Julia Ärzte zum Verlieben Band 132 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1356-0 (ISBN)
KEINER KÜSST WIE DR. STEEL von CAROL MARINELLI
Sein Anblick trifft Krankenschwester Candy wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Noch nie hat sie einen Mann so begehrt wie Dr. Guy Steel. Schon bald verbringt sie heiße Nächte in seinen Armen - und verliebt sich in den Herzensbrecher. Aber er ist kein Mann für die Ewigkeit ...
AUCH KRANKENSCHWESTERN BRAUCHEN LIEBE von JANICE LYNN
Die hinreißende Carly hat ihn vom ersten Augenblick an fasziniert. Und Dr. Stone Parker ist fest entschlossen, die bezaubernde Krankenschwester für sich zu gewinnen. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, das spürt er genau. Aber warum weist sie ihn dann immer wieder zurück?
EIN NOTFALL FÜR ZWEI von KATE HARDY
Nie wieder wird sie sich verlieben, das hat sich Notärztin Beatrice geschworen. Doch der umwerfend attraktive Dr. Daniel Capaldi bringt ihren Entschluss ins Wanken, und sie beginnt mit ihm eine leidenschaftliche Affäre. Bis das passiert, wovor sie am meisten Angst im Leben hat ...
<p>Carol Marinelli wurde in England geboren. Gemeinsam mit ihren schottischen Eltern und den beiden Schwestern verbrachte sie viele glückliche Sommermonate in den Highlands. Nach der Schule besuchte Carol einen Sekretärinnenkurs und lernte dabei vor allem eines: Dass sie nie im Leben Sekretärin werden wollte! Also machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete fünf Jahre lang in der Notaufnahme. Doch obwohl Carol ihren Job liebte, zog es sie irgendwann unwiderstehlich in die Ferne. Gemeinsam mit ihrer Schwester reiste sie ein Jahr lang quer durch Australien - und traf dort sechs Wochen vor dem Heimflug auf den Mann ihres Lebens ... Eine sehr kostspielige Verlobungszeit folgte: Lange Briefe, lange Telefonanrufe und noch längere Flüge von England nach Australien. Bis Carol endlich den heiß ersehnten Heiratsantrag bekam und gemeinsam mit ihrem Mann nach Melbourne in Australien zog. Beflügelt von ihrer eigenen Liebesgeschichte, beschloss Carol, mit dem Schreiben romantischer Romane zu beginnen. Doch das erwies sich als gar nicht so einfach. Nacht für Nacht saß sie an ihrer Schreibmaschine und tippte eine Version nach der nächsten, wenn sie sich nicht gerade um ihr neugeborenes Baby kümmern musste. Tagsüber arbeitete sie weiterhin als Krankenschwester, kümmerte sich um den Haushalt und verschickte ihr Manuskript an verschiedene Verlage. Doch niemand schien sich für Carols romantische Geschichten zu interessieren. Bis sich eines Tages eine Lektorin von Harlequin bei ihr meldete: Ihr Roman war akzeptiert worden! Inzwischen ist Carol glückliche Mutter von drei wundervollen Kindern. Ihre Tätigkeit als Krankenschwester hat sie aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Dafür arbeiten ihre weltweit sehr beliebten ihre Heldinnen häufig im Krankenhaus. Und immer wieder findet sich unter Carols Helden ein höchst anziehender Australier, der eine junge Engländerin mitnimmt - in das Land der Liebe ...</p>
1. KAPITEL
„Sie haben mich angepiept, ich soll zu einem Patienten?“
„Nein, habe ich nicht.“ Candy, einen Haufen Bettwäsche im Arm, lächelte, obwohl mit offenem Mund zu starren naheliegender gewesen wäre. Er sah atemberaubend aus – groß, schlank, in Anzug und Krawatte. Sein dunkelbraunes Haar war kurz geschnitten, und seine Stimme so tief und eindringlich, dass Candy wie angewurzelt stehen blieb. Sie sah ihm direkt in die schokoladenbraunen Augen und brauchte einen Moment, um normal zu antworten. „Zu wem sollen Sie?“
„Zu einem Thomas Heath.“
Candy ging hinüber zum Brett. In der Notaufnahme im London Royal Hospital war an diesem Nachmittag nicht viel los, aber da sie im Schockbereich eingesetzt war, wusste sie nicht, welche Patienten in den Kabinen lagen. „Er ist in der Sieben. Trevor ist sein Pfleger, wahrscheinlich hat er Sie angepiept.“
„Dankeschön. Ich bin übrigens Steele.“
„Steele?“
Er sah, wie der Blick aus ihren tiefblauen Augen zu seinem Namensschild wanderte. „Also, Dr. Guy Steele, wenn Sie es lieber förmlich haben“, sagte er.
„Steele reicht.“ Ich muss aussehen wie aus der Zahnpastawerbung, dachte Candy, denn sie konnte einfach nicht aufhören, ihn anzulächeln. Sie schätzte ihn auf Mitte dreißig, deutlich älter als sie mit ihren vierundzwanzig und auch als alle anderen, in die sie sich bisher verguckt hatte. Doch er hatte diese Wirkung auf sie, diese Präsenz, die Candys Herz schneller schlagen ließ.
„Und wer sind Sie?“, fragte er.
„Candy. Candy Anastasi.“ Sie sah seine Mundwinkel zucken. „Ich weiß, ich weiß, mit so einem Namen müsste ich eigentlich groß, langbeinig und blond sein!“ Stattdessen war sie klein und ein bisschen rundlich, hatte lange schwarze Locken und blaue Augen. „Dazu gibt es eine Geschichte.“
„Ich kann es nicht erwarten, sie zu hören, Schwester Candy.“
Was für eine tiefe Stimme. Er klang wie ein Schuldirektor, ernst und streng, doch das wurde abgemildert von seinem wunderschönen Mund, von dem sie ihren Blick kaum losreißen konnte. „Sie werden nie erfahren, wie ich zu meinem Namen gekommen bin“, sagte Candy.
„Na, das werden wir noch sehen.“
Haben wir gerade geflirtet? fragte sich Candy, als dieser unglaublich attraktive Mann davonging.
„Wer ist das denn?“, fragte Kelly, als sie anfingen, eines der Betten abzuziehen.
„Steele!“, sagte sie mit betont tiefer Stimme, sodass Kelly lachen musste. Sie sprach weiter in schroffem Ton, während sie sich über das Bett beugten und das Bettlaken feststeckten. „Oder Dr. Guy Steele, wenn wir es förmlich halten wollen, und, junge Dame, ich werde Ihr Trommelfell dröhnen lassen mit meiner tiefen …“
„Schwester Candy?“
Candy erstarrte. Steele stand hinter ihr.
„Kann ich mir Ihr Stethoskop ausleihen?“, fragte er.
Sie lachte, nahm ihr Stethoskop vom Hals und hielt es ihm hin, zog es aber wieder zurück, als er danach griff. „Können Sie“, sagte sie. „Wenn Sie aufhören, mich Schwester Candy zu nennen.“
Er nahm nur das Stethoskop, lächelte und ging.
Sie bezogen alle Betten und prüften die Notfallwagen. Dann hörten sie auf, beschäftigt zu tun, da ihre Chefin Lydia ohnehin im Büro war. Stattdessen brachten sie eine Kanne Eistee ins Stationszimmer, wo Steele am Computer saß und geschäftig tippte.
„Wie komme ich denn an meine Pathologie-Ergebnisse ran?“, fragte er, ohne sich umzudrehen.
„Haben Sie Ihr Passwort?“, fragte Candy.
„Ja, und ich bin bis …“ Er drückte noch einmal die Eingabetaste. „Jetzt hab ich’s.“
„Hast du deinen Eltern schon das mit Hawaii erzählt?“, fragte Kelly und setzte damit das Gespräch fort, das sie in der Küche bei der Zubereitung des Tees mit Candy geführt hatte.
„Nein.“
„Du fährst in vier Wochen“, gab Kelly zu bedenken.
„Vielleicht merken sie gar nicht, dass ich weg bin“, entgegnete Candy hoffnungsvoll. Sie seufzte. Ihre Eltern waren Sizilianer, streng und durchaus geneigt, unangekündigt bei ihr vor der Tür zu stehen. Außerdem telefonierten sie jeden Tag. „Ich weiß, ich muss es ihnen sagen, sonst setzen sie mich gleich auf die Vermisstenliste von Interpol.“
Candy hatte aus einer Laune heraus einen Urlaub in Hawaii gebucht. Als die Werbung auf ihrem Fernseher lief, mit einem Sonderangebot für die ersten zehn Anrufer, war sie müde gewesen, ausgepowert, und hatte sich auch noch über ihre dumme Affäre mit Gerry, einem der Stationspfleger, geärgert. Zum Glück war er jetzt ein paar Monate in Griechenland, und ihr blieb es erspart, ihn ständig zu sehen. Als sie zum Telefon gegriffen hatte und tatsächlich unter den ersten zehn Anrufern gewesen war, hatte sie gewusst, dass sie diese Auszeit brauchte.
Sie konnte es nicht erwarten, zwei Wochen lang am Strand zu liegen, die wunderschöne Insel zu erkunden und sich nebenbei über ein paar Sachen klar zu werden.
„Die flippen aus, wenn sie das hören“, sagte Candy. „Sie wissen, dass ich mir das eigentlich nicht leisten kann.“
„Das ist all-inclusive?“, erkundigte sich Kelly, und Candy nickte.
„Ich brauche nur ein bisschen Taschengeld. Aber ich habe gerade mit dem Springerpool gesprochen und mache in nächster Zeit jede Menge Schichten. Ich habe gar keinen Tag mehr frei, bis ich fliege.“
„Wo machst du die Schichten?“
„In der Geriatrie.“
Kelly verzog das Gesicht. „Bah.“
Candy machte das nichts aus. Die Arbeit in der Geriatrie hatte ihr schon in der Ausbildung Spaß gemacht, und sie konnte die zusätzlichen Schichten wirklich gebrauchen. Auch wenn sie schon erschöpft war, wenn sie nur daran dachte, dass sie noch vier Wochen durcharbeiten musste.
Wie ihre Eltern entgegenhalten würden, wenn sie ihnen endlich von ihrem Urlaub erzählen würde, war es zwar unsinnig, Zusatzschichten zu übernehmen, weil man so ausgelaugt war, dass man einen Urlaub brauchte, aber Candy wollte einfach einmal eine Weile weg von allem.
„Wann fängst du dort an?“
„Dieses Wochenende. Ich arbeite Freitagnacht, dann habe ich eine Vierstundenschicht Sonntagvormittag, und dann bin ich am Montag wieder da.“
„Okay.“ Steele drehte sich um. „Mr. Heath kommt in den Schockbereich. Er muss überwacht werden, während ich die Medikation einleitete. Seine Blutwerte sind furchtbar.“
„Alles klar.“ Candy sprang von der Bank, und sie und Trevor verlegten Mr. Heath.
Danach schrieb Candy seinen Namen auf das Whiteboard und wandte sich Steele zu. „Zu welcher Station gehört er?“
„Geriatrie“, sagte er. Dann schmunzelte er. „Bah!“
Candys Wangen liefen rot an. Sie wollte ihm erklären, dass das nicht von ihr gekommen war.
„Ist in Ordnung“, lenkte Steele ein, als er sah, wie peinlich es ihr war. „Sie haben einen wunden Punkt getroffen, so was muss ich mir oft anhören.“
„Sie sind also der neue Facharzt in der Geriatrie?“, fragte Kelly, doch Steele schüttelte den Kopf.
„Nein, ich bin nur vorübergehend hier. Ich vertrete sechs Wochen lang Kathy Jordan während ihrer Abwesenheit.“
„Nur sechs Wochen?“, fragte Kelly ungeniert.
„Japp“, sagte Steele und ging davon.
„Wow, da kriegt die Geriatrie ja mal richtig was zu sehen“, sagte Kelly. „Und du Glückliche darfst dort arbeiten. Ich wette, jetzt beschwerst du dich nicht mehr.“
Ich habe mich gar nicht beschwert, war Candy versucht, sie zu korrigieren.
Bald war es mit der Ruhe vorbei, und die Notaufnahme füllte sich. Sie und Kelly hatten im Schockbereich jede Menge zu tun. Kelly kümmerte sich um ein schwerkrankes Baby, und Candy versuchte, Mr. Heath zu beruhigen. Die Medikation hatte ihn zittrig werden lassen, er wurde immer aufgeregter und versuchte, aus dem Bett zu steigen.
„Die Medikamente lassen Ihr Herz schneller schlagen, Mr. Heath“, versuchte Candy zu erklären. „Das wird sich bald geben …“ Doch er verstand sie nicht und versuchte weiter aufzustehen, also versuchte Candy es mit lauter Stimme. „Die Medikamente …“
„So geht das.“ Steele sah, dass sie Schwierigkeiten hatte, und kam zu ihr. „Mr. Heath!“, brüllte er.
Das hat man sicher bis ins Wartezimmer gehört, dachte Candy, als er Mr. Heath seinen Zustand genau so erklärte, wie sie es versucht hatte. Der ältere Herr nickte schwach und legte sich dann wieder hin. „So ist gut!“, rief Steele und lächelte Candy zu. In vergleichsweise lieblichem Ton fügte er hinzu: „Ich habe die perfekte Stimme für meinen Job.“
„Definitiv.“
„Sie machen also ein paar Schichten oben in der Geriatrie?“
„Genau.“
„Für einen Urlaub, den Sie sich gar nicht leisten können?“
„Ich weiß“, stöhnte Candy.
„Das machen Sie ganz richtig“, entgegnete Steele, und Candy hob überrascht die Augenbrauen. „Okay, wenn die Medikation bei Mr. Heath durch ist, soll er hier noch eine Stunde überwacht werden. Dann kann er aufgenommen werden. Wir warten nur noch auf ein Bett, das könnte ein paar Stunden dauern. Die von der Station werden hier anrufen, wenn er hochkommen kann.“
„Haha“, entgegnete Candy, denn die Station würde nie und nimmer anrufen. Stattdessen würde sie den Leuten hinterherlaufen und darauf drängen müssen, dass das Bett fertig gemacht wird.
Steele verstand ihre sarkastische Reaktion. „Ich hoffe wirklich, dass sie bald...
| Erscheint lt. Verlag | 15.11.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Ärzte zum Verlieben |
| Julia Ärzte zum Verlieben | Julia Ärzte zum Verlieben |
| Übersetzer | Michaela Rabe, Bettina Röhricht |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Arztroman • Arztsale • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Julia Ärzte zum Verlieben • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Sammelband |
| ISBN-10 | 3-7337-1356-7 / 3733713567 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-1356-0 / 9783733713560 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich