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Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug

Erinnerungen

(Autor)

Buch | Hardcover
384 Seiten
2020 | 2. Auflage
Rowohlt Berlin (Verlag)
978-3-7371-0088-5 (ISBN)
CHF 36,90 inkl. MwSt
lt;p>Die Angst vor den Bomben, eine Kindheit im Krieg - damit beginnen Helmut Lethens Erinnerungen, die durch mehr als sieben Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte führen: der Schock, als er mit achtzehn Jahren in Alain Resnais' Film «Nacht und Nebel» zum ersten Mal mit dem Holocaust konfrontiert ist. Das Gefühl der Befreiung, als er vom biederen Bonn in das viel liberalere Amsterdam zieht, um dort zu studieren. Schließlich das von Aufruhr und Protest aufgewühlte Berlin: Hier demonstriert Lethen 1967 gegen den Besuch des Schahs, und bald agitiert er als Sprecher der Kampagne für ein Kinderkrankenhaus in Kreuzberg an vorderster Front. Die maoistische K-Gruppe schließt Lethen wegen «Versöhnlertums» aus, dennoch trifft ihn der «Radikalenerlass», das Berufsverbot in Deutschland - das sich als unfreiwillige Chance erweist: In den Niederlanden schreibt Lethen die «Verhaltenslehren der Kälte», in denen er das Verhältnis von Geist und Politik im 20. Jahrhundert auf ganz neue und bis heute aktuelle Weise ausgeleuchtet hat.

Helmut Lethen berichtet in seiner Autobiographie, was ihn geprägt hat: von politischen und denkerischen Experimenten, von Weggefährten sowie Ideengebern wie Adorno und Enzensberger. Ein Entwicklungsroman der Bundesrepublik - wie ihn nur noch wenige Intellektuelle zu erzählen vermögen.

Helmut Lethen, geboren 1939, lehrte von 1977 bis 1996 an der Universität Utrecht, anschließend übernahm er den Lehrstuhl für Neueste Deutsche Literatur in Rostock. Von 2007 bis 2016 leitete er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Sein Buch «Verhaltenslehren der Kälte» (1994) gilt als Standardwerk, «Der Schatten des Fotografen» (2014) wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die vielbeachtete Autobiographie «Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug» (2020) und «Der Sommer des Großinquisitors. Über die Faszination des Bösen» (2022).

Ein faszinierendes Buch ... eine im besten Sinn zeitgenössische Autobiographie. Stephan Wackwitz Frankfurter Allgemeine Zeitung 20201010

Ein faszinierendes Buch ... eine im besten Sinn zeitgenössische Autobiographie.

Erscheinungsdatum
Zusatzinfo Mit 15 s/w Abb.
Sprache deutsch
Maße 138 x 210 mm
Gewicht 465 g
Themenwelt Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
Schlagworte Bombenkrieg • Bundesrepublik • Holocaust • Intellektuelle • Kapitalismuskritik • k-Gruppen • Kulturwissenschaft • Nachkriegsdeutschland • politische und kulturelle Debatten • Studentenrevolte • Zweiter Weltkrieg
ISBN-10 3-7371-0088-8 / 3737100888
ISBN-13 978-3-7371-0088-5 / 9783737100885
Zustand Neuware
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