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Todtsteltzers Ehre (eBook)

Deathstalker - Buch 4

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
890 Seiten
beBEYOND (Verlag)
978-3-7325-7524-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Todtsteltzers Ehre - Simon R. Green
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Nach seiner Rebellion gegen die Tyrannei der Kaiserin Löwenstein XIV ist Owen Todtsteltzer mehr als ein Held: Er ist eine Legende. Doch er und seine Freunde haben nicht viel Zeit, sich über ihren Sieg zu freuen. Erneut werden sie in einen erbitterten Konflikt verwickelt - diesmal um die Nachfolge der entthronten Herrscherin. Owen und seine Gefährtin Hazel versuchen, sich aus dem politischen Intrigenspiel herauszuhalten. Doch bald entdecken sie, dass der Menschheit sehr viel ernstere Probleme drohen. Denn der Krieg ist noch lange nicht vorbei - im Gegenteil: Er hat gerade erst begonnen ...

'Abenteuer, Raumschlachten, Heldentum und exotische Schauplätze - Green mischt alle Zutaten zu einer außergewöhnlichen Space Opera.' (Booklist)

Simon R. Greens große SF-Serie um Owen Todtsteltzer, die ihm den Durchbruch brachte - jetzt endlich wieder erhältlich, erstmals als eBook!

Die Legende von Owen Todtsteltzer: 1. Der Eiserne Thron, 2. Die Rebellion, 3. Todtsteltzers Krieg, 4. Todtsteltzers Ehre, 5. Todtsteltzers Schicksal, 6. Todtsteltzers Erbe, 7. Todtsteltzers Rückkehr, 8. Todststeltzers Ende

Sowie die Romane aus dem Todtsteltzer-Universum (ab Herbst 2020):

Nebelwelt, Geisterwelt, Höllenwelt

eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.



<p>Simon R. Green (*1955) kommt aus Bradford-on-Avon, England. Während seines Literatur- und Geschichtsstudiums an der Leicester University begann er mit dem Schreiben und veröffentlichte einige Kurzgeschichten. Doch erst 1988, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit, verkaufte er seine ersten Romane. Seinen Durchbruch erlangte er Mitte der Neunziger mit der SF-Weltraumoper-Saga um Owen Todtstelzer: Eine Serie, die - wie er selbst sagt - irgendwie außer Kontrolle geraten ist, da er eigentlich nur drei Bücher schreiben wollte ... Mittlerweile umfasst Simon R. Greens Werk weit über 40 Romane, das neben Science Fiction auch verschiedene Subgenres der Fantasy von Dark bis Funny, von High bis Urban abdeckt.</p>

Simon R. Green (*1955) kommt aus Bradford-on-Avon, England. Während seines Literatur- und Geschichtsstudiums an der Leicester University begann er mit dem Schreiben und veröffentlichte einige Kurzgeschichten. Doch erst 1988, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit, verkaufte er seine ersten Romane. Seinen Durchbruch erlangte er Mitte der Neunziger mit der SF-Weltraumoper-Saga um Owen Todtstelzer: Eine Serie, die - wie er selbst sagt - irgendwie außer Kontrolle geraten ist, da er eigentlich nur drei Bücher schreiben wollte ... Mittlerweile umfasst Simon R. Greens Werk weit über 40 Romane, das neben Science Fiction auch verschiedene Subgenres der Fantasy von Dark bis Funny, von High bis Urban abdeckt.

KAPITEL 2


EIN TAG WIE JEDER ANDERE IM PARLAMENT


Die Sonnenschreiter II fiel aus dem Hyperraum und trat in einen Orbit über Golgatha ein, Hauptwelt und Regierungssitz des Imperiums. Owen und Hazel hätte es nicht weniger bedeuten können. Virimonde hatte ihnen viel geraubt. Nach den körperlichen und seelischen Prügeln, die sie in der alten Todtsteltzer-Burg bezogen hatten, konnten sie gerade eben noch aufrecht in ihren Sesseln sitzen und Antworten auf die Landeinstruktionen vom Zentralraumhafen brummen. Owen tippte die Koordinaten ein und überließ es den Navigationslektronen, die Landung auszuführen. Sie konnten das besser, als jemals von ihm zu erwarten stand, und er war so furchtbar müde.

Und wenn er schon ehrlich zu sich selbst war: Die Sonnenschreiter II schüchterte ihn ein. Die Hadenmänner, diese rätselhaften aufgerüsteten Menschen, hatten das Schiff gebaut und es dem zerstörten Original so nah wie möglich angeglichen. Der Versuchung, es zu ›verbessern‹, konnten sie jedoch nicht widerstehen. Owen kam mit Türen klar, die sich schon öffneten, wenn er nur daran dachte, sich ihnen zu nähern, ebenso mit Lebensmittel-Synthetisierern, die schon vor ihm wussten, was er sich zum Abendessen wünschte, aber eine Navigationssteuerung, die nach demselben beunruhigenden Prinzip funktionierte, war einfach zu viel für ihn. Es war zu ein paar bedauerlichen Zwischenfällen gekommen, als er vor sich hinträumte und damit Landungen ruinierte, die ansonsten völlig sicher verlaufen wären, und daraufhin hatte er sich mit großer Bestimmtheit entschieden, diese Dinge den Lektronen zu überlassen und sich wichtigeren Aufgaben zu widmen. Wie Schmollen. Er saß zusammengesunken auf seinem Platz, sah zu, wie der dunkelblaue Planet vor ihm langsam größer wurde, und hatte ein fast nostalgisches Gefühl. Als er zuletzt nach Golgatha gekommen war, hatten hier die letzten brutalen Wirren der Rebellion getobt, und praktisch alle Bewohner des Planeten hatten auf Owen geschossen. Jetzt war er nur ein Besucher unter vielen, nicht wichtiger als irgendjemand sonst. Er hatte das starke Gefühl, dass ihm die alten Verhältnisse lieber gewesen waren. Wenigstens wusste er damals, wer und wo seine Feinde waren. Er blickte voller Zuneigung zu Hazel hinüber, die auf ihrem Platz wütend vor sich hinbrütete. Auch wenn sich Hazel D’Ark angeblich entspannte, erweckte sie den Eindruck, als wäre sie jeden Augenblick auf dem Sprung, irgendjemandem die Kehle aufzureißen. Owen machte das nichts aus. Er war es gewöhnt.

»So«, sagte Hazel brüsk. Irgendwie spürte sie, ohne sich auch nur umzudrehen, dass er sie anschaute. »Wo geht es als Nächstes hin? Hast du irgendwelche Pläne?«

»Warum bleibt das immer an mir hängen?«, protestierte Owen zurückhaltend. Sie hatten dieses Gespräch schon oft. »Wie kommt es, dass Ihr nie irgendwelche Ideen habt?«

»Ich habe jede Menge Ideen«, erwiderte Hazel. »Aber du bist immer zu feige, sie aufzugreifen.«

»Nur, weil Eure Ideen eine bestürzende Tendenz zu Gewalt, Mord und blutigem Gemetzel aufweisen sowie dazu, alles zu stehlen, was nicht festgenagelt ist. Mit dergleichen kommen wir heute nicht mehr durch. Wir sind keine Rebellen und Gesetzlosen mehr; wir gehören zum Status quo. Verdammt, rein technisch gesehen sind wir Polizeikräfte.«

»Langweilig«, meinte Hazel. »Du bist inzwischen richtig langweilig, Todtsteltzer.«

»Tatsächlich ist mir klar, was ich als Nächstes in Angriff nehmen möchte«, sagte Owen und ignorierte die Beleidigung mit einer Leichtigkeit, die aus langer Übung resultierte. »Sobald wir gelandet sind und dem Parlament Bericht erstattet haben, ziehe ich schnurstracks wieder los, um Valentin Wolf zu jagen. Die Spur ist noch warm. Er wird nicht weit kommen.«

»Das hast du früher schon gesagt, Owen, und er ist immer wieder davongekommen. Schon immer war der Wolf woanders, als man ihn vermutete. Deshalb ist er trotz vieler Feinde so lange am Leben geblieben. Hat mal ausgespannt, sich ausgeruht, die Batterien wieder aufgeladen. Er wird früh genug wieder auftauchen und irgendwas Schlimmes anstellen, und dann können wir erneut probieren, ihn zu fassen.«

Owen musste lächeln. »Wir sind weit gekommen, wenn Ihr schon die Stimme der Vernunft seid, die meine Hitzköpfigkeit zügelt.«

Hazel schniefte. »Denk bloß nicht, das wäre mir noch nicht aufgefallen. Es zeigt nur, wie mitgenommen wir sind. Wir brauchen Zeit, um uns auszuruhen, Todtsteltzer. Virimonde hat uns schwer getroffen.«

»Wahrhaftig. Keine großartige Heimkehr, alles in allem.«

Eine Pause trat ein, und Hazel blickte zu ihm hinüber, Gesicht und Tonfall sorgsam ruhig und gelassen. »Owen, wie kommt es, dass du mir nie zuvor etwas von Katie erzählt hast? Ich meine, sie war deine Geliebte. Sie muss dir wichtig gewesen sein.«

»Das war sie«, bestätigte Owen. »Ich habe sie nicht erwähnt, weil sie Euch nichts anging. Ihr könntet nie die Art Beziehung verstehen, die uns verband.«

»Du hättest mit mir reden können«, fand Hazel. »Ich hätte mich bemüht, es zu verstehen. Erzähle mir von dieser Katie. Wie war sie? Wie hast du sie kennengelernt?«

Owen schwieg so lange, dass Hazel beinahe schon vermutete, er würde überhaupt nicht antworten, aber endlich tat er es doch – mit einer ruhigen, fast emotionslosen Stimme, als wäre es die einzige Möglichkeit für ihn, sich auf solch schmerzliche Erinnerungen einzulassen. Er sah Hazel dabei nicht ein einziges Mal an.

»Ihr Name war Katie DeVries, und sie war sehr schön. Ihr ganzes Erwachsenenleben hindurch war sie eine Kurtisane der einen oder anderen Art gewesen, vom Haus der Freuden besonders ausgebildet und angepasst, um jeden Wunsch zu erfüllen und dabei zu helfen, dass man neue Wünsche entwickelte. Sie diente als Überraschungsgast bei einem Winterball auf Golgatha, und als sie mir zum ersten Mal vorgestellt wurde, hielt ich sie für das Wundervollste, was ich je gesehen hatte. Wir tanzten und redeten miteinander, und sie hörte mir zu, schien zu verstehen, was ich sagte, und sich etwas daraus zu machen – was so viele andere nicht taten. Sie fand sogar meine Witze lustig. Sie war vollkommen. Also erwarb ich ihren Kontrakt zu einem absoluten Wucherpreis, und sie wurde meine Geliebte.

Natürlich stellte sich heraus, dass sie nicht vollkommen war. Ihre Tischmanieren konnte man nur als grauenhaft beschreiben. Schon früh morgens zeigte sie sich viel zu froh und munter, und obendrein war sie eine Agentin des Imperiums und hatte die Aufgabe, mich auszuspionieren. Alles, was ich sagte und tat, meldete sie einem Kontakt auf Golgatha. Oz fand es heraus und berichtete mir davon, aber mir war es egal. Ich war damals nur ein kleiner Gelehrter, ohne Interesse an Politik. Ihre Berichte mussten eine sehr langweilige Lektüre gewesen sein. Gelegentlich gab ich etwas Kontroverses zum Besten, damit niemand auf die Idee kam, Katie von mir abzuziehen. Wir waren so glücklich. Ich denke nicht, dass wir je einen Streit hatten. Sieben Jahre blieben wir zusammen. Manchmal denke ich, dass ich damals zum letzten Mal glücklich war. Dass ich es so hoch schätzte, weil ich irgendwo tief im Herzen wusste, dass mir eines Tages alles genommen würde.

Ich habe sie so sehr geliebt. Ich hätte nie erwartet, sie einmal töten zu müssen. Ihr ein Messer zwischen die Rippen zu stecken, es herumzudrehen und sie dann in den Armen zu halten, während sie verblutete.«

»Jesus, Owen ...«

»Ich hätte sie gerettet, wäre es mir möglich gewesen.«

»Sie hat versucht, dich umzubringen.«

»Manchmal denke ich, dass es so war. Ich habe sie nie gefragt, ob sie mich liebte. Ich fürchtete mich vor der Antwort. Wenn ich sie gekannt hätte, dann hätte Katie vielleicht nicht so viel von mir mitgenommen, als sie starb.«

»Hör sofort auf damit, Todtsteltzer! Wenn du mir rührselig kommst, dann stehe ich noch auf und haue dir ein paar auf die Ohren!«

Owen lächelte kurz. »Das würdet Ihr, nicht wahr?«

»Verdammt richtig! Zieh dich nie selbst runter, Owen; es gibt immer reichlich andere Leute, die nur auf eine Gelegenheit warten, es zu tun. Katie gehört zur Vergangenheit. Lass sie auf sich beruhen und geh weiter deinen Weg.«

»Ihr wart es, die das Thema zur Sprache brachte«, gab Owen nachsichtig zu bedenken. »Und ich weiß gar nicht, warum Ihr Euch auf einmal so für meine romantische Vergangenheit interessiert. Ihr seid diejenige, die in dieser Hinsicht mit den ganzen Überraschungen aufwarten kann. Ich bin immer noch nicht darüber hinweg, dass sich in Nebelhafen dieser Wampyr namens Abbott als einer Eurer Ehemaligen entpuppte.«

»Er war ein Fehler.«

»Und nicht annähernd der erste oder der letzte – nach allem, was man hört.«

Hazel funkelte ihn an. »Wer hat da...

Erscheint lt. Verlag 31.5.2019
Reihe/Serie Die Legende von Owen Todtsteltzer
Die Legende von Owen Todtsteltzer
Die Legende von Owen Todtsteltzer
Übersetzer Thomas Schichtel
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Adel • Dämonenkrieg • Drood • episch • Epos • Feder&Schwert • Galaxis • Imperator • Klon • Krieger • Kult • New York Times Bestseller • Nightside • Planet • Raumschiff • Raumschlacht • Rebellen • Rebellion • Schwerter • Science Fantasy • Science Fiction Romane • SF • Shaman Bond • Space Opera • Star Wars • Weltall • Weltraum • Weltraumoper • Zukunft
ISBN-10 3-7325-7524-1 / 3732575241
ISBN-13 978-3-7325-7524-4 / 9783732575244
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