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Tanz der Gefährten (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
120 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-1060-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Tanz der Gefährten - Nalini Singh
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Eine Novella aus der Welt der Gestaltwandler

Noch immer sitzt die Demütigung einer dominanten Wölfin wie ein Stachel in seinem Fleisch - und der Wolfswandler Felix hat sich geschworen, nie wieder jemandes Spielzeug sein zu wollen. Doch für die Leopardin Dezi ist Felix der faszinierendste Mann, den sie je getroffen hat. Sie setzt all ihre Überredungskünste ein, um den schüchternen Wolf aus der Reserve zu locken und sein Vertrauen zu gewinnen. Denn die Raubkatze will nichts lieber, als Felix zärtliche Bisse zu verpassen ...

'Nalini Singh ist brillant!' USA TODAY

Diese Novella ist bereits in der Anthologie 'Wilde Umarmung' veröffentlicht




<p><strong>Nalini Singh</strong> wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Ihre Bücher sind regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Weitere Informationen unter: www.nalinisingh.com</p> <p><br></p>

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Ihre Bücher sind regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Weitere Informationen unter: www.nalinisingh.com

1


Felix, der gerade eine Gruppe junger Bäumchen untersuchte, die einer der Jugendlichen gepflanzt hatte, hob den Kopf und fing ein strahlendes Lächeln auf. Mit ihren leuchtend grünen Augen, der bronzenen, golden schimmernden Haut und den tausend Zöpfchen, zu denen sie ihr Haar geflochten hatte, war sie die schönste Frau, die er je gesehen hatte. Und darüber hinaus eine ranghohe DarkRiver-Soldatin, die, so man dem rudelinternen Klatsch Glauben schenken durfte, in den nächsten ein oder zwei Jahren zur Wächterin aufsteigen würde.

Ihre Augen funkelten, als sie die Hand hob und ihm zuwinkte.

Verlegen wandte er seine Aufmerksamkeit wieder dem Bäumchen zu, das er gerade inspizierte. Der Junge hatte ganze Arbeit geleistet, aber er war noch unerfahren … Felix spürte, dass sie ihn noch immer ansah. Als er eine Minute später mit gesenkten Wimpern verstohlen zu ihr hinspähte, hatten sich ihre in Leder gekleideten Beine in eine andere Richtung gedreht, darum sah er ganz auf. Sie sprach gerade mit seinem Leitwolf Hawke, der gekommen war, um nachzusehen, wie es mit der Bepflanzung des Areals voranging, das während der Schlacht mit den Makellosen Medialen verwüstet worden war.

Die bildhübsche Soldatin hieß Desiree und war eine Leopardengestaltwandlerin.

Die Raubkatzen leisteten ihren Beitrag, indem sie halfen, den Teil des Waldes während der Neubepflanzung zu schützen, der bei dem Kampf zerstört und dadurch derart einsehbar geworden war, dass jeder dort ein leicht zu treffendes Ziel war. Felix erging es ähnlich wie seinen Rudelgefährten, auch er hatte eine Weile gebraucht, um sich daran zu gewöhnen, dass durch den Blutbund, den sie mit den Leoparden geschlossen hatten, diese im SnowDancer-Revier ebenso willkommen waren wie die Wölfe im tiefer gelegenen Territorium des DarkRiver-Rudels. Gleichwohl gebot es der Respekt von Raubtier zu Raubtier, sich dem Wächter vorzustellen, wenn man einem begegnete.

Desiree lachte über etwas, das Hawke gesagt hatte, dann nickte sie und verabschiedete sich mit einem Winken. Da der Leitwolf bereits mit Felix gesprochen hatte, grüßte er nur wortlos und ging davon, sodass Felix und Desiree allein auf der Lichtung zurückblieben. Felix wollte die Zeit, in der außer der abendlichen Wachmannschaft niemand mehr hier war, nutzen, um den Boden für die Pflanzen, die am nächsten Tag gesetzt werden sollten, vorzubereiten.

»Hallo.« Stiefelspitzen erschienen neben dem Steckling, den er gerade begutachtete. »Ich bin Desiree.«

Die Höflichkeit verlangte, dass er sich ebenfalls vorstellte, aber Desirees Dominanz war derart überwältigend, dass sein Wolf zitterte und am liebsten die Flucht ergriffen hätte. Dass sie ein weibliches Tier war, spielte dabei keine Rolle  – sie war in jedem Fall ein wesentlich stärkeres Raubtier als er, und sein Wolf wusste das.

Sie ging in die Hocke und versuchte, seinen Blick einzufangen, indem sie den Kopf leicht zur Seite neigte, wobei ihre Zöpfe über ihre Schulter glitten. »Ich beiße nicht. Es sei denn, man bittet mich darum.«

Wieder wurde ihm ganz heiß. Verdammt. Während seiner Zeit als Haute-Couture-Model hatte er mit jeder Menge starker Persönlichkeiten zu tun gehabt, und es hatte keine Schwierigkeiten gegeben. Allerdings war darunter keine atemberaubend schöne Leopardin gewesen, die in ihm den Wunsch weckte, sie zu berühren, obwohl er wusste, dass das eine sehr, sehr schlechte Idee war. Dominante Raubtiere verspeisten unterwürfige wie ihn zum Frühstück und hatten mittags wieder Hunger.

Keiner von beiden sagte etwas, bis Desiree sich wieder aufrichtete. »Dann lasse ich dich mal weiterarbeiten.«

Felix sah ihr nach, wie sie mit anmutigen Bewegungen davonging, und hätte sich am liebsten geohrfeigt. Er wollte mit ihr sprechen, sie kennenlernen … aber diesen Weg hatte er schon einmal eingeschlagen. Wie ein dummer Junge hatte er sich Hals über Kopf in eine dominante Wölfin, die aus einem anderen Rudel zu Besuch gewesen war, verliebt und alles für sie aufgeben wollen, auch seinen ersten großen Modelauftrag.

Doch als er ihr voll Inbrunst seine Liebe gestanden, ihr Herz und Seele geöffnet und sich dadurch verletzbar gemacht hatte, hatte sie seine Wange getätschelt, ihn geküsst und gesagt: »Tut mir leid, Süßer. Du bist wundervoll und ganz entzückend, aber ich brauche einen dominanten Partner.«

Sie hatte nicht vorgehabt, ihm wehzutun, sondern wirklich angenommen, dass sie lediglich auf rein freundschaftlicher Basis intime Körperprivilegien miteinander austauschten, und dass er die Tatsachen des Lebens verstand: Zwar verbanden sich dominante Wölfe oftmals mit unterwürfigen, aber für gewöhnlich war dabei der Mann der dominante Partner. Vertauschte Rollen waren eher die Ausnahme, und in Bezug auf dominante Leopardinnen hatte er überhaupt noch nie davon gehört. Sie waren so wild und unabhängig, dass nur ein hartnäckiger und starker Mann sie langfristig an sich binden oder gar ein Paarungsband zu entwickeln vermochte.

Rileys Werben um Mercy war das beste Beispiel. Voll Übermut hatte der Leopardenwächter der Offizierin der Wölfe nachgestellt. Fasziniert und glücklich hatte Felix ihnen gemeinsam mit dem Rest des Rudels vom Spielfeldrand aus zugesehen, in der Gewissheit, dass es diese Art von Paarungstanz für ihn nicht geben würde. Er würde einen wundervollen Gefährten abgeben, dessen war er sich sicher. Er war loyal, handwerklich begabt, und er liebte Kinder über alles. Trotzdem würde er keine Beziehung mit einer dominanten Partnerin eingehen.

Und mochte sie noch so schön sein.

Er war fertig damit, sich ausnutzen zu lassen.

Desiree zog sich weit genug in das Dämmerlicht des Waldes zurück, der die Lichtung umgab, dass der Botanikexperte des SnowDancer-Rudels sie nicht mehr sehen konnte, dann lehnte sie sich an einen Baum, um ihn zu beobachten. Er war groß und muskulös, hatte dunkles Haar, von dichten Wimpern umkränzte, konzentriert blickende braune Augen und starke Hände, mit denen er den Jungpflanzen behutsam und sorgfältig Pflege angedeihen ließ.

Die Ärmel seines karierten Arbeitshemds waren hochgerollt und gaben den Blick auf seine goldgetönte Haut frei, unter der sich kräftige Adern abzeichneten. Sie wollte mit der Zunge darüberlecken, wollte seine großen, warmen, schwieligen Hände an ihrem Körper spüren. Seine Berührungen würden rau sein, umsichtig, besonnen. Der bloße Gedanke verursachte ihr einen wohligen Schauer.

Doch zunächst einmal musste sie ihn dazu bringen, mit ihr zu reden.

Ihre Raubkatze räkelte sich, rieb sich mit dem Fell unter ihrer Haut. Sie war aber genauso sehr gefesselt von diesem Mann, der sich derart still und konzentriert der frisch gesetzten Pflanzen annahm. Es war nicht sein Aussehen, das als Erstes ihre Aufmerksamkeit erregt hatte – obwohl er ein heißer Typ war –, sondern sein Umgang mit den Pflanzen. Sie sah ihm nun schon über eine Stunde heimlich dabei zu, wie er die zarten Stecklinge mit äußerster Sanftheit hegte und pflegte.

Und dabei hatten dieselben Hände eben noch einen Fünfundzwanzig-Kilo-Sack Erde hochgehoben, als wöge er nichts.

Diese Kombination aus körperlicher Kraft und unglaublicher Behutsamkeit war absolut unwiderstehlich. Wenn man den unverkennbaren Respekt hinzuaddierte, den ihm sogar die hartgesottensten Mitglieder seines Rudels entgegenbrachten, haftete diesem braunäugigen Wolf etwas an, das ihre Leopardin dazu brachte, ruhelos in ihr umherzustreifen; sie wollte ihn kosten.

In diesem Augenblick veranlasste ihn der Ruf einer Offizierin aufzusehen.

Bekleidet mit Jeans und T-Shirt, die langen schwarzen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, ging Indigo neben ihm in die Hocke, und sie begannen ein ungezwungenes Gespräch, bei dem es der Wölfin sogar gelang, ihm ein Lachen zu entlocken. Also scheute er nicht generell davor zurück, sich mit dominanten Frauen zu unterhalten. Er wollte es nur nicht mit Desiree tun. Damit steckte sie in einer Zwickmühle. Bei den Leoparden wie bei den Wölfen waren manche Regeln in Stein gemeißelt.

Wenn ein unterwürfiges Raubtier Nein sagte, und sei es durch die Blume, zog sich das dominante umgehend zurück.

Ersteres verfügte schlichtweg nicht über die Fähigkeit, sich gegen jemand Stärkeren zur Wehr zu setzen, besonders dann nicht, wenn es sich um aggressive Annäherungsversuche von jemandem handelte, dem es eigentlich vertrauen sollte, wie beispielsweise einem Rudelgefährten oder einem Verbündeten. Das unterwürfige Raubtier würde sich zunehmend unwohler fühlen und unter Stress geraten. Desiree runzelte die Brauen, sie verabscheute die Vorstellung, diesen umwerfenden Mann mit den feinfühligen Händen zu verletzen. Das durfte nicht passieren, trotzdem wollte sie ihn kennenlernen. Sie beschloss, einen letzten Versuch zu unternehmen, und falls er tatsächlich nichts mit ihr zu tun haben wollte, würde sie ihr Bedürfnis, ihn zu berühren, mit aller Macht bezwingen.

Dieser Plan beherrschte noch immer ihre Gedanken, als sie am nächsten Tag kurz vor Sonnenuntergang ihren Wachdienst antrat. Sie mochte die Abendschichten hier draußen im Wald, weil es so ruhig war und sie aufgrund der Größe des Geländes, in dem es zu patrouillieren galt, kaum je anderen Soldaten begegnete. Desiree war keineswegs eine Einzelgängerin, dennoch wusste die Katze in ihr etwas friedvolle Stille von Zeit zu Zeit zu schätzen, vor allem unter einem berauschend schönen, sternenübersäten Nachthimmel, wie jetzt hier in der Sierra Nevada.

Nicht dass ihre Aufmerksamkeit an diesem Abend dem Himmel gegolten hätte.

Allerdings war...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2019
Reihe/Serie Wild Embrace
Wild Embrace
Wild Embrace
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Original-Titel Partners in Persuasion (Wild Embrace)
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Christine Feehan • Dämonen • DarkRiver-Leopard • Dezi • Empathen • Fantasy • Fantasyliteratur • Fantasyroman • fast burn • Felix • Gefühl • Geheimnis • Gestaltwandler • Große Gefühle • JR Ward • Kresley Cole • Leidenschaft • Leopardin • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Mediale • Paranormal • Psy Changeling • Romanantasy • Romance • Romantic Fantasy • Romantik • romantisch • Romantische Fantasy • Schicksal • SnowDancer Wölfe • Soldat • Übersinnlich • Übersinnliche • Übersinnliches • USA • Vampir • Vampire • Verlangen • Werwölfe • Wilde Umarmung • Wölfin • Wolfswandler
ISBN-10 3-7363-1060-9 / 3736310609
ISBN-13 978-3-7363-1060-5 / 9783736310605
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