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The Diamond Prince (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
232 Seiten
beHEARTBEAT (Verlag)
978-3-7325-6749-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

The Diamond Prince - Virginia Nelson
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Er kann alles kontrollieren, nur seine Gefühle nicht ...

Foster Boyd möchte das Familienunternehmen retten, bevor die Eskapaden seines Bruders den Ruf der Firma zerstören. Da er seinen Bruder nicht dazu zwingen kann, das Unternehmen zu verlassen, möchte er ihn stattdessen ablenken - oder zumindest sein Image aufpolieren. Wo kann er eine Frau finden, die für die Rettung der Firma zu allem bereit ist?

Natalie Stolen war ganz oben auf der Karriereleiter angekommen. Als PR-Beraterin zählten namhafte Stars zu ihren Klienten. Als allerdings ein pikantes Geheimnis eines Kunden an die Öffentlichkeit gelangt, ist das ein gefundenes Fressen für die Presse. Natalies Karriere liegt in Scherben. In diesem Moment erreicht sie ein Angebot, das sie in ihrer aussichtslosen Lage nicht ablehnen kann ...

Aber was, wenn du die Frau, die du engagiert hast, um deinen Bruder um den Verstand zu bringen, selbst nicht aus dem Kopf bekommst?

Band 3 der heißen und romantischen Billionaire-Dynasties-Reihe.

Unwiderstehliche CEO-Romance bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



KAPITEL eins


Aus Natalies Regeln für Foster Boyd, Version 2

Regel Nummer 2: Versuch nicht, hinterlistig zu sein. Dabei kommt nichts Gutes heraus. Um es unverblümt auszudrücken: Du bist mies darin. Du bist besser damit bedient, dich einer Situation zu stellen und Selbstvertrauen vorzutäuschen, als zu versuchen, dich als Ninja auszugeben. Du bist über eins zweiundachtzig groß, Multimilliardär, und die ganze Welt hat über Fernsehen und Zeitschriftenberichte miterlebt, wie du aufgewachsen bist. Man weiß sogar, wo du auf der linken Pobacke ein Muttermal hast. Es ist ja irgendwie süß und herzförmig, aber du verstehst schon, worauf ich hinauswill. Das passt nicht zu einem Ninja, verstanden?

Natalie Stolen überprüfte zum wahrscheinlich hundertsten Mal den Akkuladestand ihres Handys. Ein kranker kleiner Teil von ihr hoffte immer noch, dass es deshalb nicht läutete, weil der Akku leer war oder … so ähnlich. Jeder vergleichbare Grund würde reichen, um ihre Befürchtung weiter zu verleugnen. Sie wollte sich nicht eingestehen, dass die Funkstille einer Totenglocke für ihre Karriere gleichkam.

Als sie sah, dass der Akku zu achtundsiebzig Prozent voll war, legte sie das Gerät in die Ladestation auf ihrem wunderschönen Glasschreibtisch. Als sie den Tisch gekauft hatte, war sie so voll Zuversicht gewesen. Sie hatte es in der Großstadt geschafft und bewiesen, dass ihre Fähigkeiten nützlich und real waren und sie sich nie wieder Sorgen darum machen müsste, Rechnungen bezahlen zu können. Damals hatte sie den Tisch zur Eingangstür ihres Büros gewandt aufstellen lassen, damit sie von den deckenhohen Fenstern herumschwenken und sich dem jeweils eintretenden Klienten zuwenden konnte.

Der Schreibtisch war ein Symbol für das Leben gewesen, von dem sie gedacht hatte, sie hätte es sich gesichert. Natalie wollte zur größten Meinungsmacherin in der Geschichte der Meinungsmacherei werden. Mittlerweile jedoch gab es das Büro mit der herrlichen Aussicht nicht mehr, ebenso wenig wie ihre verheißungsvolle Zukunft oder ihr Gefühl von Sicherheit. Geblieben war ihr nur der große Schreibtisch, der kaum in den gemieteten Raum passte, den sie sich noch leisten konnte. Den Tisch hatte sie nach wie vor, ob mit Symbolkraft oder ohne. Konnte es also wirklich sein, dass sich ihre Träume einfach so aufgelöst hatten? Ausgelöscht? Zerstört?

Vermutlich war ihr größter Fehler gewesen, dass sie ihren eigenen Hype geglaubt hatte. Als Imageberaterin hatte sie dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit das Allerbeste von ihren Klienten dachte.

Wenn es sich bei einer Klientin beispielsweise um America’s Sweetheart handelte, musste man die lebensfreudige, makellose Fassade aufrechterhalten, die das Stereotyp des liebenswerten amerikanischen Mädchens von nebenan erforderte.

Und um ehrlich zu sein, waren die Dinge genau an der Stelle ins Strudeln geraten, worauf Natalie falsch reagiert hatte. Margo Welles, die rothaarige Schönheit, die vom Model zur Schauspielerin und weiter zum Filmstar unzähliger Romantikkomödien aufgestiegen war, besaß ein Privatleben, das sie unter Verschluss hielt. Das an sich war nicht besonders einzigartig. Viele Stars und bedeutende Persönlichkeiten trennten ihr öffentliches Auftreten gern von ihrem Privatleben. Es lag nicht in Natalies Natur herumzuschnüffeln, schon gar nicht bei einer so wichtigen Klientin wie Welles. Verdammt, sie hatte schon sehr früh in ihrer Arbeitsbeziehung erkannt, was für Glück sie gehabt hatte, von Margo aus den unzähligen Möglichkeiten ausgewählt worden zu sein, die einer Frau wie ihr zur Verfügung standen. Natalie hatte sogar mit der neuen Klientin geprahlt – eine weitere Kerbe in ihrem beruflichen Bettpfosten, ein Beweis, dass ihre Methodik funktionierte.

Glück. Von wegen!

Als die Welt dann erfuhr, dass Americas Sweetheart ein Jahrzehnt lang ein Kind geheim gehalten hatte, wurde daraus ein Problem. Zumal besagtes Kind die Tochter eines weiteren Lieblings der Presse war, des namhaften und berüchtigten Billionaire Prince, wie ihn die Medien getauft hatten. Ach ja, und Welles hatte auch dem milliardenschweren Vater selbst nichts von seinem geheimen Kind erzählt … angeblich. Natalie war immer noch nicht sicher, ob sie diesen speziellen Teil glaubte, obwohl er die Schlagzeilen beherrschte. Zumindest die der Boulevardpresse. Die Menschen bekamen nicht genug davon.

Nur leider waren die Neuigkeiten diesmal weder vorteilhaft noch passend zu America’s Sweetheart. Nicht wie damals, als Natalie der Presse zugespielt hatte, dass Margo Faultiere liebte. Das war hinreißend. Man hatte »zufällig« Bildmaterial von Margo erhalten, wie sie mit Tränen in den Augen behutsam mit einer zierlichen Fingerspitze den Rücken der trägen Kreatur berührte. Auf so etwas fuhr die Öffentlichkeit ab. Umwerfende Frau plus drolliges Tier ergab einen Sieg auf ganzer Linie. Allerdings gab es auf der Welt kein ausreichend putziges Faultier oder genug echte, süße Tränen, um die öffentliche Reaktion auf eine Frau wegzuwaschen, die zehn volle Jahre einem Mann sein Kind vorenthalten hatte.

Und apropos Presse, dachte Natalie gereizt, als sie aufstand und in ihrem nunmehr wesentlich kleineren Büro auf und ab lief. War es etwa Natalies Schuld, dass ihnen zehn verflixte Jahre lang ein Kind entgangen war? Nein, kein bisschen. Aber als Imageberaterin bestand ihre Aufgabe darin, eine Möglichkeit zu finden, die Situation für ihre Klientin in ein positives Licht zu rücken. Dabei hatte sie versagt, denn Margo hatte einen schweren Schlag erlitten. Was dazu geführt hatte, dass allmählich alle Klienten das Vertrauen in Natalies Fähigkeiten verloren.

Schneller, als sie es für möglich gehalten hätte, war sie vom höchsten Gipfel in den tiefsten Abgrund gefallen.

Natalie warf ihren kakifarbenen Leinenblazer auf den Stuhl und drehte sich der schiefergrauen Wand hinter dem Schreibtisch zu. Nicht annähernd so beeindruckend wie die deckenhohen Fenster mit Blick auf die Stadt, die sie so geliebt hatte, doch eine andere Aussicht hatte sie im Augenblick nicht.

Weil kein Klient im Universum eine Imageberaterin engagieren wollte, die nicht einmal America’s Sweetheart beschützen konnte.

Da das Telefon immer noch nicht klingelte und es ihr Finger leid wurde, ständig erneut die E-Mails abzurufen, entschied Natalie, stattdessen auszupacken. Andererseits: Wer konnte schon wissen, wie lange sie sich selbst diesen kleinen Raum überhaupt noch leisten können würde, wenn es so weiterginge? Ein Teil von ihr wollte sich gar nicht die Mühe machen auszupacken, doch eigentlich war auch die Bürosituation ihre eigene Schuld. Hätte sie gespart, das Geld gehortet, als der große Rubel gerollt war, wäre sie nach der Sache mit Welles nicht in eine derartige finanzielle Schieflage geraten. Aber sie hatte ein Faible für Schuhe. Außerdem reiste sie gern, sah sich mit Begeisterung Dinge an, die neu für sie waren. Ihre Mutter hatte immer gemeint, sie wäre ein Papa-Mädchen – und ein rastloser Mensch wie ihr Vater setzte niemals Rost an.

Sie ging gern Risiken ein, mochte Abenteuer und zog es vor, unkonventionell zu leben.

Als sie einen Karton aufschnitt, sah sie sich mit nutzlosen Akten konfrontiert. Sämtliche Klienten, die Natalie wegen ihres Versagens fallen gelassen hatten, befanden sich darunter. Seufzend streckte sie eine Hand in den Karton und suchte nach irgendeinem Hinweis, wie sie sich aus dem Abgrund wieder emporkämpfen könnte.

Irgendwo hinter ihr räusperte sich jemand. Wahrscheinlich der unheimliche Typ aus dem Büro zwei Türen weiter. Bisher hatte er sich an diesem Tag drei Ausreden einfallen lassen, um bei ihr hereinzuschneien, und allmählich ging es ihr auf die Nerven. Das Allerletzte, was sie brauchen konnte, während sie versuchte, ihre Karriere wiederaufzubauen, war eine romantische Verstrickung. Und selbst wenn sie auf der Suche wäre, Marc Dickson, amtlich zugelassener Buchprüfer, entsprach nicht wirklich dem Mann ihrer Träume. Seine beginnende Glatze und sein etwas muffiger Geruch turnten sie alles andere als an. Allein dadurch, wie er ihr ständig auf die Brüste starrte, während er ihr beim Reden praktisch ins Gesicht spuckte, warf er sich in Windeseile selbst aus jedem theoretischen Rennen.

Er räusperte sich erneut, also sagte sie: »Tut mir leid, Marc, ich bin beschäftigt. Ich hab Ihnen ja schon gesagt, dass ich keine Zeit zum Mittagessen habe.«

Nun, Zeit zum Mittagessen hätte sie eigentlich sehr wohl. Und Geld dafür? Das würde schon bald eine völlig andere Geschichte sein, wenn ihr kein Weg einfiele, zumindest einen soliden Klienten an Land zu ziehen.

Sie stand über den Karton gebeugt, die Beine leicht gespreizt, um das Gleichgewicht zu halten, während sie die Akten heraushob. Der Hundekopf, der sich zwischen ihren Beinen hindurchschob, genügte daher, um sie zum Kreischen zu bringen und die Akten fallen zu lassen. Natalie versuchte, sich mit einem halb hopsenden Schritt von dem Tier zu entfernen, doch ihr Fuß verfing sich an dem Karton, und die Welt neigte sich, als sie stolperte.

Sie hoffte, sie würde auf dem Weg nach unten nicht den Hund treffen, denn das Gleichgewicht würde sie eindeutig nicht wiedererlangen. Dann jedoch fingen sie starke Arme an den Ellbogen auf und stützten sie mühelos.

»Zurück, Buffy!«, sagte der Mann.

Natalie schaute langsam auf und versank Hals über Kopf in Liebe. Oder zumindest Lust. In eins davon.

***

Foster Boyd waren die Möglichkeiten...

Erscheint lt. Verlag 1.5.2019
Reihe/Serie The Billionaire Dynasties
The Billionaire Dynasties
The Billionaire Dynasties
Übersetzer Michael Krug
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Original-Titel The Firstborn Prince
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Anastasia Steele • April Dawson • Bad Boy • Beziehung • CEO • dilf • Drama • eBook • EL James • feelgood • Frauen Bücher • Frauen Bücher Bestseller • Frauenroman • Frauenroman Bestseller • Freundschaft • Gefühl • Gefühle • Gegenwartsliteratur • Geschenk • grey • Happy End • Herzschmerz • Hollywood • Kindle • Kindle,Ebook • Leidenschaft • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesleben • Liebesroman • Liebesromane • Liebesromane für Frauen • Liebesroman (modern) • Louise Bay • Lyx • Nähe • Nicholas Sparks • Office romance • Passion • Pick the boss • Piper Rayne • PS ich liebe dich • Romance • Romantik • romantisch • Romantische Komödie • Schicksal • Sehnsucht • Sexy CEO • Shades • Shades of Grey • Steele • tatsächlich liebe • Tragik • Trennung • Unterhaltung • Urlaub • USA • Verführung • Verlangen • wohlfühlen • Zwischenmenschliche Beziehung
ISBN-10 3-7325-6749-4 / 3732567494
ISBN-13 978-3-7325-6749-2 / 9783732567492
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