Easy Love - Die Magie zwischen uns (eBook)
131 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-1049-0 (ISBN)
Hat ihre Liebe eine zweite Chance?
Lena Turner lebt ein unabhängiges Leben. Dank ihrer speziellen Gabe hält sie sich von Menschen und inbesondere Männern fern. Doch dann taucht überraschend Mason Coulter wieder in New Orleans auf und wirbelt ihr Leben gehörig durcheinander. Mason, ihre große Liebe, Mason, den sie niemals vergessen konnte, Mason, der sie vor sechs Jahren verlassen hat ... Kann Lena ihr Herz noch einmal riskieren?
'Romantisch und sexy - ein absoluter Gewinner!' Read-Love-Blog
Novella zur erfolgreichen Boudreaux-Reihe von Besteller-Autorin Kristen Proby
<p>Kristen Proby ist eine <b>New-York-Times</b>- und <b>USA-Today</b>-Bestseller-Autorin. Ihre Leidenschaft sind Liebesgeschichten mit starken Helden, die über sich lachen können und alles für die Familie tun. Kristen lebt in Montana, wo sie den Kaffee, die Schokolade und die Sonne genießt - und hin und wieder ein Nickerchen. Weitere Informationen unter: www.booksbykristenproby.com <br></p> <p><br></p>
Kristen Proby ist eine New-York-Times- und USA-Today-Bestseller-Autorin. Ihre Leidenschaft sind Liebesgeschichten mit starken Helden, die über sich lachen können und alles für die Familie tun. Kristen lebt in Montana, wo sie den Kaffee, die Schokolade und die Sonne genießt - und hin und wieder ein Nickerchen. Weitere Informationen unter: www.booksbykristenproby.com
1
~Lena~
Es ist ein langer Tag gewesen. Ach, wem mache ich etwas vor, es ist eine verdammt lange Woche gewesen.
Und es ist erst Mittwoch. Glücklicherweise befinden wir uns in der letzten Woche des Schuljahrs, und morgen ist der letzte Tag, an dem ich unterrichten muss. Ich liebe meine Arbeit als Lehrerin und ich liebe meine Schüler, aber gegen Mitte Mai fühlen wir uns alle ziemlich ausgebrannt.
Ich puste mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und starre auf meine Anmerkungen auf dem Whiteboard meines Klassenzimmers. Ich unterrichte Englisch auf der Highschool und bereite gerade den letzten Test zu unserer Lektüre von Der Fänger im Roggen vor.
Das ist mein Lieblingsbuch, und ich habe festgestellt, dass die Kinder es ebenfalls mögen, wenn sie gut mitmachen. Sie dazu zu bringen, sich hinzusetzen und zu arbeiten, ist das Schwierige daran.
Heute ist es heiß hier drinnen. Die Sommer in Louisiana sind nichts für Weicheier, besonders wenn man in einem sechzig Jahre alten Gebäude ohne Klimaanlage arbeitet.
Ich schwitze, als ob … Na ja, als ob ich in einem alten Gebäude ohne Klimaanlage arbeite.
Ich wische mir mit dem Handrücken über die Stirn und werfe einen Blick auf meine Anmerkungen, als sich die Luft im Raum plötzlich verändert.
Es ist subtil, aber ich spüre es. Mir stellen sich die Nackenhaare auf. So habe ich mich seit sechs Jahren nicht mehr gefühlt.
»Du kannst gleich wieder in deinen Ferrari steigen und abhauen«, sage ich beiläufig, ohne zur Tür zu schauen. Dabei gebe ich mein Bestes, um den verdammten Zoo zu ignorieren, der in meinem Magen zum Leben erwacht.
»Ich fahre keinen Ferrari«, antwortet er. Seine Stimme hat sich überhaupt nicht verändert. Sie ist wie geschmolzene Schokolade, und er hat immer noch diesen Südstaatenakzent. Ich weiß nicht, warum mich das überrascht.
»Tja, egal auf was für einem Pferd du hergeritten bist, steig wieder drauf und verschwinde.«
Ich höre ihn seufzen, weigere mich aber, ihn anzusehen. Denn ein einziger Blick wird genügen, um wieder auf ihn hereinzufallen, und ich habe mir geschworen, niemals wieder auf Mason Coulter hereinzufallen.
»Schön dich zu sehen, Lena.«
»Mm-hmm.« Ich tue so, als würde ich meine Anmerkungen studieren, aber ich kann die Worte nicht mehr erkennen. »Gleichfalls.«
»Du hast doch noch nicht mal hergeschaut.«
Ich kann das Lächeln in seiner Stimme hören. Ich verziehe das Gesicht.
»Was willst du?«
»Dass du mich ansiehst.«
»Tja, wir bekommen nicht immer, was wir wollen.« Ja, ich benehme mich wie eine Zicke, und nein, es tut mir nicht leid. Ich hatte gedacht, dass Mason der Richtige wäre. Er war derjenige, in den ich mich Hals über Kopf verliebte und der mich mit seinem Charme buchstäblich um den Finger wickelte. Doch dann ging er einfach. Er verschwand, und ich blieb zurück, ohne die geringste Ahnung, was verdammt noch mal passiert war. Ich fragte mich, was ich falsch gemacht hatte, denn ich war damals zweiundzwanzig und naiv und vermisste ihn so sehr, dass ich dachte, ich würde es nicht überleben.
Doch ich habe es überlebt.
»Bist du etwa immer noch sauer?«
Ich blinzle überrascht und kann nicht anders. Ich drehe mich um und mustere ihn, von seinem hinreißenden dunklen Schopf zu den Spitzen seiner Designerschuhe, und mein Körper erwacht augenblicklich zum Leben. Mein Höschen steht in Flammen. Und wenn ich vor zehn Minuten schon dachte, dass es hier drinnen heiß wäre, ist es jetzt ein regelrechtes Inferno.
Dieser verdammte Kerl. Er musste natürlich attraktiv bleiben, oder? Ich meine, hätte er nicht wenigstens all seine Haare verlieren oder stark zunehmen können? Irgendetwas?
»Ja, man könnte sagen, dass ich immer noch sauer bin«, erwidere ich und bin stolz, dass ich dabei ruhig und gleichgültig klinge, obwohl ich alles andere als ruhig und gleichgültig bin. »Wenn du also nicht hergekommen bist, um mir zu sagen, dass du eine tödliche Krankheit hast, kannst du dich einfach umdrehen und gehen. An Small Talk bin ich nicht interessiert.«
»Dabei warst du immer so gut in Small Talk«, sagt er und präsentiert mir sein perfektes Lächeln. Aber da liegt noch etwas anderes in diesem Lächeln, das mir sagt, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.
Und ich bin eine Idiotin, denn gleich werde ich ihn fragen, was los ist. Ich sollte hart bleiben und ihn bitten zu gehen.
Aber zuerst habe ich noch eine alte Rechnung zu begleichen.
»Weißt du«, beginne ich und stecke die Kappe auf den blauen Stift für das Whiteboard. Ich lege ihn hin und drehe mich ganz zu ihm herum. »Als ich dich das letzte Mal sah, sagtest du, dass du gleich wieder da sein würdest.«
»Ich sagte: Wir sehen uns«, erwidert er, und sein Lächeln erstirbt.
»Und dann bist du einfach abgehauen.«
Er seufzt und lehnt sich gegen den Türrahmen. Dann verschränkt er die Arme vor der Brust, schaut auf seine Schuhe hinunter und schließlich wieder zu mir auf. »Dafür schulde ich dir eine Entschuldigung.«
»Ja. Das tust du.«
»Tut mir leid.« Er blickt mit seinen grauen Augen in meine, und ich sehe die Aufrichtigkeit darin, genau wie ich sie in seiner Stimme höre. »Es tut mir wirklich leid, Lena.«
Ich nicke und wende mich ab. »Danke.«
»Und ich brauche deine Hilfe.«
Natürlich tut er das.
Natürlich ist es kein schnelles »Ich wollte sehen, wie es dir geht, mich entschuldigen und dann wieder meiner Wege gehen«.
Nein, es muss natürlich kompliziert sein.
»Meine Tante Claudia ist letzte Woche gestorben.«
»Oh, Mason.« Ich drehe mich zu ihm um. »Das tut mir sehr leid. Ich mochte sie gern.«
Er nickt. »Danke.«
Mason und seine Tante Claudia standen sich sehr nah. Ich glaube, wir alle haben dieses besondere Familienmitglied, dem wir uns verbunden fühlen und das in unserem Leben wichtig ist. Und für ihn war es seine Tante. Als Kind verbrachte er seine Sommer hier bei ihr in New Orleans.
»Ich wusste nicht, dass sie gestorben ist.« Das muss es sein, was ich hinter seinen Augen wahrnehme. Ich habe nicht die gleichen übersinnlichen Fähigkeiten wie meine Freundin Mallory. Aber ich kann Dinge spüren. Ich will ihn umarmen, ihn trösten, doch stattdessen bleibe ich wie angewurzelt stehen, weil ich weiß, was seine Berührung mit mir anstellen wird.
»Eigentlich hatte ich nur einen kurzen Besuch in der Stadt geplant, um mich um ihren Nachlass zu kümmern, aber wie es aussieht, hatte Tante Claudia andere Pläne.« Er lacht freudlos und blickt kopfschüttelnd zur Decke. »Der Notar hat mich über ihren eindeutigen Wunsch informiert, dass du mich zur Testamentseröffnung begleiten sollst.«
»Ich?«, frage ich stirnrunzelnd. »Warum. Ich habe sie doch nur ein paarmal getroffen.«
Er zuckt mit den Schultern und fährt sich durch die Haare, genauso wie er es vor sechs Jahren immer tat. Aber jetzt sind die Muskeln unter seinem schwarzen T-Shirt definierter und seine Haut ist von all den Stunden, die er damit verbringt, im Freien nach alten Dingen zu graben, gebräunt.
Mason ist ein bekannter und bedeutender Archäologe.
»Du weißt ja, dass sie ein bisschen … exzentrisch war.« Er lächelt. »Das ist einer der Gründe, warum ich sie so geliebt habe. Sie tat, was sie wollte, und sie wollte das hier.«
»Ich verstehe.« Ich muss schlucken und starre aus dem Fenster auf die Bäume. Heute weht eine leichte Brise. Ich gehe zum Fenster und öffne es. Dann wackle ich mit den Fingern und spüre, wie die Brise in mein Klassenzimmer weht. »Und wenn ich mich weigere?«
»Wenn du dich weigerst, wird ihr Erbe der Stadt New Orleans vermacht.« Ich reiße den Kopf herum und starre ihn an. »Ich weiß, dass das eine Menge Druck ist. Ich brauche ihr Geld nicht, Lena. Als Archäologe verdiene ich genug. Aber ich habe sie geliebt und würde ihrem Wunsch gern nachkommen.«
Ich atme tief ein und langsam wieder aus. Er ist also nicht hier, weil er mich sehen will. Sondern weil ihm seine Tante keine andere Wahl gelassen hat. Er hat recht, das ist eine Menge Druck.
»Du kannst darüber nachdenken«, sagt er, zieht eine Visitenkarte aus seiner Tasche und legt sie auf das Pult vor sich. »Das ist meine Handynummer. Ich muss am Freitag um vierzehn Uhr beim Notar sein. Die Adresse steht auf der Rückseite, falls du dich entscheidest mitzukommen.«
Ich nicke und starre auf das kleine weiße Rechteck aus Papier.
»Lena?«
»Ja?« Ich schaue ihm in die Augen, und er lächelt, als ob er sich an etwas besonders Schönes erinnern würde.
»Du siehst fantastisch aus. Du hast dich kaum verändert.«
»Oh doch, das habe ich.«
Er nickt. »Das haben wir wohl beide.« Er blickt zum Whiteboard auf und liest meine Anmerkungen. »Ich liebe dieses Buch. Ich habe es Anfang des Jahres verschlungen.«
Ich blinzle überrascht. »Zum ersten Mal?«
»Nein, ich lese es jedes Jahr.« Er verschränkt die Arme vor der Brust und liest alles, was auf dem Whiteboard steht. »Ich wette, dass ich deinen Test bestehen würde.«
»Mit geschlossenen Augen«, stimme ich lachend zu. »Ich kann von Glück reden, wenn ich auch nur achtzig Prozent der Schüler dazu bringe, es zu lesen. Sie sind nicht faul, aber sie haben einfach andere Dinge im Kopf, besonders zu dieser Jahreszeit.«
»Gibt es noch diese Lektürehilfen?«, fragt er.
»Oh ja«, erwidere ich...
| Erscheint lt. Verlag | 1.3.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Boudreaux series |
| Boudreaux series | Boudreaux series |
| Übersetzer | Stephanie Pannen |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Easy Fortune (A Boudreaux Novella) |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | 20. - 21. Jahrhundert • Außenseiterin • Beziehung • Bibliothekarin • Boudreaux • Bücher • erotische • Familie • Frauenroman • Frauenromane • Freundin • Freundschaft • Gefühl • Gefühle • Geheimnis • Geschwister • Italien • Lehrerin • Leidenschaft • Lena Turner • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Liebesroman (modern) • Mason Coulter • Multnomah County • Nähe • New Orleans • Oregon • Portland • Romanhefte • Romantik • Romantische • Romanze • Schicksal • Schwester • Second Chance • Spannung • Südstaaten • Trennung • Trennungsschmerz • Unterhaltung • USA • Zweite Chance • Zwischenmenschliche Beziehung |
| ISBN-10 | 3-7363-1049-8 / 3736310498 |
| ISBN-13 | 978-3-7363-1049-0 / 9783736310490 |
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