Das goldene Schlüsselchen oder Die Abenteuer des Burattino
BS-Verlag-Rostock
978-3-86785-469-6 (ISBN)
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Der Autor, Theodor Nebl, ist emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre. In seiner beruflichen Tätigkeit verfasste er eine Reihe wissenschaftlicher Lehrbücher. Zur Freude seiner Kinder, Enkel und aller an Märchen interessierter Leser wechselte er vor einiger Zeit das Genre. Nun widmet er sich der Märchen aus aller Welt. Er erzählt die Märchen neu und setzt sie in Reime. So entstand unter anderem die zehnbändige Reihe „Gereimte Märchen“ (frei nach den Gebrüdern Grimm).
Die freischaffende Künstlerin, Uta Ehlers, illustriert seit Jahren u. a. Kinderbücher. Jedes ihrer Bilder ist ein künstlerisches Unikat, das in Handarbeit entsteht. Die Bilder der o. g. „Gereimten Märchen“ stammen alle von ihr. So entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit des Autors mit der Il-lustratorin. Beide leben und arbeiten in Bad Doberan.
EINLEITUNG Als wir noch alle Kinder waren, vor ach so vielen Jahren, erzählte ich meinen Spielgefährten, am Feldrand und in Blumengärten, den Mädchen und den Buben, am Ostseestrand und in den Stuben, das Märchen von einem hölzernen Männelein, das kann doch nur der Burattino sein. Jetzt, da ich alt geworden bin, kommt es mir wieder in den Sinn und lässt mich träumen nun erneut, wie es als Kind mich hat erfreut. Ich frage mich, wer ist dabei gewesen, als es uns einstmals vorgelesen, wem wurde früher es erzählt, in einer längst vergangenen Welt? Seine Schönheit und der kluge Sinn zieh’n mich noch immer zu dem Märchen hin. Weil es von Tapferkeit und Mut berichtet, auf Wärme, Gefühl und Gefahren nicht verzichtet, uns durch Puppen zeigt der Menschen Welt, es sicher Groß und Klein auch heut’ gefällt. Drum hab ich es noch einmal aufgeschrieben, in Reimen nun, ich hoffe sehr, ihr könnt es lieben! EIN HOLZSCHEIT MIT MENSCHENSTIMME Ein alter Schreiner lebte einst in einer kleinen Stadt in Italien. Giuseppe hieß er mit Namen. Am Mittelmeer war er zu Haus. Er suchte sich täglich Holzscheite aus, um Möbel daraus zu machen und manchmal auch ganz andere Sachen. Einst nahm er einen Kloben in die Hand, den er nicht richtig passend fand. Er wendete ihn hin und her, ein Tischbein daraus zu machen, fiel ihm gewiss nicht schwer. Er begann, ihn mit einem Beile zu behauen und mocht’ nicht seinen Ohren trauen, als er ein Stimmlein hörte fein. „Wer spricht mit mir, wer kann das sein?“ Er sah sofort unter die Hobelbank, doch alles war dort blitzeblank. Kein Mensch war irgendwo zu seh’n, er konnte all das nicht versteh’n! Mit dem Hobel setzt er an, weil man damit Späne abheben kann. Doch das Stimmchen sprach erneut: „Au, au, au, du tust mir weh, was mich sicher nicht erfreut!“ Dieses Mal erschrak Giuseppe sehr, wo kommt denn nur das Stimmchen her? „Bin ich betrunken von all dem Wein? Ich trank doch nur ein Gläschen klein!“ Erneut setzt er den Hobel an, das Geschrei er nun lokalisieren kann. Aus dem Inneren des Holzscheits ist es gekommen, endlich hat er das nun wahrgenommen! GIUSEPPE SCHENKT DAS STIMMBEGABTE SCHEIT SEINEM FREUND CARLO Giuseppes alter Freund, der Drehorgelspieler Carlo, kam durch die Tür herein: „Giuseppe, ich würde dir sehr dankbar sein, könntest du einen Rat mir geben, wie soll ich nur weiterleben. Gesang und Musik waren mein täglich’ Brot, jetzt bin ich alt und krank, vielleicht bald tot. Meine Drehorgel ist entzwei seit einem Jahr. Wie soll es nur weitergehen? Ich erinnere mich, dass ich einst glücklich war! Nun zerbreche ich mir den Kopf, wie ich ein wenig Geld verdienen kann. Was rätst du mir? Was fang ich nur an?“ „Ich schenke dir dieses Scheit aus Holz. Vielleicht wird es einmal dein Stolz. Nimm es gern dir mit nach Haus und schnitze dir ein Püppchen d’raus. Eine Marionette soll es sein. Übe spaßige Reden mit ihr ein. Lass sie tanzen, lass sie singen, Geld im Überfluss wird sie dir bringen! An dem Scheit ist etwas Besonderes dran, weil das Hölzchen sprechen kann.“ „Dank dir Freund, ich pack es an, vielleicht hängt ja mein Glück daran. Oder nimmst du mich auf den Arm? Das hätte sicher keinen Charme!“ „Denkst du, dass ich ein Lügner sei? Ich rate dir, sag schnell verzeih!“ Beinah sind sie in Streit geraten, als wären sie im Kindergarten. Bis das Stimmchen gleich erklang: „Gib’s ihm, gib’s ihm, stundenlang!“ Jetzt hat Carlo es begriffen, die Stimme aus dem Holz hatt’ eingegriffen. „Was meinst du, wollen wir uns nun vertragen?“, hörte man Giuseppe sagen. „Ist doch klar, ich danke dir für deinen Rat, er kam wirklich nicht zu spat! Ich geh’ nun heim, das Holz zu schnitzen, ein Püppchen werd’ ich bald besitzen.“
| Erscheinungsdatum | 21.08.2019 |
|---|---|
| Illustrationen | Uta Ehlers |
| Zusatzinfo | Zeichnungen, davon 74 farbig |
| Verlagsort | Bargeshagen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 210 x 297 mm |
| Gewicht | 1030 g |
| Themenwelt | Literatur ► Märchen / Sagen |
| Schlagworte | Hampelmann • Holzpuppe • Pinocchio • Tolstoi |
| ISBN-10 | 3-86785-469-6 / 3867854696 |
| ISBN-13 | 978-3-86785-469-6 / 9783867854696 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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