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Der Fluch des Druiden: Grusel-Krimi -  Frank Rehfeld

Der Fluch des Druiden: Grusel-Krimi (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
140 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-3605-6 (ISBN)
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»Du wirst sterben und mir mit deiner Lebenskraft helfen, das große Werk zu vollenden«, sprach Ramonza unbarmherzig. Die Worte hallten in Mandy Sheridan nach. Für Sekunden flackerte ihr Lebenswille auf. Der Schleier, der sich über ihr Bewußtsein gelegt hatte, riß. Plötzlich konnte sie wieder klar denken und erkannte entsetzt die Situation, in der sie sich befand. Sie wußte nicht mehr, wie sie auf das geheimnisvolle Schloß in Cornwall gekommen war, aber sie war sicher, daß der Wahnsinnige sie töten würde. Ramonza brachte sie in einen blutroten Raum. In theatralischer Geste hob er die Arme. »Kommt her, meine Diener, und packt sie!« befahl er. Mandy Sheridan fühlte sich von unsichtbaren Händen ergriffen und zu einem Altar geschleift. Vor dem Felsen waren Eisenringe in den Boden eingelassen. In Windeseile wurde die junge Frau daran festgebunden. Ein blutiger Finger tauchte vor ihr aus dem Nichts und malte Zeichen auf ihren Körper. Mandy wußte nicht, daß es Symbole der Schwarzen Magie waren, die sie dem Bösen weihten. Ramonza trat hinter den Altar. »Satan hört dich und ist gewillt, das Opfer anzunehmen«, drang eine grollende Stimme aus dem stilisierten Maul einer Teufelsfratze an der Wand. »Mein Zorn über dein Versagen, Druide, ist besänftigt. Ich gebe dir deine alte Kraft zurück.« Mit einem kunstvoll verzierten Dolch in der Hand umrundete Ramonza den Altar und blieb vor der Frau stehen. Dann ging er neben Mandy Sheridan in die Knie, hob die Waffe und stieß zu... Die Hauptpersonen: Mandy Sheridan, die schöne Journalistin, endet auf dem Opferaltar. Steve Haller, ihr Verlobter und erfolgreicher Anwalt, stellt sich einem Ungeheuer auf Black Castle. Ramonza ist der furchterregende Dämon. Pjetra, die Katzenfrau, schüttelt ihre dämonische Vergangenheit ab. Mark Strange ist der clevere Detektiv mit dem rechten Spürsinn. Chiefinspektor Stevenson vom Yard ist der Dritte im Bund mutiger Kämpfer.

Der Fluch des Druiden: Grusel-Krimi


Frank Rehfeld




»Du wirst sterben und mir mit deiner Lebenskraft helfen, das große Werk zu vollenden«, sprach Ramonza unbarmherzig.

Die Worte hallten in Mandy Sheridan nach. Für Sekunden flackerte ihr Lebenswille auf. Der Schleier, der sich über ihr Bewußtsein gelegt hatte, riß. Plötzlich konnte sie wieder klar denken und erkannte entsetzt die Situation, in der sie sich befand.

Sie wußte nicht mehr, wie sie auf das geheimnisvolle Schloß in Cornwall gekommen war, aber sie war sicher, daß der Wahnsinnige sie töten würde. Ramonza brachte sie in einen blutroten Raum. In theatralischer Geste hob er die Arme.

»Kommt her, meine Diener, und packt sie!« befahl er. Mandy Sheridan fühlte sich von unsichtbaren Händen ergriffen und zu einem Altar geschleift. Vor dem Felsen waren Eisenringe in den Boden eingelassen. In Windeseile wurde die junge Frau daran festgebunden. Ein blutiger Finger tauchte vor ihr aus dem Nichts und malte Zeichen auf ihren Körper. Mandy wußte nicht, daß es Symbole der Schwarzen Magie waren, die sie dem Bösen weihten. Ramonza trat hinter den Altar.

»Satan hört dich und ist gewillt, das Opfer anzunehmen«, drang eine grollende Stimme aus dem stilisierten Maul einer Teufelsfratze an der Wand. »Mein Zorn über dein Versagen, Druide, ist besänftigt. Ich gebe dir deine alte Kraft zurück.«

Mit einem kunstvoll verzierten Dolch in der Hand umrundete Ramonza den Altar und blieb vor der Frau stehen.

Dann ging er neben Mandy Sheridan in die Knie, hob die Waffe und stieß zu…


Die Hauptpersonen:

Mandy Sheridan, die schöne Journalistin, endet auf dem Opferaltar.

Steve Haller, ihr Verlobter und erfolgreicher Anwalt, stellt sich einem Ungeheuer auf Black Castle.

Ramonza ist der furchterregende Dämon.

Pjetra, die Katzenfrau, schüttelt ihre dämonische Vergangenheit ab.

Mark Strange ist der clevere Detektiv mit dem rechten Spürsinn.

Chiefinspektor Stevenson vom Yard ist der Dritte im Bund mutiger Kämpfer.


*


Ramonza richtete sich auf. Ein triumphierendes Lächeln huschte über sein Gesicht. Das Glühen der Teufelsfratze war wieder erloschen. Er wußte, daß sein Opfer angenommen wurde.

Eine Stoffbahn bewegte sich. Die junge Frau, die Mandy Sheridan schon bei der Ankunft im Schloß gesehen hatte, trat ein. Schwarze Haare fielen gelockt über ihre Schultern und rahmten ein feingeschnittenes Gesicht, das von raubtierhaften Augen beherrscht wurde. Sie trug ein weit geschnittenes schwarzes Kleid. Ein schwarzer Panther strich wie eine Hauskatze um ihre Beine. Gleichgültig blickte sie auf die Leiche zu ihren Füßen hinab.

»Ist es gelungen?« fragte sie.

»Ja, Pjetra. Satan hat mich endlich erhört. Ich spüre wieder die alte Kraft in mir, die er mir einst geraubt hat.«

»Glaubst du nicht, daß es an der Zeit wäre, mir endlich reinen Wein einzuschenken über dein damaliges Versagen? Was hast du verbrochen, daß er dich so bestrafte?«

»Nein«, antwortete Ramonza hart. »Ich meine durchaus nicht, daß es an der Zeit ist.«

»Hat es etwas mit diesem Steve Haller zu tun?« bohrte sie nach. »Solange

ich mich erinnern kann, suchst du ihn schon. Nun hast du seine Verlobte getötet. Was hat es mit ihm auf sich? «

Ein gefährliches Funkeln trat in Ramonzas Augen. Seine Brauen zogen sich zusammen.

»Hör auf!« befahl er. »Zu gegebener Zeit werde ich dir erklären, was du wissen willst.«

>Erst wenn erfüllt ist, was nach den Gesetzen der Hölle geschrieben steht, wirst du erfahren, wer du wirklich bist<, fügte er in Gedanken hinzu. >Dann wirst du auch erkennen, wie nutzlos du für mich bist, sobald Steve Haller sich in meiner Gewalt befindet. Noch aber brauche ich dich...<

Der Panther fauchte, als hätte er die Gedanken verstanden und wußte, welches Schicksal seiner Herrin drohte. Ramonza musterte ihn mit bösem Blick und beachtete das Tier nicht weiter.

»Kümmere dich um sie!« befahl er und deutete auf die Tote. Mit ausgreifenden Schritten eilte er aus dem Raum.

Neben der Leiche ging Pjetra in die Hocke und löste die Fesseln. Mit geistiger Kraft tastete sie nach dem reglosen Körper. Schweißperlen bildeten sich trotz der Kälte auf ihrer Stirn. Die Beschwörung kostete sie viel Kraft.

Ihre Augen bekamen einen metallischen Glanz.

Sie streckte die Arme aus und bewegte sie über der Toten. Ihre Finger formten machtvolle Symbole des Bösen.

Ein Ruck durchlief Mandy Sheridans Körper, dann ein weiterer, bis sie sich in wilden Zuckungen auf dem Boden wand.

Ihre Haut wurde dunkler und formte sich schließlich zu einem schwarzen Fell. Gleichzeitig schrumpfte der Körper, die Gliedmaßen veränderten sich und nahmen eine neue Form an.

Als die Beschwörung beendet war, kauerte ein weiterer Panther vor der jungen Frau. Gehorsam leckte er ihre Hand. Pjetra lächelte zufrieden und tätschelte das Raubtier, bevor sie sich wieder aufrichtete. Die beiden Panther folgten ihr, als sie den Raum verließ.

Sie traf Ramonza in der Eingangshalle des Schlosses. Er stand vor einem mannsgroßen Spiegel und starrte gedankenverloren auf sein Abbild.

»Es hat lange gedauert, bis ich herausfand, wo Haller sich aufhält«, sagte er. »Und es hat mich fast alle verbliebene Kraft gekostet, seine Verlobte herzurufen. Aber es hat sich gelohnt. Ich weiß jetzt alles, was ich über ihn wissen muß.«

Er fuhr mit den Händen über die Oberfläche des Spiegels. Schlieren bildeten sich und huschten über das Glas. Pjetra schauderte, als sie die starke Magie wahrnahm, über die ihr Vater gebot. Magie, die ihre eigene weit überstieg, die viel mehr war als nur Druidenmagie. Es war die dämonische Kraft der Hölle.

Das Spiegelbild verblaßte und formte sich langsam zu einem neuen Bild. Es zeigte einen schlanken großen Mann, den Pjetra noch nie gesehen hatte. Schwarze Haare rahmten ein verwegen aussehendes, scharf geschnittenes Gesicht. Mit elastischen Schritten, die etwas von ihrer eigenen Geschmeidigkeit besaßen, bewegte er sich durch einen Wohnraum. Interessiert beobachtete Pjetra ihn.

»Ist das Haller?« fragte sie neugierig.

»Ja«, antwortete Ramonza einfach. Es schien, als ob er noch etwas hinzufügen wollte, aber dann besann er sich anders und schwieg.

»Er hat etwas Dämonisches an sich«, stellte sie fest.

Ramonza fuhr herum. Unbändiger Zorn, den Pjetra noch nie an ihrem Vater bemerkt hatte, verzerrte sein Gesicht.

»Sag so etwas nie wieder!« brüllte er unbeherrscht. »Nie wieder, hörst du?«

Sie hielt seinem flammenden Blick stand. Ihre eigenen Katzenaugen verengten sich zu schmalen Schlitzen und schienen Funken zu sprühen, bis er den Blick schließlich abwandte.

>Verdammtes Biest<, dachte Ramonza und zwang sich zur Ruhe. >Mit einer Handbewegung könnte ich dich vernichten, wenn ich dich nicht noch brauchen würde. Aber danach wird auch dich nichts mehr schützen...!<


*


»Aber das kann doch nicht sein«, brüllte Steve Haller in den Telefonhörer. »Was soll das heißen, sie wäre gar nicht bei Ihnen angekommen?«

»Wie ich gesagt habe«, klang die Stimme der Besitzerin der einzigen Pension in dem kleinen Ort in Cornwall, Wo Mandy ihre Ferien verbringen wollte. »Ihre Verlobte ist nicht in Gorlwingham angekommen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch sagen, daß es nicht die feine englische Art ist, ohne die Buchung abzubestellen, einfach nicht zu erscheinen. Wenn ich Ihnen meine ehrliche Meinung sagen darf Mister Haller: ich glaube, das Mädchen hat Ihnen einen Bären aufgebunden und ist ganz woanders hingefahren, um sich zu amüsieren.« . »Es tut mir leid«, entschuldigte Steve sich. »Aber ich bin sicher, daß unter diesen Umständen etwas passiert sein muß. Ich kenne Miß Sheridan gut genug, um zu wissen, daß sie so etwas nicht tut. Meine Verlobte ist gestern in den Zug nach Gorlwingham gestiegen, ich habe sie selbst zum Bahnhof gebracht. Wir haben verabredet, daß sie anruft, sobald sie angekommen ist. Das ist nicht geschehen, und jetzt mache ich mir natürlich Sorgen.«

Verwirrt beendete er das Gespräch und legte den Hörer auf.

Er kannte Mandy Sheridan wirklich lange genug, um zu wissen, daß etwas passiert sein mußte. Sie hatte vor, zwei Wochen Urlaub in Gorlwingham zu verbringen. Mochte der Teufel wissen, wie sie ausgerechnet auf diesen verträumten Ort am Ende der Welt gekommen war. Jedenfalls war sie losgefahren, aber scheinbar nicht angekommen.

Bei einer anderen Frau hätte er noch befürchten können, versetzt worden zu sein, aber bei Mandy war das nicht vorstellbar. In einem Monat wollten sie heiraten, und es hatte nicht den geringsten Streit vor der Abfahrt zwischen ihnen gegeben.

Wie er es auch drehte und wendete, es war etwas passiert.

Die wildesten Vermutungen schössen Haller durch den Kopf. Berufsbedingt war er mit dem Verbrechen in allen Varianten vertraut. Als bekannter Rechtsanwalt hatte er sich über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen. Das war auch der...

Erscheint lt. Verlag 29.12.2019
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
ISBN-10 3-7389-3605-X / 373893605X
ISBN-13 978-3-7389-3605-6 / 9783738936056
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