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Herr der Galaxien 2 - Götter -  Wilfried A. Hary

Herr der Galaxien 2 - Götter (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
300 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-3414-4 (ISBN)
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Er heißt John Willard. Er steigt aus den unmenschlichsten Slums aller Zeiten hinauf zum Licht, berufen vom HERRN DER WELTEN, um in dessen Namen die Macht zu haben. Die Macht über das Universum! Viele tausend Welten sind von Menschen besiedelt. Überlichtschnelle Flüge sind verboten, weil es sich erwiesen hat, dass diese auf Dauer das energetische Gleichgewicht des Universums und somit das Raum-Zeit-Gefüge stören, was in manchen Bereichen des Universums in der Vergangenheit zu schrecklichen Katastrophen führte. Die von Menschen besiedelten Welten haben keinen direkten Kontakt miteinander, da es keine überlichtschnellen Kommunikationsmöglichkeiten gibt. Dennoch entstand im Verlauf der Jahrhunderttausende ein funktionierendes Handelssystem: Riesige Container-Schiffe reisen im Unterlichtflug zu ihren Zielwelten, mit mannigfaltigen Waren bestückt. Sie sind teilweise Jahrtausende unterwegs, um ihr Ziel zu erreichen, aber da der Strom der Handelscontainer niemals abreißt, werden die Planeten untereinander reibungslos versorgt. Die Erde beispielsweise ist eine gigantische 'Zuchtanstalt für Menschenmaterial' - dem wichtigsten Exportartikel der Erde. Die Betreffenden werden in Tiefschlaf versetzt, bevor sie auf den Weg gehen. Ein Übriges tut die Zeitdilatation, so dass sie unbeschadet den langen Flug überstehen. Dieses komplizierte Handelssystem ist natürlich hochempfindlich - und muss überwacht werden. Dafür zuständig ist der Sternenvogt - der wahre HERR DER WELTEN...

Der Todesdschungel


Wilfried A. Hary




Prolog



Das ›Kollektiv der Träumer‹ schuf einst eine neue Welt, doch ihr Traum geriet zum Alptraum, entglitt ihnen mehr und mehr. So schicken sie den SUCHER aus, um wieder Macht darüber zu bekommen. Er kennt das wahre Motiv seiner Odyssee nicht, um unvoreingenommen sein zu können. Für ihn ist die wahnsinnige Hölle schrecklicher Visionen tödliche Wirklichkeit.

Er heißt Bereter...

Und in diesem entscheidenden Moment setzt der STERNENVOGT, der HERR DER WELTEN, seinen Diener John Willard ein - als Bereter. Alles ist von langer Hand vorbereitet. Der glatte Tausch gelingt ihm mit Hilfe der überlegenen Technik seines Schiffes.

Denn er ist ja nicht umsonst der HERR DER WELTEN.

Und obwohl John Willard alle Erinnerungen des echten Bereter übernimmt, darf er nicht einmal ahnen, dass er nicht der echte Bereter ist: Um nicht das Misstrauen des ›Kollektives der Träumer‹ zu wecken!

Seine Aufgabe ist indessen weitergehend als die Aufgabe des ›echten‹ Bereter: Rettung vom PLANET DER TRÄUMER und Rückführung in die WIRKLICHKEIT! Damit dieser Planet in Zukunft wieder eine Chance haben wird, Mitglied der Sternengemeinschaft und somit Mitglied innerhalb der interstellaren Handelspartner zu werden.

Aber noch etwas ist vom STERNENVOGT gut vorbereitet: Diesmal geht John Willard als Bereter nicht ganz allein in den Kampf. Er hat einen starken Partner, denn der Sternenvogt tauscht unbemerkt eine weitere Figur aus.

Ihre Begegnung erfolgt wie zufällig. Das ›Kollektiv der Träumer‹ darf niemals misstrauisch werden, um die Mission nicht zu gefährden.

Der Partner heißt deshalb nicht umsonst genauso wie derjenige, gegen den er ausgetauscht ist, nämlich... ›BRON‹.

Ohne ihn und ein grüner Symbiont, der ihn völlig bedeckt und ein ›Ableger‹ des Symbionten von Bron ist, wäre Bereter, alias John Willard, ziemlich schnell am Ende, in der Tat. Sie werden in furchtbare Kämpfe verwickelt auf ihrer rätselhaften Reise. Einen gewinnen sie nur äußerst knapp – und nicht ohne Verletzungen...


1



Mir blieb nichts anderes übrig, als aufzustehen, um Bron zu folgen.

Sekundenlang stand ich schwankend da. Mir schwindelte leicht. Die Schmerzen in den Beinen waren nicht gewichen. Als ich einen Schritt machte, hätte ich aufschreien mögen, aber ich packte meinen Schwertgriff fester und folgte Bron in Richtung Dschungel.

Dabei musste ich mächtig die Zähne zusammenbeißen.

Bron war ein breiter, eindrucksvoller Schatten. Die furchtbaren Verletzungen an seinen Beinen schienen ihn kaum zu beeinträchtigen.

Ich bewunderte ihn in einer Beziehung, aber in anderer Beziehung war er mir recht unheimlich.

Jetzt war mir nämlich klar, dass Bron mir sehr viel verheimlichte. Ganz klar absichtlich!

ER glaubte, damit das Rechte zu tun. Ich konnte es nicht beurteilen, denn dafür hätte ich bereits mehr wissen müssen über das, um was es ging.

Er hatte mir oft genug vorgeworfen, wie unwissend ein SUCHER im Grunde genommen war. Ich wusste es allerdings selbst. Und warum tat er bei mir nichts dagegen?

Mit solcherlei Überlegungen erreichte ich hinter Bron den Dschungelrand. Gerade begann sich der Himmel über uns rötlich zu färben: Die Nacht brach herein.

Bron schien das nicht zu kümmern. Er stemmte die Arme in die Seite und betrachtete die Wildnis, die nur noch wenige Schritte vor ihm begann. Seine Augen glänzten feucht, als wäre er gerührt.

Ich stellte mich schräg hinter ihn und ließ meinen Blick an der beeindruckenden Kulisse entlang wandern.

Der Dschungel begann übergangslos. Er bestand aus massigen Bäumen, die mindestens zehn Schritte Abstand voneinander hatten. Schon in der doppelten Höhe eins Menschen begannen die Äste sich zu berühren. So wuchsen die Baumkronen zusammen und bildeten ein undurchdringbares Dach.

Ansonsten gab es allerlei Schmarotzerpflanzen, die in den Ästen nisteten oder die Bäume auch nur dazu benutzten, um nach oben zum Licht zu klettern.

Am Boden herrschte ewiges Dämmerlicht. In ihm gedeihten nur Pflanzen, die nicht viel Licht brauchten und reichlich viel Ungeziefer, das sofort abgestorbene und heruntergefallene Pflanzenteile oder Kadaverreste von anderen Dschungelbewohnern zerlegte und beseitigte.

Der Dschungel ragte vor uns als eine Wand empor, die an der niedrigsten Stelle mindestens zwanzig Meter hoch war.

Bron zeigte mir seine Hände.

»Siehst du, Bereter, die sind das Wichtigste in dieser grünen Welt. Nach fünf Minuten schon kannst du dir gar nicht vorstellen, dass es etwas anderes geben könnte als die grüne Wildnis. Du darfst niemals bis hinunter auf den Boden. Die Krabbeltiere, die diesen Bereich beleben, zerlegen alles. Wenn es nicht genügend gibt, dann zerlegen sie sich sogar gegenseitig.

Es gibt nur wenige Pflanzen, die sich ihnen widersetzen können, so lange sie noch vital genug dafür sind. Zu diesen Pflanzen gehören die Bäume. Sonst könnten sie nicht alles tragen.

Aber auch sie müssen einmal sterben. Lange noch werden sie von ihren umstehenden Kameraden gestützt. Dann aber, wenn die Nager ihr Werk beginnen, verliert der Stamm mehr und mehr seinen Halt. Seine Äste sterben ab. Allerlei Getier macht sich an die Arbeit, um jegliche Spur zu beseitigen, die noch auf das lange Leben des Urwaldriesen hingewiesen hätte.

Dies, Bereter, ist das Gesetz des Dschungels: Wer nicht mehr lebensfähig ist, muss für immer verschwinden.«

Er ging auf das grüne Dickicht zu, griff hinein und begann empor zu hangeln.

»He?«, rief ich erschrocken, »willst du etwa ohne mich weiter?«

Er wandte nur kurz den Kopf. »Folge mir einfach, Bereter. Du wirst viel lernen müssen, ehe du in dieser grünen Welt überlebst. Zunächst jedoch genügt es wohl, wenn du nur sehr vorsichtig bist.«

In meinen Ohren klang das nach reinster Ironie.

Vorsichtig? Wie denn, wenn ich nichts über die Gefahren wusste, die hier auf mich lauerten? Wenn ich zum Beispiel nach einer Liane griff, die sich vielleicht im nächsten Augenblick als Schlange entpuppte?

Aber eines beruhigte mich dabei: Der Symbiont war eine kleine Garantie dafür, vom Dschungel als halbwegs dazugehörig anerkannt zu werden!

»Nun gut!«, murrte ich und griff an dieselbe Stelle wie Bron. Ich packte fest zu.

Das Grün gab kaum nach. Ich machte es gleich Bron, der sozusagen an der Außenseite des Dschungels emporstieg, um ganz nach oben zu kommen.

Bron kannte offensichtlich keine Müdigkeit. Auch jetzt nicht. Ich beeilte mich, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ab und zu hielt er ein und schaute nach mir. Dann lachte er laut und kletterte weiter.

Ich hatte keine Ahnung, ob er mich nun auslachte oder welchen anderen Grund er für seine Heiterkeit haben konnte.

Verbissen kämpfte ich mich immer höher.

Ich war bereits über zehn Meter über dem Boden und hatte einen guten Überblick über die Steppe, bis ganz hinüber zur Wüste.

Das rote Nachtlicht hatte das helle Tageslicht vollends verdrängt. Die Steppe wirkte in diesem Licht unwirklich. Ich sah jetzt, dass sie sehr hügelig war. Doch wenn man sich mitten drin befand, konnte man die Hügel und Bodenwellen kaum unterscheiden, denn von unten sah die Steppe einfach überall gleich aus.

Ich sah auch, dass sich in der Ferne Gruppen von Käfern bewegten. Sie entfernten sich von der Kampfstätte. Dabei zeigten sie allerdings keine Eile.

Gerade wie sie den Ort der Schlacht verließen, drängten andere Lebewesen nach, die vorher von den Käfern anscheinend verdrängt worden waren: Da hüpfte und rannte es, jagte sich gegenseitig, nahm Schutz beim Dschungel, hetzte wieder hinaus...

Die Steppe lebte jedenfalls, auch wenn ich zunächst den Eindruck gewonnen hatte, dieses Leben würde nur aus diesen Käfern bestehen.

In Wahrheit waren sie also genauso Eindringlinge in der Steppe wie wir.

Ich verlor wieder das Interesse an dem Geschehen in der Steppe weit unter mir. Bald nämlich würde ich das ›Dach‹ des Dschungels erreichen. Bron wartete dort bereits auf mich.

»Pass auf, Bereter, wenn du an der Lücke vorbeikommst«, rief er mir vorher zu. »Du musst sie umgehen, denn diese Lücke ist die Öffnung zu einer tödlichen Falle.«

Ich beherzigte es. Als ich die Lücke passierte, tat sich darin allerdings nichts. Ich wagte es allerdings auch nicht, einen neugierigen Blick hineinzuwerfen. Eine solche Neugierde konnte erfahrungsgemäß tödlich enden.

Ich knirschte mit den Zähnen. Kein Instinkt hätte mich vor der Gefahr gewarnt. Unter normalen Umständen wäre ich blind in diese Falle hinein gestiegen.

Bron reichte mir die Hand, als ich ihn erreichte und hob mich den Rest empor.

Der Dschungel war aus dieser Perspektive ein grünes Meer mit vielen Hügeln, die in der Ferne allmählich anschwollen und zu sanften Bergen übergingen, die ebenfalls dicht bewachsen waren. Der Dschungel reichte so weit wie der Blick. Es schien keinerlei Begrenzungen zu geben, außer hier, wo die Steppe begann.

Bron gönnte mir keine Atempause. Er winkte mir zu. »Komm, Bereter! Merke dir für die Zukunft, dass wir im obersten Drittel des Urwalds immer am sichersten sind. Wir haben Hände zu...

Erscheint lt. Verlag 28.10.2019
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
ISBN-10 3-7389-3414-6 / 3738934146
ISBN-13 978-3-7389-3414-4 / 9783738934144
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