Black Knights Inc. - Riskantes Versprechen (eBook)
420 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-1159-6 (ISBN)
Heiß, heißer, Black Knights Inc.
Für SAS Offizier Christian Watson ist es nichts Ungewöhnliches, ständig sein Leben riskieren zu müssen. Doch als die attraktive - und nicht gerade auf den Mund gefallene - BKI Office Managerin Emily Schutz benötigt, steht Christians Welt kopf.
'Eine erstklassige, höchst romantische und actiongeladene Story!' KIRKUS
Band 11 der knisternd-heißen 'Black-Knights-Inc'-Reihe!
Prolog
Kirkuk, Irak
Vor acht Jahren …
»Wer hat dich geschickt? Was willst du?«
Der Akzent des Polizisten ließ die Worte kehlig und hart klingen, doch das war nichts im Vergleich zu der granitartigen Faust, die in Christian Watsons Nase krachte. Ein regelrechter Geysir von Blut schoss über seine Lippen und ergoss sich über die Platzwunde an seinem Kinn, die er der ersten Runde des Verhörs zu verdanken hatte.
Die … wann stattgefunden hatte? Vor zwanzig Minuten? Vor zwei Stunden?
Die Zeit verlangsamte sich, wenn man nach allen Regeln der Kunst windelweich geprügelt wurde.
Eines von Christians Augen war bereits zugeschwollen. Das andere war am Rand aufgeplatzt. Wenn er es öffnete, bröckelte die Kruste, die sich über der Wunde gebildet hatte, und brannte höllisch. Aber die Schmerzen waren den Ausdruck der blanken Wut und Ohnmacht in der Visage des Polizisten wert.
»Mein Name ist Christian Watson. Ich bin Corporal des Special Air Service Ihrer Majestät.« Anschließend leierte er die Nummer seiner Erkennungsmarke herunter, bevor er den Mund zuklappte. Mehr Informationen erforderte die Genfer Konvention nicht. Mehr würde er nicht preisgeben.
Ein weiterer Schlag landete auf seiner Wange. Sein Auge fühlte sich dabei an, als würde es aus der Höhle springen. Als Nächstes folgte ein Hieb, der tief in seinen Bauch getrieben wurde, unmittelbar über der Stelle, an der ihn ein Projektil sauber durchschlagen hatte. Die Schmerzen, die in ihm explodierten, glichen einem Lebewesen, das hungrig mit nadelspitzen Zähnen an seinen Eingeweiden nagte.
Benommenheit und Übelkeit brachen über ihn herein. Vielleicht hätte er sich übergeben, wenn der Stuhl, an den man ihn gefesselt hatte, nicht durch die Wucht des Treffers nach hinten umgekippt wäre. Als er auf den Boden des winzigen Verhörzimmers knallte, hörte sich das Geräusch seines von den Fliesen zurückprallenden Schädels sogar für seine eigenen Ohren übelkeiterregend an.
Dunkelheit bedrängte ihn. Am Rand seines Sichtfelds zeichnete sich verschwommen ein bösartiger Schemen ab.
Zum ersten Mal, seit er das Feuer auf die Straßenblockade eröffnet hatte, versuchte Angst sich in seinem Herzen einzunisten. Er durfte nicht bewusstlos werden. Der Verlust des Bewusstseins kam einem Verlust der Kontrolle gleich. Und ein Verlust der Kontrolle jagte ihm mehr Angst ein, als es ein korrupter irakischer Polizist je könnte.
Während sich in seinem Kopf alles schwindelerregend drehte, kämpfte er gegen seine Fesseln an. Er bemühte sich, beim durchdringenden Eisenaroma seines eigenen Blutes nicht zu würgen, öffnete das heile Auge einen Spalt und funkelte den Polizisten trotzig an. Sein Angreifer hatte ein fieses Grinsen aufgesetzt. Der hasserfüllte Gesichtsausdruck erinnerte Christian an einen Mann, den er vor langer Zeit gekannt hatte. Einen Mann, der anderen aus purem Vergnügen Schmerzen zugefügt hatte. Einen Mann, der ihn …
Der Raum um Christian herum verschwamm und veränderte sich, schmolz zu einer neuen, noch beängstigenderen Szene. Plötzlich war er wieder sechs Jahre alt und befand sich im Zimmer seiner Kindheit. Verschwunden waren der Geruch von Blut und Schweiß und der trockene, staubige Wind. Stattdessen bestürmten ihn andere Gerüche, die von dem massiven, über ihm aufragenden Schatten ausgingen: Whiskey, Rauch und unterschwellig ein Hauch von Fäulnis.
Der Schatten streckte sich ihm entgegen. Gewaltige Pranken krümmten sich zu brutalen Klauen, vor denen es kein Entrinnen gab.
Christian wimmerte und rutschte rückwärts. Aber er konnte nirgendwohin. Es gab keine Möglichkeit zur Flucht.
»Ma!«, rief er, die Stimme heiser vor Grauen. »Ma, bitte!«
Aber sie würde nicht kommen. Es war zu spät. Sie war zu weit weg. Er wusste, dass sie nicht kommen würde.
Ein unverkennbarer Laut ertönte, als die Flamme eines Feuerzeugs zum Leben erwachte. Orangefarbenes Licht flackerte in der Dunkelheit und warf einen unsteten Schein auf die unbarmherzigen Augen des schemenhaften Mannes. Dadurch wirkte er genauso, wie er war. Sadistisch. Grausam. Das Böse in Menschengestalt.
Christian wappnete sich für das, was als Nächstes kommen würde. Dennoch überwältigte ihn das erste Zischen durch die schiere Intensität der feurigen Schmerzen.
Er warf den Kopf zurück und schrie …
Port Isaac, Cornwall, England
»Aufwachen, verdammt! Wach auf!«
Wie von der Tarantel gestochen schreckte Christian im Bett hoch. Einige verwirrende Sekunden lang war er völlig planlos, hatte keinen Schimmer, wo er war. Oder wann es war. Er nahm nur Dunkelheit und die anhaltende Erinnerung an Höllenqualen wahr. Dann war da nur … sie. Emily Scott. Die Frau, die ihm unter die Haut gegangen war und sich dort häuslich niedergelassen hatte.
Der exotische Geruch ihres Shampoos stieg ihm in die Nase. Was ihn wie mit einem Katapult abgefeuert zurück ins Hier und Jetzt schleuderte.
Verkackter Höllendreck, ging ihm im selben Moment durch den Kopf, in dem Emily hervorstieß: »Heilige verfickte Scheiße!«
Die Frau besaß ein Mundwerk, das ihn immer wieder aufs Neue belustigte. Vielleicht hätte er gelächelt, wenn in ihren Worten nicht so überdeutlich mitgeschwungen hätte, dass sie eben erst unsanft aus dem Schlaf gerissen worden war … und noch etwas anderes. Etwas, das sich verdächtig nach Angst anhörte.
Zweifellos hatte er sich die verfluchte Seele aus dem Leib geschrien. Was selbst einem einsatzerfahrenen Außendienstagenten einen Mordsschrecken einjagen würde, und erst recht einer hübschen, zierlichen Bürodame, die es irgendwie geschafft hatte, sich in eine Mission zu verstricken, bei der sie nicht das Geringste verloren hatte.
Zur Hölle damit, dachte Christian erneut, als ihn die Überreste des Traums – Korrektur: der Träume – schaudern ließen.
Monate. So lange war er schon nicht mehr schweißgebadet aufgewacht, nachdem er sich im Schlaf hin und her geworfen hatte, um den Geistern seiner Vergangenheit zu entrinnen. Er hatte gehofft, dass er sie vielleicht endgültig abgehängt hätte. Leider schienen sie so intensiv und unausweichlich zu sein wie eh und je. Diese Schweinehunde.
Vor Verlegenheit und Scham fuhr er sich mit der Hand übers Gesicht. Die Stoppeln seines Eintagebarts kratzten über die Schwielen an seiner Handfläche.
»Hi.« Sie schüttelte ihn an der Schulter, als wäre sie nicht sicher, ob er wirklich wach war. »Du hattest einen Albtraum.« Durch ihren Akzent aus China Town betonte sie das A in allen Worten, wodurch sie ziemlich tough klang. Was für eine komische Wirkung sorgte, zumal er fand, dass sie ungefähr so gefährlich aussah wie ein Kaninchenbaby.
Seine Worte klangen barscher als beabsichtigt, als er erwiderte: »Was du nicht sagst, Sherlock.«
Sie zog sich zurück und nahm den Geruch ihres Shampoos mit. Sein Herz schleuderte sich sofort gegen den Brustkorb, als wolle es den zwischen ihnen entstandenen Abstand verringern.
Sie schnaubte genervt, und er wusste, dass er sich entschuldigen sollte. Doch die Worte blieben ihm im Hals stecken. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, dass sie ihn so gesehen hatte.
So verletzlich.
So ungeschützt.
So … außer Kontrolle.
»Weißt du« – sie gab sich keine Mühe, die Schärfe in ihrem Ton zu verbergen – »ein normaler Mensch würde so was sagen wie: ›Danke, Emily. Danke, dass du mich geweckt hast, bevor ich ein Loch in die verfluchte Wand geschlagen hätte.‹«
Für den letzten Satz benutzte sie einen englischen Akzent. Zum Niederknien. Und total daneben. Sie hörte sich eher wie eine Neuseeländerin an als eine Engländerin.
»Hast recht«, räumte er ein. »Du hast vollkommen recht. Tut mir leid. Danke, dass du mich geweckt hast.«
Seine Augen hatten sich gerade an die Düsternis gewöhnt, und er stellte fest, dass sie einen vertrauten ausgefransten Pullover trug. Ihr braunes Haar formte auf dem Kopf ein chaotisches Stillleben, in ihrem Gesicht fehlte jede Spur von Make-up. Und – ein nicht zu vernachlässigendes Und! – sie trug keinen BH. Christian war sich ziemlich sicher, dass er durch den dicken Stoff ihres Sweaters ansatzweise die aufgerichteten Nippel sehen konnte.
Gottverdammt … Er starrte auf ihre Brüste.
Hör auf, ihre Brüste anzuglotzen.
Sicher doch. Nur leichter gedacht, als getan, zumal Emily vom Scheitel bis zu den unlackierten Zehennägeln wun-der-schön anzusehen war. Nicht schön auf die Art wie Hollywood-Sternchen mit ihrem gefärbten Haar, ihren schönheitschirurgisch optimierten Fahrgestellen und jeder Menge Kosmetika. Nein, schön auf eine zeitlose, unangestrengte, natürliche Weise.
Trotz ihrer schlanken Gestalt besaß Emily herrliche Kurven an genau den richtigen Stellen. Außerdem eine Stupsnase, große dunkle Augen und einen sinnlichen Mund. Müsste er ihre Gesamterscheinung bewerten, würde er am ehesten sagen, sie strahlte ein mädchenhaftes Flair aus. Tendenziell sorgte sie beim Betreten eines Raums für...
| Erscheint lt. Verlag | 1.7.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Black Knights Inc. |
| Black Knights Inc. | Black Knights Inc. |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Hot Pursuit |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 20. - 21. Jahrhundert • Alphaheld • Asien • atemberaubend • Bedrohlich • BKI Office Managerin • Black Knights • Christian Watson • Cornwall • DeGrasse • Emily Schutz • England • Frauenromane • Gefahr • Gefährlich • Gefühle • gefühlvoll • Herrenhaus • Irak • Karen Rose • Kirkuk • Leidenschaft • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Linda Howard • Lovestory • Muḩāfaz̧at Kirkūk • Officer • riskant • Romantic Suspense • Romantic Thrill • Romantik • romantisch • Romantische • romantische Spannung • Romanze • SAS Offizier • spannend • Spannung • Spezialeinheit • Stephanie Tyler • Suzanne Brockmann • Thrill • Unterhaltung • USA |
| ISBN-10 | 3-7363-1159-1 / 3736311591 |
| ISBN-13 | 978-3-7363-1159-6 / 9783736311596 |
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