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Notärztin Andrea Bergen 1386 (eBook)

Hilfe für Lotta

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
64 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-8450-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Notärztin Andrea Bergen 1386 - Marina Anders
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Hilfe für Lotta


Nervös wartet die schöne Rosanna vor der Intensivstation auf Nachricht - und geht durch die Hölle. Denn hinter der Metalltür ringen die Ärzte verzweifelt darum, den Kreislauf ihrer kleinen Tochter zu stabilisieren! Seit Wochen leidet Lotta an einer mysteriösen Krankheit, die kein Arzt bisher erklären konnte: Blässe, Appetitlosigkeit und zunehmende Schwäche! Nun ist Rosannas schlimmster Albtraum Wirklichkeit geworden, denn Lotta hat plötzlich das Bewusstsein verloren und musste mit Blaulicht ins Elisabeth-Krankenhaus gebracht werden. Die Ärzte dort sind Rosannas letzte Hoffnung. Lotta, ihr Sonnenschein, muss einfach leben!
Als sich die Metalltür endlich öffnet, tritt niemand heraus - aber Rosanna hört die Stimme des Kinderarztes Dr. Roden, der ihre ganze Welt zum Einsturz bringt: 'Wenn kein Wunder geschieht, dann stirbt uns Lotta unter den Händen weg - dann haben wir keine Chance mehr, ihr junges Leben zu retten ...'

Hilfe für Lotta

Seit Stunden schon ringen meine Kollegen auf der Kinderintensivstation um das Leben der kleinen Lotta Kaden. Nachdem keiner der konsultierten Ärzte den Grund für Lottas zunehmende Kraftlosigkeit und Blässe feststellen konnte, ist die Achtjährige urplötzlich in eine tiefe Bewusstlosigkeit gefallen! Meine einzige Hoffnung ist nun Dr. Konrad Roden, der sich mit seltenen, schwer zu diagnostizierenden Kinderkrankheiten auskennt. Doch ihm droht die Zeit davonzulaufen! Denn Lottas Vitalwerte verschlechtern sich immer weiter! Und wenn die Diagnose nicht innerhalb der nächsten Stunde gestellt und Lotta endlich medikamentös behandelt werden kann, besteht keine Hoffnung mehr für sie …

Lottas schöne Mutter Rosanna ist verzweifelt. Weinend läuft sie vor der Intensivstation auf und ab – unfähig, sich zu beruhigen. „Denken Sie ganz fest an Lotta“, habe ich ihr gesagt, „und schicken Sie ihr all Ihre Liebe! Das ist alles, was Sie tun können: Lassen Sie die Kraft des Herzens wirken ...“

Rosanna Kaden setzte ihre Tasse ab und verschüttete dabei ein wenig von ihrem Kaffee. Rasch wischte sie das Malheur mit ihrer Serviette auf.

„Du scheinst ja ganz schön aufgeregt zu sein“, stellte ihre Freundin Laura Langenau fest, mit der sie schon auf die Kunstakademie gegangen und auch heute noch befreundet war.

Sie saßen im Restaurant der Kunstgalerie „Art&Food“, wo sie sich zu Kaffee und Kuchen getroffen hatten. Anschließend wollte Laura Rosanna helfen, noch verschiedene Bilder aufzuhängen. Heute Abend sollte ihre neue Ausstellung eröffnet werden.

Rosanna machte eine fahrige Handbewegung und hätte dabei ihre Kaffeetasse fast noch einmal zum Schwanken gebracht. „Ach, das bin ich vor jeder Vernissage, das weißt du doch.“

„Aber du bist doch keine blutige Anfängerin mehr. Nach all den Jahren des Erfolgs könntest du wirklich etwas entspannter sein.“

„Jahre des Erfolgs? Laura, du übertreibst. So viele Jahre sind das noch gar nicht, dass man in der Kunstwelt Notiz von mir nimmt. Und Erfolg – na ja, so toll ist es damit auch noch nicht.“

„Noch nicht, ganz richtig“, erwiderte Laura mit Betonung. „Aber du wirst es genauso schaffen wie ich.“

„Wobei es für dich wesentlich leichter war als für mich“, setzte Rosanna ihr entgegen. „Du hattest Mark, der dich unterstützt hat.“ Lauras Mann besaß eine gut gehende Zahnarztpraxis und nagte nicht gerade am Hungertuch.

„Stimmt“, gab Laura zu. „Mark war wunderbar. Ich habe ihm viel zu verdanken. Er hat mich in jeder Hinsicht unterstützt.“

„Während Bernd mein Studium nie ernst genommen hat.“ Rosanna versuchte, die Bitterkeit aus ihrer Stimme zu vertreiben. „Er hat mich auch sonst nicht ernst genommen. Er war ja auch etwas Besonderes, der angehende Herr Lehrer, dessen Eltern die renommierte Internatsschule Eichenwald besitzen. Und ich, das Nichts.“

„Denk nicht mehr an ihn“, riet Laura ihr und fuhr mit der Gabel in den Sahneberg, der auf ihrer Erdbeerschnitte thronte.

„Du bist gut!“ Rosanna schnaubte leise. „Schließlich ist er der Vater meiner Tochter, bei dem sie aufwächst. Ich sehe ihn jedes Mal, wenn ich Lotta übers Wochenende zu mir hole.“

„So habe ich es auch nicht gemeint“, sagte Laura entschuldigend. „Vergiss die Zeit mit ihm und was damals war. Das war es, was ich damit sagen wollte.“

Rosanna aß einen Bissen von ihrem Apfelkuchen. „Auch das ist nicht so einfach.“ Sie schüttelte nachdenklich den Kopf. „Manchmal denke ich, dass ich alles falsch gemacht habe. Dass alles hätte anders laufen können.“

„Ach was. Ich weiß, du hattest es nicht leicht. Aber du hast nichts falsch gemacht. Welche eine andere Wahl hättest du denn gehabt? Du musstest dir dein Studium hart verdienen und warst auf jeden Job angewiesen, den du bekommen konntest. Nachtwachen im Elisabeth-Krankenhaus und so, das war bestimmt nicht leicht für dich. Oft hatte ich ein richtig schlechtes Gewissen, weil mein Studium mir praktisch in den Schoß fiel.“

Rosanna musste lächeln. „Ach Laura.“ Sie trank einen Schluck von ihrem Kaffee. „Ja, es war schwer. Aber am schwersten war für mich, mein Kind herzugeben. Ich weiß nicht, ob ich mir das jemals verzeihen werde.“

Laura schüttelte den Kopf. „Du hast Lotta schließlich nicht einfach zur Adoption freigegeben, irgendwohin, wo du sie nie wiedersehen wirst. Du hast lediglich dem Drängen ihres Vaters nachgegeben, ihm das Sorgerecht zu überlassen, weil du nicht in der Lage gewesen wärst, dich um Lotta zu kümmern. Mitten im Studium und darauf angewiesen zu arbeiten … Wie hättest du das schaffen sollen?“

„Ich weiß. Es war verdammt schwer im ersten Jahr. Als Bernd sah, wie bescheiden ich mit Lotta lebte und wie schlecht ich zurechtkam, machte er den Vorschlag, sie zu sich zu nehmen. Damals erschien es mir als die beste Lösung.“

„Das war es auch, glaube mir.“ Laura nickte ihr aufmunternd zu.

Rosannas Gedanken wanderten in die Vergangenheit. Damals war sie sehr verliebt in Bernd gewesen und hatte von einer gemeinsamen Zukunft mit ihm geträumt. Doch für ihn war sie wohl nicht die ideale Partnerin gewesen. So hatte er sich letzten Endes auch von ihr getrennt, wegen einer anderen Frau, die er später geheiratet hatte.

Zum Zeitpunkt ihrer Trennung hatte Rosanna noch nicht gewusst, dass sie schwanger war. Als sie es dann erfahren hatte, beschloss sie, Bernd nichts davon zu sagen. Er hatte ihr sehr wehgetan, und sie wollte mit ihm nichts mehr zu tun haben. Ihr Kind würde sie auch allein durchbringen. Doch das war leichter gesagt gewesen als getan.

Als Lotta ein Jahr alt gewesen war, hatte Bernd sie mit dem Kinderwagen zufällig in der Stadt gesehen und sie angesprochen. Natürlich hatte er sich ausrechnen können, dass es sein Kind war, und es ihr auf den Kopf zugesagt. Rosanna hatte nicht die Nerven gehabt, es zu leugnen. Bernd hatte Ansprüche gestellt und wollte seine Tochter regelmäßig sehen.

Rosanna hatte es ihm nicht verwehren können. Auch seine Eltern wollten nicht auf ihre Enkeltochter verzichten. Inzwischen hatte sich herausgestellt, dass Bernds Frau keine Kinder bekommen konnte. Nun wollten sie auf Lotta zurückgreifen. Bernd wollte sie jedes Wochenende zu sich holen, was Rosanna ihm dann auch gestattet hatte. Sie musste zugeben, dass es eine Erleichterung für sie war, denn sie konnte in dieser Zeit arbeiten und Geld verdienen und brauchte keinen Babysitter zu bezahlen.

Als Bernd und seine Eltern mitbekamen, in welchen mehr als bescheidenen Verhältnissen sie mit der kleinen Lotta lebte, bedrängten sie sie, ihm das Sorgerecht zu überlassen. Rosanna wollte erst nicht darauf eingehen, denn der Gedanke erschreckte sie. Sie konnte sich nicht vorstellen, ihre Kleine nicht mehr jeden Tag um sich zu haben. Doch wie hätte sie ihr Studium mit dem Baby zu Ende bringen können, wenn sie nebenbei auch noch Geld verdienen musste?

So hatte sie Lotta schweren Herzens ihrem Vater und ihren Großeltern überlassen, wo sie ein geregeltes Leben hatte. Man hatte vereinbart, dass Rosanna sie jederzeit sehen konnte. Allerdings hatte das Anke nicht gefallen, Bernds Frau. Eifersüchtig verfolgte sie jedes Wort, jede Geste zwischen ihnen. Rosanna wiederum war nicht mit Ankes Erziehungsmethoden einverstanden. So kam es immer wieder zu Spannungen.

Inzwischen war Lotta acht Jahre alt und ging in die zweite Klasse der Internatsschule Eichenwald, wo Bernd als Lehrer tätig war. Anke arbeitete dort im Sekretariat. Seitdem sah Rosanna ihre Tochter nicht mehr so oft, was ihr und auch der Kleinen nicht gefiel. Arbeitsmäßig ließ es sich leider nicht immer vereinbaren. Rosanna hatte auch Ausstellungen in anderen Städten, sogar im Ausland, und war entsprechend beschäftigt.

„Hallo, wo bist du mit deinen Gedanken?“ Laura wedelte mit der Hand vor der Nase ihrer Freundin herum.

„In der Vergangenheit“, erklärte Rosanna mit einem leicht verrutschten Lächeln.

„Dann wird es Zeit, dass du wieder in die Gegenwart zurückkehrst und in die Zukunft blickst. Und diese liegt genau hinter dieser Tür dort, durch die wir jetzt gehen sollten.“ Laura deutete auf die breite gläserne Verbindungstür, die das Restaurant von den Ausstellungsräumen trennte.

Rosanna blickte auf die Uhr. Ja, es war an der Zeit, in die Galerie hinüberzugehen und die restlichen Bilder aufzuhängen. Sie hatte vor Kurzem eine neue Stilrichtung eingeschlagen und hoffte, damit Erfolg zu haben. Und sie wünschte sich, dass Laura mit ihren Worten recht behalten würde, dass hinter dieser Tür ihre Zukunft lag.

***

Die Vernissage war gut besucht. Rosanna freute sich über das rege Interesse, das ihre Acrylbilder bei den Galeriebesuchern weckten. Sie schlenderte zwischen ihnen umher, beantwortete Fragen und war ganz die charmante Künstlerin. Auf ihrem attraktiven Gesicht lag ein ständiges Lächeln, das die Besucher anzustecken schien. Auch sonst sah Rosanna bezaubernd aus in dem schicken roten Hosenanzug und mit dem locker hochgesteckten dunklen Haar.

Es dauerte...

Erscheint lt. Verlag 10.9.2019
Reihe/Serie Notärztin Andrea Bergen
Notärztin Andrea Bergen
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
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ISBN-10 3-7325-8450-X / 373258450X
ISBN-13 978-3-7325-8450-5 / 9783732584505
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