Park Avenue Princess (eBook)
340 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-0964-7 (ISBN)
Sie könnten nicht verschiedener sein: Erbin und Partygirl Georgianna Watkins und Workaholic und Anwalt Andrew Mulroney
Andrew Mulroney, Staranwalt für die Reichen und Schönen, ist ein absoluter Workaholic und hat keine Zeit für Frauen. Schon gar nicht für die verwöhnte Prinzessin von New York Georgie Watkins, die mehr Zeit damit verbringt, in der Klatschpresse zu landen als bei einem echten Job, die ihr Penthouse geerbt und sich nicht erarbeitet hat - und bei deren Anblick sein Herz ins Stolpern gerät. Als es zu einem heißen Kuss kommt und das Foto in der Presse landet, fragt sich Manhattans High Society, ob diese beiden so unterschiedlichen Menschen tatsächlich ein Paar sind. Und Andrew muss sich eingestehen, dass er die Frage gerne mit Ja beantworten möchte ...
'Georgie und Andrew bestärken uns in dem Glauben, dass die Liebe alles besiegen kann. Und dass, wenn es passt, es passt, egal wie groß die Unterschiede sind. Genießt diesen großartigen Liebesroman!' The Book Hookup
Ein charmanter, warmherziger und sexy Roman von New-York-TImes- und USA-Today-Bestseller-Autorin Lauren Layne
<p>Lauren Layne arbeitete in der Online-Branche, bevor sie ihr Businesskostüm gegen gemütliche Pyjamas eintauschte und das Schreiben von Liebesromanen zu ihrem Beruf machte. Weitere Informationen unter: www.laurenlayne.com<br></p>
Lauren Layne arbeitete in der Online-Branche, bevor sie ihr Businesskostüm gegen gemütliche Pyjamas eintauschte und das Schreiben von Liebesromanen zu ihrem Beruf machte. Weitere Informationen unter: www.laurenlayne.com
Georgie
DIENSTAGMORGEN
Reden wir doch mal über fünf Uhr in der Früh.
Das ist doch die schlimmste Stunde des Tages, habe ich nicht recht?
Und wieso?
Nun, wenn man um fünf Uhr in der Früh wach ist, kann das mehrere Ursachen haben, und allesamt sind sie schrecklich.
Szenario eins: Man ist auf dem Weg zum Flughafen, um einen frühen Flug zu erwischen. Schrecklich.
Szenario zwei: Man war die ganze Nacht unterwegs, der Wodkarausch lässt allmählich nach, und man ist gerade wieder nüchtern genug, um zu ahnen, dass man den Tag vermutlich nur mit Kopfschmerztabletten, jeder Menge Kohlehydraten und flüsternd überstehen wird. Schrecklich.
Szenario drei: Es geht einem lauter Mist im Kopf herum, man liegt wach im Bett, starrt an die Decke und hasst sein Leben. Vielleicht hasst man sich sogar selbst, keine Ahnung. Schrecklich.
Aber jetzt aufgepasst, denn Szenario vier ist das schrecklichste von allen: Man ist um fünf Uhr in der Früh wach, weil man ein verklemmter Idiot ist, dessen Tagesablauf noch starrer ist als seine Körperhaltung und dessen Leben sich nur zwischen Fitnessstudio und Büro abspielt. Dieser Typ Mensch lebt von Proteindrinks und grünen Smoothies und sagt Sätze wie: Der Körper ist ein Tempel.
So jemand hat keine Freunde.
Aber Moment mal, ich greife voraus.
Also, es ist fünf Uhr in der Früh, und ich, Georgie Watkins, finde das … irgendwie aufregend.
Ich weiß. Ich weiß. Noch vor vier Monaten hätte ich meine Lieblingstasche, ein edles Chanel-Teil, verwettet, dass ich mich garantiert niemals im Leben auf die schaurige Uhrzeit fünf Uhr in der Früh freuen würde.
Und doch ist es so.
»Guten Morgen, Ramon«, flöte ich, als ich durch die Drehtür des luxuriösen Hochhauses Ecke 56th und Park Avenue trete, in dem ich zu Hause bin.
Der Portier, der gleichzeitig auch Wachmann und Mädchen für alles ist, schaut hoch und lächelt mich freundlich an. »Ms Watkins. Guten Morgen.«
Normalerweise geht es an dem massiven Empfangstresen zu wie in einem Taubenschlag. Etwa ab sieben nimmt sich ein Heer wohlgekleideter Portiers rasch und effizient der Probleme ungeduldiger Bewohner an, deren Minihunde zur Begrüßung aus ihren Louis-Vuitton-Taschen heraus kurze, hohe Kläfftöne von sich geben.
Aber erst später.
Jetzt ist es weitgehend ruhig in dem luxuriösen Eingangsbereich. Am Tresen hält nur der Nachtportier allein die Stellung, bis die Tagschicht eintrudelt, um den morgendlichen Ansturm zu bewältigen.
Ich klemme mir meine neue Tory-Burch-Abendtasche unter die Achsel und halte Ramon mit Verschwörermiene eine Schachtel hin: »Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.«
Ramons Lächeln wird breiter, und seine braunen Augen leuchten auf. »Meine Frau sagt, ich werde noch fett, wenn Sie mich weiter so verwöhnen.«
»Sagen Sie Marta, dass der Daddy-Typ gerade total angesagt ist«, erwidere ich, stelle die Schachtel auf dem Tresen ab und öffne den Deckel. »Wenn Sie natürlich keine Lust auf einen Bacon-Donut mit Ahornsirup haben …«
Ramon greift in die Schachtel und schüttelt andächtig den Kopf, als er die zuckrige Köstlichkeit herausnimmt. »Noch ganz warm.«
»Na ja, offiziell öffnet der Laden erst um fünf, aber ich bin eine so treue Kundin, da lässt man mich auch ein bisschen früher rein.« Ich betrachte die Auswahl an Donuts und versuche zu entscheiden, ob ich eher in Stimmung für einen mit Schokolade oder mit Puderzucker bin.
Da mein Alexander-McQueen-Minikleid schwarz und somit der Erzfeind von Puderzucker ist, nehme ich mir einen Schoko-Donut, lege meine Abendtasche auf den Tresen und fische mein Handy heraus. 4 Uhr 58.
Noch zwei Minuten.
»Wie geht es Marta mit ihrer dritten Schwangerschaft?«, frage ich, beiße in den Donut und richte den Blick wieder auf Ramon, der seinen bereits hinuntergeschlungen hat und überlegt, ob er sich einen zweiten genehmigen soll. Ich schiebe ihm die Schachtel hin.
»Es geht ihr gut«, antwortet er. »Sie ist ganz begeistert, dass wir endlich ein Mädchen bekommen.«
»Ein Mädchen!«, erwidere ich und drücke über den Tresen hinweg seinen breiten Oberarm. »Glückwunsch, das wusste ich ja noch gar nicht.«
»Das haben wir auch erst gestern erfahren.« Er lächelt selig und kommt offenbar zu dem Schluss, dass diese Neuigkeit einen weiteren Donut rechtfertigt.
»Ach, herrlich, da weiß ich das perfekte Geschenk«, sage ich und beiße genüsslich ein Stück von meinem Donut ab. »Ich habe vorgestern bei Bergdorf’s diesen unglaublich niedlichen Strampler gesehen, mit einer süßen kleinen roten Schleife …«
»Ja, weil ein Baby genau das braucht«, unterbricht mich eine tiefe Stimme. »Einen Vierhundert-Dollar-Fetzen, den man in die Reinigung geben muss. Machen Sie sich doch nicht lächerlich, Georgiana.«
Ich brauche nicht auf die Uhr zu schauen, um zu wissen, wie spät es ist.
Fünf Uhr.
Auf die Sekunde.
Ich mache mir gar nicht erst die Mühe, den Kopf zu wenden, ich verdrehe nur die Augen, zupfe mit meinen roten Fingernägeln ein Stückchen aus dem Donut und stecke es mir in den Mund. »Ramon, könnten Sie die Wartungsleute bitten, die Temperatur ein bisschen höher einzustellen. Es ist hier gerade etwas kühl geworden.«
Ramon arbeitet schon lange genug hier, um zu wissen, dass ich das nicht ernst meine. Er beachtet mich nicht einmal mehr. Er hat bereits seinen Donut beiseitegelegt und Haltung angenommen, und jetzt salutiert er regelrecht vor dem Neuankömmling.
»Mr Mulroney. Guten Morgen, Sir.«
»Mr Ramirez.« Die Stimme klingt tief und ernst, eine Spur ungeduldig, ohne direkt unhöflich zu sein.
Kennen Sie das Sprichwort, dass man Fliegen am besten mit Honig fängt? Ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Ich bringe den Jungs am Tresen fast jeden Morgen Donuts, und sie lieben mich. Das weiß ich.
Aber ihn respektieren sie.
Ich ergebe mich in mein Schicksal und drehe nun doch den Kopf. Unsere Blicke treffen sich, seiner ist ernst und vorwurfsvoll.
Ich setze mein strahlendstes Lächeln auf, einfach weil ich weiß, dass ihn das in den Wahnsinn treibt.
Wie immer, wenn ich mit den Wimpern klimpere, zuckt an seinem Kinn ein Muskel.
»Guten Morgen, Andrew«, begrüße ich ihn zuckersüß.
»Georgiana.«
Ich widerstehe der Versuchung, die Augen zu verdrehen. Mit meinem vollen Namen hat mich nur meine verstorbene Großmutter angesprochen, und das mit ziemlicher Sicherheit nur deshalb, weil sie genauso hieß. Alle anderen nennen mich Georgie. Na gut, nicht alle. Ramon und die anderen Jungs bestehen noch immer darauf, mich Ms Watkins zu nennen, aber ich arbeite daran – zum Beispiel mit täglichen Donuts.
Ich lächle noch breiter und schiebe Andrew die Schachtel hin. »Donut?«
Er verzieht verächtlich die Lippen. Falls noch nicht eindeutig klar geworden ist, wie dieser Mann tickt: Er gehört zu den Typen, die Donuts missbilligen.
Er hält einen langweiligen schwarzen Thermobecher in die Höhe. »Ich habe mein Frühstück dabei.«
»Quinoa mit ein bisschen Spinat und Prahlerei?«
»Proteinshake.«
»Klingt unglaublich befriedigend.«
Er nippt an der Abscheulichkeit und betrachtet mich aus kalten braunen Augen. »Der Körper ist ein Tempel, Georgiana.«
Na also.
Da schließt sich der Kreis zu meinen vorherigen Ausführungen, welcher Typ Mensch um fünf Uhr in der Früh bereits auf den Beinen ist.
Ich? Ich bin diejenige, die gerade erst von einer feuchtfröhlichen Nacht zurückkehrt, wobei ich das mit 26 glücklicherweise sehr viel besser beherrsche als mit 22 und mich nicht mehr bis zur Bewusstlosigkeit betrinke. Normalerweise belasse ich es bei ein paar Gläsern Champagner und trinke nach zwei Uhr gar nichts mehr, daher bin ich im Moment vollkommen nüchtern. Glücklicherweise, unglücklicherweise … da bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Er dagegen?
Nun, mittlerweile ist ja klar, welcher Fünf-Uhr-morgens-Typ er ist. Szenario vier.
Und wer ist er überhaupt?
Andrew Mulroney, Rechtsanwalt.
Das weiß ich, weil wir am selben Tag in dieses Haus eingezogen sind, und kurz bevor wir in einen heftigen Streit gerieten, wessen Umzugswagen als Erster in der Ladezone des Gebäudes parken durfte, hatte er mir seine Visitenkarte gegeben.
Der dicke weiße Elfenbeinkarton tat kund, dass er ein Jurastudium an einer Universität abgeschlossen hatte, die so edel war wie der Anzug, den er samstags trägt.
Andrew überreichte sie mir derart herablassend, dass ich mir doch tatsächlich eine halbe Sekunde lang wünschte, ich besäße ebenfalls eine Visitenkarte, die aber irgendwie noch besser aussähe als seine. Zum Beispiel mit Goldumrandung oder so. Nein, mit Platin und so schwer, dass er sie nicht halten könnte. Er würde sie fallen lassen, und dann müsste er vor mir in die Knie gehen, um sie aufzuheben.
Doch im nächsten Moment wurde mir bewusst, dass es nur gut war, dass ich keine Visitenkarte besaß.
Denn … was sollte darauf stehen? Georgie Watkins, professionelles Partygirl?
Aber ich schweife ab. Obwohl es an jenem schwülen Morgen im Juli bereits sehr heiß war, begann mit diesem...
| Erscheint lt. Verlag | 1.3.2019 |
|---|---|
| Übersetzer | Richard Betzenbichler |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Walk of Shame (Love Unexpectedly #4) |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | 20. - 21. Jahrhundert • Andrew Mulroney • Anwalt • aufregend • Beziehung • Celebrities • Charmant • cook county • Duval County • enemies to lovers • Erbin • erregend • Frauenroman • Freundinnen • Freundschaft • Gefühl • Gefühle • Georgianna Watkins • Georgie • heiß • High Society • Jacksonville • Kleider • Kuss • Küssen • Lady • Leidenschaft • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Liebesroman (modern) • Nähe • Partygirl • Romantik • Romanze • Scheidungsanwalt • Schicksal • Sexy • Trennung • Unterhaltung • USA • verführerisch • verwöhnt • warmherzig • Wayne County • Workaholic • Zwischenmenschliche Beziehung |
| ISBN-10 | 3-7363-0964-3 / 3736309643 |
| ISBN-13 | 978-3-7363-0964-7 / 9783736309647 |
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