Fürsten-Roman 2573 (eBook)
64 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7942-6 (ISBN)
Rettung für Schloss Bartenbach
Aber um welchen Preis, Prinz Daniel?
Von Martina Linden
Seufzend lässt Daniel Prinz von Bartenbach seinen Blick über die Ländereien der Familie schweifen. Wenig ist von dem herrschaftlichen Besitz übrig geblieben, ein Waldstück, ein paar Felder und das renovierungsbedürftige alte Schloss. Dem Prinzen wird das Herz schwer bei dem Gedanken daran, diese Heimat aufzugeben. Doch der Verkauf des Schlosses scheint die einzige Möglichkeit, um die Fürstenfamilie noch vor dem Ruin zu bewahren.
Oder gibt es noch eine andere Option? Prinz Daniel weiß genau, dass die reiche Millionärstochter Linda Scherer ihn mit Kusshand nehmen würde und dass ihr Vater keine Sekunde zögern würde, den fürstlichen Besitz zu retten. Der Prinz ist fest entschlossen, sich zu opfern. Was zählt schon Liebe? Wenn es eine Vernunftehe braucht, wird er diesen Preis bezahlen ...
Rettung für Schloss Bartenbach
Aber um welchen Preis, Prinz Daniel?
Von Martina Linden
Seufzend lässt Daniel Prinz von Bartenbach seinen Blick über die Ländereien der Familie schweifen. Wenig ist von dem herrschaftlichen Besitz übrig geblieben, ein Waldstück, ein paar Felder und das renovierungsbedürftige alte Schloss. Dem Prinzen wird das Herz schwer bei dem Gedanken daran, diese Heimat aufzugeben. Doch der Verkauf des Schlosses scheint die einzige Möglichkeit, um die Fürstenfamilie noch vor dem Ruin zu bewahren.
Oder gibt es noch eine andere Option? Prinz Daniel weiß genau, dass die reiche Millionärstochter Linda Scherer ihn mit Kusshand nehmen würde und dass ihr Vater keine Sekunde zögern würde, den fürstlichen Besitz zu retten. Der Prinz ist fest entschlossen, sich zu opfern. Was zählt schon Liebe? Wenn es eine Vernunftehe braucht, wird er diesen Preis bezahlen …
„Du wolltest mich sprechen, Vater?“
Daniel Prinz von Bartenbach schloss die schwere Eichentür des fürstlichen Arbeitszimmers hinter sich. Vor einer halben Stunde war er aus Freiburg gekommen, wo er unter der Woche lebte und arbeitete. Es fiel ihm schwer, sich sein Erschrecken nicht anmerken zu lassen, als er sah, wie fahl und eingefallen das von Falten zerfurchte Gesicht seines Vaters wirkte.
Gustav Fürst von Bartenbach hob den Kopf. Er zwang sich zu einem Lächeln.
„In der Tat, ich wollte dich sprechen, Daniel“, bestätigte er. „Bitte, nimm Platz.“ Er wies auf den alten Ledersessel, der vor seinem beladenen Schreibtisch stand.
Der junge Prinz ließ sich in den Sessel fallen.
„Geht es dir gut, Vater?“, fragte er. „Du wirkst ein wenig müde.“
„Das bin ich auch.“ Fürst Gustav atmete tief durch. „Ich will dir nichts vormachen, mein Junge. Du weißt selbst, dass es um Bartenbach nicht zum Besten steht. In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder versucht, unseren Ruin aufzuhalten, in dem ich so viel Land verkaufte, wie es die Vernunft gerade noch zuließ. Inzwischen sind unsere Reserven fast völlig aufgebraucht und die uns verbliebenen Ländereien bringen kaum noch genügend ein, um die laufenden Kosten zu decken. An die notwendige Instandhaltung ist nicht zu denken.“
„Ja, das ist mir bekannt, Vater.“ Daniel beugte sich leicht vor. „Die Sorgen um Bartenbach rauben mir oft genug den Schlaf. Für unsere Probleme gibt es nur zwei Lösungen. Entweder wir finden endlich heraus, wo mein Urgroßvater im Ersten Weltkrieg unseren Familienschatz versteckt hat, oder ich muss reich heiraten.“
Über die Lippen des Fürsten huschte ein mutloses Lächeln.
„Die Wertgegenstände und Antiquitäten können wir vergessen, Daniel. Wir suchen seit über achtzig Jahren danach und nennen das Ganze nicht zuletzt deshalb ‚Schatz‘, weil es unauffindbar ist. Ein irrealer Traum. Und die zweite Möglichkeit kommt nicht infrage. Ich denke nicht daran, das Glück eines meiner Kinder für den Erhalt von Bartenbach zu verkaufen.“
„Vater, bitte sei vernünftig“, bat Prinz Daniel. „In unseren Kreisen werden auch heute noch Vernunftsehen geschlossen und die meisten von ihnen werden glücklich.“
„Deine Mutter und ich haben aus Liebe geheiratet. Dieses Glück sollt auch ihr erleben, Daniel.“ Der Fürst seufzte auf. „Nun, das steht momentan nicht zur Debatte. Wie der Architekt und der Statiker, die ich mit den entsprechenden Untersuchungen beauftragt habe, mir vorgestern mitteilten, müssen wir damit rechnen, dass der Südturm den nächsten Winter nicht übersteht. Ich habe den Zugang zu ihm vorsichtshalber sperren lassen.“
„Unsere Sorgen wären mit einem Schlag vorbei, wenn ich Linda Scherer einen Heiratsantrag machen würde. Ihr Vater hat mir mehr als einmal zu verstehen gegeben, wie sehr er es schätzen würde, wenn seine Tochter in eine alte Adelsfamilie einheiratet. Und was Linda betrifft, so versucht sie schon seit Jahren, sich mir an den Hals zu werfen.“
Daniel hatte zwar nicht besonders viel für die junge Frau übrig, die es seit ihrer Geburt gewohnt war, alle Wünsche erfüllt zu bekommen, aber für Bartenbach war ihm kein Opfer zu groß. „Es könnte sein, dass ich Linda unterschätze und mehr in ihr steckt, als wir ahnen.“
„Nein, Daniel!“ Sein Vater schlug mit der flachen Hand so heftig auf die Schreibtischplatte, dass ein silberner Fotorahmen umfiel. „Das kommt nicht infrage.“ Er hob den Kopf und sah seinem Sohn ins Gesicht. „Auch wenn du nichts davon hören willst, für mich gibt es nur einen Weg, Bartenbach zu erhalten, den Verkauf an Walter Frank. Das Angebot, das er uns vor einem halben Jahr gemacht hat, ist nun wirklich nicht zu verachten. Dieser Meinung ist übrigens auch unser Anwalt. Ich habe gestern mit Doktor Gerstenhofer noch einmal darüber gesprochen.“
„Du willst wirklich zulassen, dass aus unserem Schloss ein Hotel wird?“ Daniel konnte es nicht fassen. „Das kann nicht dein Ernst sein, Vater.“ Er stand auf und stützte sich mit beiden Händen auf den Schreibtisch. „Vater, Bartenbach ist seit dem achtzehnten Jahrhundert in unserem Besitz. Wir müssen alles dafür tun, um es der Familie zu erhalten.“
„Selbst wenn du dich opferst und eine reiche Frau heiratest, wird das den Zerfall von Bartenbach nur aufhalten, Daniel. Glaub mir, selbst ein Wolfgang Scherer kann es sich auf die Dauer nicht leisten, seiner Tochter zuliebe ständig Geld in unser Schloss zu stecken. Abgesehen davon, dass ich nicht bereit bin, dein Opfer anzunehmen, kann ich den Gedanken nicht ertragen, wie abhängig wir uns machen würden. Das ist mit der Ehre unserer Familie unvereinbar.“
In dieser Hinsicht konnte Daniel seinem Vater nicht einmal widersprechen, dennoch erschien ihm das immer noch besser, als Bartenbach an einen Hotelier zu verkaufen.
„Mit einem Verkauf würden wir unsere Heimat verlieren, Vater.“
„Nein, wir würden ganz in der Nähe auf unserem eigenen Grund und Boden leben“, widersprach der Fürst. „Wir würden in das frühere Witwenhaus ziehen. Natürlich müsste es erst hergerichtet werden, was nach dem Verkauf des Schlosses aber kein Problem wäre.“
Das frühere Witwenhaus lag einen Kilometer vom Schloss entfernt mitten im Wald. Eine hübsche Allee führte nach wie vor zu dem Haus, nur dass diese inzwischen zugewuchert war. Als Kinder hatten Daniel und seine Schwester dort oft gespielt. Es besaß acht Schlafzimmer, mehrere kleine Salons und im Dachgeschoss Dienstbotenräume.
„Vater wir sollten nichts überstürzen“, meinte Prinz Daniel. „Wir ...“
Sein Vater ließ ihn nicht ausreden.
„Ich habe Herrn Frank, seine Gattin und seine Tochter nach Bartenbach einladen“, sagte er. „Wir erwarten sie in vierzehn Tagen.“
„Und was sagt Mutter dazu?“, fragte Prinz Daniel bestürzt.
„Mutter ist meiner Meinung.“
Es klopfte. Gleich darauf öffnete sich die Tür, und Daniels um neun Jahre jüngere Schwester trat ein. Im Gegensatz zu ihrem Bruder hatte Prinzessin Kristin blonde Haare und strahlend blaue Augen. Sie trug ein Kleid aus grünem Chiffon.
„Ich habe deinen Wagen im Hof gesehen, Daniel“, sagte sie, trat zu ihm und küsste ihn auf die Stirn. „Schön, dass du schon da bist.“
„Gehst du aus?“ Ihr Bruder hob die Augenbrauen.
Sie schüttelte den Kopf. „Ich wollte euch nur das Kleid zeigen, das ich auf Lindas Geburtstagsparty tragen werde“, erwiderte die Neunzehnjährige. Sie drehte sich im Kreis. „Wie steht es mir? Mama ist ganz begeistert. Ich habe es ihr heute Morgen gezeigt.“ Mit einer anmutigen Bewegung strich sie an ihrem Kleid hinunter. „Wie ihr seht, lohnt es sich, ab und zu in den alten Sachen auf dem Dachboden zu wühlen.“
Der Fürst lachte auf. „Jetzt weiß ich auch, weshalb mir dieses Kleid so bekannt vorkommt, Kristin. Deine verstorbene Großmutter besaß ein Abendkleid aus einem ähnlichen Stoff.“
„Es ist derselbe Stoff, Väterchen“, antwortete Kristin vergnügt. „Wir haben das Abendkleid für mich ändern lassen.“ Ihr Gesicht verdunkelte sich für den Bruchteil einer Sekunde. „Ich wünschte, wir hätten genügend Geld, um nicht ständig in die alten Truhen greifen zu müssen, wenn ich ein Partykleid brauche.“
„Sobald wir das Schloss verkauft haben ...“
„Nein!“ Kristin umklammerte den Arm ihres Bruders. „Bitte, Daniel, lass nicht zu, dass Vater Bartenbach verkauft. Es liegt in deiner Hand. Frag Linda endlich, ob sie dich heiraten will. Sie wird nicht eine Minute zögern ...“
„Daniel wird Linda Scherer nicht heiraten“, fiel Fürst Gustav seiner Tochter ins Wort. Er schaute von seinem Sohn zu Kristin. „Wie ich schon zu Daniel sagte, bin ich bereit, Bartenbach an die Franks zu verkaufen und habe sie eingeladen. Von euch erwarte ich, dass ihr ihnen mit der Höflichkeit begegnet, die Gäste von jeher auf Bartenbach erwarten...
| Erscheint lt. Verlag | 9.4.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Fürsten-Roman | Fürsten-Roman |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • adelsintrigen • Adelsromane • Adelsromane kindle • Adelsromanze • Arztromane • Baccara • Bastei • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bestseller • Der kleine Fürst • Deutsch • dieter adam • dr norden • eBook • E-Book • eBooks • Ehe • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Fürst • Fürstenkrone • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy-End • Heftchen • Heftroman • heftromane bastei • High-Society • Hochzeit • Kindle • Liebe • Liebes-Geschichten • Liebesroman • Liebesromane • liebesromane kindle • liebesromane kindle deutsch • liebesromane kindle deutsch millionär • liebesromane kindle deutsch romantisch • Liebesroman Milliardär • liebesroman millionär • Liebesroman Reihe • liebesroman schicksal • liebesroman serie • Luxus • Milliardär • Millionär • Modern • Prinz • Prinzessin • Reich • Reichtum • Romance • Romanheft • Roman-Heft • romantik deutsch • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • schicksalsromane • Schön • schöne romane • Serie • Sexy • spannend |
| ISBN-10 | 3-7325-7942-5 / 3732579425 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-7942-6 / 9783732579426 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich