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Beautiful Danger - Vertrau mir nicht (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Aufl. 2019
342 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-0936-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Beautiful Danger - Vertrau mir nicht - Any Cherubim
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Er ist Mr Trouble, Mr Eiskalt, Mr Gefährlich - Mr Danger eben, die Quelle meiner Inspiration.
Julia Stonefields Traum ist zum Greifen nah. Der berühmte Modedesigner Giuliano Meloni ist bereit sie als Praktikantin einzustellen, wenn sie es schafft, dass Levin McKenzie, ein berüchtigtes New Yorker Bandenmitglied, nach seiner Haftstrafe als Model für ihn arbeitet.
Keine leichte Aufgabe für Julia, denn Levin passt mit seinem Benehmen so gar nicht in die schillernde Modewelt - er ist rau, unverschämt und gefährlich. Als er schließlich dem Angebot zustimmt, ist es Julias Job ihm Manieren beizubringen. Schnell merkt sie, dass Levins Abgründe tiefer sind, als sie sich vorstellen kann. Trotzdem übt er eine Anziehungskraft auf sie aus, derer sie sich nicht entziehen kann - und bringt Julia damit in ein Dilemma, das sie vor eine schwere Entscheidung stellt.Sie muss aufpassen, dass sie sich nicht die Finger an dem Bad Boy verbrennt, denn Levin McKenzie ist die personifizierte Sünde und ein Mann voller Geheimnisse ...
Beautiful Danger: spannend, emotional, dramatisch und vor allem: heiß!

Prolog


Levin

Das Stöhnen meiner Mutter und das eines Fremden drangen bis in unser Kinderzimmer. Das Keuchen, Schnaufen und Quietschen des Bettes vertrieben meine Müdigkeit und ich war hellwach. Wüste und schmutzige Worte schollen herüber und manchmal mischte sich das Wimmern von Mom darunter. Genau wie jetzt.

Lautlos stand ich auf und warf einen Blick zu Jacob, der ruhig in seinem Bettchen lag und schlief. Selten wachte er auf, und das war auch gut so. Er war noch zu klein, um zu verstehen, aber ich wusste Bescheid. Mit meinen zehn Jahren verstand ich mehr, als alle Erwachsenen glaubten.

Moms Kunden taten ihr weh, ich hörte es an ihrem Stöhnen, manche schlugen und erniedrigten sie, aber Mom hatte mir versichert, dass das zu ihrem Job dazugehörte. Einmal erklärte sie mir, dass sie Spaß daran hätte, aber ich wusste, dass sie mehrmals täglich ihren Stoff brauchte, um es auszuhalten, um es geschehen zu lassen, um zu vergessen. Erst wenn der letzte Freier den Reißverschluss seiner Hose zuzog, Mom das Geld für ihre Arbeit bekam und der Kerl verschwand, waren nur noch die Grillen zu hören, die draußen zirpten. Es war das schönste Geräusch, friedlich und sanft, aber nicht das Ende dieser Nacht – noch lange nicht.

Meine Faust ballte sich um das Taschenmesser, das ich vor einiger Zeit einem Jungen gestohlen hatte. Es war unser einziger Schutz. Damit konnte ich Mom helfen, falls sie mal wieder Schwierigkeiten hatte. Ich wünschte, ich hätte eine gefährlichere Waffe, eine, vor der alle Dreckskerle zurückschreckten. Draußen vernahm ich dumpf ihre flehende Stimme. Sofort klappte ich das Messer auf. Es war klein und vielleicht nicht so scharf, aber es reichte aus, um manche Scheißkerle einzuschüchtern. Eiseskälte schlängelte sich durch meine Brust, gemischt mit einer unbändigen Wut. Mom hatte mir strikt verboten, mein Zimmer zu verlassen, wenn sie arbeitete. Sie hatte den Hass in meinen Augen gesehen, als sie vor ein paar Wochen von einem Freier verprügelt worden und ich dazwischengegangen war. Ich hatte dem Kerl das Messer in den Bauch gerammt, das hatte für einigen Wirbel gesorgt, den ich nicht verstand. Der Kerl überlebte und seit dem Tag sahen mich die Leute in unserer Straße seltsam an.

Ich ging zu Jacobs Gitterbett und zog die Decke über seine Beinchen, bevor ich aus dem Fenster kletterte und auf die verwilderte Wiese hinter unserem Haus sprang. Ich lief vorbei an Gerümpel, Müll und Schrott, der überall in unserem Viertel lag. Wir lebten in einer heruntergekommenen Gegend, in der Gewalt, Prostitution und Verbrechen an der Tagesordnung waren. Wir waren der Abschaum der Stadt und selbst die Bullen ließen sich hier nur selten blicken.

Je weiter ich mich von unserem Haus entfernte, desto mehr entspannte ich mich und die gefährliche Kälte in mir verzog sich.

Es war kurz vor Mitternacht, als ich das Tony’s betrat. Mad, Moms Boss, war der Besitzer des Restaurants. In meinem Viertel war er ein Gott und jeder mochte ihn. Er und seine Männer waren die SinDangers. Sie kümmerten sich gut um die Frauen, die für Mad arbeiteten. Seit sie Mom beschützten, ging es uns besser. Schon seit einem Jahr bezahlte Mad unsere Wasser- und Stromrechnungen und versorgte uns mit Lebensmitteln, die ich einmal die Woche in seinem Restaurant abholte. Dafür gab Mom ihm einen Teil des Geldes, das sie verdiente. Früher war sie die ganze Nacht unterwegs gewesen, dank ihm konnte sie zu Hause bleiben.

Jeder hatte Respekt vor den SinDangers. Mad, der Anführer, war Geschäftsmann. Seine Macht und sein Einfluss wuchsen jeden Tag. Es kursierten die schlimmsten Gerüchte. Man munkelte, dass sogar die Polizei mit ihm arbeitete. Aber davon verstand ich nichts. Für mich war er ein Held, stark und mächtig. Einmal hatte er einem Typen vor meinen Augen die Fresse poliert, weil er Mom nicht bezahlen wollte. Wenn es ums Geld ging, verstand Mad keinen Spaß. Er war ein harter Typ und genoss großes Ansehen.

Ich war spät dran. Heute Nachmittag hätte ich schon bei ihm auftauchen sollen, um unsere Lebensmittelration abzuholen. Zaghaft klopfte ich an die Tür des Restaurants und wartete. Drinnen brannte noch Licht. Es dauerte eine ganze Weile, bevor Will, Mads dickbäuchiger, alter Koch, mir öffnete. »Du kommst spät, Junge«, sagte er, ließ mich aber eintreten. Es waren keine Gäste mehr im Lokal. Will lief durch den langen Gang und verschwand in seiner Küche. Mad saß mit zwei seiner Männer an seinem Stammplatz und polierte eine Pistole. Über dem Tisch hing dichter Zigarrennebel und die Luft roch nach Bratfett und Bierdunst. Vor ihnen blieb ich stehen, betrachtete fasziniert weitere Waffen, die auf einem Nebentisch lagen. Es waren zwei Pistolen, Butterflys und Schlagringe. Mein Blick blieb an einer der Knarren hängen und ich wünschte, ich würde so eine besitzen. Das schwarze Metall glänzte im Licht und ich spürte die Macht, die von ihr ausging.

»Was treibt dich zu so später Stunde noch hierher?«, fragte Mad, ohne von dem Schalldämpfer, den er gerade säuberte, aufzusehen.

»Hat deine Mama keine Zeit für dich, Pisser?«, warf Bob, einer der Männer, dazwischen. Er und der andere Typ brachen in Gelächter aus.

Mad hielt inne und es reichte ein Blick, um sie zum Schweigen zu bringen. Auf der Stelle verstummten sie. »Hunger?«, richtete er dann das Wort wieder an mich.

Ich nickte. »Ja, Sir.«

Mad lehnte sich zurück und rief nach seinem Koch. »Will, bring dem Jungen etwas zu essen.« Ein kurzes Murren dröhnte aus der Küche und Geschirr klapperte. »Setz dich. Ich hatte früher mit dir gerechnet.«

Wer an Mads Tisch sitzen wollte, musste seine Waffen ablegen. Das war sein Gesetz und jeder hielt sich daran. Nur ungern offenbarte ich, was sich in meiner Hosentasche befand, aber ich hatte keine andere Wahl. »Tut mir leid, Sir.« Wenn er erfuhr, dass Mom sich mal wieder den ganzen Nachmittag mit ihren Candys, wie sie es nannte, abgeschossen hatte, dann würde er ihr vielleicht den Laufpass geben und wir alles verlieren. »Ich habe es vergessen«, log ich und legte zögernd mein Messer zu den anderen Waffen. Daneben sah es mickrig aus.

Mad warf nur einen kurzen Blick darauf, spitzte die Lippen und polierte weiter. Er war schlau und gerissen, man sollte immer auf der Hut vor ihm sein, doch irgendetwas Väterliches lag in seinen Augen. Aus irgendeinem Grund vertraute ich ihm, denn er war stets gut zu uns.

»Gefallen dir die Waffen?«

»Ja, Sir.«

Mad schmunzelte.

Will kam mit einem Teller dampfender Spaghetti. Bei dem Anblick lief mir das Wasser im Mund zusammen. Schon lange hatte ich keine warme Mahlzeit mehr gehabt und sofort begann ich mir die Nudeln mit der Gabel in den Mund zu stopfen. Niemand sprach, während ich gierig aß. Erst als ich den zweiten Nachschlag verschlungen und einen Vanillepudding vor mir stehen hatte, legte Mad das Poliertuch beiseite und sah mich lange und eindringlich an. »Lasst uns allein«, befahl er seinen Männern. Schwerfällig standen sie auf und das Rücken der Stühle war zu hören.

»Wie geht es deiner Mom? Und deinem kleinen Bruder? Wie heißt er noch gleich?«, fragte Mad, als wir unter uns waren.

»Jacob«, antwortete ich gehorsam. »Es geht ihnen gut, Sir.«

»Nettes kleines Spielzeug hast du da.« Er nickte zum Tisch, auf dem mein Taschenmesser lag.

Stolz hob ich das Kinn, denn auch wenn mein Messer weder sehr groß noch sehr scharf war, hatte ich Jacob, Mom und mich damit schon einige Male beschützen können.

Neugierig kniff Mad die Augen zusammen und neigte den Kopf. »Man hat mich informiert, dass du ganz gut mit dem Ding umgehen kannst. Ich mag Männer, die mutig sind, nur damit wirst du nicht viel ausrichten können.« Sein Blick wurde noch eindringlicher und ich hatte das Gefühl, er könne in mich hineinschauen. Unruhig rutschte ich auf dem Stuhl hin und her.

»Komm mit. Ich will dir was zeigen.«

Ich folgte ihm durch die Küche. Mad gab Will schnippend ein Zeichen, dass er mit uns kommen sollte. Im Flur öffnete er eine Tür und schaltete das Licht ein. Wir gingen die Treppe hinunter in einen der Kellerräume. Dort unten lagerten Lebensmittel für das Restaurant. Neben Kartoffeln, Konserven und Weinflaschen in diversen Regalen hingen sogar ganze Schinken am Haken. Noch nie hatte ich so viel Essen gesehen. Aber Mad lief weiter und trat in einen Durchgang, in dem zwei Holzkisten standen. Er gab Will den Befehl, eine zu öffnen. Zuerst dachte ich, sie enthielt nur Stroh, doch als Mad es beiseiteschob, bekam ich große Augen. Handfeuerwaffen in allen Varianten und Größen.

»Abgefahren«, rief ich voller Begeisterung.

Mad grinste und sah mich aufmerksam an. Ich aber hatte nur Augen für die Pistolen. Noch nie hatte ich so viele gesehen. Ich wagte nicht, sie zu berühren. »Sind die echt?«

Mad lachte. »Natürlich, mein Junge. Die beste Ware, die man zurzeit kriegen kann. Würdest du gern lernen, wie man damit umgeht?«

Ich riss die Augen auf und mein Herz machte einen Sprung.

»Ein Mann muss in der Lage sein, das zu schützen, was ihm gehört. Je besser du über alles Bescheid weißt, desto sicherer bist du. Verstehst du das?«

»Ja.« Ich sog seine Worte auf wie ein Schwamm.

»So wie du deine Familie beschützt, beschütze ich meine. Du kennst doch die SinDangers?«

Ich nickte. Jeder kannte, jeder respektierte und jeder fürchtete sie.

»Sie sind das Wichtigste für mich.« Er sah mir fest in die Augen. »Einen Jungen wie dich könnte ich gebrauchen, einer, der so ist wie du, der sein Leben für seine Familie geben würde. Das imponiert...

Erscheint lt. Verlag 1.2.2019
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Bad Boy • Bandenmitglied • Beziehung • Bridgeton • Cumberland County • Designer • Dunkle Vergangenheit • Erinnerung • Familie • Frauenroman • Frauenromane • Freundschaft • Gefühl • Gefühle • Geheimnis • Geheimnisse • Haft • Julia • Julia Stonefield • Kleider • Leidenschaft • leidenschaftlich • Levin McKenzie • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Liebesroman (modern) • Modebusiness • Model • Modewelt • Nähe • New York • patterson • Roman • Romanhefte • Romantik • romantisch • Schicksal • Schneiderin • Sträfling • Trennung • Trennungsschmerz • Unterhaltung • wohlfühlen • Wohlfühlroman • Zeitgenössische Liebesromane • Zwischenmenschliche Beziehung
ISBN-10 3-7363-0936-8 / 3736309368
ISBN-13 978-3-7363-0936-4 / 9783736309364
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