Du weckst in mir verbotenes Verlangen (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1266-2 (ISBN)
Für Selfmade-Milliardär Trent ist es eine Frage der Ehre, die schöne Sabrina McCallan in seinem Privatjet nach Paris zu bringen. Die reiche Erbin aus der New Yorker Dynastie muss ihrem Ex ein pikantes Geständnis machen, da will Trent sie nicht allein lassen. Aber von der ersten Flugmeile an hat er ein Problem. Denn zwischen ihnen knistert es heiß vor Verlangen, das verboten ist. Sabrina ist die Schwester von Trents bestem Freund, da heißt es Finger weg! Aber manchmal ist gerade das Verbotene einfach unwiderstehlich ...
<p>Susan Meier wuchs als eines von 11 Kindern auf einer kleinen Farm in Pennsylvania auf. Sie genoss es, sich in der Natur aufzuhalten, im Gras zu liegen, in die Wolken zu starren und sich ihren Tagträumen hinzugeben. Dort wurde ihrer Meinung nach auch ihre Liebe zu Geschichten und zum Schreiben geboren. Susan ist eine begeisterte, aber äußerst schlechte Golfspielerin und eine Frau, die verzweifelt versucht, kochen zu lernen, ohne die Feuerwehr bemühen zu müssen. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, drei Kindern und zwei Katzen immer noch Pennsylvania. Mehr erfahren Sie auf der Internetseite www.susanmeier.com.</p>
1. KAPITEL
Sabrina McCallan schenkte man üblicherweise immer noch einen zweiten Blick. Mit ihren blauen Augen, den blonden Haaren und wohlgeformten Kurven war sie optisch perfekt. Fügte man dann noch ihre aufrechte Haltung, ihren Charme, die tadellosen Manieren, Anmut und Intelligenz hinzu, so hatte man das, was Trent „Ziggy“ Sigmund im Stillen als „Klasse in Chanel“ bezeichnete.
Heute aber war etwas anders.
Es war August. Sie feierten die Hochzeit ihres Bruders Seth, und Sabrina war eine der Brautjungfern. Die Trauung war gerade vorüber, Sabrina wartete an der Kirchenbank darauf, für die offiziellen Hochzeitsfotos aufgerufen zu werden. Doch sie wirkte abwesend. Nervös. Außerdem hatte sich eine Haarsträhne aus ihrer Frisur gelöst, und sie hatte sie nicht zurückgesteckt.
Das war der Grund, warum Trent sie nicht aus den Augen ließ.
Er war heute ihr Begleiter bei Seth’ und Harpers Hochzeit, darum war es seine Aufgabe, an ihrer Seite zu sein, wenn sie zu dem Fotografen gerufen wurden, und ihre Unruhe irritierte ihn. Er sah sie nicht so eingehend an, weil er sie attraktiv fand – sie war überhaupt nicht sein Typ. Sie war viel zu perfekt, zu makellos, und er mochte es lieber ein bisschen wilder. Ihm gefielen zerzauste Haare auf dem Kopfkissen, ein schläfriger Blick, zerrissene Jeans und abgelaufene Turnschuhe besser.
Aber irgendetwas stimmte mit Sabrina nicht, und als ihr Begleiter und, mehr noch, als der beste Freund ihres Bruders fühlte er sich für sie verantwortlich. Während des Studiums hatten Seth und er in einem kleinen, heruntergekommenen Appartement zusammengelebt und sich mit Kellnern über Wasser gehalten. Sie hatten Geld und Essen geteilt. Sie hatten die Bus- und U-Bahnfahrpläne auswendig gekannt und sich gegenseitig Mut zugesprochen, wenn einer von ihnen ein Auge auf ein Mädchen geworfen hatte. Zwar hatte Seth für einige Zeit mit seiner Familie gebrochen, doch Jake, der andere McCallan-Sohn, hatte Beziehungen und damit Trent zu seinem ersten Job verholfen. Dort hatte er gelernt, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun, und sich zu einem Finanzgenie entwickelt. Mittlerweile verfügte er über ein beträchtliches Vermögen.
In gewisser Weise waren er und Seth wie Brüder, und Trent hätte ein Narr sein müssen, hätte er nicht gewusst, wie tief er in Seth’ Schuld stand. Und das war er nicht.
Deshalb erfüllte es ihn auch mit großer Sorge, Seth’ jüngere Schwester so durcheinander zu sehen. Der Bräutigam war viel zu beschäftigt. Und auch Jake, der älteste Bruder von Seth und Sabrina, hatte alle Hände voll mit seinem Kind und seiner schwangeren Frau zu tun. Nur Trent war konzentriert genug zu bemerken, dass mit Sabrina etwas nicht stimmte.
Als ihr und Trents Name vom Fotografen aufgerufen wurden, eilte er durch die Kirche zu ihr. In dem hellroten Kleid, das ihre blauen Augen gut zur Geltung brachte, sah sie umwerfend aus. Ihre Hochsteckfrisur wäre perfekt gewesen, hätte sich nicht die widerspenstige Strähne gelöst, doch in Trents Augen machte gerade das Sabrina noch attraktiver.
Er bot ihr seinen Arm an. Die Welten, in denen er und Sabrina aufgewachsen waren, hätten unterschiedlicher nicht sein können, doch zwölf Jahre in der Gesellschaft eines McCallan hatten dafür gesorgt, dass er wusste, wie ein Gentleman sich zu verhalten hatte.
„Bereit für die Fotos?“
Sabrina lächelte höflich, als sie seinen Arm nahm. „Ja.“
Beinahe hätte er ihr gesagt, wie elegant sie in dem schlichten Kleid aussah, das Harper für ihre Brautjungfern ausgewählt hatte, doch da er annahm, sie hatte das an diesem Tag bereits unzählige Male gehört, verzichtete er darauf.
Sie stellten sich neben Seth und Harper auf und lächelten in die Kamera. Es waren sicher einige hundert Aufnahmen, die der Fotograf vom Brautpaar, der Familie und den anderen Gästen schoss.
Danach verabschiedeten sich Seth’ Mutter und Harpers Eltern. Letztere nahmen Harpers Tochter Crystal mit nach Hause, damit sie ihren Mittagsschlaf halten konnte, und auch Maureen wollte sich kurz hinlegen. Das Kindermädchen von Jake und Avery brachte die kleine Abby in deren Wohnung in der Upper East Side, damit das Kind sich ausruhen konnte. Der Rest der Gästeschar wurde in Limousinen zu Seth’ und Harpers Penthaus kutschiert, wo sie vor dem offiziellen Empfang auf das Brautpaar anstoßen würden.
Die erste Flasche Champagner entkorkte Seth persönlich und dankte allen Anwesenden dafür, dass sie den glücklichsten Tag seines Lebens mit ihm feierten. Dann eilten Kellner herbei, um weitere Flaschen zu öffnen, Gläser zu füllen und sie den Gästen zu reichen.
Trent stand an die Bar gelehnt da und beobachtete Sabrina. Sie nahm ein Glas Champagner, hob es, als der Trauzeuge Jake einen Toast aussprach, und gab dann vor, einen Schluck zu trinken.
Trent kniff die Augen zusammen, als ihr Glas nach drei weiteren Toasts noch immer genauso voll war wie am Anfang.
Braut und Bräutigam mischten sich unter die Gäste, und es wurden Hors d’oeuvres serviert. Mit Harper an seiner Seite erzählte Seth Geschichten aus seiner schwierigen Jugendzeit und sprach voller Zuneigung von Harpers verstorbenem Mann Clark, dem dritten Mitbewohner in der Wohngemeinschaft von Clark, Seth und Ziggy, der sich heute lieber Trent nannte. Die Zeit verging wie im Flug, und ehe Trent sich versah, brachen sie alle zum Empfang im Waldorf Astoria auf.
Rasch machte er sich auf die Suche nach Sabrina. Als er sie fand, schien sie völlig neben sich zu stehen. Und das war völlig untypisch für eine Frau, die wie sie eine gemeinnützige Organisation führte, die Start-up-Firmen in erfolgreiche Unternehmen verwandelte.
Er dachte daran, dass sie keinen einzigen Tropfen getrunken hatte, zählte eins und eins zusammen und kam zu einem Schluss, der ihm fast einen lauten Pfiff entlockt hätte.
Sabrina hielt sich so gut es ging bei Seth und Harper. Als Ziggy sie – wieder einmal – aufgespürt hatte, um mit ihr zum Empfang zu fahren, hätte sie ihn am liebsten erwürgt. Sie wollte allein sein und über alles nachdenken, doch der beste Freund ihres Bruders, und ihr heutiger Begleiter, schien immer in ihrer Nähe zu sein.
Fast schon hätte man meinen können, er habe ein Auge auf sie geworfen, doch sie wusste es besser. Den jungen Frauen mit den ungebändigten Haaren nach zu schließen, passte Sabrina kaum in sein Beuteschema – genauso wenig wie Ziggy in ihres, auch wenn sie zugab, dass er gut aussah. Seine schwarzen Locken waren so lang, dass sie auf anziehende Weise bis auf den Kragen fielen, und seinen dunklen Augen mit den schweren Lidern schien nichts zu entgehen. Doch für ihren Geschmack war er zu lässig. Er ging bevorzugt in schummrige Jazzkneipen und hing gern mit ein paar Dosen Bier an irgendeinem See zum Angeln ab. Wobei sie hätte wetten können, dass er an mindesten dreien davon ein Haus besaß.
Und dann dieser Name! Sie hatte sich nie daran gewöhnen können, ihn Trent zu nennen. Das lag zum einen daran, dass ihr Bruder ihn mehr als zehn Jahre lang Ziggy genannt hatte. Außerdem passte in ihren Augen dieser Name viel besser zu dem sorglosen Milliardär als Trent.
Niemand wollte mit einem Mann zusammen sein, der Ziggy hieß, schon gar keine hochprofessionelle Geschäftsfrau, wie sie es war. Sie führte eine angesehene Non-Profit-Organisation, und ihr öffentliches Auftreten entschied darüber, ob sie Zuwendungen und Spenden für die vielen Menschen erhielt, die jedes Jahr mit ihren Ideen zu ihr kamen und Unterstützung suchten.
Ziggy half ihr in eine der schwarzen Limousinen, die vor dem Gebäude, in dem Seth und Harper wohnten, vorgefahren waren.
Höflich lächelte Sabrina. „Danke sehr.“
„Gern geschehen.“
Der Chauffeur schloss die Tür hinter ihnen und nahm auf dem Fahrersitz Platz.
Per Knopfdruck schloss Ziggy die Scheibe, die die Passagiere vom Fahrer trennte. „Geht es dir gut?“
„Wie bitte? Ja, natürlich.“
„Gibt es etwas, worüber du sprechen möchtest?“
Sabrina warf ihm einen Blick von der Seite zu. „Nein.“
„Ich finde, du wirkst wie jemand, der eine Schulter zum Ausweinen gebrauchen könnte oder zumindest einen Ratschlag.“
Sie kämpfte gegen den Drang an, die Augen fest zu schließen, und bewahrte Haltung. Er konnte nicht wissen, dass sie schwanger war! Sie wusste es selber erst seit diesem Morgen. Eine vertrackte Woche, in der sie sich einsam gefühlt hatte, war Grund genug gewesen, dass sie zu Pierre nach Paris geflogen war – obwohl sie sich letzten Monat in gegenseitigem Einvernehmen getrennt hatte. Dort hatten sie ein sorgloses Wochenende miteinander verbracht, mit dem Ergebnis, dass sie jetzt ein Kind erwartete.
Als sie nach New York zurückgeflogen war, war es ihr so vorgekommen, als bedauerte Pierre ihre Abreise, doch anscheinend nicht so sehr, dass er sie angerufen hätte. Und das war auch gut so. An die Liebe glaubte sie nicht, und als Pierre ihr vor vier Jahren Avancen gemacht hatte, war sie darauf eingegangen, weil sie gewusst hatte, dass diese Affäre keine Gefahren bergen würde. Er war ein großartiger und leidenschaftlicher Künstler, und sie hatten einige Gemeinsamkeiten und Spaß miteinander. Doch er war auch das Produkt einer Ehe, die noch unglücklicher als die von Sabrinas Eltern gewesen war. Deshalb hatte Pierre sich vorgenommen, die Entbehrungen seiner Kindheit dadurch wieder gutzumachen, indem er sich nahm, was er wollte. Außerdem hatte er sich geschworen, niemals zu heiraten oder Kinder zu haben. Für Sabrina war das völlig in Ordnung gewesen, denn sie führten...
| Erscheint lt. Verlag | 17.12.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Julia | Julia |
| Übersetzer | Anja Görgens |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Falling for the Pregnant Heiress |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7337-1266-8 / 3733712668 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-1266-2 / 9783733712662 |
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