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Flirt mit dem Schicksal (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
180 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-1061-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Flirt mit dem Schicksal - Nalini Singh
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Eine Novella aus der Welt der Gestaltwandler

Sieben Jahre ist es her, dass Kenji das Herz von Garnet brach. Doch jetzt begegnen sich die beiden Wolfswandler erneut, denn sie müssen einem grausamen Mord in ihrem eigenen Rudel nachgehen. Mit jeder Minute, die die beiden gemeinsam ermitteln, verfällt Kenji mehr und mehr der Frau, zu der sich Garnet entwickelt hat. Doch mit dem düsteren Geheimnis, das Kenji in sich trägt, ist jeder neue Anfang zum Scheitern verurteilt ...

'Nalini Singh ist eine begnadete Geschichtenerzählerin!' MAYA BANKS, SPIEGEL-BESTSELLER-AUTORIN

Diese Novella ist bereits in der Anthologie 'Wilde Umarmung' veröffentlicht




<p><strong>Nalini Singh</strong> wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Ihre Bücher sind regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Weitere Informationen unter: www.nalinisingh.com</p> <p><br></p>

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Ihre Bücher sind regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Weitere Informationen unter: www.nalinisingh.com

1


Drei Monate nachdem Garnet ihm ins Gesicht geboxt hatte, war Kenjis Veilchen längst verschwunden. Umso besser. Vielleicht würde er bald auch vergessen, wie sie geschmeckt und sich angefühlt hatte, ihren Duft und den überwältigenden Zorn, der das Blau ihrer Augen in das warme Gold ihrer Wölfin verwandelt hatte. Was zum Teufel hatte ihn bloß geritten? Auch ohne seinem tiefen Verlangen nach ihr nachzugeben, war es schon schwer genug gewesen, Distanz zu ihr zu halten.

Und jetzt?

War es schier unmöglich.

Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, war er gerade bei ihrer Höhle eingetroffen und sollte die nächsten vier Tage hier verbringen. Vier Tage. Allein der Umstand, dass Riaz und Indigo ebenfalls anwesend waren, um unwissentlich als Puffer zu fungieren, konnte vielleicht verhindern, dass er durchdrehte. Zu viert würden sie die Sicherheitsvorkehrungen in diesem Teil des SnowDancer-Territoriums, also hauptsächlich in Kenjis und Garnets Sektoren, erörtern.

Cooper trug die Verantwortung für die Höhle am anderen Ende des San-Gabriel-Gebirgszugs, aber da er zudem eine der Grenzen im Auge behalten musste, würden Indigo und Riaz zu ihm fahren, sobald sie hier fertig waren. Sie würden neue Sicherheitskonzepte einem Praxistest unterziehen, um den Bericht für ihren Leitwolf mit den Ergebnissen zu untermauern.

Der Zeitpunkt für diese dringend erforderliche Überprüfung war günstig, weil die Medialen momentan hauptsächlich auf sich selbst fokussiert waren. Wegen der unmittelbar aufeinanderfolgenden Ereignisse des letzten Jahres waren die Wölfe zu sehr damit beschäftigt gewesen, eine Strategie nach der anderen zu entwickeln, um Zeit für eine umfassende Analyse zu finden.

Indigo und Riaz hatten dafür zu sorgen, dass sich die Details nahtlos aneinanderfügten und die gesamte Führungsriege genauestens darüber Bescheid wusste, wie es um die Sicherheit im Territorium bestellt war. Der Zusammenhalt zwischen den SnowDancer-Wölfen war trotz ihrer geographischen Ausbreitung extrem stark, weil sie niemals vergaßen, dass sie alle ein Rudel waren.

Garnet mochte ihm in einem persönlichen Zwist einen Fausthieb versetzen, aber sie wäre sofort zur Stelle, wenn Kenji in einer anderen Situation ihre Hilfe brauchte.

Er drängte seine Sehnsucht zurück und fuhr sich grinsend mit den Händen über das Haar, das er nur für Garnet gefärbt hatte. Seine von Natur aus schwarze Mähne leuchtete derzeit in grellem Pink und war mit knalligen kobaltblauen und saphirgrünen Strähnen durchzogen. Für seine Verhältnisse war das eher zahm, aber er bezweifelte, dass Garnet das auch so sehen würde. Sie verzog jedes Mal, wenn er sich bei einer Videokonferenz in einem anderen Look präsentierte, den Mund.

Louisa, seine Friseurin und Koloristin, vergötterte ihn, sie bezeichnete ihn als wandelnde Reklametafel für ihre Dienste, auch wenn er ihr nicht erlaubte, eine dauerhafte DNA-Bindung herzustellen, wodurch die Farbe auch nach einer Verwandlung an ihm »haften« würde. Meistens übertrug sich nichts auf seine Tiergestalt, wenn sich seine Moleküle zu einem neuen Muster anordneten, dem des Timberwolfs, der seine zweite Hälfte war, aber einmal hatte er anschließend ein golden leuchtendes Ohr davongetragen.

Nie wieder.

Das war zwar ein gewisses Handikap, weil kaum ein Look länger als einen Tag hielt – häufig sogar nur ein paar Stunden –, aber zumindest brauchte er Louisa nicht extra aufzusuchen. Wenn sie meinte, dass es Zeit für eine Veränderung sei, kam sie zu ihm. Einmal, als er schwer beschäftigt gewesen war, hatte sie ihn gleich am Schreibtisch umgestylt, während er sich weiter um die Angelegenheiten des Rudels, inklusive des neuen Bündnisses mit den BlackSea-Gestaltwandlern, gekümmert hatte. Am Ende hatten in seinen Haaren silberne Sternchen gefunkelt.

Die Wölfchen in seiner Höhle waren begeistert gewesen.

Garnet hatte ihn gefragt, ob er in der Kindertagesstätte in einen Tuschkasten gefallen sei.

Wieder glitt ein Grinsen über sein Gesicht. Vielleicht würde er Louisa bitten, ihm diese Frisur noch einmal zu machen. Nein, lieber nicht. Seine Belustigung schwand, als er wieder seine Haare betrachtete. Garnet zu piesacken, war immer ein Mittel gewesen, um mit ihr in Kontakt zu bleiben ohne in ihre Nähe kommen zu müssen. Aber wenn er ernsthaft vorhatte, sie aufzugeben, musste er damit ebenso aufhören wie mit dem Flirten und dieses letzte zarte Band zwischen ihnen zerschneiden. Ihre Freundschaft, ihr Lachen, die Art, wie sie ihn früher angesehen hatte, das alles war für ihn bereits verloren. Nun blieb nur noch das.

Noch nicht, flüsterte seine Seele voll Verzweiflung. Sie hat keinen Gefährten gewählt, ist mit niemandem zusammen. Noch müssen wir sie nicht vollständig aufgeben.

Kenji seufzte bei diesem Gedanken, der seine Sehnsucht nach Garnet nur verschlimmerte, und verließ das Gästezimmer, das ihm zugewiesen worden war. Er war vor einer Viertelstunde in Garnets Höhle eingetroffen, hatte in aller Ruhe seine Sachen versorgt und versucht, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, aber jetzt wurde es Zeit, sich bei ihr zu melden und an die Arbeit zu gehen.

Die erste Person, der er begegnete, war die hochschwangere Ruby.

Garnets ältere Schwester eilte ihm entgegen – oder versuchte es vielmehr. »Kenny!« Ihre Beine steckten in bunten Leggings, ihr Oberkörper in einem elastischen schwarzen Top.

Er umarmte sie behutsam und tat, als bisse er sie ins Ohr. »Lass das, sonst nenne ich dich wieder Hefeklops.« Den berüchtigten Spitznamen hatte er ihr während eines Vorkommnisses in ihrer frühen Jugend verliehen.

Sie versetzte ihm einen Stups mit dem Ellbogen und blitzte ihn unter ihrem glänzenden, zerzausten blonden Bob aus großen blauen Augen an. »Wage es ja nicht. Ich bin inzwischen eine hoch angesehene Mutter.«

»Und ich ein Offizier.« Er küsste sie auf die Wange.

»Und was für ein hübscher.« Sie tätschelte ihm mit ihrer zarten Hand, deren Fingernägel leuchtend rot lackiert waren, das Kinn und lächelte ihn voller Zuneigung an. »Danke für den Fußpflege-Gutschein. Woher wusstest du, dass ich zurzeit Knöchel wie ein Elefant habe?«

»Ich wette, deine Knöchel sind so sexy wie eh und je.« Abgesehen von ihrem runden Bauch und den etwas volleren, rosigen Wangen sah Ruby exakt aus wie immer: zierlich und bereit, es mit der ganzen Welt aufzunehmen.

Genau wie ihre jüngere Schwester.

»Du bist ein Schmeichler, wie er im Buche steht, Kenji Tanaka, aber als deine ehemalige Schulkameradin bin ich immun dagegen. Erinnerst du dich noch an unsere Schlammschlachten? Du hattest einen hundsgemeinen linken Arm.« Ein Lachen stand in ihren blauen Augen, die Garnets Augen so ähnlich waren. »Jetzt heraus mit der Sprache. Hat Steele etwas gesagt?« Ihr Zwillingsbruder war zugleich Kenjis bester Freund.

»Er würde es nicht wagen, Rubys Rache heraufzubeschwören.«

Besagter Racheengel versuchte, ihn ins Ohr zu kneifen.

»Die Idee stammt von Louisa«, bekannte er grinsend. »Ich wollte dir eine Freude machen, und sie erzählte mir, dass sie während ihrer Schwangerschaft für eine Fußmassage gemordet hätte.« Die Friseurin hatte ihm gerade goldenen Glimmer auf das Haar gesprüht, während er Aufwendungen für die Höhle per Unterschrift absegnete.

Er hatte bereit sein wollen für eine bevorstehende Videokonferenz mit Garnet.

»Tja, damit hast du wirklich ins Schwarze getroffen.« Ruby winkte ihn näher zu sich heran, und als er sich vorbeugte, küsste sie ihn auf die Wange. »Apropos Nachwuchs … Ich dachte immer, dass du und Garnet … du weißt schon.«

Ein Messerstich in sein Herz hätte nicht schmerzhafter sein können als diese saloppe, humorvolle Bemerkung. »Im Ernst?« Er lächelte verschmitzt und gab die entsprechende Antwort, ohne die offene Wunde in seinem Herzen preiszugeben. »Keine Sorge, sie wird meinem Charme irgendwann erliegen.«

Eine steile Falte erschien zwischen Rubys Augenbrauen. »Hmm.« Sie sah sich um, bevor sie sagte: »Wie es scheint, weißt du das mit Revel nicht.«

»Revel?« Kenji überlief ein Frösteln. »Ich kenne ihn natürlich. Er wurde vor ein paar Monaten befördert, hat für einen höheren Posten die Höhle gewechselt.« Er war ein drahtiger, im Nahkampf gefährlich schneller Rudelgefährte, den Kenji immer gemocht hatte.

»Richtig. Nach seinem Transfer hierher wurde er Garnets Assistent.«

»Willst du damit sagen, die beiden sind ein Paar?« Es hatte kein Ritual stattgefunden, davon hätte Kenji erfahren.

Ruby hob die linke Hand und bewegte sie hin und her. »Zwei Rendezvous, und ein drittes steht kurz bevor.« Sie senkte den Arm und streichelte über ihren Bauch. »Ich mag dich, und ich mag Revel, darum werde ich nicht Partei ergreifen, aber falls du vorhast, ihr Avancen zu machen, Kenji, solltest du es gleich tun. Garnet nimmt die Sache mit ihm ernster als mit jedem anderen, den sie je gedatet hat.«

»Komm schon, Ruby, du weißt, dass du mich am liebsten hast.« Kenji spielte mit, obwohl er wie vor den Kopf geschlagen war. Garnet und ihre Schwester standen sich sehr nah. Wenn Ruby also den Eindruck hatte, dass zwischen Garnet und Revel etwas Ernsthaftes entstehen könnte, konnte sie ihn nur von Garnet selbst bekommen haben.

Ruby verdrehte die Augen, aber ihre Mundwinkel hoben sich, und es erschien auf einer Seite ein kleines Grübchen daneben. Garnet hatte das gleiche. Kenji hatte sich unzählige Male vorgestellt, es zu küssen, bevor sie lachend...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2019
Reihe/Serie Wild Embrace
Wild Embrace
Wild Embrace
Übersetzer Patricia Woitynek
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Original-Titel Flirtation of Fate (Wild Embrace)
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Amnesia • Arrondissement de Molsheim • Bas-Rhin • Christine Feehan • DarkRiver-Leopard • Formwandler • Frauenroman • Frauenunterhaltung • Garnet • gebrochenes Herz • Gefährte • Gefühl • Gefühle • gefühlvoll • Geheimnis • Gestaltwandler • Grand-Est • Große Gefühle • JR Ward • Kenji • Kresley Cole • Leidenschaft • leidenschaftlich • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Mediale • Mord • Paranormal • Psy Changeling • Roman • Romanantasy • Romance • Romantic Fantasy • Romantik • romantisch • Romantische • Romantische Fantasy • Romanze • Russ • Schwester • Small Town Romance • SnowDancer Wölfe • Übersinnliche • Unterhaltung • USA • Vampirroman • Wiederbegegnung • Wilde Umarmung • Wolfswandler • Zwillingsbruder • Zwillingsschwester
ISBN-10 3-7363-1061-7 / 3736310617
ISBN-13 978-3-7363-1061-2 / 9783736310612
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