Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

«Ich bin Dir halt ein bißchen zu revolutionär»

Briefwechsel 1946 bis 1975
Buch | Hardcover
504 Seiten
2019 | 1. Auflage
Rowohlt Berlin (Verlag)
978-3-7371-0063-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

«Ich bin Dir halt ein bißchen zu revolutionär» - Hannah Arendt, Dolf Sternberger
CHF 53,20 inkl. MwSt
Hannah Arendt war zeit ihres Lebens eine begeisterte Briefschreiberin, die mit ihren Weggefährten in intensivem Austausch stand. Einer dieser Briefwechsel ist erst jetzt entdeckt worden: der mit dem Politologen und Publizisten Dolf Sternberger, dessen Trauzeugin sie - noch als «Hannah Stern, berufslos» - war. Nach dem Krieg begannen die beiden, sich zu schreiben, jetzt zwischen New York, wo die Emigrantin bald zu Weltruhm gelangte, und Heidelberg, wo Dolf Sternberger einen Weg in die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft suchte. Ihre Briefe sind voller überraschender Einsichten, sprühen vor Geist und Wortwitz. Kann man die restaurative Bundesrepublik schöner charakterisieren als Arendt: «Mir hat die gute alte Zeit schon nicht gefallen, als sie noch 25 Jahre jünger war»?
Udo Bermbach, der beide kannte, beleuchtet in einer ausführlichen Einleitung und zahlreichen Kommentaren die biographischen und zeithistorischen Hintergründe. Die beiden Briefschreiber verband ein tiefer, freier Gedankenaustausch, an dem der Leser nun erstmals teilhaben darf.

Hannah Arendt, 1906 in Hannover geboren und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die USA emigriert, gehört zu den wichtigsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Werke zur Theorie der totalen Herrschaft, ihre existenzphilosophischen Schriften und auch ihre Arbeiten als Publizistin (nicht zuletzt ihr Kommentar zum Eichmann-Prozess) haben bis heute nichts an Aktualität verloren, ja werden im Gegenteil noch immer breit rezipiert. Der aus dem Nachlass veröffentlichte Essay „Die Freiheit, frei zu sein“ (2018) etwa stand monatelang auf der „Spiegel“-Bestsellerliste.

Dolf Sternberger, 1907 bis 1989, gilt als einer der Begründer der Politischen Wissenschaften in Deutschland und spielte in der Publizistik wie in der Wissenschaft der bundesrepublikanischen Nachkriegsgesellschaft eine zentrale Rolle. Maßgeblich waren seine Beiträge in der „Wandlung“, der „Gegenwart“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“; der Begriff „Verfassungspatriotismus“ geht auf ihn zurück.

Sehr lebhaft, schön, geistvoll ist dieser Briefwechsel zweier eigenwilliger, hochbegabter Charaktere ... wundervoll, bis in die literaturpolitischen Details interessant. Gustav Seibt Süddeutsche Zeitung 20191015

Sehr lebhaft, schön, geistvoll ist dieser Briefwechsel zweier
eigenwilliger, hochbegabter Charaktere ... wundervoll, bis in die
literaturpolitischen Details interessant.

Erscheinungsdatum
Zusatzinfo 2 x 12 S. s/w Tafeln
Sprache deutsch
Maße 148 x 219 mm
Gewicht 750 g
Themenwelt Literatur Briefe / Tagebücher
Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik Politik / Gesellschaft
Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie der Neuzeit
Schlagworte 20. Jahrhundert • Briefwechsel • Deutschland • Emigration • Freundschaft • Nachkriegszeit • Philosophie • Politische Theorie
ISBN-10 3-7371-0063-2 / 3737100632
ISBN-13 978-3-7371-0063-2 / 9783737100632
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Die grossen Fragen ethisch entscheiden

von Alena Buyx

Buch | Hardcover (2025)
S. Fischer (Verlag)
CHF 33,55
wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren und ihre …

von Jonathan Haidt

Buch | Hardcover (2024)
Rowohlt (Verlag)
CHF 36,40
Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt

von Steffen Dobbert; Ulrich Thiele

Buch | Softcover (2025)
Klett-Cotta (Verlag)
CHF 25,20