Weihnachtsbote auf vier Pfoten (eBook)
288 Seiten
beHEARTBEAT (Verlag)
978-3-7325-8543-4 (ISBN)
Manchmal braucht das Glück einen Schubs mit der Pfote ...
Der herrenlose Kater Ambrose sieht sich schon in den ewigen Jagdgründen, als ihm in letzter Sekunde Feuerwehrmann Zach das Leben rettet. Prompt folgt er Zach nach Hause. Der ist davon gar nicht begeistert und versucht, den anhänglichen Streuner wieder loszuwerden - vergeblich. Um sich bei seinem Lebensretter zu revanchieren, beschließt der Kater, dem Beziehungsmuffel Zach in Sachen Liebe auf die Sprünge zu helfen. Denn für Ambrose steht fest: Die nette Verkäuferin aus der Zoohandlung ist genau die Richtige für ihn ...
Anrührende Romantic Comedy mit einem Kater, der Ihr Herz im Sturm erobern wird!
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
<p><strong>Sheila Roberts</strong> lebt mit ihrem Ehemann und drei Kindern an einem kleinen See im Staat Washington im äußersten Nordwesten der USA. Wenn sie sich nicht gerade mit Freundinnen trifft oder Tennis spielt, schreibt sie fleißig über die Themen, die Frauen am meisten lieben: Familie, Freunde und Schokolade.</p> <p><br></p>
Sheila Roberts lebt mit ihrem Ehemann und drei Kindern an einem kleinen See im Staat Washington im äußersten Nordwesten der USA. Wenn sie sich nicht gerade mit Freundinnen trifft oder Tennis spielt, schreibt sie fleißig über die Themen, die Frauen am meisten lieben: Familie, Freunde und Schokolade.
Kapitel Eins
Wer ein ernstes Problem hat, beginnt gern, mit seinem Schöpfer zu feilschen, und Ambrose feilschte wie verrückt. Scharfe Zähne schnappten nach ihm, und sein ganzes Leben – oder genau genommen alle sieben – rollten noch einmal vor seinen Augen ab. Wenn dieser Hund ihn erwischte, war es aus.
Zu Hundefutter zu werden war eine sehr konkrete Möglichkeit, da der Baum, den Ambrose sich ausgesucht hatte, klein und der Ast, auf dem er hockte, nur ein dünner Zweig war, der kaum ein Kätzchen tragen konnte, ganz zu schweigen erst von einem ausgewachsenen Kater. Und die große schwarze Bestie dort unten schien Federungen an den Pfoten zu haben.
Ich werde alles tun, maunzte Ambrose. Alles! Aber lass mich bitte noch ein bisschen länger leben!
Dies war Leben Nummer sieben. Er wusste, dass er kein weiteres erhalten würde, doch er würde sich auch gern mit einem längeren begnügen, in dem er seine Tage gemütlich beenden könnte. Unter den gegenwärtigen Umständen wäre es allerdings ein Wunder, wenn er das noch erleben würde. Aber erst neulich hatte er Leute Lichterketten an den Häusern anbringen sehen, was bedeutete, dass in Kürze die Weihnachtssaison beginnen würde, und war Weihnachten nicht angeblich die Zeit der Wunder? Nicht dass Weihnachten je gut zu Ambrose gewesen wäre. Für ihn war es gewöhnlich die Zeit, in der er es irgendwie schaffte, sein Leben zu verlieren.
Deshalb überraschte ihn auch nicht, was ihm da gerade widerfuhr. Doch das bedeutete ja nicht, dass er es mögen musste. Was für ein schreckliches Ende, von einem blutrünstigen Straßenköter von einem Baum gezerrt und brutal ermordet zu werden! All diese Häuser und nicht ein einziges menschliches Wesen in der Nähe, um ihm an diesem kalten, grauen Morgen beizustehen! Aber auch das war eigentlich nicht sehr überraschend. Die Menschen kauften Häuser und hielten sich dann nur selten in ihnen auf … bis sie alt wurden und ihre Tage, so wie die seinen jetzt, gezählt waren.
Unter ihm fletschte der Hund wieder die Zähne und knurrte.
Ich brauche ein Wunder, schnell!
Nicht dass Ambrose eins verdiente. Er dachte an den kleinen Robbie, den er in seinem vierten Leben so manches Mal gekratzt hatte, und an Snoopy, Robbies armen Beagle, den er ständig schikaniert hatte. Er hätte dem Hund das Leben nicht so schwer machen sollen, aber damals war er schon ein wenig verbittert gewesen. Und wie er es genossen hatte, den alten Snoopy auf die Palme zu bringen, indem er auf ihn sprang, ihm die Krallen in den Rücken schlug und auf ihm durch das Haus ritt! Hi, hi. Das war …
… schlimm, sehr schlimm. Nie wieder würde er so gemein sein.
Warum nur hatte er sich keinen hohen, starken Baum zum Hinaufklettern gesucht statt dieses lächerlichen Ahornbäumchens? Was hatte er sich bloß dabei gedacht? Das ließ sich leicht beantworten. Sein einziger Gedanke war gewesen: Hau ab!
Jetzt begann es auch noch zu regnen – dicke, eisige Kügelchen, die sich in sein Fell bohrten, und ein scharfer Winterwind kam auf und schüttelte den Baum und die Äste. Neiiin! Ambrose grub die Krallen noch tiefer in die Rinde. Ich werde von nun an ein braver Kater sein und mir hier auf Erden meinen Unterhalt verdienen. Schick mir bloß Hilfe, dann werde ich es beweisen!
Der Köter stand mittlerweile auf den Hinterbeinen, drückte mit seinem ganzen Gewicht gegen den Baum und streckte die Pfoten nach Ambrose aus, als wäre er so was wie ein Kauspielzeug für Hunde. Fest entschlossen, nicht kampflos unterzugehen, fauchte Ambrose ihn an und holte mit ausgefahrenen Krallen nach ihm aus. Das ließ das Biest noch mehr ausrasten.
Wo waren die Hundefänger, wenn man sie brauchte? Hilfe! Hört mich jemand?
Förmlich aus dem Nichts, so plötzlich, wie es zu regnen begonnen hatte, erschien ein Mann in »Joggingsachen«, wie Menschen diese Kleidung nannten. Er rannte auf den Hund zu und brüllte ihn an: »Aus! Schluss! Verschwinde hier!«
Mit der aggressiven Art, wie der Mann in die Hände klatschte, und seinem tiefen, hundeähnlichen Bellen verscheuchte er nicht nur den Hund, sondern bescherte auch Ambrose fast einen Herzanfall.
Das Hundevieh lief die Straße hinunter, und der Mann sagte: »Okay, Junge, sieht so aus, als wärst du jetzt sicher.«
»Sicher«, das beste Wort der Welt! Ambrose spähte zu seinem Retter hinunter. Das Fell auf dem Kopf des Mannes war von der Farbe, die Menschen »Blond« nannten – nicht so hübsch wie Ambrose’ orangefarbener Pelz, aber von einem Ton, den Menschen bewunderten, und seine Augen waren blau wie die eines Siamkätzchens. Er war groß, was bedeutete, dass auf seinem Schoß vermutlich Platz genug war, um sich bequem zusammenzurollen, und das freundliche Lächeln ließ erkennen, dass er ein netter Mensch war. Irgendetwas an diesem Gesicht kam Ambrose bekannt vor. Wo hatte er diesen Mann schon mal gesehen?
»Du bist jetzt auf dich selbst angewiesen«, sagte er zu Ambrose, der sich noch immer an das Ästchen klammerte. »Ich weiß, dass du allein da runterkommst. Du wirst auch nicht länger in diesem Wetter draußen bleiben wollen als ich«, fügte er hinzu, bevor er sich abwandte und die Straße hinunterjoggte.
Ambrose konnte kaum glauben, dass die Gefahr vorüber war. Er war nass, fror und hatte Hunger, aber er war in Sicherheit. Auch der eisige Regen ließ nun nach, und als wären sie beschämt über das Unwetter, das sie verursacht hatten, begannen sich die dunklen Wolken zu verziehen. Es würde doch noch ein guter Tag werden. Ambrose streckte sich auf dem Ast aus, um seinem rasenden Herzen Zeit zu geben, sich zu beruhigen.
Ein letzter Windstoß fuhr mit einem leisen Wispern an ihm vorbei: Vergiss nicht, was du versprochen hast!
Natürlich würde Ambrose das nicht vergessen. In Zukunft würde er ein besserer Kater sein. Wenn sich eine Gelegenheit dazu ergab. Es eilte ja nicht.
Schließlich kletterte er von dem Baum herunter und hatte den Rasen schon halb überquert, als er denselben Hund an der Ecke herumlungern sah. Und die schwarze Bestie hatte ihn auch entdeckt.
Ach, du Schande! Nichts wie weg! Ambrose flitzte auf die Straße.
Das Kreischen von Bremsen, ein Wasserschwall und wütendes Gehupe ließen seine sieben Leben wieder mal vor seinen Augen vorbeiziehen, als Ambrose nur knapp dem riesigen Metallmonster auswich. Wieder flüsterte der Wind ihm etwas zu. Diesmal war es: Letzte Chance.
Okay, schon gut, er hatte verstanden. Die Zeit, die Boshaftigkeiten der Vergangenheit wiedergutzumachen, war gekommen. Aber wie? Wo sollte er beginnen und bei wem? Der Sturm hatte die Straße von so gut wie allen Lebewesen leergefegt. Bis auf den mörderischen Hund und diesen großen Mann.
Dem Hundevieh bei irgendwas zu helfen, kam natürlich nicht infrage. Damit blieb nur noch der Mann, was ja auch sehr vernünftig war. Ein Leben für ein anderes.
Ambrose rannte los. Sein Retter hatte einen Vorsprung, aber dafür hatte er, Ambrose, vier Beine, was die ungleichen Startbedingungen weitgehend ausglich. Er holte den Mann gerade noch rechtzeitig ein, um ihn ein großes Haus in einer stillen Straße betreten zu sehen. Es ähnelte Ambrose’ früherem Zuhause und war frisch gestrichen und blau wie ein Drosselei. Und es hatte auch einen Kamin. Das bedeutete ein warmes Feuer an einem kalten Tag. Kein schlechter Ort zum Landen.
Es bedurfte eines geduldigen Kampierens unter den Büschen an der Veranda, aber schließlich wurde Ambrose belohnt, als sich die Tür öffnete, um denselben Mann zum Vorschein zu bringen, nur dass er diesmal andere Kleider trug. Er trat aus der Tür, und Ambrose flitzte an ihm vorbei ins Haus. Oh, was für eine wunderbare Wärme!
»Hoppla«, sagte der Mann. »Was ist das denn?«
Was? Konnte er das nicht sehen? Ambrose dachte nicht daran, eine so dumme Frage einer Antwort zu würdigen, und begann stattdessen, in der Eingangshalle seines neuen Heims herumzustreifen. Interessant. Holzböden, eine Treppe auf einer Seite und auf der anderen ein bogenförmiger Durchgang zu dem, was Menschen als »Wohnzimmer« bezeichneten. Das Haus fühlte sich alt an und von Erinnerungen erfüllt wie das, in dem sein letztes Frauchen, Adelaide, gelebt hatte. Was war das für ein gemütliches Heim gewesen! Ihren widerlichen Sprösslingen waren die Erinnerungen jedoch egal gewesen. Das Einzige, was sie interessiert hatte, war, das Haus so schnell wie möglich zu verkaufen.
Zu verkaufen! Was hatten sie sich denn gedacht, wo Ambrose dann leben sollte? Natürlich hatte er es sehr bald herausgefunden, und deshalb war er weggelaufen.
»He, Moment mal, Tom«, sagte der Mann, während er Ambrose hochhob.
Tom? Wie beleidigend! Sah er etwa wie ein gewöhnlicher Kater aus? Sein Name war nie Tom gewesen. In all seinen Leben nicht! Er war Tiger-Morris-Jackie-Muffin-Toby-Claus-Ambrose – wobei Ambrose natürlich sein letzter Name war.
»Das hier ist kein Katzenhotel«, belehrte der Mann ihn und öffnete die Haustür. Er trat hinaus, zog die Tür hinter sich zu und ließ Ambrose auf die Veranda plumpsen. Wieder in der Kälte draußen! Das war doch die Höhe!
Ambrose’ Schwanzspitze zuckte, als er zusah, wie der Mann die Einfahrt hinunterging, in einen glänzenden schwarzen Wagen stieg und wegfuhr. Ich bin hier wohl nicht gern gesehen. Wenn dieser ungastliche Mensch der Schlüssel zur Erhaltung meines siebten Lebens ist, na dann prost!
Er konnte Adelaide schon beinahe sagen hören: »Hab Geduld,...
| Erscheint lt. Verlag | 29.10.2019 |
|---|---|
| Übersetzer | Ulrike Moreno |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | The Nine Lives of Christmas |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Buch für Katzenbesitzer • Buch für Katzenfans • Buch über Weihnachten • Buch zu Weihnachten • Der Weihnachtskater • Elke Schweizer • Feuerwehrmann • Kater • Kater Weihnachten • Katze Liebesgeschichte • Katzenbuch • Katze Weihnachten • Liebesgeschichte mit Katze • Liebesroman • Romantic Comedy • Weihnachtsbuch • Weihnachtsroman |
| ISBN-10 | 3-7325-8543-3 / 3732585433 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-8543-4 / 9783732585434 |
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