Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Haus der Hüterin: Band 9 - Die Fremden - Andrea Habeney

Haus der Hüterin: Band 9 - Die Fremden (eBook)

Fantasy-Serie

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019
140 Seiten
mainebook Verlag
978-3-947612-32-1 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
4,99 inkl. MwSt
(CHF 4,85)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Überall auf der Erde dringen Unbekannte in neutrale Häuser ein und töten deren Hüter. Schwebt auch Rylee in großer Gefahr? Zumal sie nicht weiß, wie die Fremden den magischen Eid umgehen, den jeder Gast leisten muss. Sie und ihre neue Haushälterin Maj verschanzen sich vorsichtshalber in Securus Refugium, sind dadurch aber von jeder Hilfe von außen abgeschnitten. Doch plötzlich steht ein Fremder mitten in ihrer Küche ... Und im ersten Stock ertönen Geräusche ... 'Die Fremden' ist Band 9 der Fantasy-Serie 'Haus der Hüterin' von Andrea Habeney. Band 1 'Das Erbe', Band 2 'Das Erwachen', Band 3 'Das leere Bild', Band 4 'Das Portal', Band 5 'Der Verrat', Band 6 'Der verschwundene Schlüssel', Band 7 'Die Hochzeit' und Band 8 'Die Rettung' liegen ebenfalls bei mainbook vor. Weitere Bände folgen ...

Als Autorin hat sich Andrea Habeney einen Namen gemacht mit ihrer Frankfurter Krimi-Reihe um Kommissarin Jenny Becker: 'Mörderbrunnen' (Frühjahr 2011), 'Mord ist der Liebe Tod' (Herbst 2011), 'Mord mit grüner Soße' (April 2012), 'Arsen und Apfelwein' (2013), 'Verschollen in Mainhattan' (2014), 'Apfelwein trifft Weißbier' (2015) und 'Abgetaucht' (mainbook 2017). Zudem hat Andrea Habeney zwei weitere Fantasy-E-Books bei mainbook veröffentlicht: 'Elbenmacht 1: Der Auserwählte' und 'Elbenmacht 2: Das Goldene Buch'.

Als Autorin hat sich Andrea Habeney einen Namen gemacht mit ihrer Frankfurter Krimi-Reihe um Kommissarin Jenny Becker: "Mörderbrunnen" (Frühjahr 2011), "Mord ist der Liebe Tod" (Herbst 2011), "Mord mit grüner Soße" (April 2012), "Arsen und Apfelwein" (2013), "Verschollen in Mainhattan" (2014), "Apfelwein trifft Weißbier" (2015) und "Abgetaucht" (mainbook 2017). Zudem hat Andrea Habeney zwei weitere Fantasy-E-Books bei mainbook veröffentlicht: "Elbenmacht 1: Der Auserwählte" und "Elbenmacht 2: Das Goldene Buch".

Eine halbe Stunde später saßen sie gemeinsam am Tisch und aßen. Rylee hatte sich dazu zwingen müssen, sah aber ein, dass Maj recht hatte. Außerdem schmeckten die Würstchen, der Blumenkohl und die Kartoffeln, die Maj zubereitet hatte, ausgezeichnet. Beide zuckten zusammen, als es an der Küchentür klopfte. Rylee sprang auf und öffnete. Erleichtert erkannte sie Zvexis.

„Habt Ihr Euch etwas erholt?“, begrüßte sie ihn stirnrunzelnd. Der Dimensionsreisende war kaum eine Stunde auf seinem Zimmer gewesen.

Er nickte lächelnd. „Ich brauche wenig Ruhezeit. Allerdings müsste ich nun etwas essen. Mir ist etwas flau im Magen.“

Rylee hatte die Essenswünsche des Gastes völlig verdrängt. „Äh, ja, Nektar war es? Ich weiß nicht …“

Er lächelte milde. „Wie schon gesagt, es reicht, wenn Ihr mir Zugang zu Eurem Garten gewährt. Ich erinnere mich gut, dass es dort genug Nahrung gab. Oder habt Ihr ihn verändert?“ Ein Anflug von Besorgnis zeigte sich auf seinen merkwürdigen Zügen.

„Etwas schon“, bestätigte Rylee. „Wobei ich gar nicht weiß, wie er zu Zeiten meiner Eltern ausgesehen hat.“ Sie sah ihn hoffnungsvoll an. „Vielleicht erzählt Ihr mir später davon? Wie es damals war. Wie sie waren … Natürlich, nachdem Ihr gegessen habt. Aber zuerst eine Warnung. Ich bin nicht sicher, ob es im Garten gefährlich ist. Das Haus hat einen magischen Schild hochgezogen, aber da wir nicht wissen, welche Art Gefahr eigentlich droht, kann ich für nichts garantieren. Kommt!“

Sie führte ihn durch die Küche und öffnete die Tür zur Veranda. Kaum war er hinter ihr ins Freie getreten, atmete er tief ein und erschauderte. „Ihr habt einen … einen Lebenden Baum?“ Seine Stimme klang ehrfürchtig. „Es ist lange her, dass ich einen solchen gesehen habe. Und noch länger, dass ich von ihm gespeist habe.“

„Oh, nun ja“, sagte Rylee erschrocken. „Ich glaube nicht, dass er blüht. Und selbst wenn, denke ich nicht, dass Ihr ihn … äh … ernten dürft. Entschuldigung“, setzte sie hastig hinzu. „Aber er ist ein denkendes, fühlendes Wesen. Ich kann nicht über ihn bestimmen.“ Der Gedanke, ihn einem Gast zum Essen anzubieten, entsetzte sie.

„Selbstverständlich nicht“, antwortete Zvexis und der Schrecken über diese Vorstellung spiegelte sich in seiner Stimme. Gleichzeitig meinte Rylee aber auch, einen gewissen Hunger zu spüren. „Ich würde ihn allenfalls höflich fragen, ob ich eine Probe seines Nektars genießen dürfte. Aber wenn Ihr das nicht wollt, werde ich auch so genügend Nahrung finden.“ Er schien in den Garten hinein zu lauschen. „Er ist noch jung, oder?“

Rylee nickte. Sie dachte einen Moment nach. Dann sagte sie: „Ich werde ihn fragen. Vielleicht schaut Ihr Euch in der Zwischenzeit im restlichen Garten um.“

Zvexis nickte und ging gemessenen Schrittes in Richtung der übrigen Bäume und Sträucher davon. Rylee sah ihm einen Moment nach und wandte ihre Schritte dann in den hinteren Bereich des Gartens, der viel riesiger schien, als es die äußeren Begrenzungen des Grundstücks ahnen ließen. Als sie sich umdrehte, sah sie schemenhaft, wie Zvexis sich über einen Busch beugte.

Bald stand Rylee vor dem Heckenlabyrinth, das den Lebenden Baum schützte. Sie strich über einen Ast, und das Labyrinth öffnete sich bereitwillig für sie. Ein gerader Weg führte sie direkt zu der kleinen Lichtung, auf der sie den Baum neben einem winzigen Teich gepflanzt hatte. Staunend sah sie, dass er schon wieder ein Stück gewachsen war. Selbst wenn sie die Hand ausstrecken und sich recken würde, könnte sie den Wipfel nicht mehr erreichen. Ein Gefühl der Freude strömte ihr entgegen, und Zweige bewegten sich, um sie zu berühren. Zärtlich strich sie darüber. „Geht es dir gut?“, fragte sie leise. „Ich komme viel zu selten her.“

Sie meinte, ein leises Lachen zu vernehmen, nicht spöttisch, sondern liebevoll. Sie lächelte ebenfalls. „Natürlich sind wir zusammen, auch wenn ich nicht hier bei dir bin. Aber so ist es doch … anders. Immerhin bin ich ein Mensch. Denke ich zumindest …“, setzte sie unsicher hinzu. So ganz hatte sie die Erklärung zur Herkunft der Hüter nicht verstanden. Aber sie fühlte sich als Mensch, das genügte ihr und war das Wichtigste.

„Ich muss dich etwas fragen“, sagte sie dann vorsichtig. „Und es ist völlig in Ordnung, wenn du nein sagst. Vielleicht ist es sogar besser.“ Sie fühlte Neugier und Vorsicht. Rylee konzentrierte sich und ließ ein Bild des Dimensionsreisenden vor ihrem inneren Auge entstehen. Sie zeigte dem Baum, wie er angekommen war und wie er im Garten Nektar erntete. Dann stellte sie die Frage, die ihr auf der Seele lag.

Der Lebende Baum antwortete auf seine Weise. Einen Moment passierte gar nichts. Rylee fühlte nichts als Konzentration und ein vages Gefühl von Beruhigung. Dann spross aus einem dicken Ast ein kleinerer, der mit Blüten übersät war. Rylee stockte der Atem. Jede einzelne Blüte war ein Kunstwerk, und jede hatte ihre eigene wunderschöne Farbe. Da gab es weiße mit einem blauen Zentrum, pinkfarbene mit goldenen Tupfern und fast schwarze, die einen tiefvioletten Schimmer aufwiesen. Sie spürte, wie der Baum ihre Bewunderung amüsiert wahrnahm.

Langsam streckte sie die Hand aus und berührte mit dem Zeigefinger ganz vorsichtig eine blau-gelb gestreifte Blüte. Zu ihrem Entsetzen brach der ganze Zweig ab. Sie griff automatisch zu und hielt ihn fest. Erschrocken griff sie sich mit der anderen Hand an die Brust. „Meine Güte“, rief sie leise. „Das wollte ich nicht!“

In ihrem Kopf fiel Securus Refugium in das Lachen des Lebenden Baums ein. Erleichtert atmete sie aus. „Nur gut, dass ihr euch so gut amüsiert“, erklärte sie mit gespielter Strenge. Dann strich sie über den Ast, an dem sich noch vor wenigen Augenblicken der Blütenzweig entfaltet hatte. „Den hast du extra für Zvexis wachsen lassen? Danke schön.“

Sie fand ihn in der Nähe des Kräuterbeetes über einen Rosmarinbusch gebeugt. Neugierig ging sie näher heran. Es sah aus, als würde er über der Pflanze meditieren. Erst als sie ganz dicht bei ihm war, konnte sie erkennen, dass er eine Art Nebel einatmete.

Er hielt inne und der Dunst verflüchtigte sich.

Rylee streckte ihm mit einem feinen Lächeln den Zweig des Lebenden Baums entgegen, und zu ihrer Überraschung verbeugte er sich tief. „Ich fühle mich geehrt. Der Nektar dieses Zweiges wird mir Kraft für meine lange Weiterreise geben.“ Er nahm ihn ganz vorsichtig und betrachtete ihn. „Ein junger Baum, aber er hat bereits ungewöhnliche Stärke.“

„Ihr kennt Euch mit dieser Art Bäumen aus?“, fragte sie neugierig.

„Es gibt seit Tausenden von Jahren eine Verbindung zwischen meinem Volk und dem der Lebenden Bäume. Wer weiß, vielleicht stammen sie sogar aus meiner Heimat. Unsere Überlieferungen gehen weit zurück, doch nicht weit genug. Sicher ist, dass ihr Nektar die stärkste Nahrung für uns darstellt und uns ermächtigt, große Entfernungen zu überwinden. Wobei der Begriff Entfernung natürlich nur ein unzureichendes Hilfsmittel ist und nur dazu dient, Euch das Ganze zu erklären. Hunderte Lichtjahre können in einer anderen Dimension wie ein Schritt sein. Die Energie, sich dort hinzubegeben, ist jedoch umso höher, desto weiter die Reise in dieser Dimension dauert.“

„Aha.“ Nun, so viel hatte Rylee verstanden. „Was ist denn eigentlich das Ziel Eurer Reise? Und zu welchem Zweck?“ Sie legte die Hand vor den Mund. „Oh, entschuldigt. Ich bin zu neugierig. Ihr braucht es mir nicht zu sagen.“

Er lächelte. „Es ist kein Geheimnis. Ich reise zu einem Planeten, der sich weit außerhalb des Euch bekannten und vernetzten Systems befindet. Vor vielen Jahren Eurer Zeit hat ein Besucher von dort bei uns Zwischenstation gemacht, und ich will erforschen, wo er herkam.“

Rylee versuchte einen Moment, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn man unzählige Welten einfach so besuchen konnte, doch schon bei der schieren Anzahl und den extremen Entfernungen streikte ihre Fantasie.

„Also seid Ihr ein Forscher“, stellte sie fest.

Er nickte. „Mein größter Wunsch ist es, einen Planeten zu finden, auf dem die Technik für Zeitreisen bekannt ist.“

„Zeitreisen?“ Rylee schwindelte. Sie hatte schon genug Filme gesehen, um sich über die Problematik von Zeitreisen bewusst zu sein.

„Zeit ist nur eine andere Form von Dimension, und es ist uns nicht gegeben, sie zu reisen. Aber wenn es möglich wäre … Wie faszinierend wäre es, sich...

Erscheint lt. Verlag 4.2.2019
Reihe/Serie Haus der Hüterin
Haus der Hüterin
Verlagsort Frankfurt am Main
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Fantastische Welten • Fantasy • Fantasy-Reihe • Fantasy-Roman • Fantasy-Serie • Magie • Magier • Schamane • Supernatural • Vampir • Werwolf • Zwerge
ISBN-10 3-947612-32-X / 394761232X
ISBN-13 978-3-947612-32-1 / 9783947612321
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von SenLinYu

eBook Download (2025)
Forever (Verlag)
CHF 24,40