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Lassiter Sammelband 1799 (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
192 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7541-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Lassiter Sammelband 1799 - Jack Slade
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Seit über 30 Jahren reitet Lassiter schon als Agent der 'Brigade Sieben' durch den amerikanischen Westen und mit über 2000 Folgen, mehr als 200 Taschenbüchern, zeitweilig drei Auflagen parallel und einer Gesamtauflage von über 200 Millionen Exemplaren gilt Lassiter damit heute nicht nur als DER erotische Western, sondern auch als eine der erfolgreichsten Western-Serien überhaupt.
Dieser Sammelband enthält die Folgen 2278, 2279 und 2280.
Sitzen Sie auf und erleben Sie die ebenso spannenden wie erotischen Abenteuer um Lassiter, den härtesten Mann seiner Zeit!
2278: Die Whisky-Verschwörung
Sean Bane steckte sich gerade eine frisch gedrehte Zigarette zwischen die Lippen, als er ein unterdrücktes Wimmern vernahm. Seine Hand erstarrte auf halbem Wege zu den Zündhölzern in der Westentasche. Ohne den kleinsten Muskel zu bewegen, lauschte er in die nächtliche Stille hinein. Aber da war nichts mehr zu hören.
Hatten ihm seine Nerven etwa einen Streich gespielt? Erneut drang etwas an seine Ohren. Eine leise Stimme, die draußen in der Gasse schluchzte: 'Erbarmen, Sir! Ich bin doch noch Jungfrau!'
Seans Hand zuckte unwillkürlich zu dem Eisen an seiner Hüfte. Da war eindeutig eine Frau in Not, aber er durfte ihr nicht helfen. Unter gar keinen Umständen ...
2279: Galgenvögel singen nicht

Die Ebene des Salzsees lag vor den Männern wie ein schneeweißer Ozean. Die Berittenen hatten sich Halstücher vor das Gesicht gebunden, um sich vor dem Nordwestwind zu schützen. Sie trugen Gewehre und Revolver bei sich, deren Trommeln und Läufe in der Sonne blitzten.
'Absatteln!', befahl Rick Brooks mit scharfer Stimme. Er war ein klein gewachsener Mann mit buschigen Augenbrauen, der keinen Widerspruch duldete. 'Wer die Hosen voll hat, soll zurückreiten. Der Rest baut das Lager auf, wie wir's besprochen haben.'
Die Männer stiegen von den Pferden und machten sich an die Arbeit. Als die ersten Zelte aufgerichtet waren, rieb sich Brooks zufrieden die Hände. Er kniff die Augen zusammen und starrte auf den flimmernden Horizont.
Die Hochzeit für Samuel Ellis war ausgerichtet.
2280: Im Visier der Brigade Sieben
Schmerzhaft umspannten die Fesseln seine Fußgelenke. Mit jedem Schritt schnitten die Eisenmanschetten tiefer in Terence Hadleys Haut. Mühsam setzte er einen Fuß vor den anderen und blickte ab und an grimmig zu den Deputies, die auf ihren Pferden die Reihe der Gefangenen flankierten. In der brütenden Mittagssonne legten sie Meile um Meile zurück, bis sie in den späten Nachmittagsstunden das Georgia County Penitentiary erreichen würden. Hatten sich die Tore des Gefängnisses erst hinter ihnen geschlossen, gab es für Hadley und seine Komplizen keine Möglichkeit mehr zur Flucht. Und das durfte er unter keinen Umständen zulassen.

In diesem Punkt waren ihre Befehle ganz eindeutig, da verstand der Boss keinen Spaß. »Auf keinen Fall das Tor öffnen!«, hatte Greg Fulton ihnen bei seiner Ansprache vor versammelter Mannschaft immer wieder eingeschärft. »Ganz egal, ob da draußen Schüsse fallen, ein Haus abbrennt oder ein kleines Kind unter die Hufe eines Pferdes gerät. Bis die Yankees wieder abgezogen sind, bleibt dieses Lagerhaus von innen verriegelt und verrammelt! Nur wenn ich oder eine Wachablösung an die Tür klopfen, wird geöffnet. Jeden, der sich nicht daran hält, werfe ich persönlich den Alligatoren zum Fraß vor. Ich hoffe, wir haben uns verstanden?«

Allein die Erinnerung an diese Drohung jagte Sean Bane einen kalten Schauer über den Rücken. Schließlich war Fulton in ganz Louisiana dafür bekannt, dass er zu seinem Wort stand, insbesondere wenn es darum ging, Ungehorsam zu bestrafen.

Trotzdem hielt es Bane nicht länger an seinem Platz aus. Von Neugier getrieben, eilte er zu den mit zwei schweren Querbalken gesicherten Torflügeln, um sein Gesicht gegen einen breiten Spalt zu pressen, der zwischen zwei Brettern klaffte. Es war schon früh am Morgen. Abseits der Amüsierviertel lagen die Straßen von Baton Rouge überall im Dunkeln. Doch selbst im fahlen Mondschein erkannte er die beiden eng ineinander verschlungenen Gestalten, die nur wenige Schritte vom Tor entfernt miteinander rangen.

Eine zierliche Frau wand sich in dem harten Griff eines großes Mannes, der sie gegen die Fassade eines weiteren Hafendepots drängte. Mit seiner Rechten umklammerte er ihre Handgelenke, während seine Linke an dem Ausschnitt des hochgeschlossenen Kleides zerrte. Obwohl Bane das Herz bis in die Ohren hämmerte, hörte er deutlich das Reißen des Stoffes.

Sekunden später blitzte milchigweiße Haut im Mondlicht auf.

Nur noch mit ihrem weißen Mieder bekleidet, bettelte die Frau laut und deutlich um Schonung, bis ihr der große Mann den Mund zuhielt. Gleichzeitig beugte er sich vor, um ihre nackte Halsbeuge mit Küssen zu bedecken.

Angewidert wandte sich Bane ab.

Sicher, er war ein kleiner Gauner, der sich seit seiner Jugend mit Betrügereien, der blanken Faust und dem Revolver durchs Leben schlug. Aber das einer hilflosen Frau Gewalt angetan wurde, ging ihm gewaltig gegen den Strich. Nervös an seiner Unterlippe kauend, sah er nach Nigel Parker, der mit ihm zur Nachtwache eingeteilt war. Der kleine Hurensohn hatte es sich mit ein paar Pferdedecken auf einigen Whiskyfässern bequem gemacht. Parker besaß das beneidenswerte Talent, überall problemlos schlafen zu können. Bane tat schon der Rücken weh, wenn er seinen Kumpanen nur auf den Fässern liegen sah. Seine bereits in die Jahre gekommenen Knochen machten so etwas schon lange nicht mehr mit.

Parker drehte sich auf den Rücken und begann laut zu schnarchen, während sich die Gasse vor dem Lagerhaus erneut mit Wehklagen füllte. Bane überlegte kurz, ob er den Jüngeren wecken sollte, verwarf diesen Gedanken aber sofort wieder. Parker neigte zu blindem Gehorsam. Den konnte nichts und niemand dazu bewegen, sich einem Befehl des Bosses zu widersetzen.

Wäre da draußen ein Mann verdroschen oder gar totgeschlagen worden, Bane hätte sich ebenso wenig von seinem ihm zugewiesenen Platz bewegt. Aber es war eine junge Lady, die dort im Begriff stand, das Schlimmste aller Verbrechen zu erleiden, das einer Frau widerfahren konnte.

Gegen dieses Schwein, das sie in seine Gewalt gebracht hatte, nahmen sich Banes Sündenregister geradezu klein aus. Spielen mit gezinkten Karten, säumige Schuldner verprügeln oder unversteuerten Whisky schmuggeln – was war schon groß dabei? Ab und zu mussten Revolverschwinger wie er natürlich auch einen Schnüffler oder gegnerische Bandenmitglieder umlegen, aber meistens waren andere schneller mit dem Colt als er. Dann galt es nur noch, die zu Schnauze halten, und das hatte er in all den Jahren perfekt hinbekommen.

Banes Entschluss stand damit fest.

Rasch umrundete er einen der hohen Kistenstapel, die überall im Lagerhaus aufragten. Außer ein paar Laufgängen gab es keine freien Flächen mehr. Die unverzollten Spirituosen türmten sich stellenweise bis zur Decke auf. Und das alles nur, weil der Steuerbeamte aus Washington, der in Greg Fultons Sold stand, dieses Mal von einer Abteilung Kavalleristen aus dem Kriegsministerium begleitet wurde.

Sean Bane erreichte die Seitentür, die ebenfalls nach draußen führe. Das große Doppeltor zu öffnen hätte einen Heidenkrach verursacht, davon wäre sogar sein schnarchender Kumpan erwacht. Aber durch die kleine Tür konnte er ins Freie gelangen, ohne dass irgendjemand Wind davon bekam. Dazu musste er nur so leise wie möglich vorgehen.

Kalter Schweiß perlte auf Banes Stirn auf, als er den Querbalken lautlos aus seinen Halterungen hob und zur Seite stellte. Danach braucht er nur noch den steckenden Schlüssel umzudrehen. Die Türangeln waren frisch geschmiert, sodass er beim Verlassen des Gebäudes nicht das kleinste Geräusch verursachte.

Draußen erwartete ihn die Kälte des beginnenden Morgens.

Mit gezogenem Revolver eilte er zur Vorderseite des gemauerten Lagerhauses. Die bedrängte Frau hatte inzwischen jeden Widerstand eingestellt. Ihr Kleid war bereits bis über die Oberschenkel gerafft und der große Mann stand kurz davor, zur ruchlosen Tat zu schreiten.

Doch Sean Bane war schneller.

Den Stetson tief ins Gesicht gezogen, um sich so unkenntlich wie möglich zu machen, trat er hinter den elenden Bastard und spannt den Hahn seines Peacemakers mit dem Daumen. Das mechanische Klicken hallte laut und deutlich durch die Gasse. Der große Mann erstarrte augenblicklich und hob beide Hände in die Höhe.

»Keine falsche Bewegung!«, warnte Bane trotzdem.

Die Frau mit den langen, rabenschwarzen Haaren nutzte augenblicklich die Gelegenheit, hinter ihrem Peiniger hervor zu schlüpfen.

»Danke, Mister!«, rief sie mit halb erstickter Stimme, während sie mit gerafftem Kleid an Bane vorbei rannte, um sich hinter seinem Rücken in Sicherheit zu bringen. »Sie sind mein Schutzengel.«

Cleveres Girl.

So stand sie nicht in der Schussbahn oder behinderte ihn gar, indem sie sich ihm an den Hals warf. Doch der kurze Moment, in dem Bane ihren Abgang verfolgte, reichte dem großen Mann aus, um sich unbemerkt umzudrehen. Banes Augen weiteten sich vor Schreck, obwohl der andere weiterhin die Hände hoch über den Kopf erhob.

Bane erkannte das Gesicht, in das er plötzlich starrte. Es gehörte einem Revolverschwinger, der sich zwei Wochen lang vergeblich bemüht hatte, in die Fulton-Bande aufgenommen zu werden. Einem harten Buschen, der nur daran gescheitert war, dass der Boss ausschließlich Männer beschäftigte, die er schon seit Jahren kannte.

»Lassiter!«, entfuhr es Bane, als ihm der Name des Fremden wieder einfiel.

»Genau der!«, antwortete der große Mann, den die auf ihn gerichtete Mündung offensichtlich kalt ließ.

Bane sah seine Chancen schwinden, dem Möchtegernvergewaltiger einen so großen Schrecken einzujagen, dass er schleunigst die Flucht ergriff. Dieser Lassiter war ein harter Hund, das spürte er genau.

»Dreckskerl!«, schimpfte er trotzdem. »Ich weiß gar nicht, was mich davon abhält, dir eine Kugel zwischen die Augen zu jagen!«

»Die Angst davor, unnötiges Aufsehen zu erregen, nehme ich an?«, fragte Lassiter umgehend zurück. »Wenn du mich hier erschießt, könnte das der Town-Marshal zum Anlass nehmen, sich das mit unversteuertem Whisky vollgestopfte Lagerhaus näher anzusehen.«

Bane sackte vor Überraschung die Kinnlade herunter.

Woher wusste der große Mann nur so gut Bescheid? Ehe er eine entsprechende Frage formulieren konnte, spürte Bane einen metallischen Druck im Nacken.

»Sorry, Darling«, hauchte die Schwarzhaarige, die er sekundenlang völlig vergessen hatte. »Schutzengel tragen keine Waffen. Also lass deinen Revolver bitte sofort fallen.«

In ihrer Stimme schwang nicht die geringste Spur von durchlittenem Schrecken mit. Trotzdem begriff er erst, was vor sich ging, als er seinen Kopf leicht zur Seite drehte. Da feixte ihn das Weib doch tatsächlich an, als wäre er der größte Idiot unter der amerikanischen Sonne.

Miststück!

Lassiter nutzte den Moment der Ablenkung, um Bane den Colt aus der Hand zu reißen und ihm die rechte Faust tief in die Magengrube zu schlagen.

Keuchend klappte Bane zusammen. Brennende Schmerzwellen jagten durch seinen Körper. So heftig, dass ihm schwindelig im Kopf wurde. Als er wieder klar denken konnte, starrte er in den Lauf der eigenen Waffe.

»Auf geht’s!«, forderte Lassiter. »Jetzt sehen wir uns euer Versteck genauer an.«

»Dazu hat die Steuerbehörde kein Recht!«, heulte Bane, der sich schon im Maul eines Mississippi-Alligatoren enden sah.

»Wirke ich auf dich, als würde ich für das US-Schatzamt arbeiten?« Bei diesen Worten drückte ihm der große Mann den Revolver fest an die Stirn.

Inzwischen war das Morgengrauen soweit fortgeschritten, dass Bane deutlich die Bleispitzen in den Patronenkammern der Colttrommel sehen konnte. Er wagte weder zu sprechen noch den Kopf zu schütteln.

Sein Widerstand war gebrochen.

***

Gehorsam ließ sich Bane von Betty zum Lagerhaus dirigieren. Lassiter deckte der Detektivin der Pinkerton-Agentur, die ihn für einen Army-Scout mit Sonderrechten hielt, indem er sie nach allen Seiten hin absicherte. Dank seiner sorgfältigen Beobachtungen wusste er, dass sich immer zwei Wachposten in dem Lagerhaus aufhielten, das seit der Ankunft des Steuerbeamten...

Erscheint lt. Verlag 11.6.2019
Reihe/Serie Lassiter Sammelband
Lassiter Sammelband
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer-Roman • Abenteurer • alfred-bekker • Anthologie • Bestseller • Box • bud-spencer • buffalo-bill • Bundle • Cassidy • Chaco • clint-eastwood • Collection • Country • Cowboy • Deutsch • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • e-bundle • eBundle • erotisch • Erwachsene • erwachsene Romantik • Exklusiv • für • g-f • GF • g f barner • g f unger • Großband • Indianer • jack-slade • Karl May • kelter-verlag • Kindle • Klassiker • Krimi • Laredo • larry-lash • lucky-luke • Männer • martin-wachter • Nackt • Paket • pete-hackett • peter-dubina • Reihe • Ringo • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • Serie • Sexy • sonder-edition • Staffel • Unger • Western • Western-Erotik • Western-roman • Westernromane • Wilder Westen • Wilder-Westen • Winnetou • Wyatt Earp • Wyatt-Earp
ISBN-10 3-7325-7541-1 / 3732575411
ISBN-13 978-3-7325-7541-1 / 9783732575411
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