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Die Welt der Hedwig Courths-Mahler 455 (eBook)

Das Geheimnis der alten Chronik

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
64 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-8156-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Welt der Hedwig Courths-Mahler 455 - Ruth von Neuen
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Das Geheimnis der alten Chronik
Erfolgsroman nach einer wahren Begebenheit

Leiter rauf, Leiter runter, Bücher raus, Bücher rein ... Mit einem Hammer bewaffnet, klopft die neue Sekretärin von Prinz Henning auf der Suche nach einem hohlen Klang unermüdlich die hohen Wände der riesigen Schlossbibliothek ab.
Petra Wirth hat der Ehrgeiz gepackt. Sie möchte dem Prinzen so gerne seinen Herzenswunsch erfüllen und das unauffindbare Verlies finden, das in einer alten Schlosschronik erwähnt wird. Leider bleiben all ihre Anstrengungen ohne Erfolg. Bis Petra eines Tages durch eine unsichtbare Klapptür in der Bibliothek in die Tiefe stürzt. Endlich hat sie das Verlies gefunden! Doch wie soll der Prinz davon erfahren? Petra ist von der Außenwelt vollkommen abgeschnitten, und ihre Hilferufe verhallen ungehört ...

Das Geheimnis der alten Chronik

Erfolgsroman nach einer wahren Begebenheit

Leiter rauf, Leiter runter, Bücher raus, Bücher rein … Mit einem Hammer bewaffnet, klopft die neue Sekretärin von Prinz Henning auf der Suche nach einem hohlen Klang unermüdlich die hohen Wände der riesigen Schlossbibliothek ab.

Petra Wirth hat der Ehrgeiz gepackt. Sie möchte dem Prinzen so gerne seinen Herzenswunsch erfüllen und das unauffindbare Verlies finden, das in einer alten Schlosschronik erwähnt wird. Leider bleiben all ihre Anstrengungen ohne Erfolg. Bis Petra eines Tages durch eine unsichtbare Klapptür in der Bibliothek in die Tiefe stürzt. Endlich hat sie das Verlies gefunden! Doch wie soll der Prinz davon erfahren? Petra ist von der Außenwelt vollkommen abgeschnitten, und ihre Hilferufe verhallen ungehört …

„Gut, dass ich dich noch antreffe, Petra, ich muss dich unbedingt sprechen. Hier ist die Liste der Geburtstagsgäste. Sieh doch mal nach, ob ich niemanden vergessen habe. Wegen des kalten Büffets habe ich im Hotel angerufen und gesagt, dass ich die genaue Personenzahl noch durchgebe. Den Blumenschmuck können wir bei Möllner bestellen; sie haben viel Geschmack.“

Wie ein Wasserfall ergossen sich die Worte über das junge Mädchen, das gar nicht zuzuhören schien. Jedenfalls war Petra immer noch in die Morgenzeitung vertieft – ein sicheres Zeichen dafür, dass der Redeschwall an ihren Ohren unbeachtet vorbeirauschte.

„Bei Frau Kuhn habe ich auch Bescheid gesagt, dass wir in den nächsten Tagen wegen unserer Garderobe vorsprechen“, fuhr Frau Magda fort. „Für mich hat sie blauen Samt vorgeschlagen, ganz raffiniert verarbeitet. Sie hat immer so tolle Ideen …“

„… und ebensolche Preise“, warf Petra ein. Endlich hatte sie die Zeitung zugeschlagen und schob den Zettel, den Frau Magda ihr hingelegt hatte, zur Seite. „Ich habe jetzt keine Zeit, Mama, wir sprechen später über alles.“

Nur mühsam unterdrückte Frau Magda ihren Ärger, und das auch nur deshalb, weil sie wusste, dass sie mit einem Wutausbruch bei ihrer schönen Stieftochter am wenigsten erreichte. So zwang sie sich zu einer Liebenswürdigkeit, die ebenso falsch war wie ihr ganzes Gehabe und die Petra auch sofort durchschaute.

„Kind, bis zu deinem Geburtstag sind nur noch wenige Wochen. Er soll doch besonders schön und festlich werden, aber bei so vielen Gästen muss man natürlich Vorbereitungen treffen. Ich nehme dir ja gern die ganze Arbeit ab. Du brauchst weiter nichts zu tun, als deine Zustimmung zu allem zu geben.“

„Na, das ist ja ein großes Glück“, erwiderte das junge Mädchen mit Galgenhumor. „Ich kann unmöglich zulassen, dass du dich meinetwegen so strapazierst, folglich werde ich dir zuliebe auf den ganzen Trubel verzichten.“

„Aber, Petra, so habe ich das nicht gemeint.“ Frau Magdas wasserblaue, etwas hervorquellende Augen blickten so entsetzt drein, dass Petra unwillkürlich lachen musste.

Sie kannte ja genau die Beweggründe der lebenslustigen Mama und wusste, welche eigennützigen Zwecke diese mit dem geplanten Fest verband. Bei dieser Vorstellung zog das Mädchen unwillig die Stirn kraus.

„Es bleibt dabei“, erklärte es abschließend, „und ich rate dir, keine voreiligen Einladungen zu verschicken!“ Damit verließ Petra hastig den Raum, denn sie ahnte, in welcher Stimmung Frau Magda sich nun befand.

Noch in der Diele vernahm Petra das Klirren von Scherben und gleich darauf die Stimme des Hausmädchens.

„Unsere Gnädige schmeißt mal wieder mit Porzellan um sich. Gottchen, das war die große Vase!“

Resolut griff sie zu Besen und Schaufel, um sich in die Höhle des Löwen zu begeben.

Petra dagegen zog es vor zu verschwinden. Sie war an diese Wutanfälle gewöhnt und nahm sie äußerlich gelassen hin. So ruhig, wie sie sich gab, war das junge Mädchen jedoch nicht. Ihre Hände zitterten sogar ein wenig, als sie nun den kleinen Wagen aus der Garage holte, der sie in wenigen Minuten in die Innenstadt brachte.

♥♥♥

Kurz darauf fuhr Petra in einen geräumigen Fabrikhof ein und schritt dann ganz gegen ihre Gewohnheit so langsam dem Bürohaus zu, dass der Pförtner ihr verdutzt nachschaute. Was war denn bloß heute mit Fräulein Wirth los? Sonst nahm sie sich doch stets Zeit, um ein paar freundliche Worte mit ihm zu sprechen.

Auch Robert Wirth, Petras Onkel, fiel das veränderte Wesen der Nichte sofort auf. Während er die Post durchsah, blickte er immer wieder verstohlen zu Petra hin, die so ungewöhnlich ernst vor ihrem Schreibtisch saß.

„Ärger gehabt?“, fragte er schließlich.

„Nicht mehr als üblich“, gab Petra zurück, „aber du weißt ja, dass ich es nicht tragisch nehme.“

„Na, na“, meinte er zweifelnd, „heute scheint dir die Mama ganz schön zugesetzt zu haben. Worum ging es denn?“

„Diesmal um meinen Geburtstag“, gab Petra Auskunft. „Mama plant ein großes Fest, angeblich mir zu Ehren, in Wirklichkeit aber nur, um sich selbst zu amüsieren.“

„Nun, die Vergnügungssucht der Mama ist uns doch nicht unbekannt“, warf Herr Wirth begütigend ein. „Warum ärgerst du dich denn plötzlich darüber?“

„Weil sie diesmal einen ganz bestimmten Zweck damit verfolgt“, stieß Petra erregt hervor. „Sie hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, mich zu verheiraten, und ihre Wahl ist ausgerechnet auf Herrn Beier gefallen. Kannst du jetzt verstehen, warum ich so erbost bin?“

„Das ist wirklich stark“, empörte sich nun auch der Onkel. „Aber ich begreife nicht, weshalb sie dir ihren eigenen Liebhaber überlassen will.“

Petra musste trotz ihres Ärgers lachen.

„Mama hofft, auf diese Weise mehr Geld in die Finger zu bekommen“, erklärte sie dem Onkel. „Als mein Ehemann soll er statt meiner in unserer Firma arbeiten und meine Interessen wahrnehmen, wie Mama mir so schön klarzumachen versucht. Sie muss mich für ziemlich einfältig halten, weil sie annimmt, dass ich ihre Absichten nicht durchschaue.“

„Das spricht für ihre eigene Dummheit“, stellte Herr Wirth trocken fest. „Obwohl sie und der saubere Otto Beier ihren Plan ganz raffiniert ausgeklügelt haben. Magda bekommt ihren Liebhaber, der zu faul zum Arbeiten ist, ins Haus, und beide leben fröhlich auf unsere Kosten.“

„Direkt schade, dass ich ihnen die Tour vermassele“, warf Petra ein. „Noch heute werde ich Mama in aller Deutlichkeit meine Meinung sagen. Ihre anschließenden Heul- und Wutszenen muss ich leider in Kauf nehmen.“

„Nein, Petra, das dulde ich auf keinen Fall“, sagte Herr Wirth nun wieder ernst. „Ich werde mit der Mama sprechen, und du siedelst für einige Zeit zu uns über, bis sie sich wieder beruhigt hat.“ Bittend sah er die Nichte an, die nachdenklich an einem Bleistift kaute.

„Du meinst es gut, Onkel Robert, aber damit ist nichts gewonnen“, erwiderte sie schließlich.

„Dann bleibst du eben ganz bei uns“, entschied Herr Wirth. „Tante Gundel freut sich, jemanden zum Bemuttern zu haben, und mit Lothar verträgst du dich ja auch prächtig.“

„Das liegt natürlich an meiner Sanftmut“, ertönte jetzt eine lustige Männerstimme hinter beiden. Lothar Wirth, der sein Büro neben dem des Vaters hatte, war unbemerkt eingetreten und ließ nun seinen Blick vom Vater zu Petra wandern. „Sprecht ruhig weiter, ich bin zu neugierig, welches Komplott ihr hinter meinem Rücken schmiedet.“

„Im Moment wissen wir es selbst noch nicht, mein Junge. Aber vielleicht kannst du Petra einen Rat geben.“ Herr Wirth berichtete dem Sohn von dem vorangegangenen Gespräch und fragte anschließend: „Wie sollen wir uns nun verhalten?“

In den Augen des jungen Mannes blitzte es zornig auf. Er teilte voll und ganz die Abneigung seiner Eltern gegen die Frau, die Petras Vater ein Jahr vor seinem Tod geheiratet hatte, und rätselte noch jetzt vergeblich, was den vornehmen, gütigen Mann zu diesem Schritt bewogen hatte.

Als das Mädchen ihn mit ihren schönen grünen Augen fast zaghaft anblickte, schob er diese Überlegungen schnell beiseite.

„Am besten heiratest du mich, Petra“, meinte er, sich zu einem heiteren Ton zwingend. „Du brauchst dir dann nicht erst mühsam die Kenntnisse für deine Chefinnenwürde anzueignen, und einen netteren Mann als mich kriegst du sowieso nicht.“

„Nein danke“, lehnte Petra in komischem Entsetzen ab, „ich warte lieber, ob sich nicht doch etwas Besseres findet.“

„Das wird schwer“, gab der Vetter lachend zu bedenken und freute sich, dass Petra in gespielter Entrüstung sein Haar zerzauste.

„Wie die Kinder“, stellte Herr Wirth schmunzelnd fest. Dabei ging ihm durch den Kopf, dass es eigentlich schade war, dass Petra und Lothar wie Geschwister miteinander verkehrten. Solch entzückendes, natürliches...

Erscheint lt. Verlag 18.6.2019
Reihe/Serie Die Welt der Hedwig Courths-Mahler
Die Welt der Hedwig Courths-Mahler
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Adelsromanze • barbara-cartland • Bestseller • Cora • Deutsch • Doktor • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • E-Books • Familiensaga • feelgood • Fortsetzungsroman • Frauen • Frauenroman • für • Gefühle • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy End • Heimatroman • Heirat • Herzschmerz • Hochzeit • Kindle • Klassiker • leni-behrendt • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • Märchen • Märchen-Erwachsene • Mira • Modern • Romance • Roman-Heft • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • Schmonzette • Schön • Serie • spannend • Wohlfühl • wohlfühlen
ISBN-10 3-7325-8156-X / 373258156X
ISBN-13 978-3-7325-8156-6 / 9783732581566
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