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Das Planeten-Netz 9: Geheimprojekt Planet Delta -  Wilfried A. Hary

Das Planeten-Netz 9: Geheimprojekt Planet Delta (eBook)

eBook Download: EPUB
2020 | 1. Auflage
190 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-3755-8 (ISBN)
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Die ehemalige Konzernführung von FEDERAL PUPPET schafft auf ihrem firmeneigenen Planeten Delta sieben einen Superroboter. Das Projekt gerät außer Kontrolle. Eine große Gefahr entsteht, nicht nur für Delta sieben, sondern sogar... für die gesamte Menschheit. Und dann bietet der Superroboter den Aufständischen von Delta sieben überraschend seine Hilfe an - für den Umsturz. Sein »Schöpfer«, Professor Dingels, ahnt davon noch gar nichts. Er hat zur Zeit auch ganz andere Sorgen...

Der Umsturz






Die ehemalige Konzernführung von FEDERAL PUPPET schafft auf ihrem firmeneigenen Planeten Delta sieben einen Superroboter. Das Projekt gerät außer Kontrolle. Eine große Gefahr entsteht, nicht nur für Delta sieben, sondern sogar... für die gesamte Menschheit.

Und dann bietet der Superroboter den Aufständischen von Delta sieben überraschend seine Hilfe an - für den Umsturz.

Sein »Schöpfer«, Professor Dingels, ahnt davon noch gar nichts.

Er hat zur Zeit auch ganz andere Sorgen...



1



»Es ist hoffnungslos«, murmelte Professor Dingels.

Er fühlte sich am Ende. Es grenzte fast an ein Wunder, daß die beiden Regierungsvertreter nicht gleich für seine Verhaftung gesorgt hatten. Aber er hatte dennoch Angst. Nicht nur um sich und die Mitglieder des Teams, die allesamt versagt hatten, sondern auch um Spencer und das, was er alles anstellen konnte - in dem Körper der Maschine.

Und sie hatten keine Möglichkeit, kommendes Unheil aufzuhalten.

»Er muß beim Kampf beschädigt worden sein«, sagte Dr. Bentheim. Das war ihnen allen inzwischen längst schon klar geworden, aber Dr. Bentheim hatte es nur verbalisiert, um überhaupt etwas von sich zu geben.

Ingenieur Wilkins schüttelte immer wieder den Kopf. Er sah sich in der Runde seiner Kollegen um. Sie saßen im Schaltraum, um über ihre weiteren Schritte zu beraten. Eine ungewöhnliche Sache auf einem Planeten, auf dem die Menschen nicht gelernt hatten, für sich selbst Entscheidungen zu fällen. Es wäre normalerweise Sache des Forschungsleiters gewesen, diktatorisch zu bestimmen, aber Professor Dingels hatte sich in jüngster Zeit erstaunlich verändert.

»Wir müßten einfach in der Lage sein, Spencers Bewußtsein zurückzurufen. Es wäre die einzige Möglichkeit, in die Geschehnisse einzugreifen.«

Professor Dingels sah den Ingenieur bestürzt an.

»Sie haben recht«, flüsterte er. In seinen Augen entstand ein seltsames Feuer. Plötzlich schlug er sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. »Ja, Sie haben recht, und ich bin ein Idiot, daß ich nicht selbst darauf gekommen bin.«

Er erntete erstaunte Blicke, als er tatkräftig aufsprang.

»Bentheim, Sie haben mir berichtet, was Sie mit Spencer erlebt haben. Für einen Augenblick war sein Bewußtsein tatsächlich zurückgekehrt.«

Auch Dr. Bentheim sprang auf. »Sie wollen doch nicht wirklich...?« rief er entgeistert.

Dingels unterbrach ihn mit einer Handbewegung.

»Und ob ich will!«

»Aber, Professor, Sie wissen, was mit dem Robot dabei passierte. Er wird durchdrehen, falls es uns wirklich gelingt.«

»Glauben Sie, es wird schlimmer, als wenn wir den Dingen ihren freien Lauf lassen?«

Niemand wagte mehr, dagegen zu argumentieren. Professor Dingels Entschluß stand fest, und jeder wußte, daß sich der Forschungsleiter von niemand davon abbringen lassen würde, ihn in die Tat umzusetzen.


*


Eine Stunde später wußten sie alle, daß sie ihre Möglichkeiten überschätzt hatten. Spencers Körper reagierte nicht wie gewünscht.

Das Team war sehr niedergeschlagen, als es sich wieder beriet.

»Wahrscheinlich liegt es daran, daß wir keine echte Überlebensmaschine mehr haben«, sagte Dr. Bentheim zerknirscht.

»Vielleicht sollten wir uns mit dem Herrscher in Verbindung setzen«, warf Dennis vorsichtig ein. »Es müßte doch irgendwie möglich sein, eine andere Überlebensmaschine zu beschaffen.«

Professor Dingels nickte ernst.

»Eigentlich ist das das einzige, was uns noch zu tun bleibt. Eine Alternative haben wir nicht.« Er holte tief Luft. »Also werden wir in den sauren Apfel beißen müssen.«

»Und wenn es abgelehnt wird?« versuchte Bentheim einen Einwand.

Dingels zuckte mit den Achseln.

»Dann ist sowieso alles egal. Wir sind ohnehin verloren, wenn wir die Sache nicht mehr in den Griff bekommen.«

Mit hölzernen Schritten ging er zum Kommunikator und setzte sich mit dem Palast in Verbindung.

Der Bildschirm blieb leer. Dennoch war die Stimme des Präsidenten unverkennbar. Professor Dingels brachte ihm mit diplomatischen Worten die Situation bei.

Es zeigte sich, daß der Herrscher bereits bestens informiert war.

Zögernd kam Dingels auf die Sache mit der Überlebensmaschine zu sprechen.

Das Unglaubliche geschah: Der Präsident sagte sofort seine Hilfe zu und versprach, augenblicklich das Notwendige zu veranlassen.

Niemand wußte, ob Dingels' Bemerkung, der Robot könnte im gegenwärtigen Zustand einer außerplanetaren Macht in die Hände fallen und die Forschungsarbeit somit an die Öffentlichkeit dringen, für die unerwartete Hilfe maßgeblich war. Es schien so zu sein, denn sie erfuhren im Verlauf des Gesprächs, daß der Robot wahrscheinlich mit einem erbeuteten Raumschiff unterwegs war.

Als die Verbindung unterbrochen war, wurde den Wissenschaftlern eines klar: Es war kein Zufall, daß man sie nicht längst schon verhaftet hatte. Man wußte an zuständiger Stelle, daß sie die einzigen waren, die die Sache wieder in den Griff bekommen konnten - wenn überhaupt jemand.

Wahrscheinlich ahnte man außerhalb des Forschungszentrums gar nicht, wie hilflos sie in Wirklichkeit waren.

Für den Professor blieb eine Genugtuung: Falls ihnen wirklich die Rückkehr von Spencers Geist gelang, konnte der durchdrehende Robot keinen allzugroßen Schaden anrichten, da er sich in einem Raumschiff weit entfernt von Delta sieben befand.

Dingels ahnte indessen nicht, wie sehr er sich dabei täuschte.


2



General Berlit brauchte einen Moment, bis er wußte, wo er sich befand. Das sardonische Lächeln im Gesicht des Wachrobots erinnerte ihn wieder daran.

Es war eine schlimme, mit Alpträumen angefüllte Nacht gewesen, aber Berlit hatte am Ende doch ein wenig Schlaf finden können. Trotzdem fühlte er sich wie gerädert.

Er stand auf.

»Sie werden wahrscheinlich Hunger haben«, sagte der Robot.

Berlit vermied es, ihn anzusehen. Er hatte die Befürchtung, sein Magen drehe sich dabei herum.

»Okay«, sagte er lahm, »bring mir etwas zu essen.«

Er ging in den Duschraum, entkleidete sich und machte Morgentoilette. Als er in den Schlafraum zurückkehrte, erstarrte er.

Es war ihm gleich aufgefallen, daß ihn der Wachrobot nicht zum Duschen begleitet hatte. Unvorstellbar allerdings war es, daß der Robot inzwischen überhaupt nicht mehr da war!

Berlits Gedanken drehten sich im Kreis. Welche Teufelei hatten die Positronengehirne wieder im Sinn? Mit was würden sie wieder versuchen, ihn zu quälen?

Eine halbe Stunde verstrich. Keiner der Robots hatte ihm das Frühstück gebracht. Man schien ihn vergessen zu haben.

Unschlüssig ging er auf und ab. Vielleicht sollte er einmal hinausgehen, um nach dem Rechten zu sehen? Aber mitunter war es genau das, was die Positronengehirne von ihm erwarteten? Wahrscheinlich hatten sie wirklich nur irgendeine Teufelei gegen ihn im Sinn?

General Berlit hielt es nicht mehr länger aus. Er brauchte Gewißheit. Außerdem setzte sich in ihm mit prickelnder Intensivität der Gedanke durch, möglicherweise jetzt eine Chance zur Flucht zu haben.

Er ging zur Tür, holte tief Luft und öffnete schließlich.

Eisiger Schreck befiel ihn und ließ ihn zurücktaumeln. Der Wachrobot stand vor der Tür mit dem Rücken zu ihm. Berlit wollte die Tür schleunigst wieder schließen, aber etwas fiel ihm auf. Er zögerte, trat über die Türschwelle. Sein Herz hämmerte. Die Maschine stand völlig regungslos da - so, als hätte sie jemand abgeschaltet.

Ja, das war es, was Berlit stutzig gemacht hatte. Der Robot hatte auf ihn überhaupt nicht reagiert. Das war zumindest ungewöhnlich.

Berlits schob sich an dem Roboter vorbei. Seine Gedanken jagten sich. Ihn schwindelte. War das wirklich die Gelegenheit, auf die er die ganze Zeit gewartet hatte?

Schweratmend zog er sich von dem Wachrobot zurück, nicht einen Augenblick seine Aufmerksamkeit von der Maschine lassend. Erst als der Gang eine Biegung machte, fühlte er sich leichter.

Rechts war ein Antigravlift. Mit zitternder Hand drückte er auf den Knopf, der die Anlage in Betrieb setzen sollte. Nichts rührte sich.

Natürlich, das Ding war ja mit dem Computer verbunden. Wenn dieser nicht mehr arbeitete, war auch der Lift ausgeschaltet.

»Wenn ich nur wüßte, was das Ganze zu bedeuten hat«, murmelte Berlit vor sich hin. Er erschrak vor seiner eigenen Stimme. Erst jetzt kam ihm zu Bewußtsein, wie ungewöhnlich ruhig es in dem Palast war. Er lauschte. Kein Geräusch drang an sein Ohr, abgesehen von dem eigenen, keuchenden Atem.

Gehetzt blickte er sich um. Es mußte doch eine Möglichkeit geben, den Antigravlift zu umgehen. Wer...

Erscheint lt. Verlag 18.2.2020
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
ISBN-10 3-7389-3755-2 / 3738937552
ISBN-13 978-3-7389-3755-8 / 9783738937558
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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