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Mister Arrogant (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2023
XCVI, 100 Seiten
BookRix (Verlag)
978-3-7487-0837-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Mister Arrogant - Evelyne Amara
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Normalerweise spielt man nicht die Fake-Verlobte des Typen, den man hasst.   Ich hasse seine Arroganz und die Witze, die er in er High School über mich gerissen hat.   Noch mehr hasse ich, wie mein Körper auf ihn reagiert ... auf seine Berührungen, die heißen Küsse und seine Umarmungen.   Natürlich ist alles fake ... bis auf die verräterischen Reaktionen meines Leibes.   Dabei müsste gerade ich es besser wissen ...   Ich dachte, er sei nur ein Herzensbrecher mit einem Sixpack, stahlharten Muskeln, dem Gesicht eines Filmstars und einer großen, schmutzigen Klappe.   Doch da ist mehr an ihm, viel mehr ...   Ich kann nicht zulassen, dass mir das Herz noch einmal gebrochen wird.    In sich abgeschlossener Kurzroman ohne Cliffhanger. 101 romantische, humorvolle Seiten.

Kapitel 3


 

Faith

 

Ich versuche, mir die Überraschung nicht anmerken zu lassen. Warum sagt Dashiell so etwas? Will er mir etwa helfen? Dieser Sache ist nicht zu trauen, aber ich entscheide mich, sie zu nutzen.

»Ich glaube nicht, dass ihr zusammen seid. Das spielt ihr mir nur vor. Wie viel bezahlt sie dir dafür, dass du ihren Freund spielst?«, fragt Mason mit einem siegessicheren Grinsen.

Von oben herab sieht Dashiell ihn an, was für ihn einfach ist, da er Mason um mehr als einen halben Kopf überragt. »Aus dir spricht der Neid der Besitzlosen.«

Mason zeigt mit dem Finger auf mich. »Aber sieh sie dir doch an. Sie ist klein, rothaarig und pummelig. Sie ist doch gar nicht dein Typ.«

»Was mein Typ ist oder nicht, lasse ich mir bestimmt nicht von Leuten wie dir vorschreiben. Denkst du wirklich, du kannst wieder bei ihr landen, wenn du sie als pummelig bezeichnest? Was sie übrigens gar nicht ist. Sie hat Kurven an den richtigen Stellen – im Gegensatz zu deiner Freundin. Ach, ich vergaß ja ganz, du hast ja gar keine Freundin. Ich habe deine Wampe für eine Person gehalten. Sorry, kann schon mal passieren.«

Mason krempelt die Ärmel nach oben. »Du Arsch, dir werd ich’s zeigen.«

Mit beiden Händen winkt Dashiell ihn zu sich heran. »Nur zu, Junge, zeig mir, was für ein Versager du bist.«

Liam knallt demonstrativ seinen Baseballschläger auf die Theke. »In meiner Kneipe wird sich nicht geprügelt. Dafür müsst ihr nach draußen gehen. Es sei denn, ihr wollt mit meinem Baseballschläger Bekanntschaft machen.«

Natürlich macht Mason einen Rückzieher, denn er will sich nicht wirklich mit Dashiell prügeln. Gegen den würde er den Kürzeren ziehen. Er tritt einen Schritt zurück und seine Drohgebärden lassen deutlich nach.

Mason sieht Dashiell aus zusammengekniffenen Augen wütend an. »Wie meinst du das? Typen wie mir?«

»Na Losern. Du hast Faith verloren, weil du nicht gut genug für sie warst. Weil du ein Arschloch zu ihr gewesen bist, so wie gerade eben.«

Natürlich hat Dashiell das damals alles mitgekriegt. Wir sind alle Nachbarn. Wenn ich etwas ganz genau weiß, dann ist es, dass Dashiell noch nie auf den Mund gefallen war. Wenn er etwas sagt, dann meint er es auch so.

Selbstgerecht blickt Mason ihn an und verschränkt die Arme vor der Brust. »War ich nicht. Sie war selbst schuld daran, denn sie hat sich gehen gelassen.«

Ich soll mich gehen gelassen haben? Das stimmt ja gar nicht. Er war derjenige, der ungewaschen das halbe Wochenende auf dem Sofa verbracht hatte, nicht ich.

Wütend starre ich Mason an. »Das als Grund vorzuschieben, um mich für eine andere abzuservieren, ist ja wohl das Letzte!«

Dashiell sieht hochmütig auf Mason herab. »Meine Faith arbeitet nun mal in einem Job, in dem sie mit Motoröl, schmutzigen Reifen und manchmal auch mit schmierigen Typen wie dir in Kontakt kommt. Das kannst du ihr nicht vorwerfen.«

Masons Gesichtszüge entgleisen. Er sieht mich an. »Ich werfe euch nur vor, dass eure Beziehung nur fake ist. Der da ist gar nicht dein Freund. Der hat nie eine Freundin. Der vögelt nur rum.«

Dashiell zieht mich noch näher zu sich heran und sieht mir tief in die Augen. Mein verräterisches Herz schlägt daraufhin schneller, und in der Magengegend verspüre ich ein Flattern. Dieser Mann hat eine umwerfende Wirkung auf Frauen, der selbst ich mich nicht ganz entziehen kann.

»An unserer Beziehung ist rein gar nichts fake«, sagt er und gibt mir einen Kuss, der meine Hormone in Wallung bringt. Meine Haut kribbelt und wie von selbst schlinge ich ihm die Arme um den Hals. Eine seiner Hände legt er auf meinen unteren Rücken. Die andere umfasst zärtlich mein Gesicht, während seine Zunge meinen Mund erforscht.

Sein Kuss raubt mir den Atem und die Sinne und für einige Momente sogar das Gefühl für Raum und Zeit. Dass Mason hier steht und uns beobachtet, hat keine Bedeutung für mich. Dieser Kuss ist mehr. Was genau mehr kann ich nicht sagen, aber es ist nicht nur fake. Die Hormone. Es müssen die Hormone sein.

Dieser Mann raubt mir den Verstand.

Schweratmend löst er sich von mir und blickt mir einen Moment so tief in die Augen, dass ich glaube, meine Seele darin zu verlieren.

Der Augenblick verfliegt und die Realität holt mich wieder ein. Was für ein Kuss, auch wenn Dashiell ihn nur gespielt hat, um mir zu helfen. Masons Küsse haben meine Welt nie so aus den Angeln gehoben. Kein Wunder, dass die Frauen so hinter Dashiell her sind. Wenn er schon so gut küssen kann, wie ist er dann im Bett?

Schnell verdränge ich diesen Gedanken, denn der Typ ist nichts für mich. Erstens bin ich überhaupt nicht sein Typ und zweitens hatte er seit vielen Jahren keine feste Beziehung mehr. Er war mal während seiner College-Zeit mit jemandem zusammen, aber diese Frau habe ich nie kennengelernt, da er natürlich auf eine Elite-Uni gegangen ist. Seine Familie ist total reich, versnobt und in der Gegend bekannt wie ein bunter Hund. Sie besitzen mehrere Villen und Immobilien im ganzen Lande. Sein Vater ist ein Baulöwe und die Mutter eine Anwältin. Er bewegt sich in ganz anderen Kreisen als ich. Es ist verwunderlich, dass er in dieser bescheidenen, urigen Kneipe so oft abhängt. Man sollte meinen, er ist eher auf den Golfplätzen dieser Welt zuhause oder in exklusiven Clubs, wo sich die Schönen und Reichen bewegen. Stattdessen steht er neben mir und vertreibt meinen nervigen Ex.

»Du willst dich also für so einen wegwerfen? Der benutzt Frauen doch nur. Schon nächste Woche bist du Geschichte«, sagt Mason sichtlich aufgebracht.

»So, wie du mich weggeworfen hast? Was ich tue oder lasse, musst du schon mir überlassen.« Ich schmiege mich an Dashiell und lächle bewundernd zu ihm auf.

Glücklicherweise erzeugt mein Schauspiel bald den gewünschten Effekt und Mason zischt sichtlich aufgebracht ab. So schnell habe ich den noch nie verschwinden sehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass das auch so bleibt.

Sofort löse ich mich von Dashiell, kaum dass die Tür hinter Mason ins Schloss gefallen ist.

»Ich muss zu meiner Familie rausfahren und dafür brauche ich eine Fake-Freundin. Wir feiern den 4. Juli, an dem auch meine Oma Geburtstag hat, und verbringen ein paar Tage auf dem Familienanwesen. Wenn du nicht dabei bist, hast du Mason wieder am Start. Ihr habt Betriebsferien, was auch er natürlich weiß.«

Natürlich weiß er das. Er wohnt ja gleich nebenan und kann lesen. Es steht schließlich in großen blauen Lettern auf einem Schild an der Tür meiner Werkstatt. Der 4. Juli ist bereits morgen.

»Mit Mason komme ich schon zurecht«, sage ich.

»Ich schätze mal, du wärst mit deinem Studebaker viel schneller vorangekommen, wenn Mason nicht das letzte halbe Jahr vor deiner Werkstatt kampiert hätte.«

»Er hat nicht das letzte halbe Jahr dort kampiert.«

»Das vielleicht nicht, aber jeden Samstag.«

Da hat er allerdings Recht, und ich stehe kurz davor, einen Mord zu begehen und Mason irgendwo im Wald zu verscharren. Normalerweise bin ich keine gewalttätige Person, aber er belästigt mich bei jeder Gelegenheit. Ich hatte schon überlegt, eine Beziehung einzugehen, einfach nur, um ihn loszuwerden, denn offenbar ist er der Ansicht, dass ich Single bin, weil ich mir insgeheim noch Chancen bei ihm erhoffe. Und natürlich stelle ich mich nur spröde an, weil ich von ihm erobert werden will.

Ich weiß auch nicht, welche Drogen Mason nimmt, dass er auf solche Ideen kommt, aber ich muss den Tatsachen ins Auge sehen. Ich habe es schon im Guten versucht, und die Polizei kann nicht viel machen, da er weder Zeichen von Aggression zeigt noch mich in irgendeiner Weise bedroht. Einige meiner Bekannten denken sogar, ich stelle mich an oder sei undankbar, weil Mason mich mit Geschenken überhäuft und ich sie nicht zu schätzen weiß.

Ein paar Tage bei Dashiells Familie sind nicht unbedingt das, was ich mir unter einem gelungenen Urlaub vorstelle. Andererseits haben die meisten meiner Familie, mal abgesehen von meinem älteren Bruder Noah, zu diesem Zeitpunkt leider keinen Urlaub bekommen. Und Noah verschwindet mit ein paar Kumpels auf einem Heavy-Metal-Festival.

»Sobald du Urlaub hast, wird er deine Wohnung belagern«, sagt Dashiell.

Damit dürfte er leider Recht haben, denn Mason scheint sich genau dann Urlaub zu nehmen, wenn wir Betriebsferien haben.

»Stalkst du mich oder woher weißt du das so genau?«

»Es ist nicht zu übersehen. Liam, Laura, ich und die anderen können das durch die Pub-Fenster sehen. Wir sind nicht die Einzigen, die Wetten darüber abschließen, wie viele Stunden er durchhält und welchen Schwachsinn er dir diesmal schenkt. Elliot«, er zeigt auf einen grinsenden Zweiundzwanzigjährigen mit lockigem, mittelblondem, schulterlangem Haar, »führt sogar eine Liste über Geschenke, die man nicht machen sollte, wenn man bei der Ex wieder landen will.«

Laura arbeitet als Bedienung im Pub. Heute ist sie nicht da, da sie auf die Uni muss.

»Wie bitte?«, frage ich.

»Na, komm, jeder weiß doch, dass du belgische Pralinen hasst und...

Erscheint lt. Verlag 12.12.2023
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Badboy • Bad Boy • Badboy Liebesromane • Bad Boy Liebesromane • enemies to lovers • Fakebeziehung • Fake Beziehung • Fakeverlobung • Fake Verlobung • Frauenliteratur • Frauenromane • für Frauen • humorvolle Liebesromane • humrovoll • Liebesroman • lustig • milliardär liebesromane • Millionär • millionär liebesroman • mit Humor • Neuerscheinungen 2019 • Romance • Romane • Romantische Komödie • Unterhaltung • witzig • zeitgenössischer Liebesroman
ISBN-10 3-7487-0837-8 / 3748708378
ISBN-13 978-3-7487-0837-7 / 9783748708377
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