Dr. Stefan Frank 2503 (eBook)
64 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-8123-8 (ISBN)
Diagnose: ein einziges Rätsel
Was fehlt der jungen Frau?
Schon seit einiger Zeit fühlt sich Paula krank. Immer wieder wird die Fünfundzwanzigjährige von fürchterlichen Magenkrämpfen heimgesucht, oft ist ihr schlecht, und außerdem hat ihr Geschmackssinn deutlich nachgelassen. Als die Schmerzen auf einmal so stark werden, dass sie dadurch sogar kurzzeitig ihr Bewusstsein verliert, wird es Paulas Eltern zu bunt: Sie rufen ihren Hausarzt Dr. Stefan Frank.
Der Grünwalder Arzt untersucht die junge Frau gründlich, kann aber auf Anhieb nichts finden. Um die Ursache für ihre bedrohlichen Symptome herauszufinden, überweist er seine Patientin in die Münchner Waldner-Klinik. Als auch hier die veranlassten Untersuchungen ohne Ergebnis bleiben, stehen die Ärzte vor einem Rätsel. Doch Dr. Frank hat im Stillen einen beunruhigenden Verdacht, was Paulas Beschwerden auslösen könnte ...
Diagnose: ein einziges Rätsel
Was fehlt der jungen Frau?
Schon seit einiger Zeit fühlt sich Paula krank. Immer wieder wird die Fünfundzwanzigjährige von fürchterlichen Magenkrämpfen heimgesucht, oft ist ihr schlecht, und außerdem hat ihr Geschmackssinn deutlich nachgelassen. Als die Schmerzen auf einmal so stark werden, dass sie dadurch sogar kurzzeitig ihr Bewusstsein verliert, wird es Paulas Eltern zu bunt: Sie rufen ihren Hausarzt Dr. Stefan Frank.
Der Grünwalder Arzt untersucht die junge Frau gründlich, kann aber auf Anhieb nichts finden. Um die bedrohlichen Symptome abzuklären, überweist er seine Patientin in die Münchner Waldner-Klinik. Als auch hier die veranlassten Untersuchungen ohne Ergebnis bleiben, stehen die Ärzte vor einem Rätsel. Doch Dr. Frank hat im Stillen einen beunruhigenden Verdacht, was Paulas Beschwerden auslösen könnte …
Albert Zöllner nahm sein großes Badetuch von der Handtuchheizung und wickelte sich fröstelnd darin ein. Er hatte sich angewöhnt, zum Abschluss der morgendlichen Dusche mindestens eine Minute lang unter eiskaltem Wasser auszuharren. Das angewärmte Handtuch tat gut. Albert rubbelte sich trocken und betrachtete sich kritisch im Badezimmerspiegel.
Sein dichtes blondes Haar wirkte, jetzt wo es nass war, viel dunkler und schmiegte sich eng an seinen Kopf. Wenn es trocken war, war seine Haarpracht kaum zu bändigen und stand in alle Richtungen ab. Das sah immer ein bisschen so aus, als sei er gerade aus dem Bett gestiegen.
Aber Albert mochte seine wilde Frisur, er fand, dass sie seinem Gesicht, das er für eher unauffällig hielt, wenigstens einen Hauch von Verwegenheit gab.
Er wickelte sich das Handtuch um die Hüften und ließ den Blick an seinem Körper hinabgleiten. Albert war mittelgroß, schlank und hatte eine sportliche Figur. Daran war nicht viel auszusetzen.
Er winkelte die Arme an und hielt die Ellenbogen in den Spiegel. Handtellergroße rote Flecken, auf denen silbrig weiße Schuppen glänzten, hatten sich darauf ausgebreitet.
Albert seufzte. Seine Laune sank in Richtung Nullpunkt. Es begann bei ihm immer an den Ellenbogen. Wenn er Pech hatte, breitete sich die Schuppenflechte weiter aus. Manchmal befiel sie Beine und Rücken, manchmal erreichte sie aber auch Haaransatz und Augenbrauen. Akribisch untersuchte sich Albert, konnte aber noch keine weiteren auffälligen Rötungen entdecken.
Fast zwei Monate hatte er keinen neuen Schub gehabt und schon gehofft, die verhasste Psoriasis wäre für immer verschwunden – obwohl er wusste, dass es eine ursächliche Heilung nicht gab. Zum Glück litt er an einer eher milden Form, die mit Salben, Lichttherapie und einem gesunden Lebenswandel in ihre Schranken gewiesen werden konnte.
Für die Salbe musste er sich dringend ein Rezept von seinem Hausarzt Dr. Stefan Frank besorgen.
Da er heute frei hatte, beschloss Albert, in der Praxis vorbeizuschauen. Dann konnte er den Arzt auch gleich fragen, ob er und seine Lebensgefährtin Alexandra sich an dem Geburtstagsgeschenk für Paula beteiligen wollten.
Eine Stunde später betrat Albert die Hausarztpraxis in der Grünwalder Gartenstraße.
„Servus, Frau Giesecke“, grüßte er die altgediente Sprechstundenhilfe. Seine Augen blitzten schelmisch. „Gut schauen Sie aus. Sie werden von Mal zu Mal jünger. Habe ich eine Chance, fünf Minuten mit dem Doktor zu sprechen?“
„Guten Tag, Herr Zöllner. Sie wissen doch, det ick auf Schmeicheleien nichts gebe“, antwortete Martha lächelnd, aber man sah ihr an, dass ihr das Kompliment des jungen Mannes doch gefallen hatte. „Kommen Sie denn als Patient oder als Freund vom Chef?“
„Als beides. Meine Schuppenflechte ist leider zurückgekehrt, und ich brauche ein neues Rezept. Dazu müsste ich nicht unbedingt zu Stefan, aber ich würde gern noch einen privaten Termin mit ihm absprechen.“
„Hmm, lassen Sie mich mal sehen, was ick machen kann. Wir sind sehr dicht heute Morgen. Eine knappe Stunde wird es dauern, ehe ick Sie kurz reinlassen kann. Wie sieht es denn aus mit Ihrer Zeit?“, fragte Martha, der man trotz vieler Jahre in Bayern immer noch anhörte, dass sie aus Berlin stammte.
„Wenn es nicht mehr als eine Stunde ist, dann warte ich“, erwiderte Albert. Er hielt eine Zeitung hoch und deutete darauf. „Ich habe heute frei und wollte gemütlich im Café meine Tageszeitung lesen, das kann ich aber genauso gut hier machen.“
Es dauerte tatsächlich fast eine Stunde, ehe Martha Giesecke Albert aufforderte, ihr ins Sprechzimmer zu folgen.
„Grüß dich, Albert“, sagte Dr. Stefan Frank und lächelte seinen Patienten freundlich an. „Nimm Platz. Schwester Martha sagte mir, dass deine Schuppenflechte dir wieder Sorgen macht?“
Albert nickte. „Seit zwei Tagen habe ich entzündete Stellen an den Ellenbogen. Ich hatte so gehofft, es wäre vorbei. Fast zwei Monate war ich so gut wie beschwerdefrei. Ich weiß gar nicht, warum das plötzlich wieder losgeht.“
„Tja, die Ursachen dafür können vielfältig sein: Stress, veränderte Essgewohnheiten, Medikamente, Umweltfaktoren, zu wenig frische Luft an der Haut … Meist lässt sich nicht nachvollziehen, was ein neues Ausbrechen auslöst.“
„Das ist mir alles klar, trotzdem suche ich bei jedem Schub die Schuld bei mir. Aber diesmal habe ich nicht die leiseste Idee. Die letzten Wochen verliefen genauso wie die Wochen davor. Ich habe nichts anders gemacht.“
„So ist das eben leider manchmal. Zeig mir doch bitte die betroffenen Stellen.“
Albert krempelte seine Ärmel hoch und hielt dem Arzt seine Ellenbogen zur Begutachtung entgegen.
„Super, nicht?“, fragte der junge Mann mit Spott in der Stimme. „Gerade jetzt, wo es richtig sommerlich geworden ist, muss ich mit langen Ärmeln durch die Gegend rennen.“
„Gerade das solltest du nicht tun. Lass Luft und Sonnenlicht an deine Haut. Pass nur auf, dass du keinen Sonnenbrand bekommst, das kann die Psoriasis so richtig zum Blühen bringen.“
„Ich weiß“, stöhnte Albert resigniert. „Sonnenlicht tut gut. Wenn ich alleine auf meinem Balkon bin, dann halte ich die Arme auch in die Sonne, aber unter Leuten ist mir das zu peinlich.“
Dr. Frank nickte verstehend. Viele von Schuppenflechte Betroffene empfanden ihre Krankheit als sehr belastend, weil sie sich durch die auffälligen Hauterscheinungen entstellt fühlten. Insbesondere junge Menschen befürchteten, von Freunden und Bekannten wie Aussätzige behandelt zu werden – obwohl die Erkrankung definitiv nicht ansteckend war.
Wie Dr. Frank wusste, litt auch Albert sehr, wenn seine Schuppenflechte blühte. Der junge Mann, den er schon seit vielen Jahren kannte, da er der Sohn guter Freunde war, hatte noch nie über längere Zeit eine Freundin gehabt.
Wie Dr. Frank aus Gesprächen mit Alberts Eltern wusste, glaubte ihr Sohn, durch seine Schuppenflechte für Frauen unattraktiv zu sein. Er ließ sich gar nicht erst ernsthaft auf eine Beziehung ein, da er zu wissen meinte, doch bald verlassen zu werden.
Die einzige gleichaltrige Frau, die ihn seit frühester Jugend freundschaftlich begleitete, war Paula Überseher. Aber die zwei Jahre jüngere Paula war eben „nur“ eine gute Freundin.
„Sag mal, Stefan, kommen Alexa und du auch heute Abend zu Paulas Fünfundzwanzigstem?“, fragte Albert, als hätte er die Gedanken des Arztes gelesen.
„Ja, wir wollen wenigstens gratulieren. Ich denke nicht, dass wir lange bei der Feier bleiben. Das ist ja nicht mehr so ganz unsere Altersklasse“, entgegnete Dr. Frank.
„Ach, ihr seid doch im Herzen jung geblieben.“ Albert zwinkerte dem Grünwalder Arzt zu.
„Natürlich!“ Dr. Frank lachte. „Das gilt aber nicht für unseren Musikgeschmack. Der ist hoffnungslos veraltet. Und Paula hat gesagt, es soll getanzt werden.“
„Aber doch erst später. Ich habe gestern mit ihr das Wohnzimmer leer geräumt. Das wird bestimmt ein großer Spaß. Und furchtbar laut dürfen wir die Musik sowieso nicht machen, das mussten wir Paulas Eltern versprechen.“
„Dann bin ich ja beruhigt, dass ich heute Nacht schlafen kann“, sagte Dr. Frank, denn die Familie Überseher bewohnte das Haus neben dem seinen.
„Warte mal ab, vielleicht gefällt es euch ja doch auf der Party. Habt ihr schon ein Geschenk?“
„Alexa wollte nach der Arbeit etwas besorgen. Hast du eine Idee, was Paula sich wünscht?“
„Wenn ihr mögt, könnt ihr euch an einem Gemeinschaftsgeschenk beteiligen. Es ist leider etwas teurer geworden als geplant.“
„Was ist es denn?“
„Wie schenken Paula eine Sitzung bei Danny Garbaretti. Von dem schwärmt sie schon lange“, erklärte Albert.
„Ich muss zugeben, dass ich gar nicht weiß, wer das ist. Was macht der denn für Sitzungen?“
„Was? Du kennst Danny Garbaretti nicht?“, wunderte sich Albert. „Das ist ein angesagter Modefotograf. Er hat schon Titelbilder für fast alle großen Modezeitschriften...
| Erscheint lt. Verlag | 11.6.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Dr. Stefan Frank | Dr. Stefan Frank |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • Arzt • arzt deutsch • arzt kindle • arzt krimi • arzt-krimi • arzt liebe • Arzt Liebesroman • arzt liebesroman deutsch • Arzt Roman • arztroman buch • arzt romance • Arztromane • arztromane deutsch • arztromane e-books • arztromane e-books und liebesromane • arztromane hefte • arztromane kindle • arztromane kindle ebook • arztromane kindle ebooks deutsch • arzt roman familie • arzt romanhefte • arzt romantik • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bergdoktor • Bestseller • Bianca • Chefarzt • Cora • Deutsch • Doktor • dr daniel • dr laurin • dr norden • Dr Stefan Frank • eBook • E-Book • eBooks • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Großdruck • große-schrift • Happy End • Happy-End • Hedwig Courths Mahler • Heftchen • Heft-Roman • heftromane bastei • Julia • kaipurgay • Kelter • Kindle • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landarzt • Liebe • Liebesroman • liebesroman arzt • Liebesromane • liebesroman kindle deutsch romantisch • Liebesroman Reihe • liebesroman serien • Medizin • Mira • Modern • Notarzt • Patient • Praxis • Romance • Romanheft • romantik deutsch • romantisch • Schicksal • Schicksalsroman • schöner roman • Serie • spannend • Wohlfühlroman |
| ISBN-10 | 3-7325-8123-3 / 3732581233 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-8123-8 / 9783732581238 |
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