bereit, ein tägliches Ritual zu begehen. In der Nachbarschaft krähte der Hahn erfreut über den freundlichen Tag. Keine Wolke verdeckte den Himmel. Die Sterne verblassten im Orange und Gelb der aufgehenden Sonne.

Hirion, der Sonnengott, eroberte den Himmel und Mador, sein Bruder, der Mondgott, überließ ihm das Feld. Es würde ein schöner Tag unter blauem Himmel werden.

Odon pfiff auf zwei Fingern ein zweites mal seinen treuen Gefährten zu sich, welcher gerade dabei war (auf das äußerste interessiert) einen Schmetterling im Garten zu beobachten. Toba zögerte zunächst, bewegte seine Nase vorsichtig an das Objekt seiner Aufmerksamkeit. Das Insekt wurde davon aufgeschreckt und flog sogleich auf. Der zottelige Vierbeiner hörte zum dritten Mal seinen Namen rufen, endlich lief er freudig, und zwar sehr geschwind zu seinem Herrn.

„Na, alter Junge!“, sagte Odon zu seinem Weggefährten. Er streichelte ihn intensiv zur Belohnung am Hals. „ Bringen wir die alten Gebeine in Schwung!“

Kurzerhand verließen sie das Haus und folgten dem Dorfweg. Ihr Ziel war, wie fasst jeden Morgen, der Strand.

Sie schlenderten Richtung Westtor, am Hof des Bauern Hagan vorbei, bestiegen den ersten Hügel und blickten wie gewohnt zurück, um das Dorf in seiner vollen Pracht zu überschauen. Odon seufzte beim Anblick der Holzhäuser und Reetdächer. Die Feuer der Schmiede seines Neffen Deron waren noch kalt. Ihre Häuser standen direkt nebeneinander. Alle Dorfbewohner schienen zu dieser Zeit noch zu schlafen.

Auf der anderen Seite der Hügellandschaft wurde die Sicht zum Meer durch einen kleinen Mischwald verdeckt. Ein paar Rehe flohen beim Auftauchen der nahenden Spaziergänger. Mittlerweile zeigte Hirion seine volle Pracht am Horizont des bewaldeten Landesinnern. Seine Strahlen ergossen sich warm über das Nordland, Adalante.

Gemächlich liefen sie unter alten knorrigen Bäumen geradewegs in Richtung Klippen. Das Rauschen der Brandung wurde immer deutlicher und die Luft füllte sich mit Salz. Möwengeschrei ließ den Hund begeistert vorwärts springen. Eine kräftige Brise streifte durch das weiße, lange Haar des alten Mannes, als er den Zugang zum Strand erreichte. Er blickte zurück gen Osten und machte seine Ehrerbietung an den Halbgott des Lichtes.

Der Weg zum Wasser führte zwanzig Meter an glitschigen Felsklippen herab und war mit Steinstufen von den Dorfbewohnern angelegt worden. Auf einen geschnitzten Holzstab gestützt, ging Odon mit Toba vorsichtig den Weg hinab und betrachtete den Flug der Vögel. Die Brandung beruhigte wie Musik die Ohren Odon`s. Weit und breit war nur das graublaue Meer im Westen unter einem Indigo Himmel zu sehen.

Ziel der Wanderer war der Fischer Agadot, welcher am Strand eine Hütte auf Holzpfählen sein eigen nannte. Beide Männer kannten sich seid Kindestagen und tauschten, so oft sie konnten, ihre Erinnerungen an alte Zeiten aus. Hierbei saßen sie auf der Veranda in Stühlen aus naturbelassenen Ästen, rauchten aus langhalsigen Pfeifen und kicherten immer wieder amüsiert beim Thema Frauen. Beide waren sie seit vielen Jahren Witwer und teilten ein gemeinsames Schicksal, nämlich kinderlos zu sein. Ihre Frauen und Kinder lebten nicht mehr. Sie kamen unglücklicherweise durch die Heimsuchung einer Seuche um.

Odon war der ältere der Freunde und erwähnte gern scherzhaft, dass er als der „Älteste“ im Dorf bezeichnet wurde. Agadot hielt in solchen Momenten dagegen: „Aber nur drei Tage älter, was so gut wie nichts bedeutet, alter Mann.“

Auch an diesem Tag unterhielten sich die Männer ausgelassen und schauten entspannt übers Meer. Die kleinen Wellen brachen sich sanft und wiederholt im Takt auf dem feinen Sand. Agadot warf für Toba einen Stock und wies ihn an, diesen zu apportieren. Anstatt das Holz zu bringen, ließ der Hund es fallen und wendete sich lieber dem Wasser zu. Die Männer lachten verblüfft.

Nach einiger Zeit unterbrach Agadot seinen älteren Freund im Gespräch: „Sind meine Augen eingetrübt oder siehst du auch am Horizont etwas nebliges?!“ Odon schaute wohin Agadot hindeutete. „Nein, deine Augen sind die eines Habichts, junger Mann!“, lachte Odon schmunzelnd und ließ ein paar Rauchwölkchen aufsteigen, wobei er selbst erst einmal seine Augen zusammenkniff, um überhaupt etwas in der Weite zu erkennen. Gegen das blendende Licht der Wasserspiegelung bildete er mit seinen Händen einen Schirm über der Stirn.

In noch großer Entfernung, noch schemenhaft, tauchte tatsächlich eine Nebelbank auf. Das allein wäre nicht ungewöhnlich, aber dass Gebilde schien wie eine einzelne Wolke, förmlich, über das Wasser zu gleiten.

Der Rest der See war eher glasklar und ruhig.

Die Männer tauschten weiter Geschichten aus und beobachteten interessiert die Erscheinung. Nach einer Weile war das Phänomen zielstrebig in Richtung Bucht gezogen. „Seltsam....! Das Wölkchen zieht gegen den Wind?!“, bemerkte Odon verblüfft. Agadot erwiderte: „Jetzt täuschen mich meine Augen doch! Sieht es nicht... wie eine greifende Hand aus?“

Odon grinste: „Du siehst seltsame Dinge heute Morgen. Bist du sicher, dass wir dasselbe Kraut rauchen?!“ Sein Freund konterte: „Meines schärft die Sinne! Deines macht dich nur -Naturtrüb-!“

Odon klopfte sich schreiend und belustigt die Schenkel.

Fasziniert folgte ihre Aufmerksamkeit dem Nebelschleier, der immer näher, scheinbar direkt auf Agadot`s Strandabschnitt, zukam.

„Heute bist du früh dran, Odon“, sagte Agadot. „Ja, ich brauche einen Rat!“, fuhr Odon fort, „und du glaubst es nicht! Da kam mir mitten in der Nacht in den Sinn, geh doch zu Agadot.“

„Ich raube dir deinen wertvollen Schlaf?!“, belustigte sich Agadot.

„Du weißt, Deron und sein Sohn sind für mich wie leibliche Söhne...“, Odon machte eine nachdenkliche Pause und senkte den Kopf. „Dergil steht demnächst die große Prüfung an. Er muss seinen Platz, als MANN, im Dorf einfordern.“

„So ist es“, sagte Agadot, „seine Zeit ist gekommen!“

„Der Norden prüft seine Kinder“, sagte Odon darauf, „nur noch zehn Tage bis zum Talestag!“

Der erste Tag des Frühlings wurde so genannt. Kinder der Adalanter, die die Geschlechtsreife erreichten, gingen allein für dreiunddreißig Tage in die Wildnis, um zu erfahren, wer sie mit Herz und Seele sind. Unterschiedliche Zeremonien waren vorgesehen um sich Rat bei einem Tiergeist zu holen. Dazu gehörte der Bau einer Schwitzhütte im Wald, sowie die Jagd auf Wild und Raubtiere. Die Ausgesandten riefen die Götter um Segnungen an und kamen geläutert, als neugeborene, erwachsene Männer und Frauen in die Dorfgemeinschaft zurück.

Einige wenige jedoch kehrten nie aus der unberechenbaren Wildnis heim. Man flüsterte darauf, dass die Göttin „Fauna“ sich ein Opfer geholt habe.

In der Regel kamen die meisten mit nur geringen Blessuren glücklich und stolz nach Hause. Der Dorfpriester erklärte abschließend, dass die Göttin mit der Gemeinschaft zufrieden war.

Odon sprach weiter: „Ich will Dergil etwas nach unserem Brauch mit auf seine Reise geben...“ Er schaute auf des Fischers geschnitzten Stab.

„Vor langer Zeit hast du mir diesen Gehstock gemacht, als meine Beine wackliger wurden“, ergänzte Odon. Agadot glaubte zu verstehen und erklärte: „Mein alter Freund, meine Hände sind zwar nicht mehr die geschmeidigsten, aber ich werde dir helfen!“

Odon klopfte Agadot auf die Schenkel und bemerkte etwas zögernd:

„Oh, hmm... du hast schon bereits etwas, was mir sofort in den Sinn kam!“

Agadot schaute verblüfft drein und prustete beim Rauchen: „Tatsächlich???“

„Nun gut... Agadot“, begann Odon seine Ansprache, „unsere Familien standen sich schon immer nahe!

Sieh, wir sind ohne Erben und müssen etwas weitergeben!“ Er klopfte am Schafft von Agadot`s Messer. Ein prächtiges Stahlmesser mit geschnitzten Ornamenten, wobei vier Gesichter am Ende den Kopf bildeten. Sie zeigten den „Schöpfer“, der in alle Himmelsrichtungen schaut.

„Du willst mein Messer Dergil geben?!“, staunte Agadot nicht schlecht.

„Ja, dann kannst du etwas von dir weiter reichen, Agadot bester Freund!“, erwiderte Odon ziemlich ernst.

Agadot blieb nur kurz sprachlos, dann fragte er eindringlich: „Das MESSER, welches mein Vater mir mit auf meine Reise am Talestag vor... Jahrzehnten gab?!“ Er schien verwirrt und schaute seinen Freund mit großen Augen an.

„So ist es“, sprach Odon unverblümt, „oder soll es dein...

Erscheint lt. Verlag 13.7.2020
Reihe/Serie Atolan
Atolan
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Abenteuer • Abenteuer Kampf • Abenteuerliche Fantasy • Abenteuer mit magischen Wesen • Abenteuer und Gefahren Quest • action • Action & Abenteuer • Böses Erwachen • Dark Fantasy Serie • Dark Fantasy über Handelsmacht • Dunkle Fantasy Überlebenskampf • Epische Fantasy mit Kämpfen • Epische Fantasy mit Reifeprüfung • epische Fantasy Reihe • Epische High Fantasy mit Heldenreise • epische Kämpfe • Erwachen des Bösen • Fabelwesen • Fabelwesen Fantasy • Fantasiewelt • Fantastische Welten • Fantasy • Fantasy Epos über uraltes Böses • Fantasy für junge Erwachsene • Fantasy Reihe • Fantasy Roman epische Schlachten • Fantasy Saga Kampf ums Überleben • Fantasy Serie • Fantasy Welt Fremde Weiten • Fremde Welten • Freundschaft Erzfeinde • Gefahren und Abenteuer • Handelsgilde Fantasy Roman • Heldenepos mit magischen Kämpfen • Heldenreise • Heldenreise mit dunkler Bedrohung • Heldenreise Roman • Heldensaga • Illustrierte Fantasy • Illustrierte Fantasy-Reihe für Erwachsene • illustriertes Buch • Intrigen • Kampf gegen das Böse • Magie • Magie Intrigen und Abenteuer • Magische Schlachten Fantasy • Magische Welt mit Handelsgilde • Mystik und Fantasy • Mystisch • mystische Fantasy Welt • Mytologie • Mytologie Roman deutsch • Opfer Verfolgte • Reifeprüfung • Reifeprüfung Heldensaga • Saga Epos • Schlacht • Schlachten • Schlachtenepos Fantasy Reihe • Schwert & Magie
ISBN-10 3-7519-0902-8 / 3751909028
ISBN-13 978-3-7519-0902-0 / 9783751909020
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