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Hidden Legacy - Kalte Flammen (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
165 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-1257-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Hidden Legacy - Kalte Flammen - Ilona Andrews
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Save the date!
Nevada Frida Baylor und Connor Anders Rogan laden Dich sehr herzlich zu ihrer Hochzeit ein.
Beschwörungen, Wettermanipulation und andere magische Aktivitäten sind strengstens untersagt!

Nevadas kleine Schwester Catalina kann es kaum erwarten, ihr Brautjungfernkleid vorzuführen ... und zuschauen, wie Nevada vor den Altar tritt. Als jedoch der Weddingplaner gewaltsam vom Gelände entfernt werden muss, die unbezahlbare Tiara der Braut spurlos verschwindet und dann auch noch Rogans exzessive Familie über das Haus herfällt, scheint das junge Glück in großer Gefahr. Catalina bleibt nur noch eine Möglichkeit - eine, die sie sehr fürchtet: Sie muss ihre Magie nutzen! Aber sie wäre keine waschechte Baylor, würde sie nicht alles tun, um die Märchenhochzeit von Nevada wahrzumachen ...

'WILDE SCHATTEN steckt voller Abenteuer und Romantik und Witz - das Buch war definitiv jede Minute wert!' SMEXYBOOKS

Novella zur HIDDEN-LEGACY-Reihe von NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin Ilona Andrews

1


Zwei Monate und zwei Wochen später

Catalina

Ich musste durch den Flur von Mountain Rose gehen, und eine Horde laut schnatternder Kinder tauchte vor mir auf. Alles, was ich jemals im Herold über meinen zukünftigen Schwager gelesen hatte, ließ vermuten, dass Connor Rogan ein Einzelgänger ohne wirkliche Familie war, abgesehen von seiner Mutter und seiner Cousine Kelly Waller, die nicht zählte.

Der Herold hatte gelogen.

Die Gänseschar steuerte schnurstracks auf mich zu.

Ich drückte das Tablet an meine Brust und wappnete mich.

Sie rannten kichernd im Kreis um mich herum und dann den Flur weiter entlang. Vor mir blieb ein kleines Mädchen zurück, das ein Plüsch-Einhorn in Händen hielt. Ich atmete tief aus.

Rogan hatte Unmengen an Verwandten, die quer über den Mittelmeerraum verteilt lebten, und sie alle waren ins Haus seiner Mutter hereingeschneit, um an der Hochzeit teilzunehmen. Ich mochte Kinder, aber es befanden sich etwa zwanzig bis dreißig Kinder unter zwölf Jahren auf dem Grundstück, und sie zogen in Rudeln umher. Als ich das letzte Mal auf diese Bande getroffen war, hatten sie mir das Tablet aus den Händen geschlagen. Dem Tablet durfte aber nichts zustoßen. Alle Dateien zur Hochzeit befanden sich auf dem Rechner.

Das kleine Mädchen und ich starrten einander an. Sie war wahrscheinlich um die fünf Jahre jung und unglaublich süß mit ihren braunen Haaren und großen dunklen Augen. Sie trug ein hübsches lavendelfarbenes Kleid, das mit winzigen Seidenblumen verziert war. Hätte Mom mich in dem Alter in so ein Kleid gesteckt, dann wäre es in weniger als fünf Minuten voller Schlamm und Motorenöl gewesen. Als ich fünf war, spielte ich entweder draußen oder in Oma Fridas Werkstatt, wo sie Panzer und Feldartillerie reparierte.

»Hallo«, sagte ich. »Ich bin Catalina.«

»Mia Rosa García Ramírez Arroyo del Monte.«

Mir wurde klar, dass ich sie schon gesehen hatte. Sie schien Mrs Rogan bereits die ganze Zeit hinterherzulaufen. Sie folgte ihr hinaus auf die Veranda, in ihr Arbeitszimmer, in das Medienzimmer. Sie wollte im Esszimmer sogar direkt neben ihr sitzen.

Mia Rosa hielt ihr Einhorn hoch. Es war fast so groß wie sie selbst und mit traubengroßen blauen und silbernen Plastikjuwelen und viel zu viel Glitzer verziert.

»Das ist Saphir.«

»Sie ist sehr hübsch.«

»Sie lebt in den Mitternachtswolken, und das Mondlicht schimmert in ihrem Horn.«

Was sonst. Jewel Legends. Es handelte sich um einen bei den Kindern beliebten Cartoon mit fantastischen Tieren. Ich war dafür zu alt, aber meine jüngere Schwester Arabella hatte den Beginn des Wahnsinns noch mitbekommen. Es gab eine Phase, da musste alles von Jewel Legends sein: Notizbücher, Rucksäcke, Handyhüllen … bis sie auf die Highschool ging, ab da war das Thema erledigt.

»Ich will eine Glitzerpistole«, verkündete Mia Rosa mit einer Stimme, der man einen ganz leichten Akzent anhören konnte.

»Äh, wie bitte?«

»Es gibt eine Pistole, mit der man mehr Glitzer dazutun kann.«

»Du möchtest einen Strassapplikator?«

Mia Rosa nickte mehrfach. »Ja. Meine Mommy hat gesagt, du bist das Mädchen, das alles kann, und ich solle dich fragen.«

Das Mädchen, das alles kann. Ich verkniff mir einen Seufzer. »Ich werde schauen, was sich machen lässt. Wie lautet denn der Name deiner Mommy, damit ich weiß, wo ich den Strassapplikator hinbringen soll?«

»Teresa Rosa Arroyo Roberto del Monte. Danke! Aber gib ihn nicht Mommy. Gib ihn mir.«

Wie süß! Sie hat Danke gesagt. »Gern geschehen.«

Sie knickste kurz und rannte hinter den anderen Kindern her. Ihr Einhorn schleppte sie mit sich.

Mein Handy pingte. Ich rief die Nachricht auf. Arabella hatte geschrieben: »Wo bist du???? Komm sofort her!!!«, und hatte das GIF eines heulenden Babys hinzugefügt, dem man mit Photoshop wahre Tränenfluten entlockt hatte. Ich machte mich auf den Weg, fast schon im Laufschritt.

Alles hatte damit angefangen, dass Nevada die Hochzeitsplanerin gefeuert hatte. Also, die erste Hochzeitsplanerin.

Normalerweise war meine ältere Schwester eine absolut vernünftige Person. Na ja, so vernünftig wie man halt sein kann, wenn man ein menschlicher Lügendetektor ist. Doch vor zwei Wochen war Simon Nightingale verschwunden, und Haus Nightingale hatte uns beauftragt, ihn zu finden. Unsere Familie hatte sich vor gerade mal drei Monaten als Haus eintragen lassen. Unsere kleine Detektei verwandelte sich von Baylor Investigative Agency in Haus Baylor Investigative Agency. Der Nightingale-Fall war unser erster Auftrag als anerkanntes Haus. Die gesamte Elite Houstons schaute uns auf die Finger, und es trieb Nevada geringfügig in den Wahnsinn. Was untertrieben war. Der Fall hatte sie völlig ausflippen lassen.

Die erste Hochzeitsplanerin war gefeuert worden, weil sie Nevada widersprochen hatte. Meine Schwester erklärte ihr, wie sie die Hochzeit geplant haben wolle, und die Hochzeitplanerin hatte ihr erklärt, warum sie das so nicht machen konnten. In den meisten Fällen hieß »Das können wir nicht tun« eigentlich »Wir tun das nicht, weil es sich um die Hochzeit von Hochbegabten handelt, und so macht man das einfach nicht«. Schließlich verkündete Nevadas Hochzeitsplanerin, dass es sich ja gar nicht um ihre Hochzeit handle, sondern um eine Hochzeit des Hauses Rogan, und sie müsse aufhören, ihr mit »lächerlichen Forderungen« die Arbeit zu erschweren, wie zum Beispiel beim Probedinner Queso als Vorspeise reichen zu wollen. Die Hochzeitsplanerin wurde augenblicklich des Grundstücks verwiesen.

Die zweite Hochzeitsplanerin wurde gefeuert, weil sie ständig log. Ihre Vorstellung von einer Hochzeitsplanung war, die Braut zu beruhigen, indem sie so tat, als ob sie alles unter Kontrolle hätte, selbst wenn das nicht der Fall war. Sie wollte nicht, dass man ihr ständig auf die Finger schaute. Doch meine Schwester war nun mal ein zweihundertprozentiger Kontrollfreak, und selbst in unserer Familie galt ihr Auge für Details als legendär. Nevada fragte sie also, ob es ein Problem gäbe, und die Hochzeitsplanerin versicherte ihr, dass alles in Ordnung sei, obwohl man sie darauf hingewiesen hatte, dass Nevada jede einzelne ihrer Lügen spüren konnte. Die Situation spitzte sich zu, als Nevada von ihr eine klare Antwort haben wollte, ob sie und Mrs Rogan sich auf einen Caterer geeinigt hätten. Nachdem sie ihr zum zehnten Mal gesagt hatte, sie möge sich keine Sorgen machen, ist Nevada abermals ausgeflippt. Mir wurde klar, dass auch die zweite Hochzeitsplanerin gefeuert worden war, als ich die arme Frau in Panik und auf zwölf Zentimeter hohen Stöckelschuhen zu ihrem Auto rennen sah. Nevada war direkt hinter ihr auf die Veranda gelaufen und hatte gebrüllt: »Und, ist alles in Ordnung? Ist es immer noch in Ordnung?«

Wir machten uns nicht die Mühe, eine dritte Hochzeitsplanerin zu suchen. Arabella und ich setzten uns ein Wochenende lang zusammen, bestellten uns genügend Essen und entschieden uns nach gut dreißig Folgen von Whose Wedding Is It Anyway? und vier Staffeln von Bridezilla, die Hochzeit in unsere Hände zu nehmen.

Obwohl Rogan und seine Mutter uns mit ausgesuchter Höflichkeit behandelten, schien sich der Rest seiner Familie nicht im Klaren zu sein, welche Position wir einnahmen. Sowohl Arabella als auch ich waren als Hochbegabte eingetragen worden, aber man hatte unsere Unterlagen zur Geheimsache erklärt. Außerdem war unsere Familie nicht reich, und Rogan war ein Milliardär. Da ich achtzehn Jahre alt und Arabella gerade mal sechzehn war, vertraten sie die Auffassung, dass wir über keinerlei Autorität verfügten. Ich hatte den Eindruck, sie hatten uns unter »arme Verwandte, die die Botengänge erledigen«, eingeordnet und hielten uns für nicht viel besser als »Dienstmädchen«. Anscheinend war ich das Mädchen, das alles konnte. Ich wollte nicht wissen, was Arabella war.

Genau das konnte ich jetzt brauchen. Ich fühlte mich inmitten dieses atemberaubenden Luxus ohnehin schon wie ein ungelenker Trampel. Das war nicht mein Zuhause. Mein Zuhause war das Loft im Lagerhaus. Wenn es auch nur die geringste Chance gegeben hätte, nicht hier sein zu müssen, hätte ich sie ergriffen. Aber ich liebte meine Schwester.

Es wäre alles viel leichter, wenn wir das alles in Rogans Haus tun könnten, aber Rogan und Nevada hatten Rogans Zuhause zur hochzeitsfreien Zone erklärt und versteckten sich, wann immer es ging.

Ich bog um die Ecke und betrat einen Raum, in dem Nevada auf einem Podium stand. Sie trug Stöckelschuhe und das im Entstehen befindliche Hochzeitskleid, das im Grunde Musselin mit blauen Markierungsstrichen war. Zwei Leute krabbelten um sie herum und steckten den Saum ab.

Arabella stand direkt vor ihr und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Nevada und Arabella waren beide blond, doch Nevadas Haar hatte einen Kleehonigton, wohingegen Arabellas die Farbe goldener Maisgrannen besaß. Ich war neben Mom die einzige Brünette in der Familie. In diesem Augenblick waren die Ähnlichkeiten zwischen meinen beiden Schwestern deutlich zu erkennen, und wenn man nicht auf die Gesichter achtete, schien Arabella eine kleinere und schlankere Kopie Nevadas zu sein.

Oh, wenn wir uns das nächste Mal stritten, dann sollte ich das erwähnen. Wie sie das hassen würde.

»Was ist los?«, fragte ich.

»Sie möchte Flieder in ihrem Hochzeitsstrauß.«

»Okay …« Nevada hatte gesagt, sie...

Erscheint lt. Verlag 1.12.2019
Reihe/Serie Nevada-Baylor-Serie
Nevada-Baylor-Serie
Nevada-Baylor-Serie
Übersetzer Marcel Aubron-Bülles
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Original-Titel Diamond Fire
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Abenteuer • Altar • Catalina • Connor "Mad" Rogan • Dynastien • Fantasy • Fantasyliteratur • Fantasyroman • Feuer • Gefahr • Geheimnis • Gesicht • Gestaltenwandler • Gestaltwandler • Große Gefühle • Hochzeit • Intrigen • kleine Schwester • Leidenschaft • Liebe • Magie • Magier • magische Häuser • Nevada Baylor • Paranormal • Phantastik • Primemagier • Prinz • Prinzessin • Privatdetektiv • Romance • Romantasy • Romantic Fantasy • Romantik • Romantische Fantasy • Schatten • Schattenwelt • Schwester • Texas • tiara • Übersinnlich • Übersinnliche • USA • weddingplaner • Witz • Zauber • Zauberer
ISBN-10 3-7363-1257-1 / 3736312571
ISBN-13 978-3-7363-1257-9 / 9783736312579
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