Bianca Extra Band 77 (eBook)
448 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-3678-1 (ISBN)
ZUCKERGUSS UND SÜSSE KÜSSE von BRENDA HARLEN
'Er ist der Richtige', weiß Eva, sobald Luke ihren Donutladen betritt. Der sexy Cowboy erobert ihr Herz im Sturm, und bald verbringen sie zärtliche Stunden zusammen. Bis er sie plötzlich verlässt. Zurück bleibt die Frage nach dem Warum - Eva kann ihre große Liebe nicht aufgeben!
WEIHNACHTSWUNDER IN PORT ORCHARD von CHRISTINE FLYNN
Erik Sullivan ist attraktiv, erfolgreich - und will nur weg aus seiner Heimatstadt. Denn hier erinnert ihn alles an seine Scheidung. Doch dann tritt kurz vor Weihnachten die bezaubernde Rory in sein Leben. Und weckt in ihm Gefühle, gegen die er sich heftig sträubt. Anfangs ...
DU HAST MIR GEZEIGT, WAS LIEBE IST von MEG MAXWELL
Einmal das Leben außerhalb ihrer Amisch-Gemeinde kennenlernen, davon träumt Anna schon lange. Daher sagt sie spontan Ja, als Colt sie um Hilfe mit seinen kleinen Neffen bittet. Schnell verliert sie ihr Herz an den attraktiven FBI-Agenten. Aber kann sie in seiner Welt glücklich werden?
SCHON IMMER - FÜR EWIG von KERRI CARPENTER
Mit diesem Angebot könnte er seine Zeitung retten! Dafür müsste Sawyer Wallace allerdings seine beste Freundin verraten. Denn nur er weiß, dass Riley die mysteriöse Bloggerin ist. Und die Frau, die er schon so lange heimlich liebt ... Wird er sie trotzdem verraten?
Der preisgekrönten Autorin Christine Flynn erzählte einst ein Professor für kreatives Schreiben, dass sie sich viel Kummer ersparen könnte, wenn sie ihre Liebe zu Büchern darauf beschränken würde sie zu lesen, anstatt den Versuch zu unternehmen welche zu schreiben. Sie nahm sich seine Worte sehr zu Herzen und verließ seine Klasse, schrieb daraufhin sehr wenig, bis sie 15 Jahre später von ihrem Ehemann einen Silhouette Liebesroman erhielt, den er kostenlos mit dem Geschenkpapier für ihr Muttertagsgeschenk bekam. Weder sie noch ihr Ehemann erinnern sich daran, was er ihr gekauft hatte. Aber an das Buch erinnert sie sich noch ganz genau. Da sie von zwischenmenschlichen Beziehungen insbesondere von den oft komplizierten zwischen Mann und Frau schon immer fasziniert war, fokussierte sie sich beim Schreiben ihrer Werke auf die Ausleuchtung dieser Thematik. Jetzt wird sie als 'Meisterin des Geschichtenerzählens im Liebesromangenre' vom Romantic Times Magazine erachtet. Ihre Arbeiten erscheinen regelmäßig auf den Bestsellerlisten unter anderem auf der der USA Today.
1. KAPITEL
Vorfreude und Beklommenheit wuchsen mit jeder Meile, die Luke auf der Fahrt von Cheyenne nach Rust Creek Falls hinter sich ließ. Nur vage nahm er die Landschaft ringsumher wahr, denn in seinem Kopf spielten sich Erinnerungen an seine ersten einundzwanzig Jahre ab – wie ein alter Kinofilm ohne Happy End.
Immer wieder hinterfragte er den Impuls, der ihn auf diese lange Reise geschickt hatte. Immer wieder spielte er mit dem Gedanken, umzukehren und nach Wyoming zurückzufahren. Weil du ein Feigling bist.
Doch anscheinend war seine Sehnsucht nach seiner Familie stärker als seine Feigheit, denn er setzte den Weg nach Rust Creek Falls unbeirrt fort.
Als er sein Ziel fast erreicht hatte, hielt er Ausschau nach dem vertrauten Schild, das Besucher in der Stadt willkommen hieß. Zwölf Jahre zuvor war es bereits alt und verblichen gewesen, also stand es möglicherweise gar nicht mehr. So oder so war es egal. Luke brauchte kein Erkennungszeichen, um zu wissen, dass er beinahe angekommen war. Das sagte ihm sein Bauchgefühl.
Aber zwölf Jahre sind eine lange Zeit, und die Menschen ändern sich. Bella war noch nicht mal ein Teenager, als ich weggegangen bin, jetzt ist sie erwachsen – und Ehefrau. Mrs. Bella Jones.
Er schüttelte den Kopf. Noch immer konnte er kaum fassen, dass ihm so viel Zeit mit seiner Familie entgangen war. Noch immer kämpfte er mit der schweren Schuld.
Davon wusste Bella natürlich nichts. Andernfalls hätte sie sich niemals bemüht, ihn zu finden. Sein Verschwinden hätte sie eher erleichtert. Aber sie verdiente die Wahrheit, genau wie seine anderen Geschwister. Auch wenn er sich noch so sehr schämte, sich diese Wahrheit einzugestehen.
In all der Zeit fern von Montana hatte er seine Familie nie vergessen, nie zu vermissen aufgehört. Seit er aus Rust Creek Falls fortgegangen war, verging kein einziger Tag, an dem er nicht an seine Angehörigen dachte. Bailey und Daniel waren mit ihm fortgegangen, doch sie hatten nur eine Zeit lang zu dritt zusammengehalten.
Luke konnte nicht mehr zählen, wie oft er im Laufe der Jahre mit dem Gedanken gespielt hatte, nach Hause zurückzukehren – nur um sich all die Gründe in Erinnerung zu rufen, aus denen er fortgegangen war.
Es führt kein Weg zurück – das war für ihn mehr als ein Buchtitel oder eine Phrase, es war seine Lebenswirklichkeit.
Warum also versuchte er nun, diese Wirklichkeit zu ändern?
Weil Bella ihn sehen wollte.
Am Vorabend hatte er sie angerufen und ihr mitgeteilt, dass er unterwegs war. Zum einen aus Sehnsucht, ihre Stimme zu hören. Zum anderen, weil er nach der Vorankündigung seines Besuchs weniger geneigt war, sich vor dem Wiedersehen zu drücken. Er hatte sie schon einmal im Stich gelassen. Das sollte nie wieder passieren.
Nun war er endlich auf dem Weg nach Hause. Diese Aussicht füllte ihn mit Vorfreude, aber auch mit sehr viel Bangigkeit. Als Folge einer jugendlichen törichten Fehleinschätzung hatte er alle verloren: seine Eltern Rob und Lauren, seine sechs Geschwister Bailey, Daniel und Jamie, Bella, Dana und Liza.
Luke schob die schmerzlichen Erinnerungen beiseite, weil er wusste, dass er die Zeit nicht zurückdrehen und nichts an seinem damaligen Verhalten ändern konnte. Doch manchmal, des Nachts, in seinen Träumen, da malte er sich aus, damals ganz anders, smarter gehandelt zu haben. Und in diesen Träumen erwachte er in dem Haus, in dem er aufgewachsen war, und seine Mutter bereitete in der Küche das Frühstück zu, während er sich in der Morgendämmerung anzog und nach draußen eilte, um seinem Vater und seinen Brüdern auf der Ranch zu helfen.
Jedes Mal erwachte er aus einem dieser Träume mit einem schweren Druck auf der Brust und fragte sich, wie es möglich war, dass sein gebrochenes Herz weiterhin schlug. Dann stürmte er in die Stallungen der jeweiligen Ranch, auf der er gerade angestellt war, und stürzte sich in körperliche Arbeit, als könnte ihm das Hantieren mit Heuballen irgendwie helfen, Kummer und Schuldgefühle zu überwinden.
Luke nahm den Fuß vom Gaspedal, als er sich der Stadtgrenze näherte. Erneut befielen ihn Zweifel. Soll ich das wirklich durchziehen? Soll ich meine Geschwister nach so vielen Jahren aufsuchen?
Sein GPS war auf Just Us Kids programmiert – die Kindertagesstätte, die der Familie Jones gehörte und von Bella geleitet wurde. Die Einrichtung hatte vor zwölf Jahren noch nicht existiert, weshalb er sich fragte, wie viele andere Geschäfte in der Zwischenzeit gekommen und gegangen sein mochten. Ist Crawford’s General Store noch immer der einzige Laden in der Stadt, in dem man Milch bekommt? Prangt über dem Ace in the Hole noch immer das flackernde Neonschild, das Cowboys kaltes Bier und heiße Mädchen verspricht? Ist der Kaffee im Daisy’s Donut Shop immer noch heiß und kräftig?
So eine Stärkung konnte er gut gebrauchen. Vor allem, da er sein Ziel laut GPS in einer knappen Viertelstunde erreichen sollte. Nicht mal fünfzehn Minuten nach über zwölf Jahren …
Auf dem Weg durch die Cedar Street umfasste er das Lenkrad fester. Die winterliche Dekoration erinnerte ihn daran, dass Weihnachten keine drei Wochen entfernt war. Girlanden und funkelnde Lichter schmückten sämtliche Schaufenster; eine frische Schneedecke auf den Bürgersteigen unterstrich die festliche Atmosphäre.
Er hatte erwartet – vielleicht sogar gehofft –, dass die Stadt sich in einem ganz anderen Licht präsentierte. Doch die Veränderungen waren minimal.
Aus einem Impuls heraus hielt Luke vor Daisy’s Donut Shop an. Ihm war nicht nur nach einer schnellen Tasse Kaffee, sondern auch nach ein paar Minuten Auszeit, um seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, bevor er seiner Schwester begegnete. Er trat ein und stellte sich an der Schlange vor dem Tresen an.
Ein älterer Mann kam mit einer dampfenden Tasse in der Hand auf ihn zu und nickte zur Begrüßung. „Schön, dich zu sehen, Luke.“
Die raue Stimme war ebenso vertraut wie das runzelige Gesicht. „Guten Morgen, Mr. Strickland.“
„Bist du über Weihnachten heimgekehrt?“
Heimgekehrt. Das Wort rührte an etwas tief in Lukes Innern. Ist das hier meine Heimat? Er war so lange auf Wanderschaft gewesen, ohne irgendwo Wurzeln zu schlagen, dass ihm das Wort beinahe fremd vorkam. Fremd und doch so verlockend. „Bloß zu Besuch bei meiner Schwester.“
„Sie wird sich freuen, dich zu sehen“, prophezeite Mr. Strickland, bevor er seinen Kaffee zu der Nische trug, in der einige seiner Altersgenossen auf ihn warteten.
Ein Mann mittleren Alters mit ergrauten Haaren und eine wesentlich jüngere Blondine traten als Nächstes zur Theke vor und gaben ihre Bestellung auf.
Luke erkannte in ihm auf Anhieb Ben Dalton, den einzigen Anwalt von Rust Creek Falls.
Ben erblickte Luke, begrüßte ihn voller Überraschung und stellte seine Begleitung vor. „Das ist meine Kollegin Maggie Crawford. Ich habe sie einer großen Anwaltsfirma in Los Angeles weggeschnappt. Sie ist mit Jesse Crawford verheiratet.“
„Jesse ist mit meinem Bruder Bailey in die Schule gegangen“, erinnerte sich Luke.
„Die Welt ist klein“, sinnierte sie.
„Scheint so. Obwohl Rust Creek Falls wesentlich größer geworden sein muss, als ich dachte, wenn jetzt zwei Anwälte hier leben können.“
„Vier“, korrigierte Ben. „Meine Tochter Lindsay arbeitet für uns, seit sie letztes Jahr ihr Examen bestanden hat. Und Maggies Bruder Ryan Roarke hat nach der Heirat mit Kristen Dalton eine Kanzlei eröffnet.“
„Gut zu wissen, dass man Auswahl hat, falls man mal eine Rechtsberatung braucht.“
„Apropos“, warf Maggie ein, „wir müssen jetzt nach Kalispell zu einer Vergleichsverhandlung.“
Ben nickte. „Es war schön, dich wiederzusehen, Luke.“
„Gleichfalls. Und es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen, Maggie.“
Während die beiden Anwälte sich entfernten, rückte Luke an den Tresen vor.
„Was darf’s sein?“
Er hob den Blick von der verlockenden Vielfalt an süßen Köstlichkeiten in der gläsernen Auslage zu der noch verlockenderen Frau hinter der Theke und verspürte ein Kribbeln. Oder vielleicht bildete er es sich nur ein. Vielleicht erleichterte es ihn einfach, dass endlich jemand da war, der ihn und seine Vorgeschichte nicht kannte. Denn die atemberaubende Blondine mit den großen blauen Augen stammte nicht aus seiner Vergangenheit. Wäre ich ihr schon mal begegnet, würde ich mich mit Sicherheit daran erinnern.
Ihrer Frage folgte ein Lächeln, das seinen Blick zu ihren glänzenden pinkfarbenen Lippen zog. Ihr Mund wirkte noch süßer als die glasierten Donuts in der Vitrine. Doch er war aus einem Grund nach Rust Creek Falls zurückgekehrt und nicht, um die lokalen Sehenswürdigkeiten zu genießen, so hübsch anzusehen sie auch sein mochten.
„Kaffee“, antwortete er schließlich. „Groß. Schwarz.“
Die wundervollen blauen Augen funkelten humorvoll. „Zum Hiertrinken oder to go?“
„To go.“
Sie füllte einen großen Pappbecher und verschloss ihn mit einem Deckel.
„Danke.“ Er gab ihr das Geld im Austausch gegen das Getränk.
Sie lächelte ihn erneut an. „Sehr gern.“
„Wie immer, bitte.“
Bedauernd löste Eva Armstrong den Blick von der Rückenansicht des attraktiven Cowboys,...
| Erscheint lt. Verlag | 19.11.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Bianca Extra |
| Bianca Extra | Bianca Extra |
| Übersetzer | Valeska Schorling, Rainer Nolden, Tatjána Lénárt-Seidnitzer |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Bianca Extra • bücher für frauen • Cora • cora bianca • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Familienglück • Familienroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Sammelband • Second Chance • second chance for love • Wintersale24 |
| ISBN-10 | 3-7337-3678-8 / 3733736788 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-3678-1 / 9783733736781 |
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