Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Das Erbe von Grüenlant. Band 3: Schwarzes Land - Christina Kunz

Das Erbe von Grüenlant. Band 3: Schwarzes Land (eBook)

Fantasy-Serie

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019
160 Seiten
mainebook Verlag
978-3-947612-60-4 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
3,99 inkl. MwSt
(CHF 3,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Band 3 'Schwarzes Land': Während ihr Geliebter Keiran sich als Gefangener der finsteren Magierin Magna in deren Heimat Vârungen befindet, macht sich Natalie mit ihren Gefährten auf den Weg, um ihn und Grüenlant zu retten. Mehr als einmal geraten sie dabei an ihre Grenzen. In der Vârburg begegnet Natalie schließlich Magnas ebenso charmantem wie gefährlichem Sohn Vâkon, der ihre Liebe zu Keiran auf eine harte Probe stellt ... Die Serie 'Das Erbe von Grüenlant': Die junge Polizistin Natalie Berger arbeitet beim BKA. Mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten, Menschen zum Reden zu bringen, und ihrer unglaublichen Treffsicherheit beim Schießen beeindruckt sie ihre Kollegen. Als ihr bei einem Verhör der geheimnisvolle Fremde Keiran Lasalle gegenübersitzt, weiß sie sofort, dass dieser ihr Leben für immer verändern wird. Von ihrem verschollen geglaubten Vater Gerbin beauftragt, nimmt Lasalle sie mit auf eine Reise in die magische Parallelwelt Grüenlant. Diese wird bedroht von der dunkeln Magierin Magna aus Vârungen ...

Christina Kunz wurde 1972 in Hanau geboren. Sie hat Germanistik und Mathematik auf Lehramt in Frankfurt studiert, arbeitet in Seligenstadt, wo sie mit ihren Söhnen auch lebt, und ist Mitglied in der Autorenvereinigung 'Scriptorium Seligenstadt'. Neben dem Schreiben gilt ihre große Leidenschaft der Musik, unter anderem spielt sie Querflöte im Orchester

Christina Kunz wurde 1972 in Hanau geboren. Sie hat Germanistik und Mathematik auf Lehramt in Frankfurt studiert, arbeitet in Seligenstadt, wo sie mit ihren Söhnen auch lebt, und ist Mitglied in der Autorenvereinigung "Scriptorium Seligenstadt". Neben dem Schreiben gilt ihre große Leidenschaft der Musik, unter anderem spielt sie Querflöte im Orchester

Keine Zweifel


Schweigend ritten wir auf der Straße unserem Ziel entgegen. Ich erinnerte mich an meinen ersten Tag in Grüenlant, als ich vor Keiran auf dem Pferd gesessen und alles bestaunt hatte. Das schien eine Ewigkeit her zu sein … und doch lagen nur vier Wochen dazwischen. Wir ritten durch grüne Wiesen und schattige Wälder, alles wurde von der Sonne beschienen und blühte und trieb frische Knospen, die Vögel zwitscherten fröhlich in den Bäumen und die Bienen summten sorglos von Blüte zu Blüte. Ich beneidete sie. Wie einfach könnte das Leben sein! Ohne Krieg, ohne Sorgen, ohne die quälende Ungewissheit, wie es weitergehen würde. Meine Gedanken wanderten wieder und wieder zu meinem Geliebten, der nun Magnas Gefangener war, ihr und den dunklen Gedanken, die ihn immer wieder überkamen, hilflos ausgeliefert. Es hätte ein herrlicher Frühlingstag sein können, und als wir durch ein Dorf kamen und spielende Kinder uns übermütig zuwinkten, da wirkte alles unwirklich und bizarr. Am Ufer des Milain legten wir eine Pause ein, und ich betrachtete versonnen das Wasser, das in leisen Wellen ans Ufer plätscherte und auf dem die Sonnenstrahlen tanzten. Ich nahm einen Kieselstein und ließ ihn über das Wasser springen, eins-, zwei-, dreimal; er zog weite Kreise, die sich schnitten und die noch lange auf der Wasseroberfläche sichtbar blieben. Ein kleiner Kieselstein, im richtigen Winkel geworfen, konnte weite Kreise ziehen, die sich tief bis in den Fluss hineinzogen. Das Bild gab mir neue Hoffnung. Auch wir würden unsere Kreise ziehen, und es würde uns gelingen, Magna zu besiegen und Grüenlant zu befreien.

Dazu mussten wir es zunächst einmal schaffen, den Blinden Fleck zu durchqueren, was noch nie jemand vor uns gewagt hatte. Und was würde uns in Vârungen erwarten? Keiner von uns war je dort gewesen, außer Hekon, der dort geboren und aufgewachsen war. Mehr als einmal dankte ich den Göttern dafür, dass er uns begleitete.

Den Göttern … Ich war selbst von mir überrascht, wie schnell ich die Gewohnheiten dieses Landes übernommen hatte, wie sehr ich bereits ein Teil dieser Welt geworden war, die doch durch meinen Vater auch ein Teil von mir war.

Gernot kam zu mir und brachte mir etwas Brot und Käse. „Hier, du musst etwas essen! Halb verhungert nutzt du uns gar nichts.“ Sein bestimmter Ton duldete keinen Widerspruch.

Dankbar nahm ich das Angebot an. Gernot dachte immer praktisch, tat nichts Unüberlegtes. Ein bisschen erinnerte er mich an Keiran, der auch immer eine Strategie brauchte und der ins Straucheln kam, wenn jemand etwas Überraschendes tat und eine Reaktion von ihm erwartete. Aus einem Impuls heraus drückte ich ihm die Hand. „Ich bin froh, dass du bei uns bist.“

Gernot sah mich überrascht an und geriet ins Stottern. „Ich – ja, gerne …“

Am Abend erreichte die Gruppe die Abzweigung zum Blinden Fleck. Auf einer Lichtung nahe des Weges organisierte Gernot das Lager. Er war froh, eine sinnvolle Aufgabe übernehmen zu können. So ganz war ihm dieses Unternehmen nicht geheuer – er war sich nicht sicher, ob Natalie einen konkreten Plan verfolgte oder einem Impuls folgend gehandelt hatte. Lange genug darüber nachgedacht hatte sie ja. Aber wie sollte es weitergehen, was war ihre Strategie? Im Moment schien ihm das Ganze noch wenig durchdacht. Nach Vârungen reiten, ja – Keiran befreien, wie? -– Magna töten, ja sicher, ganz einfach. Und sie hatte doch gar keine Ahnung von dieser Welt. Sie kämpfte zwar meisterhaft und konnte auch ihre Magie schon erstaunlich gut beherrschen, aber sonst? Worauf hatte er sich da nur eingelassen? Er wäre lieber mit General Letho und Kommandant Blunt nach Kunningshort gezogen, aber Gunhild hatte ihn eindringlich darum gebeten, ja, im Grunde hatte sie ihm befohlen, auf Natalie aufzupassen. Nun war er also der Leibwächter der Königin, den schien sie auch bitter nötig zu haben. Außerdem schätzte Gernot Keiran sehr, schon deswegen musste er Natalie begleiten. Das war das Mindeste, was er für seinen ehemaligen Gefährten tun konnte.

Gernot verdrängte seine Zweifel an dem Unterfangen. Er erinnerte sich an Natalies Kampf mit Hekon. Damals hatte er auch gezweifelt, und dennoch hatte sich später herausgestellt, dass es ein guter Schachzug gewesen war. Sowohl Adana als auch Javana und Tonan schienen ihr wohlgesonnen zu sein. Er wusste manchmal wirklich nicht, was er von ihr halten sollte.

Keiran?

Ich musste es einfach versuchen. Nach der Nacht, in der ich ihn vor der Dunkelheit gerettet und die mich so viel Energie gekostet hatte, war es mir nicht mehr möglich gewesen, ihn zu erreichen. Ich war zwar körperlich wieder einigermaßen bei Kräften, aber meine Magie gewann nur langsam ihre alte Form zurück. Wie sehr ich mich nach ihm sehnte.

Natalie! Endlich. Du hast mir so sehr gefehlt …

Du mir auch. Ich war überglücklich. Wie geht es dir? Wo bist du?

Wir werden die Vârburg morgen erreichen …

Meine Güte! Wir mussten uns beeilen. Wenn er erst dort war, würde es für Magna kein Halten mehr geben.

Halte durch, Liebster! Wir sind auf dem Weg zu dir. Ich versuchte, möglichst zuversichtlich zu klingen, auch wenn mein Magen sich gerade krampfhaft zusammenzog.

Wie wollt ihr das so schnell schaffen?, wollte Keiran wissen.

Wir reisen durch den Blinden Fleck.

Natalie, nein! Das ist viel zu gefährlich! Jetzt klang er wirklich besorgt.

Keiran, wir haben keine andere Chance. Wir holen dich da raus.Wie hätte er mich daran hindern sollen? Er war ja so weit entfernt …

Du lässt dich ja sowieso nicht davon abbringen, oder?

Nein. Ich lächelte. Keine Chance, Keiran Lasalle. Ich liebe dich!

Starrköpfiges Weib … Ich spürte, wie auch er lächelte. Ich liebe dich auch.

Getrud hatte sich etwas abseits von der Gruppe gesetzt. Sie war unsicher, was sie tun sollte. Natalie wollte nichts über die Zukunft wissen, aber ein kleiner Fingerzeig war bestimmt nicht verkehrt. Ihre Mutter Gunhild hatte sie von ihrer gefährlichen Vision in Kenntnis gesetzt, mit der Weisung, ihr Wissen darüber nur einzusetzen, wenn es absolut notwendig war. War es das bereits?

Während sie noch haderte, näherte sich ihr Hekon zaghaft. „Darf ich mich zu dir setzen?“ Unbeholfen knetete er seine Hände.

„Aber ja.“ Es war kaum zu glauben, wie sehr sich der einstmals schwarze Krieger verändert hatte, seit Natalie gegen ihn gekämpft und gewonnen hatte. Gertrud mochte ihn inzwischen sehr gerne und sie freute sich, dass er ihr Gesellschaft leistete. An ihm zeigte sich deutlich, dass Menschen nicht von Natur aus gut oder böse waren. Sie wurden hineingeboren in ein Umfeld und nahmen dessen Werte als wahr und richtig an. Es zeugte von Größe, darüber nachzudenken und sich gegebenenfalls neu zu orientieren, so wie Hekon es getan hatte.

Schweigend saß er nun neben Gertrud, deren sanftes Wesen stets beruhigend auf alle wirkte.

„Es tut mir immer noch so leid. Das hört nie auf, oder?“ Traurig starrte er vor sich hin.

Gertrud sah ihn von der Seite her an. „Ich weiß nicht … Du musst es akzeptieren, eine andere Möglichkeit hast du nicht.“

„Ich hätte es nicht tun müssen. Der junge Mann könnte noch am Leben sein.“ Hekon schien immer noch verzweifelt, die Gedanken daran, wie er Keirans Adjutanten geköpft hatte, ließen ihn einfach nicht los. Hilflos richtete er seine schwarzen Augen auf die Spiritistin.

Gertrud nahm seine Hand in ihre Hände und beruhigte seine aufgewühlten Gefühle. Dabei sah sie ihm fest in die Augen.

„Doch, musstest du. Du warst noch nicht so weit zu erkennen, dass es falsch war, was du getan hast. Außerdem standest du unter Magnas Einfluss. Dir kann keiner einen Vorwurf machen, am wenigsten du selbst. Vielleicht wärest du dann jetzt tot. Wichtig ist, was du jetzt tust! Lass die Vergangenheit ruhen, Hekon.“ Eindringlich sah sie ihn an.

Dann lehnte sie ihren Kopf an seine Schulter und streichelte sanft seine Hand. Schüchtern legte er den Arm um sie und gemeinsam lauschten sie der Stille der Nacht, dem leisen Rascheln der Blätter im Wind und dem Zirpen der Grillen.

Vor den Toren Mulinbercs hatte sich ein Heerlager formiert, wie Jeremy es vorausgesagt hatte: Fünfhundert Mann, davon etwa dreihundert Vasallen aus den Dörfern Grüenlants und zweihundert ausgebildete Soldaten. Jeremy würde das Heer führen. Er war immer noch erstaunt über seine steile Karriere. Keirans überraschender Wegfall und sein Vertrauen in ihn hatten dies ermöglicht, und mehr als einmal hatte er sich...

Erscheint lt. Verlag 21.5.2019
Reihe/Serie Grüenlant
Grüenlant
Verlagsort Frankfurt am Main
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Drachen • Fantasy • Fantasy-Reihe • Fantasy-Roman • Fantasy-Serie • Harry Potter • Herr der Ringe • Magie • Magier • Magierin • Portal
ISBN-10 3-947612-60-5 / 3947612605
ISBN-13 978-3-947612-60-4 / 9783947612604
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von SenLinYu

eBook Download (2025)
Forever (Verlag)
CHF 24,40