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Heimat-Roman Treueband 8 (eBook)

5 Romane in einem Band
eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
320 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-8232-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Heimat-Roman Treueband 8 - Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner, Monika Leitner, Sissi Merz
Systemvoraussetzungen
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Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!
Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.
Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 166: Sie ging den schweren Weg ...
Bergkristall 247: Kleiner Weihnachtsengel Steffi
Der Bergdoktor 1689: Wenn niemand deine Wünsche hört ...
Der Bergdoktor 1690: Herbergssuche in St. Christoph
Das Berghotel 103: Abgeschnitten von der Welt
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
Jetzt herunterladen und sofort sparen und lesen.

Es war ein sonniger Spätherbstmorgen. Während im Tal von Rötern am Inn noch der Nebel lag, schickte die Sonne im weiter oben gelegenen Teil des Dorfes ihre Strahlen ungehindert zur Erde. Der Berg-Hof der Familie Burger badete im hellen Morgenlicht, die umgebenden Felder und Weiden glitzerten vom Tau der Nacht. Das große Anwesen beherbergte zu beiden Seiten des Haupthauses Ställe, Scheunen, ein Gesindehaus und einen Wirtschaftstrakt mit einer Remise für die Maschinen.

Alles war gut in Schuss; man sah, dass hier fleißig gewirtschaftet wurde. Und das bereits seit Generationen. Die schöne Lüftlmalerei neben und über der Haustür sprach ebenso von Wohlstand wie die reich beschnitzten Geländer der umlaufenden Holzbalkone. Jetzt, zum Ende der dritten Jahreszeit, blühte Heidekraut in den Kästen vor den Fenstern. Und im Haus regte sich schon fleißig das Leben.

Während die etwas in die Jahre gekommene Haushälterin Rosa das Frühstück bereitete und Evi, die Küchenhilfe, ihr dabei zur Hand ging, hielten sich Alois Burger und seine beiden Söhne Lukas und Florian im Stall auf. Im Wirtschaftshof stand der Geländewagen des Tierarztes. Eine Kuh, die zum ersten Mal kalben sollte, hatte große Schwierigkeiten. Dr. Schmidthöfer hatte Stunden damit verbracht, das Kalb aus der Steißlage zu befreien. Und nun legte er zusammen mit Lukas letzte Hand am Kälberstrick an.

Alois beobachtete das Ganze mit verschlossener Miene. Der Altbauer war ein harter, unfreundlicher Zeitgenosse. Keiner konnte mit ihm auskommen, weil er das einfach nicht zuließ. Er hatte sich zum Eigenbrötler und Miesepeter entwickelt.

Freilich war das nicht immer so gewesen. In jungen Jahren war der fesche Lois, wie er von allen genannt worden war, ein Mädchenschwarm gewesen, beim Flirten und Fensterln der Erste und stets umschwärmt von den hübschesten Madeln im Tal.

Schließlich hatte er sich auf das Drängen seines Vaters hin für eine entscheiden müssen, denn der Berg-Hof brauchte schließlich auch eine Jungbäuerin. Seine Wahl war damals auf Christel Wanninger gefallen, das schönste Madel im Tal, von den Burschen ebenso umschwärmt wie Alois von den Dirndln. Die beiden galten als Traumpaar. Und als sie zusammen vor den Altar traten, zerbrach manch heimlicher Traum.

Für Christel und Alois aber schien sich das ganz große Glück zu erfüllen. Wie eine Königin hielt die schöne Wanninger-Tochter Einzug auf dem Berg-Hof. Alois liebte und verwöhnte seine Frau nach Strich und Faden.

Christel legte ihm zwei stramme Buben in die Wiege, die ihr Glück eigentlich perfekt gemacht hätten. Wenn der Berg-Bauer sich nicht schleichend verändert hätte. Er entwickelte eine tiefsitzende Eifersucht, die sich bald gegen jeden Burschen in Christels Nähe richtete. Er fing an, seine Frau zu kontrollieren, sie zu tyrannisieren. Als er sie zum ersten Mal schlug, in einem Anfall von grenzenloser Eifersucht und cholerischer Wut, war dies der Anfang vom Ende gewesen.

Tief enttäuscht und unglücklich hatte die Bäuerin ihre Koffer gepackt und den Berg-Hof verlassen. Alois kam kurzzeitig zur Besinnung. Er tat alles, um seine Frau zurückzuholen, er ging sogar vor ihr in die Knie, bat und bettelte. Aber Christel wies ihn ab. Und wenig später zog sie in die Stadt und suchte sich eine Stelle als Haushälterin. Sie ließ Alois klipp und klar wissen, dass es ihr lieber sei, für fremde Menschen zu arbeiten, als sein unberechenbares Temperament noch länger ertragen zu müssen.

Der Berg-Bauer hatte sich daraufhin von allen zurückgezogen, sein Herz verhärtete sich. Bald wurde er zum Zyniker, behandelte die Menschen in seiner Umgebung nur noch schlecht. Die Buben, die damals noch klein gewesen waren, hatte die Haushälterin Rosa unter ihre mütterlichen Fittiche genommen. Sie war für Lukas und Florian eine gute Ersatzmutter geworden. Und doch; die Brüder vergaßen nie, was sie verloren hatten.

Florian hatte seit ein paar Jahren heimlich Kontakt zu seiner Mutter, deren Name auf dem Berg-Hof nicht mehr genannt werden durfte. Er wusste, dass sie einsam war und sich nach Hause zurücksehnte. Doch sie hatte ihn auch wissen lassen, dass sie lieber eines Tages mutterseelenallein in einer fremden Stadt sterbe, als nur noch einen Tag mit einem Mann zu verbringen, den sie zwar lieb hatte, aber den sie einfach nicht verstehen konnte.

Florian wollte ihr daraus keinen Vorwurf machen. Es fiel ihm ja selbst oft schwer, mit dem Alten auszukommen. Und sein älterer Bruder Lukas war nicht besser.

„Da ist es, wir haben es geschafft!“, meldete der Tierarzt sich nun erschöpft, aber auch zufrieden zu Wort. „Es ist gesund, du kannst zufrieden sein, Alois.“

„Hat lange gedauert“, war alles, was der Berg-Bauer sagte.

Dann wandte er sich ab und verließ den Stall.

Lukas wusch sich die Hände und krempelte seine Hemdsärmel herunter. Er war ein fesches Mannsbild Anfang dreißig. Hochgewachsen, mit breitem Kreuz und Händen, die zupacken konnten, dazu mit einem gut geschnittenen Gesicht, in dem die samtbraunen Augen dominierten, und dunklem, dichtem Haar, war er ein Typ, der den Madeln gefiel. Doch der bittere Zug um seine schmalen Lippen sprach bereits von Resignation und Schwermut.

Er nickte seinem Bruder zu, dieser bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Schmidthöfer und folgte Lukas dann nach draußen.

Florian sah dem älteren Burger ähnlich. Nur die tiefblauen Augen schauten optimistisch in die Welt. Er hatte einen ganz anderen Charakter: Er war kein Grübler, der sich wie Lukas nach einer Niederlage sofort zurückzog. Florian liebte das Leben. Er hatte sein Herz an ein süßes Madel verschenkt, und für ihn hätte alles sehr einfach und schön sein können, wären da nicht Rücksichten gewesen, die sich ihm leider aufdrängten …

Wenig später saßen die drei Burgers am Frühstückstisch. Alois schätzte es nicht, wenn während der Mahlzeiten geredet wurde, und so nahm man schweigend sein Essen zu sich.

Florian bemerkte, dass Evi seinen Bruder wie stets sehr zuvorkommend bediente. Das hübsche Mädchen mit den kastanienbraunen Locken, den Grübchen und den großen, klaren Augen schien den verschlossenen Jungbauern gern zu haben. Allerdings war dies Lukas wohl noch nicht aufgefallen. Florian fragte sich nicht zum ersten Mal, was das unkomplizierte und nette Madel an Lukas fand.

Wo die Liebe hinfällt, dachte er. Und dabei musste er an Leonie Haselbeck denken, jenes Madel, das seinen Bruder so unglücklich gemacht hatte.

Fast zehn Jahre war es nun her, Lukas war eben erst zweiundzwanzig gewesen, da hatte er sich in die flatterhafte Leonie verguckt. Sie war bildschön und sehr charmant, aber sie langweilte sich auch schnell und schien stets besorgt zu sein, dass sie etwas im Leben verpassen könne. Nach der Verlobung war sie einfach verschwunden, quasi über Nacht.

Alois hatte mit unverhohlener Genugtuung darauf reagiert, denn er war von Anfang an gegen diese Heirat gewesen. Nachdem seine Frau ihn verlassen hatte, duldete er kein glückliches Paar mehr in seiner Nähe. Dies war auch der Grund, weshalb Florian seine Beziehung noch geheim halten musste.

„Ich fahr nachher in die Stadt, wegen der Saatbestellung“, ließ Lukas seinen Bruder nun wissen. „Willst du mitkommen?“

„Net unbedingt. Der alte Trecker muss gewartet werden. Da wollte ich mich heut eigentlich dranmachen.“

„Gib net so viel aus“, mahnte der Altbauer seinen Sohn streng. „Der Hirtler ist ein Bazi, der versucht allerweil, einen bis aufs letzte Hemd auszuziehen.“

„Keine Angst, Vater, ich hab die Preise im Kopf und lass mich net betrügen“, versicherte Lukas mit Nachdruck.

„Schon recht“, brummte Alois und verschwand in seinem Arbeitszimmer.

Nachdem Lukas das Haus verlassen hatte, ging sein Bruder in die Remise. Evi stand in der Küche und spülte, dabei ging ihr Blick beständig aus dem Fenster.

Die Haushälterin bemerkte dies wohl.

„Verrenk dir nur net den Hals!“, meinte sie spöttisch. „Der Lukas ist ein hoffnungsloser Fall, der mag von den Madeln nix mehr wissen. Besser, du schlägst ihn dir aus dem Kopf. Je eher, desto besser für dich.“

Evi wurde brennend rot. Sie senkte den Blick und fuhr fort, in der Spüle zu hantieren.

Rosa, die mit dem Gemüseputzen fürs Mittagessen begonnen hatte, bohrte nach: „Es stimmt doch, was ich sage, oder? Du kannst dich net gut verstellen, Evi.“

Ein leiser, bekümmerter Seufzer kam über ihre Lippen.

„Ich mag den Lukas sehr“, bekannte das Madel. „Er ist net nur ein fesches Mannsbild, er hat auch Gefühl und Charakter. Wenn er nur endlich die Leonie vergessen könnte! Ich glaub, die Frau, die ihn bekommt, wird sehr glücklich mit ihm werden.“

„Der heiratet doch nie. Schau dir den Altbauern an! Stoffel sind sie, die Burgers, allesamt. Und ich sag es dir noch einmal: Vergiss den Lukas, mit dem wirst du kein Glück haben. Er wird sich immer an das erinnern, was das Haselbeck-Madel ihm angetan hat. Nie wieder kann er einem Dirndl vertrauen. Und auf die Weise kann man sein Glück gewiss net finden.“

***

Florian verbrachte den Vormittag in der Remise. Nachdem er den alten Traktor halb auseinandergebaut hatte, stellte er fest, dass ihm einige Ersatzteile fehlten. Allerdings dachte er nicht daran, diese einfach zu besorgen. Zunächst einmal musste er mit seinem Vater darüber reden. Denn wenn es etwas gab, das Alois ebenso sehr verabscheute wie zwei frisch Verliebte, dann war es die sinnlose Geldverschwendung, wie er es nannte.

Beim Mittagsmahl, Lukas war in der Zwischenzeit aus der Stadt zurückgekommen, sprach Florian den...

Erscheint lt. Verlag 5.11.2019
Reihe/Serie Heimat-Roman Treueband
Heimat-Roman Treueband
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • 2019 • Alpen • Alpen-Krimi • alpen-roman • Anthologie • Arzt • Arztroman • Arztromane • Bastei • Bergdoktor • Berge • Berg-Hütte • Bergpfarrer • Bergroman • Bestseller • Box • Bundle • Collection • Cora • Deutsch • Doktor • Dr. • eBook • E-Book • eBooks • e-bundle • eBundle • Familiensaga • feelgood • Fortsetzungsroman • Frauen • für • Gefühle • Großband • Großdruck • große-schrift • Hans Ernst • Happy End • Heimat • Heimatbuch • Heimatkinder • Heimatromane • hermann-broch • Herzschmerz • Hüttenwirt • Kelter • Kindle • Klassiker • Landarzt • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesromane • Magd • Medizin • Mira • Modern • Paket • Patient • Reihe • Romance • Roman-Heft • romanhefte heimat • romantisch • Romanze • Sammelband • Sammlung • Schicksalsroman • Schmonzette • Schwarzwald • Serie • spannend • Staffel • steingruber • Toni-Hüttenwirt • wohlfühlen
ISBN-10 3-7325-8232-9 / 3732582329
ISBN-13 978-3-7325-8232-7 / 9783732582327
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