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Julia Exklusiv Band 307 (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1319-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Julia Exklusiv Band 307 - Kim Lawrence, Sharon Kendrick, Marian Mitchell
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OASE DER SEHNSUCHT von LAWRENCE, KIM
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<p>Kim Lawrence, deren Vorfahren aus England und Irland stammen, ist in Nordwales groß geworden. Nach der Hochzeit kehrten sie und ihr Mann in ihre Heimat zurück, wo sie auch ihre beiden Söhne zur Welt brachte. Auf der kleinen Insel Anlesey, lebt Kim nun mit ihren Lieben auf einer kleinen Farm, die schon seit drei Generationen in Familienbesitz ist. Auf dem Eiland spricht man größtenteils walisisch - eine Herausforderung für Kim doch mit der Zeit lernte sie, diese schwierige Sprache fließend zu sprechen. Und auch mit der Einsamkeit auf dem idyllischen Fleckchen weiß Kim mittlerweile umzugehen: Packt sie die Sehnsucht nach der Großstadt, fährt sie mit der Fähre einfach ins nahe gelegene Dublin. Wenn sie nicht schreibt, verbringt Kim viel Zeit in ihrem Garten oder kocht. Auch joggen geht sie gern - am liebsten am Strand mit ihrem Terrier Sprout.</p>

1. KAPITEL

Zwei Männer standen in dem privaten Wartezimmer der Intensivstation einer Schweizer Klinik. Der ältere Mann betrachtete den jüngeren aufmerksam, der stoisch schwieg, nachdem ihm die Neuigkeiten eröffnet worden waren. Nichts, vielleicht abgesehen von einem leicht unruhigen Muskel an seiner Schläfe, wies darauf hin, dass er überhaupt zugehört hatte.

„Eine Notiz?“, wiederholte er schließlich.

Der ältere Mann nickte. Anders als die meisten Männer zuckte er unter dem stechenden Blick dieser Augen, die schon mehr als einmal mit dem gleißenden Himmel über einer trockenen Wüste verglichen worden waren, nicht zusammen.

„Hamid hat sie am Telefon vorgelesen“, erklärte er und senkte demütig den Kopf, als sein Gesprächspartner auf ihn zukam. „Ich habe eine Kopie angefertigt.“

Er wartete, bis ihm das Papier aus der Hand genommen wurde.

Der junge Mann las das Dokument aufmerksam durch und zerknüllte es dann mit seinen langen schlanken Fingern. Eine Geste, die seine äußerliche Ruhe Lügen strafte.

„Wenigstens handelt es sich um keine Entführung, Sir.“

Karim, der gerade zum Fenster hinübergehen wollte, blieb wie angewurzelt stehen, und sein bodenlanges Gewand schleuderte um seine Beine. Seine Nasenflügel bebten, als er nach Luft schnappte, um sich einen üblen Fluch zu verkneifen. Er beschränkte sich auf einen sarkastischen Tonfall. „Ja, es war ausgesprochen umsichtig von meiner Schwester, eine Nachricht zu hinterlassen.“

Üblicherweise gehörte es nicht zu seinen Gewohnheiten, Menschen anzugreifen, die ihm verbal nicht auf gleicher Ebene begegnen durften. Doch in diesem besonderen Augenblick hätte er am liebsten der Versuchung nachgegeben und seiner Wut und seinem Frust freien Lauf gelassen, wenn die Person neben ihm nicht Rashid gewesen wäre. Der tiefe Respekt und die Zuneigung, die er für den Mann empfand, der seit Karims Kindertagen als Bodyguard über ihn wachte, machten eine solche Reaktion unmöglich.

In vielerlei Hinsicht stand Rashid ihm näher als sein eigener Vater. Der hatte in Karims Jugend eher einer entfernten, schillernden Persönlichkeit geglichen, fast wie ein Mythos oder ein geheimnisvoller Held – nicht wie ein Vater. Für Karim war es beinahe unmöglich, sein persönliches Bild dieser rätselhaften und charismatischen Gestalt mit dem zerbrechlichen alten Mann in Übereinstimmung zu bringen, dessen papiertrockene Hand er noch vor wenigen Augenblicken berührt hatte. Eine traurig in sich zusammengesunkene Hülle, deren Leben an modernsten Maschinen hing.

Karim atmete tief durch und verdrängte seine Emotionen, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Er hatte sich angewöhnt, nicht zu viel Energie auf Situationen zu verschwenden, die er nicht kontrollieren konnte. Glücklicherweise gab es davon nur wenige – und die Herzoperation seines Vaters war so eine … Jetzt musste Karim sein Vertrauen in die medizinischen Fähigkeiten und die Kompetenz all jener legen, die nun für Tair Al-Ahmad sorgten, wie auch in den eisernen Willen seines Vaters, der bekanntermaßen nicht zu unterschätzen war.

Seinem Vater konnte Karim in diesem Moment nicht weiterhelfen, aber in Bezug auf seine Schwester waren ihm nicht derart die Hände gebunden. Ihre Zukunft hing davon ab, ob er schnell genug die richtigen Entscheidungen traf.

Er nickte kurz. „Du hast recht. Wir können dankbar sein, dass es sich nicht um eine Entführung handelt.“ Ihm gefror das Blut in den Adern, wenn er daran dachte, dass sie in die Gewalt dieser Leute geraten könnte. Leute, die sie als politische Waffe missbrauchen und ganz sicher nicht davor zurückschrecken würden, ihr etwas anzutun. „Sollte ihr etwas zustoßen, werde ich …“

„Das wird es nicht.“

Diese beruhigende Unterbrechung veranlasste Karim dazu, sich zusammenzunehmen. In seinen bernsteinfarbenen Augen, die von langen schwarzen Wimpern umrahmt waren, glitzerte es verdächtig. In der modernen Welt mussten sich Menschen wie die in seiner Familie mit der unangenehmen Realität abfinden, dass jederzeit die Gefahr einer Entführung bestand. Es war eine Gratwanderung zwischen der notwendigen persönlichen Sicherheit und dem Vermeiden, in der Falle ständiger Angst zu leben.

Das Problem war scheinbar nur, dass Karims Schwester zu wenig Angst hatte. Aber sobald er sie in die Finger bekam, würde er das ein für alle Mal ändern.

„Ja, davon wollen wir ausgehen“, seufzte er schließlich. „Was ich nicht begreife: Wie kann ein Schulmädchen einer Horde von Aufpassern entkommen? Wie viele waren es noch gleich?“

Das Schlimmste an der Sache war nicht der Umstand, dass sie ihren Bewachern entflohen war. Dieser Vorfall zeigte deutlich, in welcher Gefahr sie sich im Ernstfall befand. Entschlossen presste Karim die Zähne aufeinander. Das würde er niemals zulassen …

Beide Männer schreckten auf, als plötzlich die Tür geöffnet wurde und eine junge Frau in Schwesternkleidung ihren Kopf hereinstreckte. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie die beiden Männer in den bodenlangen Gewändern an – einem zog sich eine gezackte Narbe über die linke Wange, und der andere war vermutlich der attraktivste Mann, den sie jemals gesehen hatte.

„Pardon, Messieurs …“, murmelte sie verlegen und zog sich dann hastig zurück.

Die Tür wurde wieder geschlossen, und die beiden Männer setzten ihr Gespräch fort. Unbewusst wechselten sie dabei zu der Sprache, derer sich die junge Schwester bedient hatte. Da Zafsid ein multilinguales Land war, beherrschten beide Männer mehrere Sprachen fließend.

„Ich glaube, es waren acht, Sir. Nicht eingeschlossen die beiden, die verdeckt als Hausmeister und Gärtner tätig waren.“

„Acht!“, rief Karim ungläubig und warf beide Arme in die Höhe. Dann lief er unruhig im Raum umher und murmelte dabei undeutliche Worte vor sich hin. Er erinnerte den älteren Mann an einen Panther, der in einen zu engen Käfig eingesperrt war.

„Die Prinzessin ist eine ausgesprochen … einfallsreiche kleine Lady.“

„Die Prinzessin ist …“ Wieder holte Karim tief Luft und hatte offenbar alle Mühe, seine Gefühle im Zaum zu halten. Mit einer schnellen Handbewegung zog er einen Stuhl zu sich heran, der unter dem Fenster stand, und ließ sich mit einer ihm angeborenen Eleganz darauf nieder. Die Ellenbogen stützte er auf die Armlehnen aus Mahagoni, und sein Kinn ruhte auf seinen gebräunten, geschmeidigen Händen. Die Stirn hatte er besorgt in Falten gezogen, während er sich den Kopf darüber zerbrach, wie er mit den anstehenden Problemen umgehen sollte.

„Mein Vater wird in etwa vierundzwanzig Stunden das Bewusstsein wiedererlangen.“ Sein Blick streifte kurz das Gesicht des anderen Mannes, dann zuckte Karim mit den Achseln. „Bis dahin werde ich Suzan zurückholen.“

„Natürlich.“ Nichts an Rashids Haltung ließ vermuten, dass er die Möglichkeit des jüngeren Mannes, seinen Plan in die Tat umzusetzen, auch nur ansatzweise bezweifelte.

„Und danach …“ Er brach ab und schnitt eine freudlose Grimasse. Danach würden die Probleme erst richtig beginnen. Schließlich hatte er nicht die geringste Ahnung, wie er eine erneute Flucht der aufmüpfigen Prinzessin oder ein vergleichbar leichtsinniges Verhalten in Zukunft verhindern sollte. Er konnte sie wohl kaum in ihrem Zimmer einsperren. Obwohl diese Strategie von einigen wenigen einflussreichen Persönlichkeiten begrüßt werden würde, denen die modernisierten Werte seiner Familie schon seit Langem ein Dorn im Auge waren.

Das Verhalten seiner Schwester während der letzten Monate ließ leider nicht darauf schließen, dass Karim sich auf ihren gesunden Menschenverstand verlassen konnte. Das hatte sie vor allem vor wenigen Wochen erneut unter Beweis gestellt, als sie eine nicht genehmigte Party besuchte. Zwar handelte es sich um eine relativ harmlose Veranstaltung, die allerdings trotzdem am Ende von der Polizei gestürmt worden war. Die Eltern des Jungen, der die Party veranstaltet hatte, waren früher nach Hause gekommen und hatten ihr Heim vollkommen verwüstet vorgefunden – dank einiger betrunkener Krawallmacher.

Karims eigenes Sicherheitsteam hatte ihm geschworen, die Prinzessin sei zu keinem Zeitpunkt in ernsthafter moralischer oder psychischer Gefahr gewesen. Aber neben ihren ausführlichen Berichten hatte er auch einen Brief der Schulleiterin erhalten. Darin bat sie um die Vergütung des entstandenen Sachschadens und erklärte, dafür seien alle Erziehungsberechtigten der beteiligten Schüler verantwortlich.

Eine Zusatzinformation in diesem Schreiben, die ihn offensichtlich beruhigen sollte, verfehlte dagegen ihre Wirkung. Denn die zufällige Anwesenheit von Miss Smith, einer der Lehrerinnen von Suzans Schule, bei der Party bedeutete, dass die Polizei diesen Vorfall nicht weiter verfolgen würde. Damit war zumindest die Gefahr gebannt, dass Suzan auch noch Teil einer polizeilichen Ermittlung wurde.

Trotzdem konnte ihn der Name dieser speziellen Lehrerin nicht wirklich beruhigen! Es war die gleiche Miss Prudence Smith, die auch eine Rucksackreise durch Australien für ein erstrebenswertes, bewusstseinserweiterndes Erlebnis hielt. Genau das hatte Suzans letzte Ferien zu einem Albtraum aus Tränen und Wutanfällen gemacht.

Was machte eine Lehrerin überhaupt auf einer verbotenen Party? Das hatte ihm noch niemand überzeugend erklären können. Aber diese ganze Angelegenheit bestätigte ihm wieder, dass die fragliche Person keine professionelle Distanz zu ihren Schülern einhielt. Ihre Aufgabe war es, für Disziplin zu sorgen, nicht, sich bei ihren...

Erscheint lt. Verlag 1.2.2019
Reihe/Serie Julia Exklusiv
Julia Exklusiv
Julia Exklusiv
Übersetzer Bettina Röhricht, Anike Pahl
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • JULIA EXKLUSIV • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Sammelband
ISBN-10 3-7337-1319-2 / 3733713192
ISBN-13 978-3-7337-1319-5 / 9783733713195
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