Fürsten-Roman 2574 (eBook)
64 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7943-3 (ISBN)
Liebe ist kein Zufall
Das Schicksal führt Antonia nach Schloss Lippstett
Von Juliane Sartena
An Bord der Maschine von Sydney nach Frankfurt am Main befinden sich zwei Personen mit genau demselben Handgepäckkoffer: die hübsche Studentin Antonia Heller, die gerade von einem Jahresaufenthalt aus Australien zurückkehrt, und Patrick Prinz von Lippstett, der geschäftlich unterwegs war und auf dem Weg zu Schloss Lippstett ist, wo er seine langjährige Verlobte Henrietta Komtess von Bernsdorf heiraten soll.
Antonia ergreift bei der Landung im völlig verschlafenen Zustand den nächstbesten Handgepäckkoffer und erwischt dabei versehentlich den ihres Sitznachbarn Prinz Patrick. So findet sie beim Auspacken Rasierwasser und Krawatten vor, während der Prinz reichlich verblüfft auf zarte Damenhöschen und Spitzen-BHs schaut. Im Koffer des Prinzen sind jedoch Name und Anschrift angegeben, weshalb Antonia sich umgehend auf den Weg nach Schloss Lippstett macht, um das Gepäckstück dort abzugeben - und ihr Leben soll sich Hals über Kopf ändern ...
Liebe ist kein Zufall
Das Schicksal führt Antonia nach Schloss Lippstett
Von Juliane Sartena
An Bord der Maschine von Sydney nach Frankfurt am Main befinden sich zwei Personen mit genau demselben Handgepäckkoffer: die hübsche Studentin Antonia Heller, die gerade von einem Jahresaufenthalt aus Australien zurückkehrt, und Patrick Prinz von Lippstett, der geschäftlich unterwegs war und auf dem Weg zu Schloss Lippstett ist, wo er seine langjährige Verlobte Henrietta Komtess von Bernsdorf heiraten soll.
Bei der Landung ergreift Antonia verschlafen den nächstbesten Handgepäckkoffer und erwischt dabei versehentlich den ihres Sitznachbarn Prinz Patrick. So findet sie beim Auspacken Rasierwasser und Krawatten vor, während der Prinz reichlich verblüfft auf zarte Damenhöschen und Spitzen-BHs schaut. Im Koffer des Prinzen sind jedoch Name und Anschrift angegeben, weshalb Antonia sich umgehend auf den Weg nach Schloss Lippstett macht, um das Gepäckstück dort abzugeben – und ihr Leben soll sich Hals über Kopf ändern …
Antonia Heller stieg am Flughafen Abu Dhabi in die Maschine nach Frankfurt am Main, und sie hatte bereits sechzehn Stunden Flugzeit hinter sich. So lange hatte ihre erste Reiseetappe, der Flug von Sydney bis hierher, gedauert.
Die junge Frau seufzte. Australien war ein wunderbares Land. Ein Semester lang hatte sie dort als Rucksack-Touristin gelebt und sich mit den unterschiedlichsten, teilweise abenteuerlichen Jobs ihren Lebensunterhalt verdient. Zuletzt als eine Art Gesellschafterin und Pflegerin bei einem alten Herrn, der eine Krokodilfarm besaß und mindestens genauso bissig war wie seine Tiere.
Antonia passierte die Sperre und war froh, als sie endlich ihren Sitzplatz in der deutschen Fluglinie einnehmen konnte. Nur noch ein paar Stunden, dann war sie wieder auf deutschem Boden. Sie hatte diese Auslandszeit genossen, aber jetzt war sie ziemlich erschöpft und freute sich auf zu Hause.
Achtlos verstaute sie ihren kleinen Handgepäckkoffer, dann warf sie einen Blick aus dem Fenster auf die grau asphaltierte Rollbahn. Sie streckte die Beine aus und schloss kurz die Augen. Es gab viele Eindrücke aus Australien, die sie mit nach Hause nahm. Allein der alte Herr und seine Krokodilfarm. Er war kein einfacher Fall gewesen. Typus ultrastur! Im Grunde genommen jedoch ein Mensch mit einer rauen Schale, aber weichem Kern. Bei ihrer Abreise hatte er ihr unter Tränen der Rührung die Hand gedrückt. Irgendwie war es ihr gelungen, sein Herz zu gewinnen. Sie musste lächeln, als sie daran dachte.
„Entschuldigung, darf ich bitte.“
Antonia zog die Beine ein. Ein Mitpassagier drängte sich kurz an ihr vorbei, um sein Handgepäck zu verstauen.
Als ihre Knie sich dabei versehentlich berührten, schaute sie hoch. Es blieb ein kurzer Eindruck von einem jungen dunkelblonden Mann mit kurz geschnittenem Vollbart und klaren blauen Augen. Er sah ziemlich gut aus.
„Entschuldigung“, sagte er.
„Schon gut. Macht nichts“, entgegnete Antonia.
Dann fing das Flugzeug an zu rollen. Erst langsam, dann immer schneller, bis es abhob, und die Landschaft unter Antonia immer kleiner wurde.
Kurz darauf wurde schon der Board-Service gestartet, und eine Stewardess ging durch die Gänge, um Essen und Getränke anzubieten. Antonia bestellte nur einen Tee. Nachdem sie ihn in kleinen Schlucken getrunken hatte, überkam sie ein angenehmes Gefühl der Wärme. Sie spürte, wie ihre Lider schwer wurden. Vor ihrem geistigen Auge mischten sich die Bilder von flirrender Sonne, Wüstenlandschaften, Krokodile und Meeresbuchten. Unterlegt war das Ganze von dem hyperaktiven Geschrei wilder Kookaburra Vögel.
Das gleichmäßige Geräusch der Flugzeugmotoren vermischte sich mit australischen Tierstimmen, und Antonia schlief ein.
Antonias Schlummer wurde gestört, als sie jemand unsanft an der Schulter rüttelte.
„Ich glaube, Sie müssen aufwachen.“
„Was ist?“, fragte Antonia schlaftrunken.
„Aufwachen!“
Sie schreckte hoch und schaute in das Gesicht des jungen Mannes, der seinen Handgepäckkoffer neben dem ihrigen verstaut hatte und jetzt mit amüsierter Miene auf sie herab blickte.
„Wir sind soeben in Frankfurt gelandet. Da dies sozusagen die Endstation ist, sollten Sie wohl den Flieger verlassen.“
„Sind Sie etwa der Steward?“, fragte Antonia, während sie sich die Augen rieb.
Er lachte. „Nein, der Pilot“, scherzte er.
Antonia schaute ihn strafend an.
„Ich bin beziehungsweise war Ihr Flugnachbar“, erklärte er. Ein Umstand, der Antonia ohnehin bekannt war. „Leider hatte ich nicht viel von Ihrer Gesellschaft, da Sie sozusagen nonstop geschlafen haben“, fuhr er weiter fort. „Wenigstens haben Sie dabei nicht geschnarcht“, fügte er abschließend hinzu und grinste.
Antonia blickte ihn mit einer Mischung aus Verlegenheit und Verärgerung an. Was bildete dieser Typ sich eigentlich ein? Weckte sie aus dem Tiefschlaf und machte dann noch schlechte Witze. Dennoch musste sie lachen.
Er nickte ihr vergnügt zu. „Auf Wiedersehen“, sagte er, während er sich zum Ausgang begab.
Antonia erhob sich und griff nach ihrem Handgepäckskoffer. Frankfurt am Main. Endlich! Natürlich war schlechtes Wetter draußen. Wie hätte es auch anders sein können.
Am Flughafen wurde Antonia von ihrer Studienkollegin und Freundin Elena abgeholt, mit der sie sich eine kleine Wohnung teilte.
„Na, wie fühlt man sich zurück im verregneten Deutschland?“, erkundigte sich Elena, nachdem die beiden jungen Frauen sich begrüßt hatten.
„Ich dachte eigentlich, wir hätten Frühjahr“, entgegnete Antonia lachend.
„Ende März zählt hier nicht unbedingt zur warmen Jahreszeit“, meinte Elena. „Das solltest du eigentlich noch wissen.“
„Weiß ich auch. Schließlich war ich nur ein halbes Jahr weg und nicht mein ganzes Leben. Auch wenn einem ein paar Monate im Ausland im Rückblick immer länger erscheinen.“
Sie hatten Elenas Wagen erreicht, und Antonia hievte ihr Gepäck hinein, schloss den Kofferraum und setzte sich auf den Beifahrersitz.
„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie heiß es streckenweise in Australien war“, meinte sie dabei.
„Oh, das kann ich mir schon denken. Und man sieht es dir an. Du bist ganz braun gebrannt. Sieht gut aus zu deinen blonden Haaren.“ Elena seufzte. „Schau hingegen mich an. Ich bin im Vergleich dazu blass wie ein Stück Käse.“
Antonia lachte. „Du übertreibst. Außerdem bist du rothaarig. Das ist eine aparte Haarfarbe, aber es gehört nun mal zum Los der meisten Rothaarigen, dass sie nicht braun werden.“
„Eine Ungerechtigkeit des Lebens“, konstatierte Elena, während sie den Wagen startete. „Zum Glück ist hier um diese Jahreszeit niemand braun. Dürfte einem auch schwerfallen, wenn man nicht gerade ein Solarium besucht.“
Antonia lehnte sich auf ihrem Sitz zurück und schaute aus dem Fenster auf die verregneten Straßen. Dabei lächelte sie ein wenig. Auch wenn das Wetter nicht schön war, sie fühlte sich trotzdem – oder vielleicht sogar deswegen – daheim.
„Weißt du, wonach ich mich jetzt so richtig sehne?“, meinte sie, nachdem sie die Wohnung erreicht hatten und die Koffer durchs Treppenhaus trugen.
„Wonach?“
„Nach einer warmen Dusche. So ein Langstreckenflug ist nämlich richtig anstrengend. Auch wenn ich den von Flug von Abu Dhabi bis Frankfurt durchgeschlafen habe. Non-stop sozusagen.“ Eine Sekunde lang dachte sie bei diesen Worten an ihren Flugnachbar, der sie in Frankfurt geweckt hatte.
„Dein Bedürfnis nach einer Dusche kann ich gut verstehen“, sagte Elena. „Also, ab ins Bad und genieße das mal. Wenn du willst, kann ich nachher Kaffee machen.“
„Eine gute Idee.“
Antonia verschwand unter der Dusche und ließ das warme Wasser über ihren Körper laufen. Was für ein Luxus nach dieser langen Reise. Danach rubbelte sie sich gründlich ab und wickelte sich in ihren flauschigen Bademantel. Er war das einzige Bekleidungsstück, das sie im Augenblick zur Verfügung hatte. Der gesamte Rest ihrer Reiseklamotten gehörte in die Waschmaschine.
Vermutlich würde sie sich von Elena etwas borgen müssen. Glücklicherweise musste sich in ihrem Handgepäck noch frische Unterwäsche befinden.
Sie wickelte ein Handtuch um ihr nasses Haar und trat nach draußen.
Aus der Küche hörte sie schon das Blubbern der Kaffeemaschine.
Als Antonia ihren kleinen Handkoffer öffnete, stieß sie einen spitzen Schrei aus.
„Was ist los?“, fragte Elena, die eilig angelaufen kam.
Antonia zeigte auf das geöffnete Gepäckstück auf dem Boden.
„Schau dir das hier an!“ Sie griff in den Koffer, zog eine Krawatte hervor und ließ sie in der Luft baumeln. „Das hier gehört definitiv nicht mir.“
Elena lachte. „Das glaube ich auch. Sieht eher nach Herrenausstattung aus. Wie kommst du dazu?“
„Ich muss den Koffer...
| Erscheint lt. Verlag | 23.4.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Fürsten-Roman | Fürsten-Roman |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • adelsintrigen • Adelsromane • Adelsromane kindle • Adelsromanze • Arztromane • Baccara • Bastei • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bestseller • Der kleine Fürst • Deutsch • dieter adam • dr norden • eBook • E-Book • eBooks • Ehe • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Fürst • Fürstenkrone • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy-End • Heftchen • Heftroman • heftromane bastei • High-Society • Hochzeit • Kindle • Liebe • Liebes-Geschichten • Liebesroman • Liebesromane • liebesromane kindle • liebesromane kindle deutsch • liebesromane kindle deutsch millionär • liebesromane kindle deutsch romantisch • Liebesroman Milliardär • liebesroman millionär • Liebesroman Reihe • liebesroman schicksal • liebesroman serie • Luxus • Milliardär • Millionär • Modern • Prinz • Prinzessin • Reich • Reichtum • Romance • Romanheft • Roman-Heft • romantik deutsch • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • schicksalsromane • Schön • schöne romane • Serie • Sexy • spannend |
| ISBN-10 | 3-7325-7943-3 / 3732579433 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-7943-3 / 9783732579433 |
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