Herr der Galaxien 10 - Welten sterben (eBook)
300 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-3583-7 (ISBN)
Finale auf der DAMON
„ Das Ende der Angst – und der Beginn eines neuen Zeitalters !“
John Willard, der Diener des Sternenvogts, des Herrn der Welten, erfährt, daß der Sternenvogt einst ein... Mensch gewesen ist mit Namen Professor Richard Spencer. Und der Sternenvogt läßt ihn virtuell Zeuge davon werden, was damals mit ihm geschah. Im Rahmen verrückter Experimente verschlug es ihn in eine andere - eine offensichtlich jenseitige! - Welt. Er nennt sie Mikro - und er ist hier nicht allein. Das bizarre Wesen Meta nimmt sich seiner an - und hilft ihm am Ende, das "Nirgendwo" wieder zu verlassen.
Aber das Universum, das er kannte, ist inzwischen längst Vergangenheit. Und er ist... kein Mensch mehr, sondern eine Kreatur, die jegliche Form annehmen kann, ein sogenannter ANPASSER.
Ein Händlerschiff namens DAMON nimmt ihn auf - mit einer mehr als seltsamen Besatzung: PSI-Menschen! Und noch seltsamere Dinge ereignen sich an Bord, denen er auf den Grund geht: Eine Art PSI-Einheit, die Spencer den "Manipulator" nennt, gaukelt den Angriff von Außerirdischen vor und will die Besatzung auslöschen. Doch er kann sie austricksen - und er erzählt weiter...
*
Ich kam in dem Gangstück, das an der Schleuse endete, zu mir.
»Spencer!« rief jemand verzweifelt.
Mühsam richtete ich mich auf. »Hier!« Meine Stimme war schwach. Auch ich litt jetzt unter den Nachwirkungen des besonderen Kampfes, den ich zu meinen Gunsten entschieden hatte - und zugunsten der Besatzung.
Kernau rannte herbei, dicht gefolgt von Stone. In Stones Gesicht sah ich Blut. Humpelte er nicht auch? Was war mit Kernau? Er schien unverletzt zu sein.
»Ich habe das Schiff gestoppt!« rief Stone herüber. Keuchend lehnte er sich gegen die Gangwand und schaute zu, wie sich Kernau über mich beugte, um mir auf die Beine zu helfen.
»Danke«, sagte ich zu Kernau.
»Wieso bist du plötzlich davongerannt? Die Außerirdischen kamen. Das ganze Schiff wimmelte von ihnen. Das waren Tausende. Sie materialisierten, schauten sich um und verschwanden wieder. Andere kamen.«
»Und jetzt ist das Fremdschiff verschwunden, nicht wahr?«
Kernau musterte mich mißtrauisch. »Was ist passiert, Spencer?«
»Alles der Reihe nach, Kernau. Erst bist du mit dem Erzählen an der Reihe - dann natürlich Stone.« Ich wehrte mich gegen jede weitere Hilfe. Mit wankendem Schritt ging ich Stone entgegen.
»Es war die Hölle«, murmelte der Captain, »die absolute Hölle! Der Bordcomputer drehte durch, glaube ich. Etwas hatte ihn im Griff. Das Schiff gehorchte keinen Steuerimpulsen mehr, sondern spielte verrückt. Und dann jagte es in den Raum hinaus, beschleunigte mit so irrsinnigen Werten, daß die Andruckneutralisatoren nicht mehr richtig nachkamen. Leider hatte ich nicht auf Kernau gehört. Der hatte sich rechtzeitig angeschnallt...«
»Und du bist durch die Zentrale gesegelt«, bestätigte Kernau. »Es grenzt an ein Wunder, daß du überhaupt noch lebst.«
»Die Kleinen, Kräftigen sind besonders unverwüstlich«, entgegnete Stone und versuchte ein Grinsen.
»Weiter!« drängte ich.
Kernau nahm jetzt das Wort. »Es ist kaum zu beschreiben, Spencer. Das Schiff beschleunigte nicht nur mit höchsten Werten, sondern setzte auch seine Waffen ein. Ich nehme an, daß das Schiff versucht hat, die Fremden abzuhängen und sich anschließend mit Waffengewalt gegen sie zu wehren.«
»Was haben die Schatten gemacht?«
»Sie verschwanden plötzlich. Wahrscheinlich kehrten sie auf ihr Raumschiff zurück.«
»Danach?«
»Ich - ich verlor irgendwie das Bewußtsein. Ich glaube, es gab eine enorme PSI-Entladung. Deshalb."
Stone schilderte indessen: »Ich hatte das Gefühl, etwas wollte meinen Kopf zum Platzen bringen und mein Gehirn herausbrennen. Ich verlor ebenfalls vorübergehend das Bewußtsein. Als ich die Augen aufschlug, beschleunigte das Schiff immer noch mit irrsinnigen Werten. Ich schleppte mich zur Hauptkonsole und unterbrach die Energiezufuhr. Dann machte ich mich daran, wieder Ordnung zu schaffen. Jetzt funktioniert die Steuerung wieder vollständig. Ich habe die Daten der letzten Stunde vom Computer abgerufen, aber...«
»Aber?«
»Ohne Erfolg, Spencer. Sämtliche Daten sind gelöscht! Als wäre überhaupt nichts geschehen und als hätte das Schiff von einer Sekunde zur anderen einfach nur seinen Standort im Raum gewechselt.«
»Alles paßt nahtlos zusammen?«
»Ja, Spencer, obwohl es jeglicher Logik widerspricht.«
»Das heißt, eine spätere Überprüfung würde nichts ergeben? Zum Beispiel, daß jemand den Bordcomputer manipulierte und dabei das ganze Chaos verursachte?«
»So ist es, Spencer!«
Ich ging an Stone vorbei in Richtung Zentrale.
Kernau eilte mir nach. »Ich bin eben erst zu mir gekommen. Ich dachte dabei zunächst nur an dich, wie du so plötzlich weggerannt bist. Wir konnten dir nicht folgen, weil die Fremden uns aufhielten. Und dann begann ja auch sofort dieser Höllentanz.«
»Es ehrt mich, daß du gleich nach dem Erwachen an mich gedacht hast«, sagte ich spöttisch über die Schulter zurück.
»Ja, denn ich habe geahnt, daß du etwas mit dem ganzen Chaos zu tun hast!«
»Spencer?« rief Stone überrascht. Auch er war uns gefolgt. Er hatte bewiesen, daß er ein guter Captain war. Ohne ihn wäre das Raumschiff wahrscheinlich immer noch steuerlos durch das All gerast und hätte alle Energie sinnlos verbraucht. Am Ende wäre genau der Zustand eingetreten, den der Manipulator uns vorgegaukelt hatte: Energielosigkeit und Steuerlosigkeit. Ohne Lufterneuerung wäre die Besatzung bald erstickt.
»Ja, er!« bestätigte Kernau ihm.
Ich trat in die Zentrale, dicht gefolgt von Stone und Kernau. Erst einmal suchte ich mir einen Platz. Ich hatte im Moment den Körper eines Menschen. Also hatte ich auch Bedürfnisse eines Menschen. Wie ehedem der Mensch Richard Spencer. Ich schloß die Augen und streckte die Beine aus. Ein wohliges Gefühl breitete sich in meinen Gliedern aus.
»He, nicht einschlafen!« befahl Stone.
Ich blinzelte lächelnd. »Ich hatte tatsächlich etwas mit dem Chaos zu tun, wenn auch nur indirekt. Was ihr erlebt habt, war der Kampf zwischen mir und dem Manipulator. Der Manipulator hat den Kampf verloren. Ich bin dafür, daß ihr Fellow und Blow und Braun sucht.«
»Blow?«
»Ja, Kernau. Blow ist natürlich nicht der Manipulator - und Fellow auch nicht. Er lebt übrigens.«
»Ja - und Braun?«
»Er ist mit Sicherheit der Dreh- und Angelpunkt, aber anders, als ihr jetzt noch glaubt.«
»Macht das eigentlich Spaß, so in Rätseln zu reden?«
»Nein, Kernau, aber ich muß es allen erklären. Auch Braun. Er weiß wahrscheinlich am wenigsten, wie ihm geschehen ist.«
Stone hantierte an der Hauptkonsole herum. Jetzt, da es anscheinend den Manipulator nicht mehr gab, arbeitete der Schiffscomputer wieder ungestört. Ein knappes Suchprogramm genügte. Eine Sekunde später flammten zwei Bildschirme auf. Blow und Fellow waren darauf zu sehen. Sie waren wohl erst erwacht, denn sie schauten sich verwirrt um. Die Zahlensymbolreihen am unteren Bildrand zeigten jeweils, wo sich die beiden befanden.
Stone nahm eine Konferenzschaltung vor: »Bitte umgehend zur Zentrale kommen. Hier Captain Stone, unter dem Kommando von...« Er zögerte und schielte zu mir herüber. »Unter dem Kommando von Kommandant Spencer!«
»Ich hole Braun«, sagte Kernau tonlos und ging.
*
Als alle versammelt waren, fühlte ich mich endlich besser. Der Kampf hatte enorme Kräfte verbraucht. Aber er hatte sich gelohnt.
Unterstützt von Kernau und Stone erzählte ich der Besatzung, was inzwischen vorgefallen war. Vor allem für Braun war das sehr interessant, weil er sich an nichts erinnern konnte - sogar seit er das Schiff betreten hatte!
Er berichtete selber: »Es kam ganz plötzlich, überfallartig. Ich war völlig unvorbereitet. Es war das erste Mal in meinem Leben, daß ich auf PSI-Ebene angegriffen wurde. Dieses Fremde in meinem Kopf war irritiert, aufs höchste erstaunt. Ich wollte die anderen darauf aufmerksam machen, aber das Fremde verbot es mir einfach. Und dann habe ich jegliche Erinnerung verloren.«
»Dieses Fremde war der Manipulator. Er hat durch uns erst erfahren, was PSI ist. Braun wurde deshalb sein erstes Opfer, weil es ihm bei Braun am leichtesten fiel. Es hat damit zu tun, daß beide gewissermaßen auf gleicher Wellenlinie liegen. Sie haben eine große Ähnlichkeit miteinander.«
»Ähnlichkeit?« fragte Braun. Er schien noch darüber zu grübeln, ob er sich über diese Bemerkung meinerseits ärgern sollte oder nicht.
»Du wirst bald sehen, was ich damit meine, Braun. Hast du nicht einmal einen ganzen Schiffscomputer ersetzt? Wir wissen nicht, wie du das gemacht hast. Wie hast du das Schiff denn gesteuert? Mit den Händen? Weißt du, die Kapazität eines Gehirns allein ist sinnlos, wenn es keine Verbindung zu den...
| Erscheint lt. Verlag | 25.12.2019 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| ISBN-10 | 3-7389-3583-5 / 3738935835 |
| ISBN-13 | 978-3-7389-3583-7 / 9783738935837 |
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