Profiling Murder – Fall 2 (eBook)
147 Seiten
beTHRILLED (Verlag)
978-3-7325-5391-4 (ISBN)
Folge 2: Ein Mann ersticht seine Verlobte auf brutalste Art und Weise - und ruft selbst den Notruf. Angeblich hat ein Dämon ihm befohlen, die Tat zu begehen. Doch Jake glaubt ihm sein Geständnis nicht: Der Mann hatte kein Motiv, ist nicht psychisch krank und stand auch nicht unter dem Einfluss irgendwelcher Drogen. Wieder bittet er Laurie um Unterstützung. Doch diesmal wird Laurie tiefer in den Fall gezogen, als ihr lieb ist ...
Laurie Walsh war eine erfolgreiche Polizistin. Bis sie aus Notwehr schießen musste - und ein Mensch starb. Die Bilder verfolgen sie jede Nacht - selbst jetzt, mehr als ein Jahr später. Doch dann meldet sich ihr ehemaliger Partner Jake und bittet sie um Hilfe bei einem Fall. Und Laurie wird klar, wie sehr ihr Herz noch an der Polizeiarbeit hängt. Immer wieder hilft sie Jake fortan bei harten Fällen, die die Ermittler tief erschüttern. Und gerät dabei nicht selten selbst ins Visier der Täter ...
eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.
<p>Dania Dicken, Jahrgang 1985, schrieb ihr erstes Buch als Zehnjährige - per Hand und mit dem guten Gefühl, eine Berufung gefunden zu haben, die bleiben würde. Während ihres Studiums schrieb sie dann zunächst Fantasyromane, die sie im Selbstverlag veröffentlichte. Nach einigen Semestern beschloss sie, ihr Soziologiestudium an der Universität Duisburg gegen einen interdisziplinären Psychologie- und Informatik-Studiengang zu tauschen, was sich schnell als richtige Entscheidung erwies. Mit den Grundlagen aus dem Psychologiestudium setzte sie ein lang gehegtes Vorhaben in die Tat um und schreibt seitdem spannende Profiler-Thriller. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Krefeld und widmet sich hauptberuflich dem Verfassen spannender Bücher.<br><br></p>
Dania Dicken, Jahrgang 1985, schrieb ihr erstes Buch als Zehnjährige - per Hand und mit dem guten Gefühl, eine Berufung gefunden zu haben, die bleiben würde. Während ihres Studiums schrieb sie dann zunächst Fantasyromane, die sie im Selbstverlag veröffentlichte. Nach einigen Semestern beschloss sie, ihr Soziologiestudium an der Universität Duisburg gegen einen interdisziplinären Psychologie- und Informatik-Studiengang zu tauschen, was sich schnell als richtige Entscheidung erwies. Mit den Grundlagen aus dem Psychologiestudium setzte sie ein lang gehegtes Vorhaben in die Tat um und schreibt seitdem spannende Profiler-Thriller. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Krefeld und widmet sich hauptberuflich dem Verfassen spannender Bücher.
Dienstag, 21. Mai
»Ich liebe dich für deine Ideen!«, sagte Jake mit einem zufriedenen Grinsen, während er und Laurie sich am Pier 3 eine leere Bank suchten. Dort wollten sie im Licht der untergehenden Sonne die Burger und Milchshakes verspeisen, die sie sich gerade geholt hatten. Zwar herrschte um diese Zeit am Inner Harbor viel Betrieb, aber die meisten Leute waren entweder auf dem Heimweg oder unterwegs zu einem der zahlreichen Restaurants im Zentrum von Baltimore. So hatten sie keine Probleme, eine Bank zu finden, auf der sie Platz nehmen konnten. Es war sommerlich warm, eine sanfte Brise spielte mit Lauries Haaren und ärgerte sie bei dem Versuch, ihren Burger zu essen.
Laurie nahm zwei Bissen und strich ihr Haar hinters Ohr zurück. »Ich hatte einfach solche Lust auf Burger.«
»Ich auch. Wie geht es dir?«
»Ganz gut so weit. Alles geht wieder seinen geregelten Gang. Und bei dir?«
Jake zuckte mit den Schultern. »Viel zu tun, wie immer. Du kennst das ja.«
»Nur zu gut. Hast du einen neuen Fall?«
»Als Detective beim Baltimore PD hat man immer einen neuen Fall«, erwiderte er augenzwinkernd. »Carla Payton wartet noch auf ihren Prozess, aber dass wir alle Hände voll zu tun haben, ist den Mördern hier ja egal. Die wollen um jeden Preis verhindern, dass mir langweilig wird.«
»Wie fürsorglich«, sagte Laurie augenzwinkernd.
»Ja, oder? Aber so ist der Job nun mal. Hast du noch Kontakt zu Jamie Saunders?«
Laurie nickte und biss nicht gleich wieder in ihren Burger. »Sie ist jetzt clean und in Therapie. Ich habe kürzlich mit ihrer Therapeutin gesprochen, um ihr zu sagen, womit sie es zu tun hat. Das macht es einfacher für Jamie.«
»Geht es ihr gut?«
»Schon, ja, soweit ich das beurteilen kann. Ich finde, sie geht bewundernswert mit allem um. Ich wäre vermutlich ein nervliches Wrack, aber Jamie ist einfach nur froh, dass sie noch am Leben ist.«
Was Jamie Lynn Saunders auch sein konnte – so knapp, wie sie einem Serienkiller entronnen war. Sie hatte noch Glück gehabt, denn sie war nur einen Tag in der Gewalt dieses Irren gewesen. Laurie konnte nicht vergessen, wie seine übrigen Opfer zugerichtet worden waren, nachdem er sie tagelang brutal gefoltert und schließlich erwürgt hatte. Sie war froh, dass sie Jamie hatte helfen können. Jetzt bekam die junge Frau noch eine Chance. Sie war nicht nur runter von den Drogen, sondern hatte auch die Baltimore Slayers überlebt. Laurie hatte nicht verhindern können, dass Gary und Carla Payton nun landläufig so genannt wurden – vielleicht auch in Anlehnung an die Sunset Strip Slayers Doug Clark und Carol Bundy.
»Sie kann vor allem froh sein, dass sie so eine engagierte und mutige Sozialarbeiterin hat.« Jake lächelte einnehmend.
»Ich mag meinen Job eben auch.«
»Wie läuft es mit deinem Freund? Das ist er doch jetzt, oder?«
Laurie nickte. »Würde ich sagen, ja. Seine Zahnbürste steht in meinem Bad, er hat eine Schublade in meinem Schlafzimmer und er liegt oft genug in meinem Bett. Ich denke, das ist mehr als eine Affäre.«
»Für mich ist das sehr angenehm, er geht mir nicht mehr so sehr auf den Keks, wenn er etwas wissen will«, neckte Jake sie. »Allerdings finde ich es immer noch etwas befremdlich, dass du dir ausgerechnet diesen Reporter angeln musstest …«
»Liam ist total in Ordnung«, nahm Laurie ihren Freund in Schutz. »Ich finde es toll, dass er diesen Artikel über meine Schwester gemacht hat.«
»Ja, das rechne ich ihm hoch an. Auch wenn es ja leider nicht viel gebracht hat.«
»Nein, leider …« Laurie seufzte traurig. Zwar hatten tatsächlich einige Personen sowohl die Redaktion der Baltimore Sun als auch die Polizei kontaktiert, weil sie glaubten, irgendwas über Samanthas Verbleib zu wissen. Allerdings waren alle vermeintlichen Hinweise und Spuren im Sande verlaufen – nicht zuletzt auch deshalb, weil Lauries Schwester nun schon seit elf Jahren verschwunden war.
»Leider kann ich mich gerade auch nicht so auf die Suche nach ihr konzentrieren, wie ich es gern würde. Mein neuer Fall vereinnahmt mich sehr und der große Durchbruch in Sams Fall steht immer noch aus. Du weißt, wie das dann läuft …«
Laurie nickte betreten. Das wusste sie leider viel zu gut. Über kurz oder lang würde Jake die Akte wieder schließen müssen und der Fall blieb ungelöst. »Habt ihr denn keinerlei neue Erkenntnisse mehr gewonnen?«
»Nein, leider nicht. Ich bin ja froh, dass wir wenigstens die Herkunft des Videos ungefähr eingrenzen konnten, aber jetzt hängt es eben auch an den Behörden in Virginia. Dort gibt es immer noch keinen Hinweis darauf, dass Sam tot sein könnte.«
Laurie seufzte unglücklich. Jake hatte sie immer zeitnah und ausführlich über alle Fortschritte in Kenntnis gesetzt. Er wusste, mit ihr musste er nicht sprechen wie mit einer normalen Angehörigen. Ihr musste er nicht jede Vorgehensweise haarklein erklären und konnte auch ganz offen zu ihr sein.
Er hatte sich das Video unzählige Male angesehen und von den Technikern bearbeiten lassen, um das Maximum an Informationen herauszuholen. Auf der Tonspur konnten sie ein Geräusch hörbar machen, das nach einer Belüftungsanlage klang; ansonsten war es in der Umgebung vollkommen still. Man konnte erkennen, dass Sam sich in einem Raum mit Holzwänden befand. Und sie hatten die Gestalt ihres Entführers analysiert, die später auf dem Video ins Bild gekommen war. Jake hatte ihr auch erzählt, warum: Die Kamera war auf einem Stativ positioniert und hatte gefilmt, wie er Sam vergewaltigte.
Dabei hatte der Täter zwar eine Sturmhaube getragen, um auf dem Video nicht identifizierbar zu sein, aber sie konnten zumindest seine Größe schätzen und wussten, dass er eine helle Hautfarbe hatte. Sie hatten die Tonspur einem Sprachexperten vorgespielt, der die Herkunft des Mannes anhand seines Akzents auf den Raum Philadelphia eingrenzen konnte. Bei der Schätzung des Alters wollten sie sich nicht festlegen, aber mit seinen Kollegen hatte Jake gezielt nach Sexualstraftätern aus der Region Philadelphia gesucht.
Etwa zwei Wochen später war ihm ein verdeckter Ermittler aus einer Sondereinheit für Cyberkriminalität zu Hilfe gekommen, der ein ähnliches Video aus dem Jahre 2007 ausfindig gemacht hatte. Er hatte von Jakes Bemühungen, die Herkunft eines Videos zu klären, gehört und sich anhand der Beschreibungen angesprochen gefühlt, die Jake in Ermittlerkreisen bekannt gegeben hatte.
Auch das Video von 2007 trug einen Datumsstempel, war in einem Raum mit Holzwänden aufgenommen worden und zeigte eine Vergewaltigung. Jake hatte es sich angeschaut und die Umgebung und den Täter sofort wiedererkannt. Tatsächlich handelte es sich um denselben Mann in demselben Raum und auch hier wussten sie, wer das Opfer war: Tina Holford, die als Sechzehnjährige in Charlottesville, Virginia verschwunden war – und zwar schon 2002. Der Ermittler hatte Tina nach langer Suche und einem manuellen Abgleich mit Fotos aus der Vermisstendatenbank als die Frau auf dem Video identifiziert, aber er wusste auch, dass sie längst tot war.
Wanderer hatten ihre skelettierten Überreste 2010 etwa 70 Meilen von Charlottesville entfernt in einem Wald am Fuße der Appalachen nördlich von West Augusta gefunden. Man hatte sie schließlich anhand ihres Zahnstatus und einer folgenden DNA-Analyse identifiziert. Der Gerichtsmediziner hatte geschätzt, dass sie schon zwei bis drei Jahre tot war, was für Jake nur einen Schluss zuließ: Sie war vor Sams Entführung ermordet worden und ihre direkte Vorgängerin gewesen. Das ließ ihn schätzen, es mit einem inzwischen etwa vierzigjährigen Mann zu tun zu haben, der seine ersten Straftaten noch vor 2002 begangen hatte.
Das verkomplizierte die Suche enorm, denn die Akten waren alt, die Daten nicht immer vollständig. Allerdings vermutete er jetzt, dass der Täter zwar aus der Gegend um Philadelphia kam, aber irgendwo in den Wäldern Virginias ein abgelegenes Versteck hatte. Dort hatte er jahrelang zuerst Tina Holford eingesperrt und nun hielt er vermutlich seit elf Jahren Lauries Schwester gefangen.
Wenn sie denn noch lebte. Einen Hinweis auf ihren Tod gab es nicht, Jake hatte sich einen Ansprechpartner in Virginia gesucht und ihn mit dem Fall vertraut gemacht. Gemeinsam waren sie die Leichenfunde der letzten fünf Jahre durchgegangen und hatten versucht, irgendwie dem Täter auf die Schliche zu kommen oder herauszufinden, woher dieses Video stammte. Allerdings hatten sie keinerlei Informationen, die ihnen verrieten, wo und von wem es aufgenommen worden war.
Es hatte sogar eine Suchaktion in den Appalachen in der Region gegeben, in der man damals Tina Holfords Leichnam gefunden hatte – aber nichts. Sam blieb wie vom Erdboden verschluckt.
Es wurmte Jake enorm, dass sie keinerlei konkrete Hinweise wie eine IP-Adresse, einen Benutzeraccount oder eine Originaldatei hatten, die ihnen weitergeholfen hätten. Jake hatte das Video von Sam auf dem Rechner der Paytons gefunden, wo es seit Jahren gespeichert gewesen war, und dem verdeckten Ermittler hatte man das andere ohne Angaben von Quellen zugespielt.
Es war ein Wechselbad der Gefühle für Laurie. Seit sie davon wusste, verging kein Tag, an dem sie nicht an Sam dachte und sich fragte, wo ihre Schwester festgehalten wurde und von wem. Es quälte sie, dass es zwar endlich einen Hinweis auf ihren Verbleib gab, der aber so vage blieb, dass ihnen die Hände gebunden waren. Sam war doch irgendwo da draußen und hoffte jeden Tag, dass man sie fand und rettete. Vielleicht vermisste sie...
| Erscheint lt. Verlag | 31.5.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Laurie Walsh Thriller Serie | Laurie Walsh Thriller Serie |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Krimi / Thriller |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 20. - 21. Jahrhundert • Am Abgrund seiner Seele • blutig • Blutlinie • Cody McFadyen • Dan Brown • ebook serie • E-Book Serie • ethan cross • Fitzek • Gänsehaut • Kurzroman • Profiler-Reihe • Psycho • Psychothriller • Schlitzer • Serie • Serienmörder • spannende serie • Spannung • Thriller • Thrillerserie • todeskünstler • USA • Vatikan • Verschwörung |
| ISBN-10 | 3-7325-5391-4 / 3732553914 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-5391-4 / 9783732553914 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopierschutz. Eine Weitergabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persönlichen Nutzung erwerben.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich