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E-Book 66-70 (eBook)

Sophienlust Box 13 – Familienroman
eBook Download: EPUB
2020
320 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-7409-5962-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

E-Book 66-70 - Aliza Korten, Patricia Vandenberg, Judith Parker
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Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. E-Book 1: Ich hab dich lieb, Papa E-Book 2: Die Neue in Pünktchens Klasse E-Book 3: Das Kind des Grafen E-Book 4: Verzeih mir, mein Kind E-Book 5: Andi, der Försterbub

Sie sucht nicht das Rampenlicht der Öffentlichkeit, aber ihre schriftstellerische Arbeit hat längst ihren verdienten Ertrag gefunden. Große Emotionen zeichnen ihre so beliebten Adelsromane und Familienromane aus. Von ihnen hat Aliza Korten in stiller, geduldiger Manier 311 Titel geschaffen, die immer erfolgreicher geworden sind. Als eine der wichtigsten Autorinnen der berühmten Serie Sophienlust werden die von ihr verfassten Romane dieser Art besonders häufig nachgefragt. Sie hat eine Romanwelt entwickelt, die eigene Züge trägt. Dabei ist Aliza Korten eine exzellente Beobachterin der Gesellschaft, sowohl der bürgerlichen als auch der adligen Kreise. Ihre zahlreichen Bewunderer lieben ihren Stil und ihre Aussagekraft.

Sie sucht nicht das Rampenlicht der Öffentlichkeit, aber ihre schriftstellerische Arbeit hat längst ihren verdienten Ertrag gefunden. Große Emotionen zeichnen ihre so beliebten Adelsromane und Familienromane aus. Von ihnen hat Aliza Korten in stiller, geduldiger Manier 311 Titel geschaffen, die immer erfolgreicher geworden sind. Als eine der wichtigsten Autorinnen der berühmten Serie Sophienlust werden die von ihr verfassten Romane dieser Art besonders häufig nachgefragt. Sie hat eine Romanwelt entwickelt, die eigene Züge trägt. Dabei ist Aliza Korten eine exzellente Beobachterin der Gesellschaft, sowohl der bürgerlichen als auch der adligen Kreise. Ihre zahlreichen Bewunderer lieben ihren Stil und ihre Aussagekraft.

Mit blitzenden Augen stiegen die Kinder aus den beiden roten VW-Schulbussen, die kurz hintereinander in den Gutshof von Sophienlust einfuhren. Murkel und die anderen Hunde stürmten die Freitreppe hinunter, um die Mädchen und Buben zu begrüßen.

Dominik warf seine Schulmappe in die Luft und fing sie mit einem Jauchzer wieder auf. Malu nahm ihren Wolfsspitz Benny auf die Arme und flüsterte ihm ins Ohr: »Ab heute bin ich den ganzen Tag bei dir, mein Liebling. Die großen Sommerferien haben begonnen.«

Henrik trippelte die Freitreppe hinauf und lief dann durch die Halle, um nach seiner Mutti zu suchen, deren Wagen er im Hof entdeckt hatte. Er fand sie bei Frau Rennert im Büro.

»Mutti, Mutti, wir haben Ferien!«, rief er. »Jetzt brauche ich keine Schulaufgaben mehr zu machen.«

»Erst einmal guten Tag, mein Junge«, erwiderte Denise lachend und zog ihren Jüngsten an sich. »Dabei dachte ich, du gehst gern in die Schule.«

Henrik blinzelte sie schelmisch an.

»Manchmal tue ich das auch. Aber es ist doch viel schöner, wenn man den ganzen Tag spielen kann«, bekannte er.

Denise trat ans Fenster und blickte hinaus. Noch immer tummelten sich einige Kinder im Gutshof. Fabian Schöller, der nun schon einige Zeit in Sophienlust weilte, spielte mit seiner jungen Dogge Anglos, deren tollpatschige Sprünge ihn immer wieder zum Lachen reizten.

Denise lächelte gerührt. Wie selig war der Junge gewesen, als er von Andrea erfahren hatte, dass die Dogge, die von Severin gedeckt worden war, vier Welpen geworfen hatte. Eines dieser jungen Tiere hatte Fabian erhalten. Zu diesem Geschenk hatte sich Dr. Hans-Joachim von Lehn, Denises Schwiegersohn, moralisch verpflichtet gefühlt, weil Severin ja ursprünglich Fabian gehört hatte. Damals hatte Severin noch Anglos geheißen – genauso wie jetzt Fabians junge Dogge. Diese war ebenso bildschön und schwarz wie ihr Vater Severin, der lieber bei Andrea und Hans-Joachim geblieben war.

Denises Blick fiel jetzt auf Isabel Weyde, die einmal ein Kinderstar gewesen war. Aber ihre Tante hatte sie finanziell schamlos ausgenutzt und ihre Kräfte so überfordert, dass das zarte Kind darunter gelitten hatte. Isabels wunderbare Stimme wurde jetzt von Wolfgang Rennert, dem Musik- und Zeichenlehrer von Sophienlust, weiter ausgebildet. Bald würden andere Lehrer nötig sein. Doch Denise wollte sich das noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Wie gut, dass sie das Sorgerecht für Isabel bekommen hatte. Dadurch konnte sie das überaus sensible Mädchen vor weiteren Belästigungen durch deren Tante schützen.

Ein Lächeln erhellte nun Denises ebenmäßiges Gesicht, als sie Pünktchen beobachtete, die lebhaft auf Nick einredete. Das leicht gelockte rotblonde Haar der Elfjährigen schimmerte wie Gold. Pünktchen, die mit richtigem Namen Angelina Dommin hieß, war ein allerliebstes Kind mit ihren tiefblauen Augen, der Stubsnase mit den vielen Sommersprossen, den leicht geröteten runden Wangen und der zierlichen Figur. Das Mädchen war voller Leben und stets voller Übermut. Doch konnte es sehr schnell beleidigt sein, besonders wenn es um Nick ging. Ob die beiden später einmal heiraten würden? Denise würde nichts dagegen haben. Aber wohin verirrten sich ihre Gedanken? Leicht belustigt wandte sie sich Frau Rennert zu, um sich von ihr zu verabschieden. Sie wollte so schnell wie möglich nach Schoeneich fahren, wo Alexander sicherlich schon ungeduldig auf sie wartete.

»Henrik, fährst du mit mir?«, fragte sie. »Oder möchtest du heute in Sophienlust bleiben?«

»O ja, Mutti, ich möchte dableiben. Auch Nick bleibt da. Gleich nach dem Essen gehen wir zu den Koppeln. Wir wollen heute ausreiten.«

»Also gut, mein Junge, dann fahre ich halt allein.«

»Nicht wahr, du bist nicht traurig, Mutti?« Treuherzig sah der Kleine sie an.

»Aber nein, mein Liebling. Ich verstehe dich doch gut.« Denise strich ihm über den Kopf. »Frau Rennert, ich möchte noch …«, begann sie. Da läutete das Telefon. Da sie dicht bei dem Apparat stand, hob sie ab und meldete sich.

Im gleichen Augenblick kam Nick herein. Als er sah, dass seine Mutter telefonierte, blieb er abwartend an der Tür stehen und legte den Zeigefinger an die Lippen, weil Henrik ihm etwas sagen wollte. Gespannt lauschte er den Worten seiner Mutter, aus denen er jedoch nicht viel heraushören konnte. Sie sagte »ja«, oder »nein«, und schließlich: »Gut, Frau Bogdan, ich erwarte dann Ihren Besuch morgen Vormittag. Um elf Uhr? Gut, ich nehme mir dann Zeit für Sie.«

»Mutti, wer hat denn angerufen?«, fragte Nick neugierig, als Denise aufgelegt hatte, und vergaß ganz, sie zu begrüßen.

»Ich glaube, wir haben uns seit gestern Nachmittag nicht mehr gesehen«, erinnerte Denise ihn an sein Versäumnis.

Nick lief rot an. »Verzeihung, Mutti, das habe ich tatsächlich vergessen. Guten Tag«, sagte er und gab ihr einen schnellen Kuss auf die Wange. Solche Zärtlichkeiten fielen ihm in seinem jetzigen Alter schon etwas schwer.

Denise gab ihm einen liebevollen Klaps. »So, und nun werde ich deine Neugierde, die dir aus den Augen schaut, zufriedenstellen. Eine gewisse Frau Bogdan hat angerufen. Sie kommt morgen Vormittag mit ihrer Tochter Nadja zu mir. Die Kleine ist noch nicht ganz sieben. Frau Bogdan will sie für einige Wochen bei uns unterbringen, weil sie selbst operiert werden muss.«

»Dann bekommen wir also ein neues Kind. Phantastisch. Hat es denn keinen Vater mehr?«

»Das weiß ich nicht, mein neugieriger Sohn, doch werde ich das morgen gewiss erfahren. So, und nun fahre ich.« Denise wechselte noch einige Worte mit Frau Rennert und verließ dann, begleitet von ihren beiden Söhnen, das Büro.

In der Halle wurde sie von den übrigen Kindern lebhaft begrüßt. Für jedes hatte sie ein liebevolles Wort. Und da sich momentan sechzehn Kinder in Sophienlust befanden, dauerte das ein Weilchen. Als sie auf ihre Armbanduhr blickte, stellte sie fest, dass die gute Martha, die Schoen­eicher Köchin, sicherlich bereits verzweifelt auf sie warten würde.

Die Kinder begleiteten Denise noch bis zu ihrem Wagen. Als sie abgefahren war, kehrten sie schnell ins Haus zurück, denn es gongte eben zum zweitenmal.

Schwester Gretli und Lena empfingen die Kinder im Speisesaal mit vorwurfsvollen Augen. »Das Essen ist bereits kalt geworden«, murrte Lena.

Nick lachte sie übermütig an. »Das macht doch nichts, Lena. Wir haben einen solchen Bärenhunger, dass wir sogar eisgekühlte Kartoffeln mit der Schale verschlingen würden.« Er schnüffelte. »Was gibt’s denn heute? Fein, gefüllte Paprika mit Reis!« Er setzte sich.

Die Kinder aßen mit gesundem Appetit, dabei sprachen sie über das angekündigte kleine Mädchen.

»Ich bin ja gespannt, wie sie aussieht«, bemerkte Pünktchen mit vollem Mund.

»Ja, ich auch«, sagte Angelika. »Eigentlich ist es lustig, wenn man vorher immer raten kann, wie ein Kind aussehen wird.«

»Wenn ich es mir genau überlege, waren bisher alle Kinder sehr lieb.« Malu steckte ihrem Benny heimlich, unter dem Tisch, ein Häppchen von der Fleischfüllung zu.

Pünktchen sah ihren großen Freund Nick fragend an. »Kannst du dich noch an jedes Kind, das bei uns gewesen ist, erinnern?«

»Aber ja!«, rief Nick und nahm sich die dritte gefüllte Paprika. »Also, da war erst einmal …« Er begann nun damit, die vielen Kinder, die schon in Sophienlust gewesen waren, aufzuzählen. Einige von den Kindern, die schon lange da waren, halfen ihm, wenn er ins Stocken geriet. Erst als Lena und eine Praktikantin die Schälchen mit der Süßspeise brachten, wurde es still im Speisesaal. Nusscreme mit Sahne verschmähte keines der Kinder. Einige schleckten sogar die Schälchen aus. Doch Schwester Gretli und Frau Rennert taten so, als ob sie nichts bemerkt hätten.

Als Kinder hatten sie das Gleiche getan. Schließlich sollten die Kinder fröhlich sein. Da musste man solche kleine Unarten in Kauf nehmen.

»So, und nun auf zu den Koppeln!«, rief Nick und erhob sich als erster.

»Wir müssen uns doch noch umkleiden«, erklärte Malu.

»Ja, aber beeilt euch. Mädchen brauchen meist schrecklich lange zum Umziehen. Ich selbst bin in fünf Minuten fertig.« Nick lief schon zur Tür. Die anderen folgten ihm.

*

Hell schien die Sonne in das komfortabel eingerichtete Wohnzimmer des Luxusappartements im achten Stock eines Hochhauses in Frankfurt. Man hatte von dort einen weiten Blick über die Stadt, durch die sich der Main wie ein grüngoldenes Band schlängelte.

Die kleine Nadja kniete auf einem der roten Sessel und blickte sehnsüchtig zum Fenster hinaus. Marika Bogdan beobachtete ihre Tochter mit stiller Wehmut. Der Gedanke, sich bald von ihr trennen zu müssen, schmerzte sie zutiefst. Bisher hatte sie sich noch keinen Tag von ihrem Kind getrennt.

»Mama, warum sind wir von Papa fortgezogen?«, fragte Nadja und rutschte vom Sessel. Ihre großen grauen Augen richteten sich traurig auf Marika.

Wie hübsch sie ist, schoss es der jungen Frau durch den Kopf. Sie hat das gleiche Haar wie ihr Vater, und auch dieselbe Augenfarbe.

Ja, Nadja glich ihrem Vater tatsächlich so sehr, dass Marika durch sie immer wieder an den Mann erinnert wurde, den sie einstmals geliebt und dem sie bedingungslos vertraut hatte.

»Mama, warum gibst du mir keine Antwort?«, fragte das Kind ungeduldig.

»Weißt du, Nadja, es gibt Dinge, die sehr schwer zu erklären sind. Papa und ich vertragen uns nicht mehr.«

»Ist es wegen dieser Sibylle?«, fragte die Kleine nachdenklich. »Ich mag sie nicht.«

»Das darfst du nicht sagen, Nadja. Sibylle ist ein nettes Mädchen und …«

»Aber ich mag sie...

Erscheint lt. Verlag 18.2.2020
Reihe/Serie Sophienlust
Sophienlust
Sophienlust Box
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Bundle • Familiengeschichte • Familienroman • Familiensaga • Familienzwist • Heimatroman • Liebesgeschichte • Mami • Martin Kelter Verlag • Patricia Vandenberg • Sonnenwinkel • Sophienlust
ISBN-10 3-7409-5962-2 / 3740959622
ISBN-13 978-3-7409-5962-3 / 9783740959623
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